Hypochonder-keiner glaubt mir die angst

Hallo ihr lieben,

folgende frage:

wie kann ich es meinen mitmenschen klar machen, was ein hypochonder ist? Bzw., wie ich mich fühle seit ich einer bin. Weder mein mann, noch meine familie können verstehen, dass ich jeden tag gegen krebs, aids, tumore ankämpfen muss. Und jede freie Sekunde an Krankheit und Tod denke und somit kein leben mehr habe.
Nur mal ein beispiel: vor 4 tagen sagte mir mein mann, dass meine haare in der nacht komplett nass waren vom schwitzen-folge: jede nacht wache ich (ohne hilfe) auf und muss feststellen, dass dies nicht nur die haare sind, sondern auch noch der gesamte oberkörper, obwohl frisch gedusch, durchgelüftet, etc…
Folge2: Tränen, lungenkrebs-selbstdiagnose (da seit einigen wochen bauch+rückenschmerzen+schmerz beim atmen (aber wahrscheinl. von der wirbelsäule) vorhanden sind-hab irgendwo gelesen, dass es b-symptomatik von lungenkrebs ist).
Werde morgen natürlich auch zum doc gehen, obwohl dieser mir mittlerweile gar nichts mehr glaubt.
also nochmal die frage: wie kann ich denn meinem umfeld erklären, dass es furchtbare ängste sind, die ich durchlebe. und solche sprüche, wie: dat is doch nix, ist nicht so schlimm, das ist bei dir psychisch; einfach nicht mehr ziehen???!

Hallo,
ich bin mir nicht sicher, dass Hypochonder deinen Zustand richtig beschreibt. ein Hypochonder ist ein Mensch, der bei jeder Kleinigkeit gleich behauptet, todkrank zu sein und diese eingebildeten Krankheiten auch gerne vorschiebt, um manche Dinge nicht tun zu müssen. Du glaubst nicht wirklich krank zu sein, du hast „nur“ Angst, du könntest krank sein, d. h. du leidest wirklich, und zwar unter enormen Angstzuständen. Ich würde an deiner Stelle einen guten Psychologen suchen und mit diesem an der Bewältigung deiner Angst arbeiten. wenn du morgen zum Arzt gehst, sprich ihn nicht auf eventuelle Krankheiten, die du haben könntest, an, sondern sprich mit ihm gezielt über diese Angstzustände und frag ihn dafür um Hilfe. Er kann dir sicher jemanden nennen, der dir helfen kann, deine Angst in den Griff zu bekommen.
Viel Erfolg und viel Mut wünsche ich dir, Gruß, Miriam

Sie müssen Ihrem Umfeld gar nichts erklären.

Es ist ihr Leben, Sie müssen damit zurechtkommen, Sie müssen sich erforderlichenfalls in eine Therapie begeben. Warum ist Ihnen so wichtig, dass Ihre Umwelt Ihre Angst versteht? Wer die Angst nicht kennt, wird Sie auch nicht verstehen, maximal begreifen, dass eine psychische Erkrankung vorliegt.

bin so glücklich, dass mir jemand geantwortet hat, dass ich schon wieder weinen muss, danke, denn ich kann sonst mit niemandem mehr darüber reden.
Ich habe bereits einen termin bei einer verhaltenspsychologin, der allerdings noch in weiter ferne liegt-bin anscheinend nicht die einzige. war auch schon mal stationär und ambulant in behandlung wegen depressionen. ist aber schon anfang 20 gewesen.
es heisst auch immer hypochonder leben länger, aber ist es wirklich ein leben? jeden tag abtasten, untersuchen von ausscheidungen, messen, probieren??
in meinem alter sollten sich junge frauen über schuhe, klamotten und andere oberflächlkeiten gedanken machen und nicht über karziome, mörbus khron, etc… sagt zumindest meine mutter. ich arbeite mit menschen zusammen und muss jeden tag lachen und fröhlich sein und wenn ich anschließend im auto sitze-tränen. mein chef fragt mich immer:alles ok? Antwort: ja… bin nur müde-habe gestern gefeiert (heulend, allein auf dem sofa)
ich hoffe er liest es hier nicht-möchte nicht, dass es rauskommt.
das schlimmste ist, wie schon gesagt, dass ich mit niemandem darüber reden kann, da ich nur abgewunken werde mit… hör auf… in der dritten welt… du hast doch nichts, etc… die schmerzen sind echt, auch wenn sie nur, laut ultraschall, psychosomatisch sind, aber das hilft mir ja nicht weiter. man könnte ja schließlich etwas übersehen haben.
mein mann hat sich sogar rat bei einem psychologen geholt: immer sagen:du stirbst, aber jetzt noch nicht, geh zum arzt.
Also… sterbe ich, aber noch nicht jetzt und gehe zum arzt.

ich möchte z.b. mit meinem mann darüber reden, weil ich mit den ängsten alleine nicht mehr zurechtkomme. und würde mir wünschen, dass er es versteht, aber… er kann leider auch nicht mehr.

hallo, Alex,
hast du mal über Meditationskurse oder Autogenes Training nachgedacht? Das hat mir beim Umgang mit meinen Ängsten geholfen. Und wenn der Psychologentermin noch in so weiter Ferne liegt: warum lässt du dir von deinem Arzt nicht eine Überweisung in eine Tagesklinik geben?
Ach ja, wenn wir länger chatten wollen und du es etwas privater magst, hier meine Mail: [email protected]. Ich schreib dir auch gerne außerhalb des Forums.
Bis bald, Miriam

bin so glücklich, dass mir jemand geantwortet hat, dass ich

schon wieder weinen muss, danke, denn ich kann sonst mit
niemandem mehr darüber reden.
Ich habe bereits einen termin bei einer verhaltenspsychologin,
der allerdings noch in weiter ferne liegt-bin anscheinend
nicht die einzige. war auch schon mal stationär und ambulant
in behandlung wegen depressionen. ist aber schon anfang 20
gewesen.
es heisst auch immer hypochonder leben länger, aber ist es
wirklich ein leben? jeden tag abtasten, untersuchen von
ausscheidungen, messen, probieren??
in meinem alter sollten sich junge frauen über schuhe,
klamotten und andere oberflächlkeiten gedanken machen und
nicht über karziome, mörbus khron, etc… sagt zumindest
meine mutter. ich arbeite mit menschen zusammen und muss jeden
tag lachen und fröhlich sein und wenn ich anschließend im auto
sitze-tränen. mein chef fragt mich immer:alles ok? Antwort:
ja… bin nur müde-habe gestern gefeiert (heulend, allein auf
dem sofa)
ich hoffe er liest es hier nicht-möchte nicht, dass es
rauskommt.
das schlimmste ist, wie schon gesagt, dass ich mit niemandem
darüber reden kann, da ich nur abgewunken werde mit… hör
auf… in der dritten welt… du hast doch nichts, etc… die
schmerzen sind echt, auch wenn sie nur, laut ultraschall,
psychosomatisch sind, aber das hilft mir ja nicht weiter. man
könnte ja schließlich etwas übersehen haben.
mein mann hat sich sogar rat bei einem psychologen geholt:
immer sagen:du stirbst, aber jetzt noch nicht, geh zum arzt.
Also… sterbe ich, aber noch nicht jetzt und gehe zum arzt.

was ich schon alles ausprobiert habe… meditation, positives denken, klangschale,… es hilft auch… zumindest für den moment und dann werden diese positiven geschichten durch ängste verdrängt.
so… muss mich jetzt sammeln und gut gelaunt wieder in die arbeit.
danke danke danke… mir gehts schon wieder etwas besser

Naja, Meditation oder Autogenes Training ist auch keine Behandlung, die man irgendwann aufgibt und dann ist es gut. Das ist immer nur eine momentane Hilfe, das muss man für immer weitermachen. Ich mache das jetzt seit mehr als 20 Jahren; nicht täglich, wie ich gerne würde und wie es mir am besten tut, aber es hilft.

was ich schon alles ausprobiert habe… meditation, positives

denken, klangschale,… es hilft auch… zumindest für den
moment und dann werden diese positiven geschichten durch
ängste verdrängt.
so… muss mich jetzt sammeln und gut gelaunt wieder in die
arbeit.
danke danke danke… mir gehts schon wieder etwas besser

Dringender Rat: Suchen sie schnellstens den rat Ihres Hausarztes!
LG Dr. Bittner

Hallo,
ich kann dich gut verstehen, denn mir geht es eigentlich genauso. Ich hab momentan auch die Angst/Sorge, dass ich evtl. Lungenkrebs habe, da meine Mum vergangene Woche daran gestorben ist. Seitdem höre ich extrem in mich rein und deute gleich jede Regung als mögliches Symptom. Ja regelrechte Angszustände mit Herzklopfen habe ich. Für das Umfeld ist dies natürlich eine große Belastung weil man von nichts anderem mehr redet. Ich kann Dir nur raten, geh zu Deinem Hausarzt und rede ganz offen mit ihm über eine Therapie. Ich habe auch in 14 Tagen mein Vorsprechen beim Psychologen. Hab zwar schon mal ne Gesprächstherapie gemacht die auch ok war aber nun hat es mich auch wieder voll erwischt.
Alles Liebe
Steffi

Oh mein Gott!

Das tut mir echt leid! Dagegen schein mir ja mein Problem wie ein kleines Problemchen.
Ich habe es schon mal gehört, dass angehörige manchmal soetwas durchleben. Bei mir war es wahrscheinlich mein autounfall vor einigen jahren, bei dem ich fast gestorben wäre, der die ängste ausgelöst hat. nur sind die ängste erst jahre später gekommen.
Halte die 14 tage durch. ich denke dein umfeld versteht es und es kommt dir nur so vor, dass du es belastest. nach dem termin wird es dir hoffentlich wieder besser gehen. so immer mir z.b.!
Nochmals mein Beileid!
Mit lieben Grüßen

Alex