Hypothekendarlehen!

Hallo,
wenn man eine Immobilie kauft und bei der Bank einen Kredit bekommt, ist das dann immer ein Hypothekendarlehen? Oder gibt es da Unterschiede?

Kennt vielleicht jemand die GBE in Freiburg? Die bieten mehrer günstige Kreditvarianten an. Was ist davon zuhalten? http://www.gbe.de/index.html

Vielen Dank für die konstruktiven Antworten!
Paula

Hi,

  1. die Antwort wird ein wenig abstrakt.
    Ein Immobilienkauf wird in der Regel mit Grundpfandrechten
    abgesichert. Hier unterscheiden wir grob gesagt die Hypothek
    und die Grundschuld. Die Hypothek wird nur für das Darlehen
    eingetragen und ist dann praktisch erloschen. Die Grundschuld
    kann man problemlos weiterverwenden, z.B. für Renovierungen
    oder als Sicherheit für andere Kredite.
    In der Praxis finden wir also selten Hypotheken, sondern
    meist Grundschulden. Allderdings wird von Laien der Begriff
    Hypothek auch oft für die Grundschuld benutzt.
    Ansonsten könnte man eine Immobilie auch ohne Grundpfandrechte
    finanzieren, wenn man z.B. andere Sicherheiten bietet.
    Auch ein kleinerer Blankokredit ist bei guter Bonität möglich.

  2. Zur GBE: Das scheint mir ein Finanzmakler zu sein, der
    mit verschiedenen Banken und anderen Gesellschaften zusammen-
    arbeitet. Von der GBE habe ich weder positives noch negatives
    gehört. Wenn der Verein seriös ist (was ich nicht weiss), kann
    man mit Hilfe eines solchen Maklers evtl. die Kreditzinsen
    seiner Hausbank ein bisschen unterbieten. Die Beratung kann
    aber entweder ganz fehlen oder ist sehr abschlussorientiert
    (Provision). Ohne Vorkenntnisse würde ich mich nicht zu denen
    begeben. Was hilft Dir eine Bank in Buxtehude wenn Du z.B.
    in München bist und ein Problem hast, bei dem Kulanz gefragt ist. Generell würde ich auch mit den angebotenen Fremwährungs-
    krediten vorsichtig sein.

Gruss

Hans

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Vielen Dank für deine sehr ausführliche Antwort. Ich glaube wir werden uns doch erstmal ein Buch besorgen und uns die Grundbegriffe der Immobilienfinazierung aneignen. Ein unabhängiger Berater wäre sicherlich auch nicht verkehrt.

Also, vielen Dank
Paula

lass da mal mit dem buchkauf, da steht meist nur oberflächliches zeug drin und wirft maehr fragen auf, als es selbst antworten gibt.

mein tipp: geh zu deiner hausbank und frage einfach mal die konditionen für euer wunschhaus an? Sag ihr plant und wollt wissen was das kostet und wieviel ihr euch erlauben könnt.

Achtet auf folgende dinge:

Laufzeitenvergleich: 5 Jahre, 10 jahre, 20 jahre
bei der derzeitigen niedrigzinsphase werden oft die kurzfristdarlehen angeboten. aber immer auf langen fristen bestehen und nicht wegen evtl. 0,2 Prozentpunkte zocken.

Bedingungen für vorzeitige Tilgungen und Zwischentilgungen

Beleihungswertgrenzen und Kosten für evtl. 100%-Beleihung

Achtung vorsichtig bei hinterlegung mit LV-Policen. kann man kaum selbst rechnen was da günstig ist.

Achtung vorsichtig mit schaukelbausparverträgen, wo sich der erste in den zweiten zur tilgung einzahlt. (oder wie immer das auch funktioniert) die plötzlichen belastungsprünge nach 6 - 7 jahren sind nicht zu unterschätzen!

Vergleiche immer: über die Laufzeit: Tilgung, Zinsbelastung, Kosten des Darlehens. nie einfach nur die Zinssätze auch nicht die effektiven! denn in den effektiven zins fließen nicht immer alle kosten ein. (Wertschätzungsgebühren z.B.) bei manchen =0 bei anderen 2 %, d.h. wo du bei dem ersten mehr effektiv-Zins bezahlst, ist der 2. trotzdem über die gesamtlaufzeit teurer.

neutrale Berater: gibt es eigentlich nicht.

wenn du interesse hast kann ich dir aber einen hervorragenden finanzierungsberater empfehlen!

winkel

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Hallo,
danke für deine Antwort.
Für einen guten unabhängigen Berater wäre ich sehr dankbar. Aber sicher wohnt der nun nicht gerade bei uns um die Ecke, oder?

Liebe Grüße
Paula

der den ich meinte wohnt in bielefeld bzw. im ruhrgebiet.
winkel

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Hallo,

es gibt garantiert unabhängige Berater. Entscheidend ist, daß die Berater nicht mit Vermittlungsprovisionen bestochen werden. Der Berater muß also auf Honorarbasis arbeiten und Provisionen darf er nicht bekommen bzw. nicht behalten. Selbstverständlich darf er auch nicht Mitarbeiter einer Bank, Bausparkasse oder Versicherung sein. Es ist immer die Frage, woher der Berater sein Verdienst bezieht. Infos zur Finanzierung findest Du auch auf meiner Homepage unter www.puetz-online.de

Grüße