Hallo zusammen,
komme gerade von meiner Bank von einem Beratungesgespräch. Bei meinem Baudarlehen ist die Zinsbindung abgelaufen bzw. läuft zum 30.03. ab.
Ich zahle momentan 4,95% bei 5% Tilgung. Die Restschuld ist bei Ablauf der Zinsbindung nur noch 16550 Euro, also nicht so wahnsinnig viel. Daher hatte ich mir überlegt auf variablen Zinssatz umzusteigen, da die Restschuld und auch die Restlaufzeit überschaubar sind. Nun gibt mir die Beraterin einen Var. Zinssatz von 4,5% an. Ich dachte, der sei viel geringer??
Hat sie sich evtl. vertan? Ich finde im Internet durchgängig variable Zinssätze von weit unter 4%. Kann mir jemand einen Rat geben?
In Deinem Fall würde ich wirklich den variablen Zins nehmen.
Erstens ist die Restsumme überschaubar und zweitens kannst Du so den Restbetrag jederzeit tilgen. Bei einem Festzinssatz und einer Festlaufzeit ist das nicht so einfach möglich.
Also, ich hatte eigentlich ja den variablen Zinssatz in Erwägung gezogen, da ich dachte, das der deutlich unter einem festen Zinssatz liegt. Aber das scheint wohl nicht der Fall zu sein.
Meine Frage bezog sich eigentlich hauptsächlich darauf, ob es stimmen kann, dass der variable Zinssatz momentan bei 4,5 % liegt?
Das mit der vorzeitigen Ablösung des Darlehens ist auch bei einem festen Zinssatz bei mir kein Problem, da ich zu Beginn des Darlehensvertrages eine Klausel habe aufnehmen lassen, die es mir ermöglicht bis zu 10% des Ausgangsbetrages p.a. tilgen zu können ohne Vorfälligkeitsentschädigung zahlen zu müssen. Diese Klausel hat sich bei mir im Laufe der Jahre sehr bezahlt gemacht.
Also, wie hoch darf ein variabler Zinssatz so ca. im Moment liegen?
Mir scheint, dass Du keine allzu lange Restlaufzeit mehr hast ( 5 % Tlgung). also würde ich jetzt nicht irgendwelche Zinsspielchen machen, sondern einen Vertrag für die Restlaufzeit und gut is.
das eine: gehe zu verschiedenen Banken und Du wirst auch verschiedene Angebote bekommen - das hängt einfach davon ab, was die einzelne Bank
braucht und/oder will.
Bei diesem geringen Restbetrag und der jetzigen niedrigen Zinsphase würde ich Dir ansonsten grundsätzlich auch zu einer Zinsfestschreibung raten, jedoch mit Vereinbarung einer Sondertilgungsmöglichkeit, die mit einem Maximalbetrag per anno im Darlehensvertrag dann festgeschrieben wird. Hierbei könnte dann ein möglichst hoher Betrag von Interesse sein. Du zahlst damit also die fixe monatlich Annuitätenrate und wenn Du Lust und Geld hast, kannst Du zusätzlich (im allgemeinen 1 x jährlich) eine Sondertilgung bis zum vereinbarten Betrag leisten.
Vorteil: ein Ruhekissen für Dich durch die Zinsfestschreibung und zusätzliche Flexibilität, das Darlehen auch schon früher zu tilgen.
ja, es kann gut sein, dass der angegebene variable Zins von 4.5 % in Ordnung ist. Die von günstigen Banken angebotenen Zinsen für Grundschulddarlehen beziehen sich nämlich im allgemeinen auf eine bestimmte Mindestsumme, die Dein Restdarlehen nicht erricht. Die DIBA erwartete z. B. 2008 mindestens eine Darlehensanfrage von 50 T€, neuere Daten habe ich nicht. Kleinere Beträge verleiht sie nicht als Grundschulddarlehen, sondern nur als persönlichen Kredit
Du hast also nur theoretisch echte Vergleichsmöglichkeiten mit Fremdbanken. Im übrigen ist aus Schufa-Gründen zu raten, nicht kurz hintereinander bei mehreren Banken KreditANFRAGEN zu starten. Mit jedem nicht zugesagten Kredit sinkt Deine Bonität. Frage in jedem Falle nur nach den ALLGEMEINEN Konditionen, damit die Anfrage nicht Dir persönlich zugerechnet wird.
Mit jedem nicht zugesagten Kredit sinkt Deine
Bonität.
Das ist aber nur der Fall, wenn die Bank die Bonitätsanfrage bei der SCHUFA falsch verschlüsselt. Die Stiftung Warentest hat das in den letzten Jahren öfters bemängelt. Manc he Banken haben es geändert, manche leider nicht. Leidtragender ist der unbescholtene Kunde.