Hallo,
habe eine Frage zu o.g. Störung / Persönlichkeitstyp nach Riemann. Es geht um eine Bekannte. Nach einiger „Leidenszeit“, Therapie wegen Sozialer Phobie und Hochbegabungs-„Diagnose“ mit 29 Jahren (sie war unterfordert, hat ihre Potentiale bisher kaum genutzt, da sie auch nicht wußte, dass diese vorhanden sind), bin ich zufällig auf o.a. „Störung“ gekommen (früher hatte sie dann eher eine depressive Tendenz).
Es passt einfach zu gut, und Leidensdruck hat sie zur Zeit, besonders durch Misserfolge im sozialen / privaten Bereich.
Nun wollte ich fragen, was sich hier machen lässt. Eigentlich finde ich Psychoanalyse sehr interessant (wollte ihr das empfehlen) und sie hat ja auch die notwendigen grauen Zellen für die Verarbeitung. Bringt das was? Bezahlt das wer? Gibt es noch andere Möglichkeiten? Weiß jemand eine Antwort?
Danke Anne
Huhu!
Es passt einfach zu gut, und Leidensdruck hat sie zur Zeit,
besonders durch Misserfolge im sozialen / privaten Bereich.
Eigendiagnosen bzw. Diagnosen durch Freunde sind grenzwertig - es gibt für diese Krankheiten ganz klare Kriterien, die man aber als Betroffener/Angehöriger nicht wirklich objektiv erfassen kann.
Abgesehen davon besteht die Gefahr, das der/die Betroffene sich sehr mit der vorgeschlagenen „Störung“ identifiziert und dadurch einen zusätzlichen Leidensdruck bekommt, und dann hinterher evtl. schwerer zu behandeln ist.
Ich weiss nicht, wie groß der Leidensdruck ist - aber was es immer gibt, was auch nichts kostet sind therapeutische Beratungsstellen, die kostenlos helfen.
Die sind per Telefonbuch findbar, was genau da möglich ist an Hilfe bzw. nötig wird meist bei einem Eingangsgespräch besprochen.
Ansonsten spricht wenig dagegen, sich ernsthaft professionelle Hilfe zu suchen - mit dem Hausarzt wegen einer Überweisung sprechen, und dann zu einem Experten.
Den man auch mit einem Telefonbuch finden kann.
Weitere Details sind dann da besprechbar.
(@MOD: Warum gibt es zu der Frage eigentlich keine FAQ?)
Viele Grüße!
Scrabz aka aka.
Hallo Anne
habe eine Frage zu o.g. Störung / Persönlichkeitstyp nach
Riemann.
Riemann schrieb ein gutes Buch für die 60er Jahre. Inzwischen gibt es einige Verbesserungen, z.B. Karl König mit seinen Büpchern über die vesch. Persönlichkeitstypen.
Wenn Du (im Titel hier) die hysterische Pers. der histrionischen Pers. gegenüberstellen möchtest, dabnn ist das durchaus richtig und differenziert, dann folgst Du gleichsam einem genaueren Modell, so wie es z.B. Otto Kernberg bschreibt. Nicht alle Autoren bieten so ausdifferenzierte Pers.-Modelle.
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Nun wollte ich fragen, was sich hier machen lässt. Eigentlich
finde ich Psychoanalyse sehr interessant (wollte ihr das
empfehlen) und sie hat ja auch die notwendigen grauen Zellen
für die Verarbeitung. Bringt das was?
Ja, wenn, wie Du ja schriebst, Deine Bekannte mit Psychoanalyse was anfangen kann, genügend differenziert, introspektionsfähig und motiviert ist, dann wäre dies durchaus eine Möglichkeit.
Bezahlt das wer?
Alle gesetzlichen und privaten Kassen / Krankenversicherungen bezahlen grundsätzlich die drei anerkannten Therapieformen:
Psychoanalyse, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Verhaltenstherapie.
Gruß,
Branden