I have a Dream... (lang)

…der mich seit JAHREN verfolgt!

Aber zunächst einmal ein Hallo an alle!

Nach dem ich in der jüngsten Vergangenheit so oft gelesen habe, dass einige ihre Träume gedeutet haben wollten, möchte ich euch, liebe Experten(und die es gerne wären :wink: ), als solche auch „missbrauchen“. Auch, wenn es so langsam nervig wird. So, genug geschleimt, oder? :wink:

Ich selbst kann mir keinen Reim daraus machen. Hab schon versucht eine Art Tagebuch zu führen, in dem ich alles was vor und nach dem Traum in meinem Leben passierte, kann aber keine Konstante feststellen. Es scheint absolut willkürlich zu geschehen. Ich glaube aber, dass mein Unterbewusstsein mir damit etwas sagen will. Der Traum nervt mich selbst mittlererweile. Auch weil es immer gleich abläuft(mit geringsten Abweichungen) und ich es nicht durch Aufwachen unterbrechen kann. Alle Hintergründe, die meiner Meinung nach, relevant sein könnten, schreibe ich in Klammern. Wenn jemand eine Idee hat-bitte, her damit!

Es beginnt immer gleich:

Ich (immer im aktuellem Alter), beeile mich um mein Flug nicht zu verpassen. Ich verlasse den Ort (an dem ich tatsächlich vom Alter von 3J bis 13J gelebt habe) für immer und meine Familie sitz schon im Flugzeug. Ich bin spät dran und weiss, dass man auf mich nicht warten wird. In letzter Minute erreich ich ihn doch und wir heben ab (hier sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich panische Angst vor dem Starten hab. Das Fliegen an sich macht mir nichts aus, nur das Abheben).

Wenn wir in der Luft sind, merke ich, dass die Maschine keinen Boden hat, unsere Füße hängen in der Luft und man kann den Wald und den Fluss unter uns beobachten. Manchmal ist es sehr schön, manchmal aber sind wir kurz davor, abzustürzen und die Wellen berühren schon unsere Schuhe.

Im nächsten Augenblick befinde ich mich an meiner ersten Schule. Mit meiner Schwester (10J jünger und lebt seit paar Jahren weit weg. aufgrund vom Altersunterschied, hatten wir eigentlich nie besonders gutes Verhältnis zu einander), die in dem Traum immer ca. 4J alt ist. Die Schule ist verweist, halb unter der Erde. Ich befinde mich meist im EG. Die Decke zwischen den Etagen existiert nicht mehr, nur entlang der Wände sind noch Überreste vom Boden. Die Fenster haben meist kein Glas mehr drin und so dringt die Erde in das Gebäude herein.

Ich bin auf der Flucht von menschenfressenden Monstern. Die sehen zwar etwas menschlich aus, aber eher wie unsere entfernte Verwandte aus. Dessen Haut ist grau und schleimig. Sie tragen keine Kleidung, nur eine Art Windeln (da gab es mal einen Horrorfilm, aus dem ich es hab), sind wahnsinnig dick aber ich weiß, dass die sehr gefährlich sind.

Wir sind im Wald (der Ort war tatsächlich von Wäldern umgeben. Tiefes Sibirien eben) und treffen auf eine Gruppe Menschen, die von den gleichen Monstern flüchten. Es sind Stadtmenschen und wissen nicht mal, welche Beeren man essen darf und welche giftig sind. Ich weiss, dass die ohne meine Hilfe kaum eine Chance haben. Aber ich weiß auch, dass je größer die Gruppe, desto einfacher wäre es, uns aufzuspüren. Und ich trage die Verantwortung für meine Schwester (im ganzen Traum habe ich nie Angst um mich).

Also kämpfe ich lange mit meinem Gewissen: ohne mich werden die Menschen schnell gefangen genommen und wenn ich denen erlaube, mit uns zu gehen, gefährde ich meine Schwester. Schließlich entscheide ich mich dafür, den Leuten wichtige Tipps zu geben um deren Überlebenschancen zu erhöhen. Ich ziehe aber weiter.

Irgendwann befinde ich mich mit meiner Schwester in Gewahrsam dieser Monster. Und irgendwoher weiß ich, dass sie nur dann nicht gegessen wird, wenn ich ihre Haut verdecke. Also reiße ich meine Kleidung in Streifen und verbinde ihre Arme und Beine, wie bei einer Mumie.
Und dann endet der Traum.

Was will mir meine Psyche da sagen?! Offensichtlich sprechen wir unterschiedliche Sprachen.

Vielen Dank im Voraus für alle, die sich zumindest die Mühe gemacht haben, es zu lesen.

Hallo Seltsam,

deine Träume strotzen so sehr von einschlägiger Symbolik (noch nichtmal nur Symbolik, sondern richtig Klartext) , so dass

ich glaube, dass man ruhigen Gewissens soweit in die Thematik hineingreifen kann,

dir zu raten, mal genauer anzuschauen:

Was ist in deinem Elternhaus gewesen,
in deiner Kindheit vorgefallen bzw. wie wurde mit dir umgegangen?

Bist du mal wirklich ein Kind gewesen oder warst du eher ein minderjähriger Erwachsener?

Deine Schwester wünscht sich übrigens ein besseres Verhältnis zu dir.

Schöne Grüße

M

Hallo Herr Myer!

deine Träume strotzen so sehr von einschlägiger Symbolik (noch
nichtmal nur Symbolik, sondern richtig Klartext)

Findest du? Hmm… Gut, ich bin zwar von Natur aus blond, aber DERMASSEN?! Wo? Welche Symbolik?

dir zu raten, mal genauer anzuschauen:

Was ist in deinem Elternhaus gewesen,
in deiner Kindheit vorgefallen bzw. wie wurde mit dir
umgegangen?

Bist du mal wirklich ein Kind gewesen oder warst du eher ein
minderjähriger Erwachsener?

Da könntest du nicht ganz so unrecht haben-beide Eltern waren berufstätig, also musste ich mich etwas mehr um meine Schwester kümmern, als vielleicht „normal“ wäre.

Deine Schwester wünscht sich übrigens ein besseres Verhältnis
zu dir.

Ach ja? Wie können es MEINE Träume wissen?

Schöne Grüße

M

Grüße back, Seltsam

Nochmal Hallo!

Warum taucht dieser Traum denn immer wieder auf? Wie gesagt- seit JAHREN, mindestens seit ich 15J bin. Und da ich in wenigen Wochen schon 31J werde, nun seit mehr als 15J! Abgesehen davon, dass es langsam nervt(ich kenne ihn so was von auswendig!), ist es dennoch ein Albtraum und jedes Mal wache ich schweißgebadet auf.
Falls du mit deiner Deutung Recht hast, wird es jetzt aufhören?

Und nochmals Grüße

Hallo,

vielleicht hast du einige Dinge aus der Kindheit nicht verarbeitet?

Als ich deinen Beitrag gelesen habe, viel mir spontan die Familienaufstellung ein. Wäre das nicht etwas für dich um herauszufinden was in der Kindheit war, dass dich immer wieder diesen Traum träumen lässt.

Gruß

Samira

Hallo Samira!

Gut, da meine Eltern beide Berufstätig waren und ich (gefühlt) zu oft auf meine Schwester aufpassen musste, wenn ich zurück blicke, kann ich behaupten, dass ich eine ziemlich glückliche Kindheit hatte. Ich bin Bäume und Zäune hoch geklettert, wir haben Ballerina gespielt, haben Theateraufführungen gemacht, sind zum Fluss und in den Wald. Im Sommer war ich meistens auf dem Land bei meinen Großeltern, wo an jeder Ecke ein Abendteuer auf uns gewartet hat. Kurzum, wenn das keine unbeschwerte Kindheit ist, dann weiß ich auch nicht.

Grüsse, Seltsam

Hallo Seltsam!

Nach deiner Antwort an Samira wird für mich einiges aus deinem Traum sehr klar, und auch ich finde die Symbolik sehr deutlich.

Ich (immer im aktuellem Alter), beeile mich um mein Flug nicht
zu verpassen. Ich verlasse den Ort (an dem ich tatsächlich vom
Alter von 3J bis 13J gelebt habe) für immer und meine Familie
sitz schon im Flugzeug. Ich bin spät dran und weiss, dass man
auf mich nicht warten wird.

Deine Eltern haben dich ja oft allein gelassen, weil sie berufstätig waren. Es war also nicht wichtig, ob du dich verlassen fühlst oder nicht. Du warst nicht so wichtig, dass sie auf dich warten würden oder bei dir blieben.

In letzter Minute erreich ich ihn
doch und wir heben ab (hier sollte ich vielleicht erwähnen,
dass ich panische Angst vor dem Starten hab. Das Fliegen an
sich macht mir nichts aus, nur das Abheben).

Wenn wir in der Luft sind, merke ich, dass die Maschine keinen
Boden hat,

Du hattest also keinen Boden unter den Füßen? Wie denn auch? Deine Eltern waren selten da, um dir den Halt zu geben, den du als Kind brauchtest,

unsere Füße hängen in der Luft und man kann den
Wald und den Fluss unter uns beobachten.

Die Natur hat dir den Boden unter den Füßen gegeben. Du kennst dich gut aus in der Natur, sie hat dir den Halt gegeben als Kind.

Manchmal ist es sehr
schön, manchmal aber sind wir kurz davor, abzustürzen und die
Wellen berühren schon unsere Schuhe.

Als Kind Freiheit genießen ist eben zweischneidig: Du hast viel Entfaltungsmöglichkeiten gehabt, als du auf Bäume klettern konntest, aber du hattest auch immer die Verantwortung für deine Schwester und wenig Unterstützung durch deine Eltern. Das ist manchmal schön und manchmal schrecklich.

Im nächsten Augenblick befinde ich mich an meiner ersten
Schule. Mit meiner Schwester (10J jünger und lebt seit paar
Jahren weit weg. aufgrund vom Altersunterschied, hatten wir
eigentlich nie besonders gutes Verhältnis zu einander),

hörte sich in deiner Antwort an Samira aber anders an

die in
dem Traum immer ca. 4J alt ist.

Immer die Kleine, auf die du aufpassen musstest

Die Schule ist verweist, halb
unter der Erde. Ich befinde mich meist im EG. Die Decke
zwischen den Etagen existiert nicht mehr, nur entlang der
Wände sind noch Überreste vom Boden.

Wieder kein Boden unter den Füßen. Vielleicht also auch in der Schule keine Bezugspersonen, die dir Halt gegeben hätten?

Die Fenster haben meist
kein Glas mehr drin und so dringt die Erde in das Gebäude
herein.

Ich bin auf der Flucht von menschenfressenden Monstern. Die
sehen zwar etwas menschlich aus, aber eher wie unsere
entfernte Verwandte aus. Dessen Haut ist grau und schleimig.
Sie tragen keine Kleidung, nur eine Art Windeln (da gab es mal
einen Horrorfilm, aus dem ich es hab), sind wahnsinnig dick
aber ich weiß, dass die sehr gefährlich sind.

Da fällt mir jetzt nichts dazu ein. Welche Rolle hatten Verwandte in deiner Kindheit? Waren die eine Bedrohung für dich? Haben die sich eingemischt, z.B. wie du deine Schwester beaufsichtigst?

Wir sind im Wald (der Ort war tatsächlich von Wäldern umgeben.
Tiefes Sibirien eben) und treffen auf eine Gruppe Menschen,
die von den gleichen Monstern flüchten. Es sind Stadtmenschen
und wissen nicht mal, welche Beeren man essen darf und welche
giftig sind. Ich weiss, dass die ohne meine Hilfe kaum eine
Chance haben. Aber ich weiß auch, dass je größer die Gruppe,
desto einfacher wäre es, uns aufzuspüren. Und ich trage die
Verantwortung für meine Schwester

Dauernd hast du die Verantwortung für andere.

(im ganzen Traum habe ich
nie Angst um mich).

Wie denn auch? Du durftest ja nie einfach Kind sein und dich um dich kümmern. Du hast dich schon verloren…

Also kämpfe ich lange mit meinem Gewissen: ohne mich werden
die Menschen schnell gefangen genommen und wenn ich denen
erlaube, mit uns zu gehen, gefährde ich meine Schwester.
Schließlich entscheide ich mich dafür, den Leuten wichtige
Tipps zu geben um deren Überlebenschancen zu erhöhen. Ich
ziehe aber weiter.

Irgendwann befinde ich mich mit meiner Schwester in Gewahrsam
dieser Monster. Und irgendwoher weiß ich, dass sie nur dann
nicht gegessen wird, wenn ich ihre Haut verdecke. Also reiße
ich meine Kleidung in Streifen und verbinde ihre Arme und
Beine, wie bei einer Mumie.

Du entledigst dich deines Schutzes, der Kleidung, und schützt deine Schwester. Auch wieder ein Akt der Aufopferung, bei dem Du zu kurz kommst.

Und dann endet der Traum.

Was will mir meine Psyche da sagen?! Offensichtlich sprechen
wir unterschiedliche Sprachen.

Dafür gibt’s Übersetzer *zwinker*

Du bist schließlich selbst so stark involviert, dass du eine gewisse „Betriebsblindheit“ aufweist. Aber so aus der Entfernung gibt das, zumindest für mich, schon ein sehr klares Bild.

Deine Kindheit war nicht so schön, und deine Seele fühlt immer noch, dass ihr was gefehlt hat. Das solltest du dir ansehen. Und dann mal hinfühlen, was du lange verdrängt hast.

Alles Gute!

LiebeGrüßeChrisTine

Hallo Seltsam (irgendwie seltsamer Name :wink:)

vorweg: Ich bin kein Experte auf dem Gebiet, aber ich beschäftige mich auch von Zeit zu Zeit intensiv mit dem Nachtkino. Ein äußerst interessantes Thema. Für eine Weile hab ich auchmal geglaubt, mir hat da einer RTL2 eingestellt, wegen der ständigen Wiederholung einer Thematik - unten dazu mehr.

von einschlägiger Symbolik (noch

nichtmal nur Symbolik, sondern richtig Klartext)

Findest du? Hmm… Gut, ich bin zwar von Natur aus blond, aber
DERMASSEN?! Wo? Welche Symbolik?

Im Traum kann alles Symbol sein: Die ruinöse Schule z.B., wenn du ein sonst intaktes Haus als heruntergekommen oder zerstörst träumst, ist das ein Symbol.

Das Fliegen als Handlung, das Bodenlose im Flugzeug, das tiefe Fliegen desselben, die beinahe nassen Füße, weißt du?

Ferner das gerade-noch-so-Anschluss-erreichen zur Familie. Ein Ausrufungszeichen verdient, dass deine Familie nicht auf dich gewartet hätte. Das geht schon in Richtung Klartext - aber eine eineindeutige Auslegung mag ich mir nicht zumuten, das würde auch kein Experte bei einem Mindestgrad an Seriosität tun.

Der Ort, in dem du deine Kindheit bewusst gelebt hast -

Bist du mal wirklich ein Kind gewesen oder warst du eher ein
minderjähriger Erwachsener?

Da könntest du nicht ganz so unrecht haben-beide Eltern waren
berufstätig, also musste ich mich etwas mehr um meine
Schwester kümmern, als vielleicht „normal“ wäre.

Deine Schwester wünscht sich übrigens ein besseres Verhältnis
zu dir.

Ach ja? Wie können es MEINE Träume wissen?

Träume stellen oft mehr Fragen als sie wissen. Das gute ist: Sie stellen die richtigen Fragen. Das schlechte: Sie sind oft schwer verständlich.

Dass sich deine Schwester ein besseres Verhältnis wünscht, hab ich einfach mal so unterstellt, vielleicht hab ich damit ungerechterweise projiziert - weil ich auchmal kleiner Bruder war :wink:

Metapher, eine hiesige Koryphäe, hat mir in den FAQ ein Denkmal gesetzt. Vor einigen Jahren hatte ich einen ständig wiederkehrenden Traum, der so absurd wie (im Traummoment) beängstigend war, auch wenn es sich jetzt harmlos liest:

Ich musste immer wieder, um in meine Wohnung zu gelangen, anstatt eine Treppe zu gehen, mit einer klapprigen Holzleiter hochsteigen, mich durch schmale Öffnungen zwängen, oder mich per Klimmzug und Akrobatik in mein Domizil begeben. Das fand ich sehr belastend.

Was diese Träume bewirkt hat, weiß ich bis heute nicht. Sie hörten auf, als ich einmal träumte: „Zum Glück träum´ ich das nur, im richtigen Leben wäre mir das zu anstrengend, da würde ich direkt umziehen“.

Also es konnte auch von fachlicher Seite keine Deutung herbeigeführt werden, weil dazu ganz einfach eine umfassende Beleuchtung der Lebensumstände under Gefühlswelt vonnöten ist, die hier in diesem Rahmen einfach nicht möglich ist.

Deine Träume scheinen mir die dringende Aufforderung zu sein, wenigstens mal nachzugucken, ob es etwas gab, was du nicht mehr weißt oder verdrängt hast - das muss nicht unbedingt immer etwas fürchterlich schwerwiegendes sein.

Von Aufstellungen, wie dir empfohlen, hab ich hingegen gehört, dass das großer Quatsch ist.
Aber dass mag so sein wie Aspirin, manchen hilft es bei Kopfschmerz, anderen nicht.

Halt uns auf dem Laufenden!

M

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Hallo auch!

Hallo Seltsam (irgendwie seltsamer Name :wink:)

Passt halt :smile:

Im Traum kann alles Symbol sein: Die ruinöse Schule z.B., wenn
du ein sonst intaktes Haus als heruntergekommen oder zerstörst
träumst, ist das ein Symbol.

Das Fliegen als Handlung, das Bodenlose im Flugzeug, das tiefe
Fliegen desselben, die beinahe nassen Füße, weißt du?

Hmm… Eigentlich ganz klar, jetzt wo du es sagst… Aber SELBST hab ich es irgendwie nie „gesehen“.

Deine Träume scheinen mir die dringende Aufforderung zu sein,
wenigstens mal nachzugucken, ob es etwas gab, was du nicht
mehr weißt oder verdrängt hast - das muss nicht unbedingt
immer etwas fürchterlich schwerwiegendes sein.

Das werde ich tun. Vielleicht werde ich diesen Traum dann endlich los.
Vielen Dank!

Grüsse, Seltsam