Hallo, Sharon
In der Krankenpflege hat man uns eingebleut: i.m.-Injektionen
nicht im Stehen verabreichen, weil durch die muskulären
Scherkräfte die Nadel abbrechen kann.
wurde mir auch beigebracht.
Da hilft auch
Bein-locker-lassen und Gewicht auf die Gegenseite verlagern
nichts.
Doch hilft schon - die Injektion ist dann leichter.
Bloß: es ist Gang und Gebe und wird nu’ auch von mir
verlangt…
Wurde von mir auch verlangt und habe ich auch praktiziert.
Normalerweise mache ich das auch nur im Liegen,
Warum hast Du es bis jetzt nur im Liegen gemacht?
Warum solltest Du es jetzt nicht weiter im Liegen machen?
aber nu’
arbeite ich in einer Praxis, in deren „Spritzenzimmer“ keine
Liege ist (und auch zu klein ist, um eine reinzustellen).
Kommentar: „Wir machen das doch immer im Stehen, ist noch nie
was passiert“
Frage:
Was-wäre-wenn - ein Patient kollabiert?
Im Rautegriff aus der zu kleinen Spritzenkammer schleifen - oder was?
Eine Besenkammer als Behandlungsraum - wenn das mal zulässig ist.
Frage: Wie hoch ist das Risiko wirklich?
Das Risiko ist da!
Das sollte doch eigentlich genügen.
Stellt sich Dein Chef/ Ausbilder bedingungslos vor Dich - wenn etwas passiert - hundertprozentig?
Sollte ich mich weigern (immerhin mache ich das ja, ich trage
also die Verantwortung…) oder kann man das Risiko
vernachlässigen?
Bei mir hat mal eine Patientin bei einer i.m.-Injektion das Gleichgewicht verloren und ist nach vorne gefallen (da stand aber ein Bett) - den Anblick von dieser pendelnden Spritze im Gesäss habe ich nie mehr aus dem Kopf gekriegt und habe ab diesem Zeitpunkt immer auf einer liegenden i.m.-Injektionstechnik bestanden - haben alle Patienten akzeptiert.
Gruß
karin
P.S. Ich bestehe bei meinem Hausarzt auf einer i.m.-Injektionstechnik, die im Liegen durchgeführt wird - auch wenn es länger dauert - weil ich meine Muskulatur dann besser entspannen kann und ich die Injektion dann nicht mehr spüre.