Hallo nochmals
hoffentlich geht das echt gut. mache mir echt sorgen.
melde dich doch in der klinik. du mußt ja nicht drin bleiben wenn du nicht willst. aber sie können wenigstens deine vitalwerte checken!!
OK?
Ich schließe mich den meisten vorherigen Beantwortern an!
Bitte ein Krankenhaus aufsuchen, denn Schmerzmittelüberdosierungen können schwere Leber- und Nierenschäden hervorrufen!
Und bitte holen sie sich professionelle Hilfe im psychischen Bereich, denn ich glaube, dass sie dringen jemanden brauchen, mit dem sie über die Gründe reden können, weshalb sie bewusstlos sein und nichts mehr spüren wollten.
Sie brauchen sich deshalb überhaupt nicht zu schämen und es hilft wirklich, zu reden.
Ich wünsche ihnen alles Gute!
Es ist aber so akut dramatisch auch wieder nicht:
„Ab 400 mg/kg sind schwere Symptome möglich, obwohl bis 60 g problemlos vertragen und bis 100 g überlebt wurden. Bei älteren Personen, Kleinkindern, Leber- oder Nierenerkrankungen und chronischem Alkoholabusus kann es bereits bei tieferen Dosen zu schweren Symptomen kommen.Ab einer Dosis >200 mg/kg (Kleinkind) oder 20 g (Erwachsene) Dekontamination mit Aktivkohle (1 g pro kg Körpergewicht als wässrige Suspension einmalig per os). Bei exzessiver Überdosis stattdessen Magenspülung gefolgt von Aktivkohle innert 1 Stunde nach Einnahme. Ärztliche Überwachung ab 300 mg/kg und bei allen Patienten mit erhöhtem Risiko. Dauer der Überwachung: 4 Stunden, bei retardierten Präparaten 12 Stunden. Laborkontrollen: Transaminasen, Kreatinin, Bilirubin; bei symptomatischen Patienten zusätzlich Blutgasanalyse, Elektrolyte, Thrombozyten.“
Oh, wie zartfühlend!
und Du meinst nicht, daß das ein derart gestörtes Verhalten
ist, daß psychiatrische Hilfe angemessen wäre?Gruß,
Malte
Wie toll, dass du so normal bist!
LGFlaschenpost
Oh, eine Wattebäuschenwerferin!
und Du meinst nicht, daß das ein derart gestörtes Verhalten
ist, daß psychiatrische Hilfe angemessen wäre?Gruß,
Malte
Wie toll, dass du so normal bist!
- Ich steh hier nicht zur Debatte.
- Ich hab meine Dämonen im Griff, auch ohne Drogen.
- Der Fragestellerin ist augenscheinlich klar, daß das Verhalten gestört
ist. Warum das dann nicht auch so benennen? Alles andere wäre doch
Heuchelei. Vorwürfe hab ich ihr schließlich nicht gemacht.
Hallo Zahira,
ich vermute, dein Beitrag soll u.a. dazu dienen, dass keiner der an diesem Thread beteiligten Leute sich Vorwürfe macht, weil wir es nicht geschafft haben, die junge Frau zu überzeugen.
Ich möchte das gar nicht an Zahlen und Daten über die Toxizität von Ibuprofen festmachen. Wir wissen ja nicht, ob sie Leber- oder Nierenerkrankungen hat, ob sie Alkohol trinkt, ob sie noch andere Medikamente einnimmt oder sonstige Umstände vorliegen, die dazu führen, dass die von dir genannten Daten auf die junge Frau nicht zutreffen.
Aber ich denke, wir haben alles getan, was man im Rahmen eines solchen Forums tun kann. Wie ein Mensch sich dann entscheidet, können wir letztlich nicht ändern.
Ich hoffe, dass bei der jungen Frau keine zusätzlichen Risikofaktoren bestehen, so dass sie die Sache ohne Folgen übersteht. Und ich wünsche ihr, dass sie einen Platz findet, wo sie gut aufgehoben ist und Hilfe bekommt, um mit ihren zu Grunde liegenden Problemen voran zu kommen.
Liebe Grüße
Heike
Hallo Heike!
Aber ich denke, wir haben alles getan, was man im Rahmen eines
solchen Forums tun kann.
Ja, das habt Ihr.
Ich hoffe, dass bei der jungen Frau keine zusätzlichen
Risikofaktoren bestehen, so dass sie die Sache ohne Folgen
übersteht. Und ich wünsche ihr, dass sie einen Platz findet,
wo sie gut aufgehoben ist und Hilfe bekommt, um mit ihren zu
Grunde liegenden Problemen voran zu kommen.
Ich wünsche ihr Respekt und Achtung vor ihrem eigenen Weg, wie auch immer sie sich jeweils entscheidet.
Liebe Grüße,
Zahira
und Du meinst nicht, daß das ein derart gestörtes Verhalten
ist, daß psychiatrische Hilfe angemessen wäre?
Du hast in abgemilderter Form vermutlich ihr genau das gegeben, was sie schon leider lange kennt.
In mehr oder weniger subtiler Form hat so eine Antwort sehr isolierende Wirkung. („Gestörtes Verhalten“).
In einer solchen Krise braucht und verdient man nur eines erstmal, Unterstützung.Auf allen Ebenen, vo allem seelisch.
und Du meinst nicht, daß das ein derart gestörtes Verhalten
ist, daß psychiatrische Hilfe angemessen wäre?
Du hast in abgemilderter Form vermutlich ihr genau das
gegeben, was sie schon leider lange kennt.
In mehr oder weniger subtiler Form hat so eine Antwort sehr
isolierende Wirkung. („Gestörtes Verhalten“).
In einer solchen Krise braucht und verdient man nur eines
erstmal, Unterstützung.Auf allen Ebenen, vo allem seelisch.
Damit Unterstützung überhaupt irgendwie wirken kann, braucht man vor allem erstmal ein Problembewusstsein. Mit „Du bist toll, und alles wird gut“ erreichste jedenfalls nichts. Denn sie ist momentan nicht toll, sieht sie ja selbst so, und es wird auch nicht einfach alles gut.
Gruß,
Malte
Coabhängigkeit?!
Moin,
Du hast in abgemilderter Form vermutlich ihr genau das
gegeben, was sie schon leider lange kennt.
Als da wäre?
Er hat klar gestellt, das dieses Verhalten außerhalb der Norm liegt und das ist m.E. durchaus gegeben.
In einer solchen Krise braucht und verdient man nur eines
erstmal, Unterstützung.Auf allen Ebenen, vo allem seelisch.
Nein!
Ein Süchtiger braucht zwar Hilfe, aber keine Streicheleinheiten.
Sagt Dir Coabhängigkeit etwas?
Solange ein Süchtiger mit seiner Masche immer wieder durchkommt, weil er ja soooo arm dran ist und alle stützend zur Seite stehen, warum um alles in der Welt soll er/sie dann das Verhalten auch nur einen Deut änder?
Einem Süchtigen muß gnadenlos klar sein, daß er mit der Nase ganz tief in der Scheiße steckt, sonst ist er nicht therapiewillig. Wattebauschtherapie ist völlig kontraproduktiv.
Gandalf
Damit Unterstützung überhaupt irgendwie wirken kann,
braucht man vor allem erstmal ein Problembewusstsein.
Mit „Du bist toll, und alles wird gut“ erreichste jedenfalls
nichts. Denn sie ist momentan nicht toll, sieht sie ja
selbst so, und es wird auch nicht einfach alles gut.
Da stimme ich Dir schon zu.
Es war nicht mein Eindruck, dass sie (blöd, aber ihren Namen wissen wir ja nicht) kein Problembewusstsein hat.
Und mittel- bis langfristig stimme ich Dir ganz besonders zu, dass hier nicht gewattebauschelt gehört.
Die Krise war aber eine akute zudem körperliche, und auch in Anbestracht der häuslichen Situation war sie in einer sehr überfordernden Akutsituation.
Da gehört nicht konfrontiert, das gehört später getan und auch m. E. nach nicht unbedingt in einem Forum, wobei das durchaus auch passen könnte im rechten Moment mit den rechten Worten.
Langer Rede kurzer Sinn, ich sehe es so, dass auch Konfrontation sehr eingefühlt geschehen kann, das sollte sie sogar, um konstruktiv zu sein.
Gruß, Zahira
Moin moin,
Du hast in abgemilderter Form vermutlich ihr genau das
gegeben, was sie schon leider lange kennt.Als da wäre?
Das könnten sein Isoliertheit, das Gefühl falsch zu sein und geändert zu gehören.
Ein nicht eingefühlt geäusserter Kommentar wie dieser kann viel lostreten, im besseren Falle führt er einfach nur zum Dichtmachen.
Er hat klar gestellt, das dieses Verhalten außerhalb der Norm
liegt und das ist m.E. durchaus gegeben.
Ja schon, aber wie…
Darüberhinaus hatte sie um medizinische Auskunft gebeten und nicht um psychologischen Rat.
Ich halte das schon für hart an der Grenze zur Übergriffigkeit, was nur meine persönliche Einschätzung widerspiegelt.
In einer solchen Krise braucht und verdient man nur eines
erstmal, Unterstützung.Auf allen Ebenen, vo allem seelisch.Nein!
Ein Süchtiger braucht zwar Hilfe, aber keine
Streicheleinheiten.
Sagt Dir Coabhängigkeit etwas?
Solange ein Süchtiger mit seiner Masche immer wieder
durchkommt, weil er ja soooo arm dran ist und alle stützend
zur Seite stehen, warum um alles in der Welt soll er/sie dann
das Verhalten auch nur einen Deut änder?
Einem Süchtigen muß gnadenlos klar sein, daß er mit der Nase
ganz tief in der Scheiße steckt, sonst ist er nicht
therapiewillig. Wattebauschtherapie ist völlig
kontraproduktiv.
Dazu schrieb ich schon an Malte.
Zu einem solch hochakuten Zeitpunkt einer den Menschen wohl überfordernden Krise ist nicht der Zeitpunkt zu konfrontieren.
Der kommt später, und gehört zu guten Fachleuten.
Und mit denen wird die junge Frau entweder nicht konfrontiert sein, weil sie die Kurve kriegt, weil sie nämlich selber gut weiss, dass sie ein Problem hat, oder sie wird wieder und tiefer in Krisensituatonen kommen, die sich nicht mehr alleine aussitzen lassen.
Und auch dann gilt:
Erst körperlich und seelisch stabilisieren, dann konfrontieren.
Mit Co-Abhängigkeit, die mir sehr gut ein Begriff ist, hat das hier nichts zu tun.
Es ist einfach nicht der Punkt, um den es geht.
Eine Grundregel in der Therapie von Abhängigen lautet übrigens in Liebe zu konfrontieren.
„Fest“ zu sein, aber da.
Nur „fest“ oder hart sein ohne das Signal,da zu sein ist nicht sinnvoll, und eben darum frage ich mich auch, wie weit das in einem Forum wie diesem überhaupt konstruktiv möglich ist in der von Dir angedeuteten und beschriebenen Art zu reagieren.
Gruß, Zahira
Man stirbst nicht direkt, sonst hätte die Betroffene diesen
Beitrag gar nicht schreiben können. Aber im Verlauf
auftretendes Leberversagen, Nierenversagen oder massive
Blutungen können ohne Behandlung schon tödlich sein !!
Sie haben natürlich recht. Ich hatte die zusätzliche null beim Querlesen übersehen.
Schande über mich.
HG
sunconure
Hallo,
Die Krise war aber eine akute zudem körperliche, und auch in
Anbestracht der häuslichen Situation war sie in einer sehr
überfordernden Akutsituation.
und was ist die Konsequenz daraus? Raus in ein stabilisierendes Umfeld, raus aus dem vermutlich mitverursachenden schulischen und häuslichen Umfeld.
Langer Rede kurzer Sinn, ich sehe es so, dass auch
Konfrontation sehr eingefühlt geschehen kann, das sollte sie
sogar, um konstruktiv zu sein.
Na komm, so hart war das nun auch wieder nicht, finde ich. Ich sprach weder von Zwangseinweisung (die für niemanden ein Spaß ist), noch von freiwilligem Gang in die Geschlossene. Ich sprach von psychiatrischer Hilfe, und sich die selbst zu holen ist allemal besser, als irgendwann unschön dazu gezwungen zu werden - da sind wir uns wohl einig.
Gruß,
Malte
Hallo Malte,
im Prinzip hast du ja Recht: „Wattebäusche“ helfen nicht bei der Bewältigung der Probleme, die die junge Frau offenbar hat.
Aber: Gestern war es eine andere Situation. Es ging um eine akute Vergiftung von einem Ausmaß, das wir nicht sicher einschätzen konnten.
Dein Beitrag hat in der gestrigen Diskussion wahrscheinlich nicht mehr viel bewirkt, aber wäre er z.B. gleich zu Anfang gekommen, hätte er dazu führen können, dass die junge Frau das Gespräch abbricht.
Ein ganz wichtiges Ziel war aber in diesem Fall: das Gespräch aufrecht erhalten, so lange es geht (mein Ziel jedenfalls, und vermutlich auch das anderer Beteiligter, die schon einmal mit ähnlichen Situationen zu tun hatten), um vielleicht doch noch zu erreichen, dass sie sich in ein Krankenhaus begibt. Den Kontakt so lange wie möglich nicht abbrechen lassen.
Alle anderen, grundlegenderen Dinge sind später dran.
Das soll kein Vorwurf sein, nur ein bisschen Weitergabe von Erfahrung…
Liebe Grüße
Heike
Hallo,
Dein Beitrag hat in der gestrigen Diskussion wahrscheinlich
nicht mehr viel bewirkt, aber wäre er z.B. gleich zu Anfang
gekommen, hätte er dazu führen können, dass die junge Frau das
Gespräch abbricht.
ja. Hätte. Hätte auch dazu führen können, daß sie sich mal Gedanken drüber macht, ob da nicht was dran ist.
um vielleicht doch noch zu erreichen, dass sie sich in ein Krankenhaus begibt.
Hat ja hervorragend funktioniert. Ist jetzt kein Vorwurf an Dich, Du warst ja deutlich genug, und ich habe und hätte da auch nicht viel anders oder besser tun können. Hat trotzdem nicht funktioniert.
Das soll kein Vorwurf sein, nur ein bisschen Weitergabe von Erfahrung…
Meiner Erfahrung nach mit Suizidkandidaten* war abzusehen, daß genau das passieren würde. Ich bedauere es gerade, nicht direkt die Notfallschiene** gefahren zu haben, gestern Abend noch. DAS war ein Fehler, von uns allen hier.
Gruß,
Malte
* Diese Erfahrung kommt weniger aus der psychologischen Ecke, mehr aus der, ähem, praktischen.
** Details fasse ich bei Bedarf gern kurz zusammen.
Hi Malte,
nur zu deiner Info: Meine Erfahrung kommt auch nicht aus der psychologischen Ecke, sondern aus der ganz praktisch ärztlichen, in der suizidale oder selbsverletzende/selbstgefährdende Handlungen seit über 20 Jahren zum Alltag gehören…
Liebe Grüße
Heike