n’ Abend.
Morgen, Michael
Wenn parallel zu dem Eingang ein gering genuger R liegt, …
Eventuell war es unsauber formuliert von mir und man kann natürlich an der Tatsache nichts ändern, dass ein Strom fließt. Ich formuliere einen Text als „sauberere“ Fassung 
Also wenn man beim Benutzen eines TTL-Bausteins einen Eingang einfach offen lässt und denkt, er sei dadurch dann low (ich vermute, Du meinst HIGH) , dann hat man sich geschnitten. Ein „gering genuger“(genügend kleiner) R zieht den Eingang herunter und der Eingang ist ohne weitere „Maßnahmen“ auf low. Lasst der Anwender eine Ansteuerspannung darauf los, so dass die Spannung am Gatter für „high“ hoch genug ist (meines Wissens min. 1,9V), ist das Gatter inputmäßig high.
Na, ja – durch eine externe Beschaltung kann natürlich jeder stromgesteuerte Eingang in einen spannungsgesteuerten verwandelt werden und umgekehrt, aber das ändert ja nichts am Prinzip des ICs. Außerdem müsstest Du für die Ansteuerung eines TTL-Eingangs mit parallelgeschaltetem Widerstand eine relativ hohe Leistung aufbringen, so dass man auch in diesem Fall eher von einem stromgesteuerten Eingang sprechen kann. Es wäre sinnvoller, statt des Widerstandes einen Transistor zu benutzen.
So kann der IC an all seinen Eingängen (wenn man mit Relais oder z. B. Schaltern/Tastern ansteuern will) durch Taster oder Relais oder Transistoren, die sie auf UBetr. hochziehen, angesteuert werden.
Warum willst Du diesen Umweg wählen? Du kannst Doch ICs direkt mit einem zwischen Eingang und Masse geschalteten Kontakt ansteuern.
Erfolgt die Ansteuerung durch einen Ausgang eines anderen TTLers, braucht es das nicht, weil ein Ausgang (jedenfalls einer, der auf low ist) niederohmig genug ist.
Das ist ja der Sinn der Spezifikation der Ein-/Ausgangs-Pegel einer Logikfamilie, dass man Ausgänge mit Eingängen ohne zusätzliche Komponenten zusammenschalten kann.
Es können auch Ausgänge parallel geschaltet werden, aber zu empfehlen ist das besser nicht. Es bildet dann eine AND-Verknüpfung, weil bei low der Ausgangswiderstand verglichen mit dem high-Ausgangswiderstand niedrig ist. Mehr als 2 Ausgänge würde ich in dieser Weise nicht „AND-verknüpfen“, wie man leicht nachrechnen kann.
Ich vermute, Du meinst damit die Zusammenschaltung der Ausgänge von Gattern, deren Eingänge nicht zusammengeschaltet sind. Das führt auch bei nur zwei Gattern zu undefinierten Zuständen an den Ausgängen. Anders ist das bei einigen ICs, deren Ausgänge nur aus einem NPN-Transistor ohne weitere interne Beschaltung bestehen (Open Kollektor). Wenn diese Ausgänge parallelgeschaltet werden, entsteht allerdings keine AND-Verknüpfung, sondern es entsteht eine ODER-Verknüpfung (wired or). Das ist eine gebräuchliche Schaltungsart.
So wäre das dann die weniger missverständlich formulierte Fassung…
Gruß, Michael
Gruß merimies