IC verwenden

Hallo Leute,

Ich wollte mal fragen, wie man so einen IC richtig verwendet (z. b. den hier: http://ece-www.colorado.edu/~mcclurel/sn74ls08rev6.pdf)
GND an Minus angeschlossen, Vcc an Plus 5V. Aber was muss ich jetzt an die Eingänge anschließen und welche Spannung kommt dann bei den Ausgängen heraus?

Hallo,

hier:
http://www.elektrotechnik-fachwissen.de/digitaltechn…

kannst Du ein wenig üben mit den Grundgattern.
Das was Du suchst nennt sich Wahrheitstabelle und beschreibt
die Funktion logischer ICs.
Raus kommt als H=High=1 eine Spannung von >3,5V, alles kleiner
0,8V wird als L=Low=0 interpretiert. Das ist aber auch von der
IC-Familie abhängig, bei dem genannte sollte das aber so sein.

Gruß
SuTiKa

Hallo zusammen!

Das was Du suchst nennt sich Wahrheitstabelle und beschreibt die Funktion logischer ICs.
Raus kommt als H=High=1 eine Spannung von >3,5V, alles kleiner 0,8V wird als L=Low=0 interpretiert. Das ist aber auch von der IC-Familie abhängig, bei dem genannten sollte das aber so sein.
Gruß
SuTiKa

Man muss allerdings die Besonderheiten der TTL-Technik beachten.

TTL-Bausteine sind nämlich im Prinzip keine spannungsgesteueten, sondern stromgesteuerte Bausteine. Das heißt: um den Zustand low zu haben, muss aus dem Eingang ein bestimmter, für die Bausteinfamilie typischer Mindeststrom gegen GND fließen. Das kann man erreichen, indem man den Eingang direkt mit GHD verbindet oder den Eingang über die Collector/Emitterstrecke eines NPN-Transistors gegen GND schaltet. Ein offener Eingang wird, da kein Strom fließt, immer als HIGH erkannt.

Der Ausgang eines TTL-Bausteins enthält genau so einen Transistor, der im Zustand HIGH gesperrt ist und im Zustand LOW durchgeschaltet ist.

Für den praktischen Gebrauch werden die obengenannten Spannungen angegeben, da man ja bei der Funktionsprüfung nicht die Ströme an einem in die Schaltung eingebauten IC messen kann.

Nähere Informationen zur Funktion von TTL-Bausteinen findest Du hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Transistor-Transistor-L…

Gruß merimies

Ahhh, danke, jetzt versteh ich

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo.

TTL-Bausteine sind nämlich im Prinzip keine
spannungsgesteueten, sondern stromgesteuerte Bausteine. Das
heißt: um den Zustand low zu haben, muss aus dem Eingang ein
bestimmter, für die Bausteinfamilie typischer Mindeststrom
gegen GND fließen.

Wenn parallel zu dem Eingang ein gering genuger R liegt, ist es dann aber doch spannungsgesteuert.

Gruß u. schönes Fest (Wenn auch vielleicht reichlich spät), Michael

Hallo.

Guten Morgen, Michael,

Wenn parallel zu dem Eingang ein gering genuger R liegt, …

Wie das funktionieren soll, ist mir rätselhaft

… ist es dann aber doch spannungsgesteuert.

Gruß u. schönes Fest (Wenn auch vielleicht reichlich spät), Michael

Danke, es war ein wunderschönes Fest, mit Varieté und allen Schikanen. Ich bin gerade erst nach Hause gekommen.

Auch Dir noch ein schönes Rest-Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr
merimies

n’ Abend.

Wenn parallel zu dem Eingang ein gering genuger R liegt,

Guten Morgen, Michael
Wie das funktionieren soll, ist mir rätselhaft

Schikanen. Ich bin gerade erst nach Hause gekommen.

Eventuell war es unsauber formuliert von mir und man kann natürlich an der Tatsache nichts ändern, daß ein Strom fließt. Ich formuliere einen Text als „sauberere“ Fassung :wink:

Also wenn man beim Benutzen eines TTLers einen Eingang einfach offen läßt und denkt, er sei dadurch dann low, dann hat man sich geschnitten. Ein „gering genuger“ R zieht den Eingang herunter und der Eingg. ist ohne weitere „Maßnahmen“ auf low. Läßt der Anwender eine Ansteuerspannung darauf los, so daß die Spannung am Gatter für high hoch genug ist (meines Wissens min. 1,9V), ist das Gatter inputmäßig high.

So kann der IC an all seinen Eingängen (wenn man mit Relais oder z. B. Schaltern/Tastern ansteuern will) durch Taster oder Relais oder Transistoren, die sie auf UBetr. hochziehen, angesteuert werden. Erfolgt die Ansteuerung durch einen Ausgang eines anderen TTLers, braucht es das nicht, weil ein Ausgang (jedenfalls einer, der auf low ist) niederohmig genug ist.

Es können auch Ausgänge parallel geschaltet werden, aber zu empfehlen ist das besser nicht. Es bildet dann eine AND-Verknüpfung, weil bei low der Ausgangswiderstand verglichen mit dem high-Ausgangswiderstand niedrig ist. Mehr als 2 Ausgänge würde ich in dieser Weise nicht „AND-verknüpfen“, wie man leicht nachrechnen kann. So wäre das dann die weniger mißverständlich formulierte Fassung…

Gruß, Michael

n’ Abend.

Morgen, Michael

Wenn parallel zu dem Eingang ein gering genuger R liegt, …

Eventuell war es unsauber formuliert von mir und man kann natürlich an der Tatsache nichts ändern, dass ein Strom fließt. Ich formuliere einen Text als „sauberere“ Fassung :wink:

Also wenn man beim Benutzen eines TTL-Bausteins einen Eingang einfach offen lässt und denkt, er sei dadurch dann low (ich vermute, Du meinst HIGH) , dann hat man sich geschnitten. Ein „gering genuger“(genügend kleiner) R zieht den Eingang herunter und der Eingang ist ohne weitere „Maßnahmen“ auf low. Lasst der Anwender eine Ansteuerspannung darauf los, so dass die Spannung am Gatter für „high“ hoch genug ist (meines Wissens min. 1,9V), ist das Gatter inputmäßig high.

Na, ja – durch eine externe Beschaltung kann natürlich jeder stromgesteuerte Eingang in einen spannungsgesteuerten verwandelt werden und umgekehrt, aber das ändert ja nichts am Prinzip des ICs. Außerdem müsstest Du für die Ansteuerung eines TTL-Eingangs mit parallelgeschaltetem Widerstand eine relativ hohe Leistung aufbringen, so dass man auch in diesem Fall eher von einem stromgesteuerten Eingang sprechen kann. Es wäre sinnvoller, statt des Widerstandes einen Transistor zu benutzen.

So kann der IC an all seinen Eingängen (wenn man mit Relais oder z. B. Schaltern/Tastern ansteuern will) durch Taster oder Relais oder Transistoren, die sie auf UBetr. hochziehen, angesteuert werden.

Warum willst Du diesen Umweg wählen? Du kannst Doch ICs direkt mit einem zwischen Eingang und Masse geschalteten Kontakt ansteuern.

Erfolgt die Ansteuerung durch einen Ausgang eines anderen TTLers, braucht es das nicht, weil ein Ausgang (jedenfalls einer, der auf low ist) niederohmig genug ist.

Das ist ja der Sinn der Spezifikation der Ein-/Ausgangs-Pegel einer Logikfamilie, dass man Ausgänge mit Eingängen ohne zusätzliche Komponenten zusammenschalten kann.

Es können auch Ausgänge parallel geschaltet werden, aber zu empfehlen ist das besser nicht. Es bildet dann eine AND-Verknüpfung, weil bei low der Ausgangswiderstand verglichen mit dem high-Ausgangswiderstand niedrig ist. Mehr als 2 Ausgänge würde ich in dieser Weise nicht „AND-verknüpfen“, wie man leicht nachrechnen kann.

Ich vermute, Du meinst damit die Zusammenschaltung der Ausgänge von Gattern, deren Eingänge nicht zusammengeschaltet sind. Das führt auch bei nur zwei Gattern zu undefinierten Zuständen an den Ausgängen. Anders ist das bei einigen ICs, deren Ausgänge nur aus einem NPN-Transistor ohne weitere interne Beschaltung bestehen (Open Kollektor). Wenn diese Ausgänge parallelgeschaltet werden, entsteht allerdings keine AND-Verknüpfung, sondern es entsteht eine ODER-Verknüpfung (wired or). Das ist eine gebräuchliche Schaltungsart.

So wäre das dann die weniger missverständlich formulierte Fassung…

Gruß, Michael

Gruß merimies

Hallo merimies,

Anders ist das
bei einigen ICs, deren Ausgänge nur aus
einem NPN-Transistor ohne weitere interne Beschaltung bestehen
(Open Kollektor). Wenn diese Ausgänge parallelgeschaltet
werden, entsteht allerdings keine AND-Verknüpfung, sondern es
entsteht eine ODER-Verknüpfung (wired or). Das ist eine
gebräuchliche Schaltungsart.

Bei positiver Logik und OC, welche nach Masse schalten, ergibt sich ein Wired-AND.

Die Sammelleitung kann nur „1“ werden, wenn alle treibenden Ausgänge auf „1“ geschaltet haben.
Tja, das entspricht der aber AND-Funktion.

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter

Bei positiver Logik und OC, welche nach Masse schalten, ergibt
sich ein Wired-AND.

Hast Recht.

Der Fehler ist mir unterlaufen, weil ich das Letzte Mal vor ca. 30 Jahren mit TTL gearbeitet habe. Seitdem ist CMOS die Logikfamilie meiner Wahl.

Sorry.
merimies

Hallo merimies,

Der Fehler ist mir unterlaufen, weil ich das Letzte Mal vor
ca. 30 Jahren mit TTL gearbeitet habe. Seitdem ist CMOS die
Logikfamilie meiner Wahl.

Ausser dass Open-Collector zu Open-Drain wurde, hat sich bei mir in den letzten 35 Jahren in diesem Punkt nichts geändert.

Vor 30 Jahren, waren die 4000er und die 74C-Serien für vieles was ich gemacht habe, zu langsam.

MfG Peter(TOO)

Hallo, merimies.

So kann der IC an all seinen Eingängen (wenn man mit Relais oder z. B. Schaltern/Tastern ansteuern will) durch Taster oder Relais oder Transistoren, die sie auf UBetr. hochziehen, angesteuert werden.

Warum willst Du diesen Umweg wählen? Du kannst Doch ICs direkt
mit einem zwischen Eingang und Masse geschalteten Kontakt
ansteuern.

Die Frage wäre auch, OB ich den wählen „will“. Stimt schon. Es stellt einen Umweg dar, den kann man ohne große Probleme in der Mehrzahl der gängigen Fälle gut (ver)meiden, aber Schalterstellung „Schließ“ und „Geöffneterschalter“ sind vertauscht. Oder evtl. hat man manchmal keine Möglichkeit, auf einen anderen Pin als den mit Betriebsspannug zu greifen etc. etc…

Gruß, Michael.