pc-reparaturen, pc-neukauf, pc-zusammenstellung, support,
netzwerk, peripherie (drucker, scanner, digi-cams…),
etc…sowie tk-anlagen anschaffung, anschliessen, einrichten.
regional gesehen, wenn ich pc-probleme hätte und mich ned
auskennen würde, wär die nächste anlaufstelle ein
„media-markt“ in 30km entfernung.
Hallo!
Du weißt, auf welchem Sachgebiet Du etwas machen möchtest. Nun mußt Du Dir Gedanken über die Zielgruppe machen, wer also Deine Dienstleistung/Ware kaufen soll. Sage bitte nicht, das ist doch egal, Hauptsache es wird gekauft. Soll der Schüler, der PC-Freak Dein Kunde sein? Der fragt Dich, was das Druckerkabel kostet und wenn Du 10 Cent über ich-bin-doch-nicht-blöd-Preis liegst, kauft dieser Kunde nicht bei Dir. Solche Leute erreichst Du nur über den Preis. Wenn Du das schaffen willst, mußt Du also dem Media-Markt zeigen, was eine Harke ist. Vergiß es! Versuche es gar nicht erst.
Das funktioniert also nicht. Dann suche eben eine besser geeignete Zielgruppe, die nicht auf den letzten Cent guckt, dafür aber andere Dinge verlangt, die der Media-Markt nicht leisten kann.
Ein Beispiel: Es gibt bis zum heutigen Tag etliche Kleingewerbetreibende, die den Zugang zum PC nicht geschafft haben. Wenn solchen ansonsten gestandenen Leuten so ein Pickelgesicht aus dem Mediamarkt alle möglichen Schlagworte an den Kopf knallt, kommt sich der Kunde verunsichert, wenn nicht sogar veräppelt vor. Er läßt wieder mal die Finger davon. Dieser Kunde braucht einen Anbieter, der ihn mit dem ganzen Kauderwelsch verschont und erst einmal zuhört. Der Kunde will Rechnungen schreiben. Der Kunde will ein kleines Lager verwalten usw. Also bietet ihm der Händler das genau dafür passende Paket an und beißt sich lieber die Zunge ab, als nach dem Bedarf an RAM und der Art der Grafikkarte zu fragen.
Ein anderes Beispiel: Vor Jahren wunderte ich mich zunächst, daß eine über ihrer Promotion sitzende Theologie-Studentin in einem kleinen Laden furchtbar viel Geld für einen PC ausgegeben hatte. Den PC brauchte die Studentin unbedingt und ihre Kaufentscheidung fand ich dann sehr klug. Sie hatte nämlich nicht auf irgend welche technischen Daten geguckt. Die Gebrauchsanleitung, verständlich und in deutsch, lieferte die Kaufargumente. Sie hatte weder Lust noch Zeit, sich mit DOS, Windows und Druckertreibern zu beschäftigen. Sie wollte schreiben und zwar sofort. Der pfiffige Händler hatte sich auf solche Kunden spezialisiert und den PC narrensicher konfiguriert. Dazu eine überschaubare Bedienungsanleitung mit den elementaren Dingen der Textverarbeitung - fertig.
Du brauchst also eine klar umrissene Zielgruppe. Deren Sprache mußt Du sprechen und an deren Bedarf mußt Du Dein Angebot orientieren. Wenn Du diese Zielgruppen-Idee hast, brauchst Du eine weitere Idee, wie Du genau diese Zielgruppe möglichst effektiv erreichst.
Wenn Du Dir über die angerissenen Themen Gedanken machst, muß Dich der Media-Markt mit seinem Preisniveau nicht mehr interessieren. Zusammen mit den Überlegungen zur Finanzierung und zum Standort ist das Dein Unternehmenskonzept.
Gruß
Wolfgang