Ich AG und Helfer oder Ich wollte doch nur

einem Freund unter die Arme greifen .

Hi

Hier wird keine Frage gestellt ,sondern ich will nur mal kurz davon berichten ,wenn man keine Ahnung hat und einen Arbeitslosen zu einem Nebenjob verhelfen möchte .

Ich habe vor kurzem einen Auftrag erhalten ,bei dem ich Hilfe gebrauchen kann .Deshalb habe ich jemanden ,den ich kenne gefragt ,ob er mir helfen möchte .Wir haben uns also geeinigt : Ein Nebenjob mit Meldung beim Arbeitsamt und allem Drum und Dran .
Wir sind also gemeinsam zu unserem Arbeitsamt und haben unser Anliegen vorgetragen .Die Dame drückte mir ein Blatt in die Hand ,den ich auszufüllen habe .Als ich nachfragte ,ob ich mich noch irgendwo melden müsse oder sonst noch etwas beachten müsse ,sagte sie mir ,das ich mich bei meiner Krankenkasse melden müsste .
Ich habe den Sinn zwar nicht verstanden ,aber das passiert mir bei der Beamten-Ordnung doch des öfteren .
Ich rief also die Krankenkasse an ,die zu mir meinte ,das sie mit Meldungen für Nebenjobs nichts zu tun haben .Aber ich müsse mich bei der Knappschaft melden .
Die Knappschaft teilte mir mit ,das ich bei ihnen schon richtig bin ,sie würden mir etwas zuschicken ,wofür ich aber eine Betriebsnummer brauche . Und jetzt ratet ,wo ich die Nummer herbekomme ? Jawohl ,dem Arbeitsamt .Diese wurde mir mittlerweile zugeschickt .Dabei ein Handbuch .Ein sogenanntes Schlüsselverzeichnis .
242 Seiten mit ca. 110 Berufen pro Blatt .Alphabetisch geordnet ,aber beim ersten durchsehen ist die Art der Tätigkeit nicht vorhanden .

So ,das war´s erst einmal .

Es liest sich allerdings schneller als es in Wirklichkeit war .Jede menge Telefonmusik und Warteschleifen .Dabei ist die Krönung die Knappschaft .Nach zwei mal 5 Minuten Wartemusik habe ich aufgelegt und es später noch einmal versucht .Man hat ja Zeit .

Gruß Nino

Hallo Nino,

damits beim nächsten Mal leichter geht:

Betriebsnummer: Ein Fax hin - eines zurück - fertig (aber Du hast ja jetzt eine, da ist es nicht mehr nötig).

Meldung bei der Knappschaft: HP aufrufen - lesen - ein A4-Formular mit ca. fünf Zahlen drin ausfüllen - fertig.

Meldung bei der Krankenkasse: Geht genau gleich.

Alles lässt sich mit etwas Kümmern ohne einen einzigen persönlichen Kontakt mit einem der bösen, bösen Beamten klarmachen. Sonst wäre die Verwaltung nämlich gar nicht zu finanzieren.

Das nach Kopfzahl, nicht nach Bedeutung bisher größte von mir betreute Lohnmandat hatte immerhin 350 geringfügig Beschäftigte. Dafür hatte ich eineinhalb Tage im Monat Zeit, einschließlich aller Meldungen, Abrechnungen, Korrespondenz etc.

Moral: Wie wärs mit Outsourcing derjenigen Dinge, die andere wirklich besser und billiger machen?

Schöne Grüße

MM

*gg* warum soll es dir anders gehen, als anderen. Ich kenne das eigentlich nur so, dass sehr viele Leute in Ämtern rumhängen, die keine Ahnung von ihrem Job haben. Folglich muss man sich das Wissen aneignen (z.B. über deren Websites, Gesetzestexte usw.) und denen dann die Arbeit erklären. Das ist traurig, aber leider oft genug so zu finden.
Ich war vor einiger Zeit auch mal naiv zu glauben, dass die entsprechenden Stellen Ahnung hätten. Jetzt weiss ich, dass ich mich besser auf meine Recherchen verlasse.

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