Also folgende Konstellation:
Einzelunternehmen, liquide, seit 1996.
3 Girokonten bei einer Bank ( 2x geschäft, 1x Privat ), zwei Kredite bei dieser Bank, 1 leasingvertrag bei dieser Bank.
Girokonten und kredite grundschuldmäßig abgesichert, weit unter der Beleihungsgrenze.
BWAs tadellos, steigender Umsatz und stark steigender gewinn.
Alles wird tadellos bedient, keine Probleme, Schufa- und Creditreform auskunft tadellos.
Person denkt sich, leas dir mal ne neue Maschine ( netto 39.000€ ), und beantragt bei dieser Hausbank die leasingfinanzierung.
Dem Antrag folgt ein Angebot und die Leasingfinanzierung könnte stehen.
Da sie der Person sehr hoch vorkommt, holt sich die Person bei einer anderen Bank ein vergleichsangebot, und siehe da, er spart netto 4.800€ bei der ihm bis jetzt unbekannten neuen Bank.
Hallo???
Eine Bank gehört zur Sparkassengruppe, die andere zur Volksbankgruppe.
Person möchte jetzt die Leasingfinanzierung bei der neuen bank abschließen, und überlegt sich komplett zu wechseln, da sie sich „verarscht“ vorkommt.
wenn ich das richtig sehe, dann bist du ein Geschäftsmann. Also ist Dir klar, dass man in der Geschäftswelt das bekommt, was zwischen den Partnern vereinbart ist. (zumindest sollte das wohl so sein?).
Was ist zwischen Dir und Deiner aktuellen Bank vereinbart? Steht da irgendwo, dass sie Dir immer ein sehr gutes (geschweige denn das Beste) Angebot unterbreiten müssen?
Dir dürfte bewusst sein (spätestens jetzt), dass jede Bank nur ein Interesse hat: Ihre eigenen Erträge maximieren.
Mal davon abgesehen:
Die Refinanzierungswege der Leasinggesellschaften sind sehr unterschiedlich. Vielleicht kann die Sparkasse kein besseres Angebot machen?
Vielleicht schätzen sie auch den Wertverlust der Maschine höher ein und brauchen mehr Sicherheit?
Wechseln?
Warum nicht. Aber glaube nicht, dass es irgendwo anders ist. Wenn wechseln, dann vielleicht zu einer Bank, die auch auf Geschäftskunden eingestellt ist. Da sind die Sparkassen und die GeNo-Banken nicht unbedingt ganz vorne… .
ich weiß nicht, aber irgendwie hört man leider recht regelmäßig, dass Klein- und Mittelständler mit den Sparkassen nicht so richtig glücklich werden. Volksbanken sind hingegen normalerweise recht mittelstandsfreundlich. Zu Zeiten als ich neben dem Studium noch Hardware verkauft und Netzwerke gemacht habe, habe ich auch mit beiden mal bzgl. Leasinggebern für meine Kunden gesprochen. Damals konnte/wollte man mir bei der Sparkasse gar nicht weiter helfen. Bei der Volksbank brauchte es nur einen Anruf, und ich hatte einen Termin mit einem Vertreter der eigenen Leasinggesellschaft, mit der wir dann einige Dinge zu guten Konditionenn gemacht haben. Teilweise haben Kunden auch eigene Leasinggesellschaften mitgebracht, und z.B. mit der MMV, der GeFa und Grenke haben wir damals auch Geschäfte gemacht, je nachdem wer in welchem Fall die besten Konditionen hatte.
Es ist also bei den Leasinggebern auch nicht anders als anderswo im Geschäftsleben: Angebote von mehreren potentiellen Partnern einholen, vergleichen und beim besten Angebot zuschlagen. Du bist nicht gezwungen den Leasinggeber deiner Hausbank zu nehmen.
als gestandener Selbständiger kennst du natürlich obige Binsenweisheit. Da gibt es zwischen Dachdeckern, Handyverkäufern und Banken grundsätzlich einen Unterschied (Das ist in keinem der drei Fälle diskriminierend gemeint!). Wenn Du einen Dachdecker beauftragst und holst kein zweites Angebot ein, dann wird das bestimmt auch ein teurer Tag.
Vertrauen ist wichtig im Geschäftsleben, aber übertreiben sollte man es nicht. Besonders nicht gegenüber Lieferanten. Die Bank ist ein Lieferant für Finanzdienstleistungen.
Noch’n kleiner Tipp: es gibt spezialisierte Leasingmakler, einfach mal danach googeln.
Person möchte jetzt die Leasingfinanzierung bei der neuen bank
abschließen, und überlegt sich komplett zu wechseln, da sie
sich „verarscht“ vorkommt.
Nachverhandeln, denn ein Wechsel (Schwierigkeiten und Kosten) ist die letzte Lösung. Du befindest dich doch in einer starken Position. Ruhig mal dagegenhalten.
bei manchen Banken habe ich das Gefühl gehabt, die Behandlung hängt davon ab, ob die Mitarbeiterin bereits auf Toilette war, oder ob es sie noch zwickt und drückt.
Sorry, aber anders ist das Verhalten dieser „Schaltermäuse“ manchmal nicht zu erklären. Einen Tag überfreundlich, den nächsten übelst gelaunt.
Genauso habe ich nie verstanden, nach welchen Auswahlkriterien entschieden wird, wer ein wirklich gutes Angebot erhält, und wer nicht. Ich hatte oft den Eindruck, dass das rein nach Sympathie geht.
aus meiner Erfahrung heraus kann ich Dir nur raten, schnellst möglich ein neues Konto bei einer anderen Bank zu eröffnen.
Nicht die Bank an sich ist das Problem, sondern der Berater der für Dich zuständig ist. Wenn der will, dann dreht der Dir den Hahn zu und Du bekommst massive Probleme. Und da heutzutage die Bankberater ja kaum noch ein halbes Jahr (vielleicht etwas krass ausgedrückt) bei ihrer Bank arbeiten, ist ein neuer Berater für Dich nicht unwahrscheinlich. Kommst Du mit dem nicht klar, dann Gute Nacht! Gehst Du aber erst auf die Suche nach einem neuen Bankpartner, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist,ist es vielleicht schon zu spät.
Interessiert mich persönlich: Was haben Dir den die Banken angeboten? Den Kaufpreis hast Du ja schon genannt, mich würde Laufzeit, evtl. Restwert, Vertragsart und mtl. Rate interessieren.
aus meiner Erfahrung heraus kann ich Dir nur raten, schnellst
möglich ein neues Konto bei einer anderen Bank zu eröffnen.
Nicht die Bank an sich ist das Problem, sondern der Berater
der für Dich zuständig ist. Wenn der will, dann dreht der Dir
den Hahn zu und Du bekommst massive Probleme. Und da
heutzutage die Bankberater ja kaum noch ein halbes Jahr
(vielleicht etwas krass ausgedrückt) bei ihrer Bank arbeiten,
das ist nicht etwas krass ausgedrückt, sondern voll daneben. Mal ganz abgesehen davon, daß dann auch der Wechsel des KI nichts bringt, weil ja auch da alle halbe Jahr…
Ich habe sehr oft mit Selbständigen zu tun, die mir ihr Leid mit ihrer Bank klagen. Da hat es einen Wechsel gegeben, der langjährige Berater wurde versetzt und plötzlich hat man es z. B. mit einem jungen und ehrgeizigen Berater zu tun. Alles was vorher ohne Probleme funktionierte wird plötzlich hinterfragt, analysiert oder verändert.
Damit kommen dann viele Kunden nicht klar, sie gehen auf Konfrontation mit ihrem neuen Berater. Und dann beginnt das Drama! Wer dann keine Alternativen hat, der bekommt riesige Probleme.
Nochmals, das ist für mich tägliche Erfahrung. Natürlich sind nicht alle Bänker Idioten, aber ein Geschäftsmann/frau der/die sich darauf verlässt, dass alles immer so wunderbar läuft, muß sich nicht wundern, wenn es irgendwann Probleme gibt.