Ich bin ...ich war katholisch?

Hallo, Lutz!

Wir „reden“ anscheinend aneinander vorbei! Meine Querfrage bezog sich nicht auf Dein Statement, sondern auf Olivers Behauptung:

Das sieht Gott aber anders

Du hast natürlich recht: Selbstverständlich misst Gott die Gläubigkeit nicht an der Finanzkraft. Allerdings ist das individuelle Vermögen (und das meine ich nicht ausschließlich monitär) sehr wohl ein Maßstab für die Opferbereitschaft (siehe die Opferforderung an Abraham).
Auch ich kann mir nicht vorstellen, daß Gott mir gram sein könnte, wenn ich einer Institution, die sich selbst zu seiner Vertreterin ernannt hat, den Rücken kehre, weil ich icht in der Lage bin deren finanzielle Forderungen zu erfüllen.

Herzliche Grüße von Haus zu Haus

Fr.-Chr.

Mitnichten
Guten Tag scriptor

I c h habe Jesus die Aussage nicht im Munde umgedreht, das
hast du geschafft! Mir ist kein biblischer Text bekannt, wo
von „Armen im Geiste“ die Rede ist…*g*

„Selig sind die im Geist Armen, denn ihnen gehört das Himmelreich.“ (Mt, 5,3).

I c h drehe Christus nicht seine eigene Worte im Mund um. Warum eigentlich muß man jemandem gleich etwas unterstellen?

Sicher, heute, wie in der Romanik (Kapitelle!), würde man dies
mit Comics unter die Leute bringen.

Was ist denn nun an der Romanik oder an Comics auszusetzen? Beides ist doch in Ordnung.

„Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als daß ein Reicher
ins Himmelreich eingehe“.

Darauf hat Manfred schon treffend geantwortet.

Bis zum nächsten Mal,

Oliver

Moin Oliver

danke für deine Antwort (wenn ich auch etwas mehr
ausführliches erwatet hätte).

Die ursprüngliche Frage diese Threats war doch ob ein Katholik
dadurch das er keine Kirchensteuer mehr bezahlen kann bei Gott
in Miskredit gerät.
In dem Zusammenhang meine ich, daß egal ob reich oder arm, des
Menschen Beziehung zu Gott zählt und nicht sein Bankkonto!

Lutz

Eine nähere Auseinandersetzung mit dem Thema von mir befindet sich weiter oben im älteren Artikel „Christ vielleicht ja, Katholik nein.“ Im übrigen: Christus meinte nicht, daß Menschen mit üppigem Geldbeutel so ohne weiteres bei ihm gut ankämen.

„Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als daß ein Reicher ins Himmelreich eingehe.“
Außerdem mochte Christus keine Händler im Haus seines Vaters (dem Jerusalemer Tempel). Und es gibt weitere Beispiele dafür. Schließlich gibt es eine Geschichte im NT, wo jemand Christus folgen will, aber nicht bereit ist, sein Vermögen aufzugeben, daher stammt dann auch, denke ich, das mit dem Kamel.

Grüße,

Oliver

Hallo Oliver

„Selig sind die im Geist Armen, denn ihnen gehört das
Himmelreich.“ (Mt, 5,3).

Die Variante in der mir vorliegenden Bibel (soll d i e Bibel sein):
"Selig sind die geistlich Armen; denn ihrer ist das Reich der Himmel.
Plural! Ob da wohl „Unterabteilungen“ bestehen?
Mich dünkt, ohne in Sophisterei zu verfallen, dass hier ein wesentlicher Unterschied in der Aussage ist. Als geistlich Armer kann ich gut leben, als im Geist Armer würde ich mich schwer tun.

I c h drehe Christus nicht seine eigene Worte im Mund um.
Warum eigentlich muß man jemandem gleich etwas unterstellen?

Feststellung, keine Unterstellung
Dass Mt diese Aussage überliefert, heisst noch lange nicht, dass Jesus diese s o getan hat. Mt hat diese Aussage Mitte/Ende des 1.Jh. von Mk übernommen, ist also nicht auf seinem Mist gewachsen. Mk hat mündliche Ueberlieferungen schriftlich fixiert.
D.h., Mt hatte seine Infos mindestens aus dritter Hand samt unterschiedlicher Sprache (aramäisch/griechisch)und unterschiedlichen Schriftzeichen. Ob dies zur Genauigkeit einer Aussage/Ueberlieferung beiträgt, wage ich, wie mich die Erfahrung lehrt, sehr zu bezweifeln.

Was ist denn nun an der Romanik oder an Comics auszusetzen?
Beides ist doch in Ordnung.

Ich habe festgestellt, nicht ausgesetzt - an romanischen Kapitellen kann ich mich nicht satt genug sehen.

Gruss
Mäni

Hallo Metapher

Das kann ich nur bestätigen, da ich seit längerem selbst an
einer Neuübersetzung des Joh.Ev. arbeite… jedoch würde ich

Kannst Du mir verraten, was diese Neuübersetzung soll?
Anpassung an die heutige Sprache? Oder gar Jugendsprache?
Quellen?
Du bist wohl kaum unter die „Zurechtbieger“ gegangen, oder?

Gruss
Mäni

Was nichtet? Das Nichts!

„Selig sind die im Geist Armen, denn ihnen gehört das
Himmelreich.“ (Mt, 5,3).

Die Variante in der mir vorliegenden Bibel (soll d i e Bibel
sein):
"Selig sind die geistlich Armen; denn ihrer ist das Reich der
Himmel.

Also: Ich habe die Einheitsübersetzung, bei der sowohl die Deutsche Katholische Bischofskonferenz, die Österreichische Katholische Bischofskonferenz, die Berliner Katholische Bischofskonferenz, die Schweizer Katholische Bischofskonferenz, der Bischof von Luxemburg, der Bischof von Bozen-Brixen, der Bischof von Lüttich und der Rat der EKD den Text des NT und den der Psalmen „authorisiert“ haben. Und da steht nun mal als Anmerkung zu Mt 5,3, daß die wörtliche Übersetzung so sein soll, wie ich sie zitiert habe.

Plural! Ob da wohl „Unterabteilungen“ bestehen?

Ist auch korrekt so mit dem Plural. So war das damals bei den alten Evangelisten halt. Mir ist die Begründung für den Plural entfallen, aber ein Theologe oder ein anderweitig Aufgeklärter wird uns sicher einen Gefallen tun und das Ganze aufklären.

Mich dünkt, ohne in Sophisterei zu verfallen, dass hier ein
wesentlicher Unterschied in der Aussage ist. Als geistlich
Armer kann ich gut leben, als im Geist Armer würde ich mich
schwer tun.

Was das ganze b e d e u t e n soll, ist Frage der Interpretation. Weißt Du, Joseph „erkannte“ Maria noch nicht einmal, obwohl er doch mit ihr nach Bethlehem zog. War er blind? Nein! Das „Erkennen“ soll - wie ich gehört habe - heißen: Die beiden hatten keinen GV. Das soll deutlich machen: Wer letztlich weiß, was die Bibel uns sagen will, ist wohl nur Gott, denn die Schreiber der Bücher sind alle schon bei ihm. Warum er es so geheimnisvoll geschrieben hat? Na ja, er ist halt ein bißchen eigen. :wink:

I c h drehe Christus nicht seine eigene Worte im Mund um.
Warum eigentlich muß man jemandem gleich etwas unterstellen?

Feststellung, keine Unterstellung.

Dann eine unkorrekte Feststellung.

Dass Mt diese Aussage überliefert, heisst noch lange nicht,
dass Jesus diese s o getan hat. Mt hat diese Aussage
Mitte/Ende des 1.Jh. von Mk übernommen, ist also nicht auf
seinem Mist gewachsen. Mk hat mündliche Ueberlieferungen
schriftlich fixiert.

Oh - das mit dem Mist wird den da oben nicht freuen. Aber recht hast Du in der Sache des Kopierens und auf der weltlichen Ebene. Geistlich ist´s für mich Gottes Wort.

D.h., Mt hatte seine Infos mindestens aus dritter Hand samt
unterschiedlicher Sprache (aramäisch/griechisch)und
unterschiedlichen Schriftzeichen. Ob dies zur Genauigkeit
einer Aussage/Ueberlieferung beiträgt, wage ich, wie mich die
Erfahrung lehrt, sehr zu bezweifeln.

Wenn der Mann was Falsches geschrieben hätte, dann hätte Gott ihm seine Hand verdorren lassen! :wink:

Was ist denn nun an der Romanik oder an Comics auszusetzen?
Beides ist doch in Ordnung.

Ich habe festgestellt, nicht ausgesetzt - an romanischen
Kapitellen kann ich mich nicht satt genug sehen.

Naja, du weißt, was Du geschrieben hast. Aber es ist wie mit der Bibel: Auch das Lesen von Userpostings bei WWW ist Auslegungssache.

Gott zum Gruße,

Oliver

Hallo Marco,

erlaube mir bitte ein paar Richtigstellungen:

Dies alles wird dir ja
nicht genommen. Selbst leute wie Drewermann sind immer noch
Kirchenmitglieder, sie sind ‚nur‘ exkommuniziert, d.h. vom
Abendmahl ausgeschlossen.

  1. Drewermann ist nicht exkommuniziert, ihm ist die Lehrerlaubnis entzogen und er darf sein Priesteramt nicht mehr ausüben; man könnte es auch „Berufsverbot“ nennen. Er ist aber, und das auch im formalen kirchenrechtlichen Sinne, ein volles Mitglied seiner Kirche. Diese rechtliche Sicht muß man von der sakramentalen (Taufe, Firmung) trennen.

  2. Mit dem Begriff Exkommunikation (lat.: „Aus der Gemeinschaft hinaus“) ist ausdrücklich der vollständige Ausschluß aus der kath. Kirche gemeint.

  3. Bei Wollys Frage geht es nicht darum, dass er aus der Kirche ausgeschlossen ist, er selbst hat seinen Austritt erklärt, d.h. sich selbst ausgeschlossen. Und der wird natürlich von der Kirche zunächst einmal respektiert. In diesem Zusammenhang verweise ich auf mein früheres Posting im selben Thread.

Man kann den Zusammenhang zwischen der rechtlichen und der sakramentalen Dimension an dieser Stelle vielleicht durch folgende Analogie deutlich machen: Man kann sich von seiner eigenen Familie distanzieren, aber dennoch bleibt ein Band der Verbundheit, ob man es will oder nicht

Es grüßt

Ulrich

Hallo Oliver

Nun können wir uns, so wie es üblich war und ist, die Köpfe über die wahre Uebersetzung einschlagen.
Die Autorisierung besagt nur, dass die Herren Bischöfe nichts einzuwenden haben, mehr nicht.

Ist auch korrekt so mit dem Plural. So war das damals bei den
alten Evangelisten halt. Mir ist die Begründung für den Plural
entfallen.

Sicher auch nur eine Frage der Uebersetzung. Ich persönlich ziehe den Plural vor, sonst würde der siebte Himmel entfallen…

Was das ganze b e d e u t e n soll, ist Frage der
Interpretation.

Da schiesst du dir ins Knie: Wahrheiten werden nicht interpretiert sondern akzeptiert.

Weißt Du, Joseph „erkannte“ Maria noch nicht

einmal, obwohl er doch mit ihr nach Bethlehem zog. War er
blind? Nein!

???
Das „Erkennen“ soll - wie ich gehört habe -

heißen: Die beiden hatten keinen GV.

Dann erkenne ich ab sofort meine Partnerin nicht mehr!

Vielleicht Oral-Sex à la Becker? Und der Engel als Samenräuber?
Was hälts Du von der These, dass Jesus Geschwister hatte?
Das mit der Jungfräulichkeit Marias ist sicher eine schöne Legende, aus der auch ein Dogma keine Tatsache macht. Und übrigens: Wieso gibt es nur männliche Engel – mir schwant etwas…

Wer letztlich weiß, was die Bibel uns sagen will, ist wohl nur
Gott, denn die Schreiber der Bücher sind alle schon bei ihm.

Bist du sicher? Wenn nur „er“ es weiss, hat „er“ im Sinne einer Arbeitsbeschaffungsmassnahme schreiben lassen? Wenn alle, die an diesen Textem herumgebastelt und -interpretiert haben, im Himmel sind (in welchem?), droht akute Ueberbelegung.

Warum er es so geheimnisvoll geschrieben hat?

Ist doch klar. Die Theologen wollen doch auch gelebt und ihren Platz im Himmel haben. Sowas nenne ich vorauschauende Fürsorglichkeit.

Im übrigen habe ich meine liebe Mühe, deinen Exkursen zu folgen, da zu viele Klimmzüge und Verrenkungen

Wenn der Mann was Falsches geschrieben hätte, dann hätte Gott
ihm seine Hand verdorren lassen! :wink:

Was ist falsch? Das kann niemand wissen, denn das weiss nur „er“. Siehe oben, deine Aussage.
Lt. Vika bist du im 9. Semester?

Gruss + schönen Abend
Mäni

Unfehlbarkeitsanspruch?
Hallo scriptor!

Die Autorisierung besagt nur, dass die Herren Bischöfe nichts
einzuwenden haben, mehr nicht.

Wollte ich auch damit sagen.

Sicher auch nur eine Frage der Uebersetzung. Ich persönlich
ziehe den Plural vor, sonst würde der siebte Himmel
entfallen…

Eine Frage der Anschauung.

Was das ganze b e d e u t e n soll, ist Frage der
Interpretation.

Da schiesst du dir ins Knie: Wahrheiten werden nicht
interpretiert sondern akzeptiert.

Ja, ist das denn Wahrheit? Und wenn es Wahrheit ist, die verschlüsselt vorliegt und keiner weiß, welcher Schlüssel der richtige ist, dann ist die Anwendung einer der Schlüssel eine Art Ausprobieren, ob die Tür nun offen ist oder nicht. Für mich ist´s daher Interpretation.

Weißt Du, Joseph „erkannte“ Maria noch nicht

einmal, obwohl er doch mit ihr nach Bethlehem zog. War er
blind? Nein!

???

Was gibt´s denn da zu ???

Das „Erkennen“ soll - wie ich gehört habe -

heißen: Die beiden hatten keinen GV.

Ich präzisiere mich: Sollte heißen: Das mit dem „Erkennen“ (also daß Joseph sie nicht erkannte), bedeutet: Die beiden hatten keinen GV!

Dann erkenne ich ab sofort meine Partnerin nicht mehr!

Mal sehen, wie lange Du durchhälst (bist doch ein Mann, oder?). Der Wille ist stark, das Fleisch ist schwach. :wink:

Vielleicht Oral-Sex à la Becker? Und der Engel als
Samenräuber?

Oh - mein Gott! :wink:

Was hälts Du von der These, dass Jesus Geschwister hatte?

Kommt drauf an, wie die Bibelstelle mit den Geschwistern Christi gedeutet wird. Manche sagen, es seien wirklich seine leiblichen Geschwister gewesen, manche legen es so aus, als seien sie im übertragenen Sinn seine Geschwister gewesen. So wie der Stellvertreter Christi auch von seinen Söhnen und Töchtern spricht, obwohl er - wir wollen mal an seine Integrität glauben - weder leibliche Söhne noch Töchter haben dürfte.

Außerdem: Du erkanntest Deine Parterin bestimmt auch lange nicht und später umso mehr. :wink:

Und übrigens: Wieso gibt es nur männliche Engel – mir schwant
etwas…

Im Himmelreich ist´s nichts mehr mit irdischem Geschlecht und irdischer Liebe. Ooooooh - schade! :wink:

Wer letztlich weiß, was die Bibel uns sagen will, ist wohl nur
Gott, denn die Schreiber der Bücher sind alle schon bei ihm.

Bist du sicher? Wenn nur „er“ es weiss, hat „er“ im Sinne
einer Arbeitsbeschaffungsmassnahme schreiben lassen?

Die Wege des Herrn sind unergründlich.

Wenn
alle, die an diesen Textem herumgebastelt und -interpretiert
haben, im Himmel sind (in welchem?), droht akute
Ueberbelegung.

Aber nur, wenn man so materialistisch in diesen Fragen denkt wie Du.

Warum er es so geheimnisvoll geschrieben hat?

Ist doch klar. Die Theologen wollen doch auch gelebt und ihren
Platz im Himmel haben. Sowas nenne ich vorauschauende
Fürsorglichkeit.

Siehst Du, die Vögel am Himmel. Sie säen nicht, sie ernten nicht. Und doch ernährt sie ihr himmlischer Vater.

Im übrigen habe ich meine liebe Mühe, deinen Exkursen zu
folgen, da zu viele Klimmzüge und Verrenkungen

Ach, das ist nun nicht mein Problem, wenn Du Mühe hast, mir zu folgen.

Wenn der Mann was Falsches geschrieben hätte, dann hätte Gott
ihm seine Hand verdorren lassen! :wink:

Was ist falsch? Das kann niemand wissen, denn das weiss nur
„er“. Siehe oben, deine Aussage.

Eben, deshalb kann das nicht falsch sein, was in der Bibel steht, denn sonst hätte es nicht geschrieben werden können, weil Gott dem Schreiberling die Hand hätte verdorren lassen. :wink:

Lt. Vika bist du im 9. Semester?

Ja, Psychologie. Nicht Theologie. Deshalb ist alles nur Laientheologie, was ich hier schreibe. So einen Unfehlbarkeitsanspruch wie mancher einer habe ich in religiösen Fragen nicht.

Bis dann,

Oliver

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Hallo Wolly,

Aus akuten Geldmangel bin ich aus der Kirche ausgetreten.

Verständlich!

Ich glaube immer noch an Gott und „tue keiner Fliege was zu
Leibe“.
Bin ich jetzt, nur weil ich keine Kirchensteuer mehr bezahle,
kein Katholik mehr?

Die wahre Religion findest Du in Deinem Herzen, nicht im Portemonaie oder im Klingelbeutel! Wenn Du sagen kannst, in dieser Glaubensrichtung bin ich zu Hause, da fühle ich mich aufgehoben und geborgen, ich kann sie für mich annehmen und sie leben, sie verstehe ich, dann ist sie DEIN! Die Kirche selbst ist nur der Ort Gleichgesinnter! Sie hat mit dem, was Du in Deinem Herzen trägst nur wenig zu tun!

Wie ist es bei einem Wiedereintritt. Nimmt die Kirche mich
ohne weiteres wieder auf.

Meines wissens jedezeit!

lieben Gruß,
Fionny

Hallo Oliver,

sorry, aber jetzt muß ich doch mal dazwischen huschen!

Zudem denke ich das es Gott (welcher auch immer!) ziemlich
egal ist wie man ihm seiner huldigt.

Das sieht Gott aber anders.

Woher weißt Du das? Etwa weil es in der Bibel steht? Nur weil es gedruckt ist? Wenn der Gott, von dem ihr hier redet, so materiell bezogen ist, kann er unmöglich so geistlich sein, wie hier behauptet wird. Das ist ein Widerspruch in sich!

Sollte das Bestehen in
der katholischen Kirche nur mit Hilfe der Kirchensteuer
möglich sein ,hast man wohl den falschen Gott (oder dessen
verlängerten Arm auf Erden erwischt!)oder die falsche Kirche.

So denken Gläubige nicht.

Irrtum, gerade Menschen, die ihre Religion vom Herzen leben, denken so! Aber es gibt ja viele Menschen, die regelmäßig beten, regelmäßig Kirchgänge machen, glauben sie wären ach so religiös, leider, sie haben nichts verstanden! RELIGION HAT NICHTS MIT MATERIALISMUS ZU TUN!

Handelt Gott mit Geld, oder ist er an deiner Seele
interessiert ?

„Du kannst nicht zwei Herren dienen, Gott oder dem Mammon!“

Ich kann dem Universum dienen! Ob einem Gott oder vielen Göttern, es ist alles EINS!

Interessant wie ein 2000 Jahre altes Buch auch heute noch
aktuell ist.

Viel interessanter ist , wie ein nicht geschriebenes Buch seit Ewigkeiten durch Überlieferung existieren kann und stets Gültigkeit hat!

lieben Gruß,
Fionny

Ich bin kein Spötter…nur manchmal
Hallo Oliver

Eine Frage der Anschauung.

a)wieso? und b)mein Humor(?) ist nicht angekommen.

Ja, ist das denn Wahrheit? Und wenn es Wahrheit ist, die
verschlüsselt vorliegt und keiner weiß, welcher Schlüssel der
richtige ist, dann ist die Anwendung einer der Schlüssel eine
Art Ausprobieren, ob die Tür nun offen ist oder nicht. Für
mich ist´s daher Interpretation.

Dann verzichte ich dankend. Da suche ich mein Heil lieber beim Osterhasensuchen. Uebrigens: Den Schlüssel haben verschiedene Sekten schon gefunden, behaupten sie.

Was gibt´s denn da zu ???

Gut, ist mein Kopf gut befestigt, er wäre sonst, der heftigen Schüttelbewegungen wegen, heruntergefallen.

Mal sehen, wie lange Du durchhälst (bist doch ein Mann,
oder?). Der Wille ist stark, das Fleisch ist schwach. :wink:

Schön, ich hab’s manchmal lieber umgekehrt…

Oh - mein Gott! :wink:

Seufzer der Erkenntnis?

Außerdem: Du erkanntest Deine Parterin bestimmt auch lange
nicht und später umso mehr. :wink:

Wir kannten uns schon im Kindergarten…

Im Himmelreich ist´s nichts mehr mit irdischem Geschlecht und
irdischer Liebe. Ooooooh - schade! :wink:

Danke für diese Info. Hat’s wenigstens Bücher?

Die Wege des Herrn sind unergründlich.

Sicher, das zeigt sich schon bei der Auswahl der „Stellvertreter“
Unterschied zwischen unergründlich und Abgründe auftun?

Aber nur, wenn man so materialistisch in diesen Fragen denkt
wie Du.

Ich suche halt nach der Substanz…

Siehst Du, die Vögel am Himmel. Sie säen nicht, sie ernten
nicht. Und doch ernährt sie ihr himmlischer Vater.

Vögel fliegen, Poeten fallen selten vom Himmel…
Säen? Schon mal was von Guano gehört? Die leben doch wohl nicht von Manna!?

Ach, das ist nun nicht mein Problem, wenn Du Mühe hast, mir zu
folgen.

Dumm geboren, dumm geblieben…

Eben, deshalb kann das nicht falsch sein, was in der Bibel
steht, denn sonst hätte es nicht geschrieben werden können,
weil Gott dem Schreiberling die Hand hätte verdorren lassen.

Ganz schön archaisch, nicht? Habe keine Kenntnis von Theologen, denen die Hand verdorrt ist. Oder meinst du die, die auf den Scheiterhaufen gelandet sind?

Ja, Psychologie. Nicht Theologie. Deshalb ist alles nur
Laientheologie, was ich hier schreibe. So einen
Unfehlbarkeitsanspruch wie mancher einer habe ich in
religiösen Fragen nicht.

Die Theologen nehmen dich sicher mit Begeisterung als Gasthörer auf.Ich würde mir an deiner Stelle ein Theologie-Studum ernsthaft überlegen - bei deinen Vorkenntnissen!
Das Wort „Unfehlbarkeit“ übt bei mir akuten Brechreiz aus - es ist schlicht zum Kotzen.

Gruss + schönes WE
Mäni

Hallo,
ich weiß zwar nicht, ob es hier noch von Interesse ist…

Die Variante in der mir vorliegenden Bibel (soll d i e Bibel
sein):
"Selig sind die geistlich Armen; denn ihrer ist das Reich der
Himmel.

Letzteres ist die korrekte, wörtliche Übersetzung aus dem Griechischen, eine im übrigen textkritisch eindeutige Stelle.

Plural! Ob da wohl „Unterabteilungen“ bestehen?

Der Plural erklärt sich aus einem Charakteristikum des MAtthäus-Evangelium: Semitismen (also aus dem Hebräischen/Aramäischen abgeleitete Wortbildungen, vergleichbar mit Germanismen im Englischen „Equal ist goes loose“). ZUmindest die textimmanente Analyse läßt einen nicht vermuten, daß es Unterabteilungen geben soll…

Feststellung, keine Unterstellung
Dass Mt diese Aussage überliefert, heisst noch lange nicht,
dass Jesus diese s o getan hat. Mt hat diese Aussage
Mitte/Ende des 1.Jh. von Mk übernommen, ist also nicht auf
seinem Mist gewachsen. Mk hat mündliche Ueberlieferungen
schriftlich fixiert.
D.h., Mt hatte seine Infos mindestens aus dritter Hand samt
unterschiedlicher Sprache (aramäisch/griechisch)und
unterschiedlichen Schriftzeichen. Ob dies zur Genauigkeit
einer Aussage/Ueberlieferung beiträgt, wage ich, wie mich die
Erfahrung lehrt, sehr zu bezweifeln.

Hier möchte ich doch korrigieren. Ein Blick in Deine Bibel sollte Dir zeigen, daß es zu Mt 5,3 keine Parallele bei MK, aber bei Lk gibt, was bedeutet, daß die gemeinsame Quelle von Lk und MT die sogenannte Logienquelle (= Spruchquelle, Quelle mit Worten Jesu) Q ist, die logischerweise auch in das erste Jahrhundert zu datieren ist.
Da Du Dich weiter unten mit Datierungsfragen beschäftigst (und übrigens: Kanonisierung als Bezeichnung für die Festlegung, welche Schriften zur Bibel gehören und welche nicht, ist der absolut korrekte Begriff…): Tatsächlich scheint die älteste Bezeugung für Mt 5,3 der Codex Sinaiticus zu sein (für eine detaillierte Überprüfung habe ich keine Zeit). Jedoch finden sich Teile der Bergpredigt auch durchaus in Handschriften aus dem 3, (und ich meine auch 2.) Jahrhundet.

Gruß,
Taju

Hallo Taju

Bergpredigt: Nicht zu vergessen die Schriften der Essener.(Qumran-Rollen) Da ist der Inhalt Bergpredigt doch zu einem schönen Teil vorweggenommen und ca. 150 Jahre älter.
Danke für den Hinweis, da scheine ich Lk mit Mk verwechselt zu haben. Werde ich für mich noch verifizieren.
Gruss
Mäni