Ich bin ...ich war katholisch?

Aus akuten Geldmangel bin ich aus der Kirche ausgetreten.
Ich glaube immer noch an Gott und „tue keiner Fliege was zu Leibe“.
Bin ich jetzt, nur weil ich keine Kirchensteuer mehr bezahle, kein Katholik mehr?

Wie ist es bei einem Wiedereintritt. Nimmt die Kirche mich ohne weiteres wieder auf.

Wolly

Hallo Wolly!

Aus akuten Geldmangel bin ich aus der Kirche ausgetreten.
Ich glaube immer noch an Gott und „tue keiner Fliege was zu
Leibe“.
Bin ich jetzt, nur weil ich keine Kirchensteuer mehr bezahle,
kein Katholik mehr?

Laut Gesetz bist Du nun konfessionslos!
Das bedeutet aber nicht, dass Du Dich innerlich nicht mehr als Katholik fühlen darfst und wenn Du weiterhin regelmäßig in die Kirche gehen willst, so sehe ich darin kein Problem.

Wie ist es bei einem Wiedereintritt. Nimmt die Kirche mich
ohne weiteres wieder auf.

Das weiss ich leider nicht - sorry!

Liebe Grüße

Userine

Hi!

Wenn Gott so ist wie ihn die meisten Menschen sehen dann bist du jetzt absolut das letzte. Du opferst weder dein letztes Hemd noch sonstwas um ihm deine Liebe zu beweisen.

Sarkasmus aus

Armin

Hi,

eine Wiederaufnahme ist wieder möglich.
Ist ein formloser Akt im Gemeindebüro Deiner Kirche.
(ein Schriebs ausfüllen, fertig)

Gruß

mus.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Armin,

muss man hier immer dazuschreiben, wenn man sarkastisch ist?

Verdammt und ich opfere mein letztes Hemd und jener tritt einfach aus.

H. v. S.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Christ vielleicht ja, Katholik nein.
Naja, ehrlich gesagt, ist es nicht so der Hit, wenn man aus Geldgründen seinem Glauben offiziell entsagt (was der Austritt für den Staat und die Kirchen bedeutet), aber eigentlich doch noch Glaubensangehöriger sein will. Andererseits darf - nach meinem Glauben - eigentlich die reine institutionelle Mitgliedschaft kein Kriterium dafür sein, ob man wirklich Christ oder Angehöriger einer anderen Religion ist. Meine Einstellung bzgl. des Austritts ist, daß Du jetzt Dich nicht mehr Mgl. der Römisch-Katholischen Kirche nennen darfst (und Staat und Kirche sehen es so, worauf es natürlich mehr ankommt), Christ darfst Du Dich aber weiter nennen, wenn Du willst, denn dieser „Status“ ist meiner Meinung nach nicht an eine Mitgliedschaft in einer der Kirchen gebunden.

Die ethische Frage bzgl. des Geldes und des Austritts aus diesem Grund ist etwas, das Du allein mit Dir, Deinem Gewissen und Gott ausmachen mußt. Ich glaube, daß Christus vermutlich nicht begeistert über Dein Handeln ist. Du weißt, daß er in solchen Fragen eine bestimmte Meinung hatte: Wer mich verleugnet, den werde ich verleugnen am Jüngsten Tag. Andererseits nimmt Christus alle mit Freude wieder auf (siehe Gleichnis vom Verlorenen Sohn) und sorgt sich mehr um das „entlaufene Schaf als um die da gebliebenen.“

Dies war eine religiöse Auseinandersetzung mit dem Thema und keine weltliche. Ich bitte es zu berücksichtigen.

Hallo Wolly!

Bin ich jetzt, nur weil ich keine Kirchensteuer mehr bezahle,
kein Katholik mehr?

Nach dem Selbstverständnis der kath. Kirche sicher nicht. Allerdings gibt es Kirchensteuer ja nur in wenigen Ländern. Wo es sie nicht gibt (z.B. Frankreich), tritt praktisch niemand formell aus der Kirche aus und gehört - auch wenn er nichts beiträgt - als Getaufter weiterhin zur Kirche.

Wie ist es bei einem Wiedereintritt. Nimmt die Kirche mich
ohne weiteres wieder auf.

Ganz so einfach, wie music meint, ist es nicht. Genaues findest du hier:
http://www.kath.de/bistum/info

Gruß,
Pietro

Lasset die Armen zu mir kommen…
Hallo Oliver

Ich erinnere mich aber auch an die Aussage „Lasset die Armen zu mir kommen…“. Damit wird er wohl nicht nur die Armen im Geiste gemeint haben, oder?
Wenn du mit dem entlaufenen Schaf das Vlies meinst, kann ich dir nur zustimmen.
Als Entlaufener dotiere ich die Weihnachtskollekte der Heilsarmee. Einfach so, als Mensch, dem es gut geht und der sich über eine s i n n v o l l e Verwendung der Spende freut.

Gruss
Mäni

Hallo Wolly,

hier etwas zu dem Formalkram:

Wenn Du wieder offiziell Mitglied Deiner Kirche werden willst, ist der Pfarrer der Gemeinde, in der Du mit Deinem 1. Wohnsitz wohnst, Dein richtiger Ansprechpartner. Ruf ihn einfach an. Du kannst Dich ruhig trauen, weil er sich wahrscheinlich freuen wird. Du kannst allerdings davon ausgehen, dass er wohl persönlich mit Dir reden will. Ich hoffe und wünsche Dir, dass Du angemessen empfangen wirst.

Sei willkommen!

Ulrich

P.S.:
Die unbedingte Bindung der Kirchenmitgliedschaft an die Kirchensteuer halte ich für grundsätzlich übel. Sie erweckt oft den Eindruck, als wenn Kirche ein Dienstleistungsunternehmen für die Abwicklung menschlicher Highlights und Dramen sei. Kirche versteht sich ihrem Wesen nach als „Gemeinschaft der Gläubigen“, an der man durch die Taufe Anteil gewinnt. Aus meiner Sicht wird die von der institutionalisierten Kirche selbst unterstützte Praxis der Abmeldung beim Amtsgericht in keiner Weise dieser Dimension gerecht.

Ich denke daß jeder Mensch ein Recht auf seinen Glauben hat !

Zudem denke ich das es Gott (welcher auch immer!) ziemlich egal ist wie man ihm seiner huldigt. Sollte das Bestehen in der katholischen Kirche nur mit Hilfe der Kirchensteuer möglich sein ,hast man wohl den falschen Gott (oder dessen verlängerten Arm auf Erden erwischt!)oder die falsche Kirche.

Ich bezeichne mich selber nicht als religiös, denke aber daß der Glauben eines jeden Menschen dessen ureigenste Sache ist.
Eine Überzeugung ist in Geld nicht aufzuwiegen!
Handelt Gott mit Geld, oder ist er an deiner Seele interessiert ?

Besonders Arme werden aufgenommen
Hallo Mäni,

Ich erinnere mich aber auch an die Aussage „Lasset die Armen
zu mir kommen…“. Damit wird er wohl nicht nur die Armen im
Geiste gemeint haben, oder?

Weißt Du denn, was Christus mit „arm im Geist“ meinte oder meinst Du das, was man heute so landläufig drunter versteht…

Wenn du mit dem entlaufenen Schaf das Vlies meinst, kann ich
dir nur zustimmen.

Schon mal was vom Gleichnis vom verlorenen Schaf gehört?

Als Entlaufener dotiere ich die Weihnachtskollekte der
Heilsarmee. Einfach so, als Mensch, dem es gut geht und der
sich über eine s i n n v o l l e Verwendung der Spende freut.

„Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als daß ein Reicher ins Himmelreich eingehe“.

Grüße,

Oliver

Nicht zwei Herren dienen, Gott oder dem Mammon

Zudem denke ich das es Gott (welcher auch immer!) ziemlich
egal ist wie man ihm seiner huldigt.

Das sieht Gott aber anders.

Sollte das Bestehen in
der katholischen Kirche nur mit Hilfe der Kirchensteuer
möglich sein ,hast man wohl den falschen Gott (oder dessen
verlängerten Arm auf Erden erwischt!)oder die falsche Kirche.

So denken Gläubige nicht.

Handelt Gott mit Geld, oder ist er an deiner Seele
interessiert ?

„Du kannst nicht zwei Herren dienen, Gott oder dem Mammon!“

Interessant wie ein 2000 Jahre altes Buch auch heute noch aktuell ist.

Grüße,

Oliver

Hallo, Oliver!

Da ich kein Mitglied einer kirchensteuer-berechtigten Religionsgemeinschaft bin, möchte ich mich aus der eigentlichen Diskussion heraushalten, obwohl ich in den Evangelien gelesen habe, daß der Stifter der christlichen Lehre seine deutliche Meinung zu Steuern und Opfern kundgetan hat. Aber damit mögen sich die Vertreter und Gäubigen der entsprechenden Kirchen auseinandersetzen.

Eine kleine Frage zu Deiner nachfolgenden Behauptung sei aber gestattet:

Zudem denke ich das es Gott (welcher auch immer!) ziemlich
egal ist wie man ihm seiner huldigt.

Das sieht Gott aber anders.

Woher weisst Du das??? - Ich finde in der Heiligen Schrift der Christen und Juden darüber lediglich Aussagen von Menschen … - und von diesen überlieferten Formen der Huldigung haben sich die Christen weit entfernt.
Damit will ich aber nicht behaupten, die verschiedenen Formen der Huldigung Gottes in den verschiedenen christlichen Religionsgemeinschaften seien grundsätzlich falsch. Ich behaupte aber, daß etwas mehr Toleranz angebracht ist, da kein Mensch von sich behaupten kann, er kenne Gottes Willen wirklich genau.

Liebe Grüße

Fr.-Chr.

Missverständnisse?
Guten Tag Oliver

Weißt Du denn, was Christus mit „arm im Geist“ meinte oder
meinst Du das, was man heute so landläufig drunter versteht…

I c h habe Jesus die Aussage nicht im Munde umgedreht, das hast du geschafft! Mir ist kein biblischer Text bekannt, wo von „Armen im Geiste“ die Rede ist…*g*

Wenn du mit dem entlaufenen Schaf das Vlies meinst, kann ich
dir nur zustimmen.

Wenn du dich schlau machst, für was das Vlies diente, wirst du mir nicht mehr zustimmen.

Schon mal was vom Gleichnis vom verlorenen Schaf gehört?

Sicher, heute, wie in der Romanik (Kapitelle!), würde man dies mit Comics unter die Leute bringen.

„Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als daß ein Reicher
ins Himmelreich eingehe“.

Fällt dies unter das Kapitel „Christliche Nächstenliebe“?
Uebrigens: Die richtige Uebersetzung von Matth.19,24 aus dem Griechischen ist: Es ist leichter, dass ein Schiffstau durch ein Nadelöhr gehe.
Bei den unzähligen Uebersetzungen und Rückübersetzungen sind Fehler unausweichlich. Absichten soll man nicht unterstellen - ein Schelm, wer dabei Schlechtes denkt…

Gruss + schönen Tag
Mäni

Hi H. V. S.

muss man hier immer dazuschreiben, wenn man sarkastisch ist?

Man muß nicht aber es hilft ungemein:wink:Vor allem wenn man es als Südländer mit den Barbaren aus dem Norden zu tun hat.

ciao Armin

Aus akuten Geldmangel bin ich aus der Kirche ausgetreten.
Ich glaube immer noch an Gott und „tue keiner Fliege was zu
Leibe“.
Bin ich jetzt, nur weil ich keine Kirchensteuer mehr bezahle,
kein Katholik mehr?

Hallo Wolly

Ich verstehe erst einmal Deine Begründung nicht ganz, denn zumindestens in der evangelischen Kirche zahlen alle die keine Kirchensteuer, die es nicht können (was immerhin 2/3 aller Mitglieder sind - Alte, Jugendliche, Arbeitslose,…).

Ich kann mir nicht vorstellen, daß das bei der katholischen Kirche so anders sein sollte. Und wenn doch, trete in die evangelische Kirche ein.

Und ein Gespräch mit dem Pfarrer (oder Priester) hat in solchen Fällen schon sehr geholfen. Und wenn Dein Geldmangel daher kommt, daß Du arbeitslos bist, dann biete Deiner Gemeinde doch an „Zeit zu spenden“, also konkret mitzuarbeiten. Das ist allemal wertvoller als jeder Euro.

Gruß
Thomas

P.S In den Augen Gottes ist es egal, welcher Konfession Du angehörst, solange Du nur ihm angehörst.

Kamele, Taue und Löcher
HI scriptor

Uebrigens: Die richtige Uebersetzung von Matth.19,24 aus dem
Griechischen ist: Es ist leichter, dass ein Schiffstau durch
ein Nadelöhr gehe.

Bei den unzähligen Uebersetzungen und Rückübersetzungen sind
Fehler unausweichlich.

Das kann ich nur bestätigen, da ich seit längerem selbst an einer Neuübersetzung des Joh.Ev. arbeite… jedoch würde ich das:

Absichten soll man nicht unterstellen -

nicht ohne Weiteres unterstreichen. Übersetzungen überhaupt verschlucken viele raffinierte (und häufig interpretatorisch enorm wichtige) Details der griechischen Urtexte, und sie enthalten auch manchmal gerne Abschleifungen brisanter (und zum Weiterfragen anregender) Passagen beim übertragen in die Umgangspsrachen. In die begrüßenswerte Bemühung, allgemeinverständliche Texte zu produzieren, schleicht sich natürlich die Möglichkeit ein, manches etwas „schief“ zu übersetzen, damit nicht weiter gefragt wird :smile:

Bei dieser Passage Mt. 19.24 verhält es sich allerdings harmlos:

Das griechische Wort καμηλον kamälon ist

  1. ein griechisches Wort mit der Bedeutung „Schiffstau, Ankertau“. Die alternative Schreibweise καμιλον kamilon ist nur in einigen wenigen (späten) Handschriften enthalten, sie hat aber eindeutig diese Bedeutung.

  2. ein aus dem hebräischen gamal abgeleitetes Lehnwort mit der Bedeutung „Kamel“

Das andere Wort (δια) τρυπηματος heißt zunächst nur „(durch) ein Loch, eine Öffnung“ (es kommt in 3 Varianten vor, die aber alle dasselbe bedeuten.

Nun hat τρυπημα je nach Zusammenhang auch verschiedene Spezialbedeutungen, z.B.

  1. Nadelöhr (wörtlich)
  2. die untere Halbtür in einem Stall, durch die das Kleinvieh geht (aber Kamele passen nicht durch). Diese Tür wird auch (ich weiß nicht seit wann) im deutschen Sprachraum „Nadelöhr“ genannt (möglicherweise von der griech. Doppelbedeutung herkommend - da kann Fritz Ruppricht *wink* sicher genaueres zu sagen).

So, damit dürfte klar sein, daß sowohl die Übersetzung:
a. Kamel durch ein „Nadelöhr“ (hier müßten eigentlich immer Anführungszeichen stehen), als auch
b. Schiffstau durch ein Nadelöhr (ohne Anführungszeichen)
richtig ist. Beides sind Metaphern für das Gemeinte und sie enthalten denselben metaphorischen Hinweis.

Gruße

Metapher

Du bist katholisch!
Hallo Wolly,

Bin ich jetzt, nur weil ich keine Kirchensteuer mehr bezahle,
kein Katholik mehr?

Die Zugehörigkeit zum Leib Christi (=Gemeinschaft der Gläubigen) erlangst Du nach katholischen Verständnis durch die Taufe, bestätigt durch die Firmung. Dies alles wird dir ja nicht genommen. Selbst leute wie Drewermann sind immer noch Kirchenmitglieder, sie sind ‚nur‘ exkommuniziert, d.h. vom Abendmahl ausgeschlossen.

Aus akuten Geldmangel bin ich aus der Kirche ausgetreten.

ein komischer Grund, bei den 9% von der Lohnsteuer.

Ich glaube immer noch an Gott und „tue keiner Fliege was zu
Leibe“.

Das wird eh nicht gefragt.

Wie ist es bei einem Wiedereintritt. Nimmt die Kirche mich
ohne weiteres wieder auf.

Ich glaube, music hat Recht, der Wiedereintritt sollte relativ problemlos sein.

Tschuess Marco.

Hallo Franz,

dein Zitat hat nicht Oliver sondern ich „verbrochen“ ,-).

Gerade eben die monetäre Situation eines gläubigen Menschen ist doch aber hier der Diskussionspunkt.

Ich wollte mit meiner Antwort nur klarstellen , daß ich mir nicht vorstellen kann das Gott an Geld interessiert ist! (Dies zum Thema Huldigung).

Der Glaube eines Menschen ist für ihn sehr wichtig, er bietet ihm Trost und Kraft. Wird dies dadurch geändert daß er kein Geld hat ???

Lutz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Moin Oliver

danke für deine Antwort (wenn ich auch etwas mehr ausführliches erwatet hätte).

Die ursprüngliche Frage diese Threats war doch ob ein Katholik dadurch das er keine Kirchensteuer mehr bezahlen kann bei Gott in Miskredit gerät.
In dem Zusammenhang meine ich, daß egal ob reich oder arm, des Menschen Beziehung zu Gott zählt und nicht sein Bankkonto!

Lutz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]