Ich bin ja soooooo traurig

10.02.2003 15:46 Uhr
USA will Truppen aus Deutschland abziehen
General James Jones, NATO-Oberbefehlshaber und Kommandeur der US-Truppen in Europa, plant seine Truppenstärke im europäischen Raum zu senken. Die US-Militärpräsenz soll demnach um 100.000 Soldaten verringert werden.
Große Stützpunkte in Deutschland sollen aufgegeben werden, um kleinere Einheiten zu stärken. Außerdem sollen die Einheiten öfter ausgewechselt werden, zugunsten von Familien.
Es wird jedoch betont, dass dies nichts mit der angespannten Lage zwischen Deutschland und den USA zu tun hat. Die Entscheidungen wurden nach der Sicherheitskonferenz in München getroffen.
Quelle: http://www.orf.at

Grüße
Raimund

muss ich jetzt schwarz tragen?

Ja wir sollten uns alle schämen, dass die Amis diesen Schritt machen wollen. Ich werde jetzt immer Angst haben wenn ich aus dem Fenster sehe und keine Soldaten mit MGs sehen kann…
*G*

Hi
Nehmt das mal nicht zu leicht. Gerade Standorte mit großer amerikanischer Militärpräsenz (bei mir in der Umgebung z.B. Ansbach oder Grafenwöhr) sind wirtschaftlich stark von den Amis abhaengig. Das waere genauso wie wenn Bundeswehrstandorte geschlossen werden ein wirtschaftlicher Ruin für die Gegend.

Grüße

Raoul

Hi Raimund,

sie würden der Bundeswehr einen gefallen tun, wenn sie Ramstein räumen würden. So schnell kannst du gar nicht schauen, dass alle Transportstützpunkte umgezogen wären.

Viele Grüße

G

Hallo,

Nehmt das mal nicht zu leicht.

Eher andersrum.

Gerade Standorte mit großer
amerikanischer Militärpräsenz (bei mir in der Umgebung z.B.
Ansbach oder Grafenwöhr) sind wirtschaftlich stark von den
Amis abhaengig. Das waere genauso wie wenn Bundeswehrstandorte
geschlossen werden ein wirtschaftlicher Ruin für die Gegend.

Tja, da muss man sich entscheiden, was man haben will…

Andreas

Hallo Raoul!

Militär, um Einzelhandel, Handwerk und Gastronomie zu fördern? Solche Töne hört man überall. Auch bei mir in der Gegend „kämpft“ eine Bürgermeisterin für den Erhalt des Schießplatzes. Dumpf, dumm, kurzsichtig ist das in meinen Augen. Ich kann zwar den Handwerker verstehen, der um Aufträge fürchtet. Aber das kann kein Argument für die Stationierung von Militär sein. Entweder brauchen wir Militär für Verteidigungszwecke oder es ist schlicht überflüssig. Und es ist überflüssig.

Gruß
Wolfgang

Hallo Raoul,
übersetzt heißt das also nichts anderes - da leben die einen im Wohlstand vom Elend und Tod anderer ??
Gruss
M.

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Hallo,
ich frage mich was kurzsichtig ist. Überholte Anfang-80er-Pazifismus-Parolen oder wirtschaftliche und Soziale Abwägungen wie gut ein Standort einer Gemeinde tut.
Nehmen wir als Beispiel Ansbach. Eine Kleinstadt in Mittelfranken. Dort sind wasweissich wieviel Tausend Amerikanische Soldaten stationiert. Viele der Amerikaner sind mit Deutschen verheiratet, haben Kinder, die in deutsche Schulen, Kindergärten oder Ausbildungsstätten gehen und lassen sich ihre Häuser von deutschen Handwerkern renovieren, kaufen in deutschen Supermärkten und gehen in Ansbach shoppen.
Wenn das alles wegfällt, von den Problemen für die Familien will ich garnicht reden, gibt es zig Arbeitslose mehr in Deutschland. Die Du mit Deinen Steuern bezahlst und die in einer relativ Strukturschwachen Gegend wie Franken nicht so schnell wieder einen Job finden.
Die sich wegzuwünschen nur weil sie Amerikaner sind (aber das will ich Dir nicht unterstellen) oder weil ihre Handwerksutensil Waffen sind, dass halte ich für sehr kurzsichtig.
Grüße

Raoul

Howdy Raoul,
ich halte es nicht für kurzsichtig, sondern einfach brutal. Mit dieser Art Argumentation haben schon die Nazis alles schöngeredet.
Grüße
M.

Hallo Raoul,

…haben Kinder, die in deutsche
Schulen, Kindergärten oder Ausbildungsstätten gehen und lassen
sich ihre Häuser von deutschen Handwerkern renovieren, kaufen
in deutschen Supermärkten und gehen in Ansbach shoppen.
Wenn das alles wegfällt…gibt es zig Arbeitslose mehr in
Deutschland.

Die Probleme sind bekannt und treten vielerorts in ähnlicher Weise auf. Stellte man aber diese Probleme in den Vordergrund, hieße das, an Militär festzuhalten, obwohl es für die Landesverteidigung nicht gebraucht wird, damit der Supermarktumsatz stimmt. Bei der Frage nach Sinn und Unsinn des Militärs muß die Frage lauten, ob man die militärischen Fähigkeiten braucht und nicht etwa, wieviel Militär braucht der Supermarkt.

Die sich wegzuwünschen nur weil sie Amerikaner sind…

Die Frage der Notwendigkeit des Militärs ist unabhängig davon, ob es Amerikaner, Briten, Eskimos oder Deutsche sind. Ergeben sich bei der Beantwortung der Frage nach der Notwendigkeit des Verteidigungspotentials Strukturprobleme für die Region, müssen diese gelöst werden. Aber dafür braucht man keine Jagdflieger, Panzer u. a. m… Geht es um wirtschaftliche Einbußen als Folge von Standortschließungen, ist es gewiß billiger, die ehemaligen Soldaten auf Staatskosten Rosen züchten zu lassen (dann kaufen sie immer noch im Supermarkt ein), als permanent den Militärapparat zu unterhalten.

Die Argumentation erinnert mich an Befürworter der Wehrpflicht, die genau wissen, daß wir nicht die Wehrpflichtigen, sondern nur die Ersatzdienstleistenden im Sozialwesen brauchen.

Man kann es auch anders ausdrücken: Wird mit der Armee ein Sicherheitsbedürfnis befriedigt, sind die anfallenden Kosten der Preis für die Sicherheit. Gibt es aber kein Sicherheitsbedürfnis zu befriedigen, weil keine Gefahren drohen, denen man mit der Armee begegnen könnte, wird der Unterhalt der Armee volkswirtschaftlich zur Geldvernichtung. Dabei wird ein Vielfaches des Betrages vernichtet, der möglichen Nutznießern (Handwerk, Handel) zugute kommt. Es wird ohne weiteres einleuchtend sein, daß man besser das Geld unmittelbar in die Förderung einer Region investiert, als über den Umweg zu gehen, das Geld erst für U-Boote, Fregatten und Geschütze auszugeben.

Gruß
Wolfgang

Hae?
vergleichst du die Amerikanischen Stuetzpunkte mit dem Lebensraum im Osten? mit der Judenverfolgung? mit dem Weltkrieg?
Oder mich mit Goebbels mit dessen eloquenz in ueberzeugungskraft ich mich in keinster weise messen kann (VORSICHT: DAS WAR VOELLIG WERTFREI! ER HAT ES NUN MAL EINFACH GESCHAFFT EIN VOLK ZU BEEINFLUSSEN! WIE UND WAS DABEI RAUSKAM STEHT DABEI AUSSERFRAGE!)
Ich bitte um Klärung!

gruesse
Raoul

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Hallo Raoul,

Hallo Wolfgang

Das ganze droht in eine Pro-Kontra-Militär Diskussion umzukippen.
Erstmal: Uns kostet es kein (oder kaum) Geld wenn die Amis ein bisschen Krieg spielen duerfen hier in Deutschland (dafür kriegen wir sogar Geld seit 199*). Es würde uns aber Unsummen kosten in den Regionen einen Strukturwandel vollziehen zu wollen.
Punkt Zwei: Die Bundeswehr ist der größte Arbeitgeber Deutschlands. Es ist einfach wahnsinnig kurzsichtig ihr die Existenzberichtigung absprechen zu wollen nur weil ihr Job sich nicht mit irgendwelchen Pazifismusdoktrin vereinbaren lässt. Genauso hält es sich mit den Standorten der Amerikaner in Deutschland.
Punkt Drei: Richtig. Abschaffung der Wehrpflicht würde zum Wegfall der Zivildienstleistung führen. Das wäre für unser Gesundheits- und Sozialsystem der Super-GAU. Wer soll das bezahlen (wer hat all das Geld)?

gruesse
Raoul

nur ne Frage aus Interesse

Ich verstehe nicht warum überhaupt noch amerikanische und britische Truppen in Deutschland liegen? Den Besatzungsstatus gibt es ja nciht mehr und der Abzug der Truppen wurde ja auch gefeiert. Sind sie im Rahmen der Nato hier? Gibt es dann dt. Stützpunkte auch in anderen Ländern… ?

Robby