…fast schon so was wie ein Negertief:smile:
ne, im ernst ich komm nicht klar. Brauch so was wie Tiefenpsychologie, die aufdeckung al dessen, was schief läuft.
erstens wär da die Sache mit dem Wohnort. Studiere schon ein jahr lang in einer anderen Stadt und kann mich dort irgendwie nicht richtig einleben. ich hab wirklich ein paar klasse Kumpels an der Uni also wär es doch blödsinnig es darauf zu schieben , dass ich isoliert bin. aber irgendwie komm ich mir doch im falschen Film vor wenn ich da bin. ich füll mich einfach nicht richtig zu hause. alles rundherum ist ganz einfach fake.
mein Wohnheim ist in einem ziemlich coolen viertel direkt an einem bewaldeten Berg. eigentlich sehr schön, aber ich fühl mich eingeengt.
der Wald selber ist recht dunkel und dicht. zu wenig Licht, zu wenige Wiesen zur Zerstreuung. in meiner Heimatstadt haben wir einen grossen Fluss und rundherum weite, schöne, helle Auen. ich mag es mich von zeit zu zeit dort aufzuhalten. und meine Heimatstadt selber ist auch flacher, heller, weiter und ich fühl mich da ganz gut. unsere Wohnung ist natürlich auch grösser als mein studi-Zimmer und selbst mein altes Zimer mag ich mehr obwohl ich das neue nach meinen Wünschen eingerichtet hab. das Zimmer ist klein und sieht jeden tag gleich aus, man kommt nicht davon weg wie in einer grossen Wohnung wo man auch ein bisschen herumschlendern kann. unsere Etage ist allerdings total nett und man kennt sich untereinander weil es eine gemeinsame Küche gibt.
die Hälfte der Leute wohnt ganz für sich. die kommen nie in die Küche und sind entweder auf ihren Zimmern oder auswärts.
ich gehör eigentlich zur anderen hälfte ohne wirklich dazuzugehören.
wir sind ganz locker drauf, machen Witze aber es geht halt nie in die Tiefe. man plaudert übers Studium, Freizeit aber die eigentlich entscheidenden Dinge wie die Abgründe der Seele bleiben hintendran.
die Leute ziehen ein und wieder aus, ein stetiges kommen und gehen.
kürzlich hab ich mit einem neuen nachbarn aus katar geplaudert. er hält es nicht so richtig aus, ist halt neu in deutschland. er kann noch nicht allzugut deutsch aber ‚‚24 stunden alleine‘‘ konnte er doch noch sagen. irgendwie mies oder. wie kommt man damit zurecht mit der Isolation durch Quantität statt Qualität. dadurch das man irgendwie daneben steht in der anderen Umgebung. naja, hat jemand ähnliche Erfahrungen?
die andere Sache ist halt die mit der Freundin. Ich möchte wirklich eine haben aber seit jahren hab ich kein Ding mehr am laufen. Ich hab das Mädchen nicht kennengelernt, sodass unsere Sympathei füreinander beidseitig wäre. es ist entweder ich oder sie die was will. überhaupt lerne ich zuwenig mädels kennen. in der ersten Semesterwoche ziemlich viele aber dannach dan fast keine mehr. Vielleicht ist hierin auch die Quelle der unzufriedenheit und das davor kommt dadurch, das ich einfach damit nicht klarkomme. ich denke oft man hat ja soviel zu tun.
das Studieren, dann all die Hobbies mit denen man sich die Zeit rumschlägt, dass man damit das bedürfnis der Liebe austricksen kann.
einfach nicht daran denken. aber ich weiss nicht ob das wirklich so ist, kein Plan. ich glaube manchen Menschen gelingt es hervorragend.
hab ich da recht oder täuscht da das äussere. wieso kann man diese Thema nicht einfach wegschieben? ist das bei den anderen auch so das man einen absoluten mangel verspürt wenn kein partner da ist oder ist das eher spezifisch. es gibt doch soviele menschen die ihr ganzes Leben ohne partner zurechtkommen und dabei glücklich sind. irgendwelche Mönche, Abenteurer, Wissenschaftler.
na, weiss halt nicht wie die Sache steht, ihr vielleicht?
ich hab irgendwie den eindruck wenn ich mein leben so betrachte, dass alles klasse ist und dass es nur zwickt, dass ich antworten brauche
und zugleich weiss, dass keine von ihnen mich zufriedenstellt.
na wie gesagt, ich bin halt negativ:smile: