Ich Blick nich mehr durch :-(

Alsoooo
Ich höre immer wieder diesen Hass auf Juden auch von der Christlichen seite ist es ja ganz ausgeprägt , nun verstehe ich nicht wieso
weil , Jesus, Maria , Josef , usw. SIe alle waren doch Juden gewesen ,
wieso sind wir Christen ?? ich blich da nicht durch .
dann noch was , adam und eva haben 2 Söhne , woher bitte sind deren Frauen gekommen , es heißt ja , Sie gingen hinaus und suchten sich eine Frau oder so ähnlich , zum guten schluss ,
ich weiß das Gott veranlasst hatt das alle eine andere Sprache sprechen sollen , weil die Menschen sich gestritten haben , aber wieso sehen denn alle so verschieden aus , schwarze menschen , weiße Menschen , chinesen usw.
wer weiß das

Grüße Franziska

Eine Frage der Ästhetik
Hallo,

wieso sind wir Christen ??

nun, die eine Religion hat sich aus der anderen entwickelt. Was ist daran problematisch (außer vielleicht, dass die einen als Traditionsbrecher und die anderen die einen als veraltert verdammen).

aber wieso sehen denn alle so verschieden aus , schwarze
menschen , weiße Menschen , chinesen usw.

Adam und Eva sind Metaphern, keine wirklichen Menschen, jedenfalls führt die Realdeutung von Adam und Eva als wirkliche Menschen zu erheblichen Schwierigkeiten, die Symboldeutung beider jedoch nicht unbedingt. Die Menschen versuchen sich ihre Herkunft zu erklären und nahmen dazu solche Schöpfungsmythen wie Adam und Eva. Andere Völker haben andere Schöpfungsmythen. Aber es sind eben Mythen, die mit der Realität nur insofern etwas zu tun haben, als sie Deutungs versuche sind.

Warum es so viele verschiedene Menschen gibt, kann man auch ästhetisch deuten: Vielfalt ist eben schön (solange nicht die Vielen aufeinander losgehen, um „Einheit“ zu erzeugen). :smile:

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hi Franziska,

Ich höre immer wieder diesen Hass auf Juden auch von der
Christlichen seite ist es ja ganz ausgeprägt , nun verstehe
ich nicht wieso

so ganz pauschal und blöd könnte man sagen, das die Christen, die einen Hass auf Juden haben, noch immer meinen das die Juden für die Kreuzigung Jesu durch die Römer verantwortlich sind.

Ganz platt gesprochen - „die haben unseren Heiland ans Messer geliefert.“

Denn damals hat P. Pilatus ja „das Volk“ entscheiden lassen, wer gekreuzigt werden soll. Und da „das Volk“ in Jerusalem damals vor allem aus Juden bestand, könnte man ganz blind und blöd zu solch einem Schluß kommen.

Dann spielen da noch andere Gründe rein. Die Christen waren, wenn man das so sagen will, ja erstmal ne Sekte, die an einen eher abtrünnigen (toten) Juden glaubte. Später als sich die Christen stark verbreiteten, gab es auch sowas wie Konkurrenzkampf, man diffamierte sich gegenseitig. Als dann die Christen fast ganz Europa „missioniert“ hatten, wurde dieser Glaube der „einzig, wahre“. Damit waren sowieso alle Andersgläubigen „suspekt“. Muslime und Juden wurden, wenn nicht verfolgt und vernichtet oder zur Taufe „überredet“, so doch erheblich diskrimminiert. Und wie schafft man es KEINE FRAGEN nach dem WIESO aufkommen zu lassen? Man stellt sich auf den Sockel der Unfehlbarkeit, des EINZIG WAHREN und macht alle anderen schlechter. Dann kommt auch noch anderes hinzu. Juden waren viele Berufe verboten, blieb ihnen z.T. nur der Handel. Das machte sie oft reicher, als z.B. einen Köhler - der Neidfaktor. Dazu die Unkenntniss der Sitten und Gebräuche. Juden und Muslime feiern kein Weihnachten, die heiligste Messe der Christen. Und so weiter, und so fort…

weil , Jesus, Maria , Josef , usw. SIe alle waren doch Juden
gewesen ,
wieso sind wir Christen ?? ich blich da nicht durch .

Die Religionen haben sich nach Jesu Tod einfach gespalten, oder eine hat sich zum Christentum weiterentwickeln, die eine ist eben so geblieben, wie sie war.

dann noch was , adam und eva haben 2 Söhne , woher bitte sind
deren Frauen gekommen , es heißt ja , Sie gingen hinaus und
suchten sich eine Frau oder so ähnlich , zum guten schluss ,
ich weiß das Gott veranlasst hatt das alle eine andere Sprache
sprechen sollen , weil die Menschen sich gestritten haben ,
aber wieso sehen denn alle so verschieden aus , schwarze
menschen , weiße Menschen , chinesen usw.
wer weiß das

Das soll heissen das jeder Mensch von zwei Personen unterschiedlichen Geschlechts (Eltern) abstammt und wieder das andere Geschlecht braucht um wieder viele Kinderlein zu bekommen.

Die Texte aus dem alten Testament darfst du nicht wortwörtlich nehmen.

Vor allem die „Behauptung“ (das steht da nirgends) das Maria nach Jesu Geburt noch Jungfrau war. *gg*

Grüsse
Helena

Alsoooo
Ich höre immer wieder diesen Hass auf Juden auch von der
Christlichen seite ist es ja ganz ausgeprägt

-Ein Hass auf Juden kann jedenfalls nicht biblisch sein, da a) die Christen ihre Feinde lieben sollen und b) Jesus sich auch unter Nichtchristen begeben hatte (Samariterin…)

, nun verstehe

ich nicht wieso
weil , Jesus, Maria , Josef , usw. SIe alle waren doch Juden
gewesen ,
wieso sind wir Christen ?? -DEr Besuch eine Kirche macht dich noch nicht zum Christen, genausowenig wie der Besuch bei MCDonalds es dich zum Hamburger macht; durch den Glauben an Jesus kann auch ein Jude zum Christen werden…

ich blich da nicht durch .

dann noch was , adam und eva haben 2 Söhne , woher bitte sind
deren Frauen gekommen , es heißt ja , Sie gingen hinaus und
suchten sich eine Frau oder so ähnlich , zum guten schluss -Mmmhh das ist eine gute FRage! Aber es war auch nur der Kain; Abel wurde vorher erschlagen. Kain zog hinaus, so kann ich mir vorstellen, das Gott woanders auf dem Planeten auch eine paar Menschen außerhalb des Paradies erschaffen hat (die werde halt im Schöpfungsbericht nicht erwähnt); es war auch mehrere Tiere dort.

,

ich weiß das Gott veranlasst hatt das alle eine andere Sprache
sprechen sollen , weil die Menschen sich gestritten haben ,
aber wieso sehen denn alle so verschieden aus , schwarze
menschen , weiße Menschen , chinesen usw.

-Wäre doch langweilig wenn wir alle gleich aussehen würden, oder?

wer weiß das

Grüße Franziska

Es ist schon viel richtiges geantwortet worden.
Zu Adam & Co: Vielleicht erinnert man sich aus div. orientalischen Märchen, dass da manchmal irgendwo ein Märchenerzähler auf nem Teppich sitzt und durch seine Geschichten eigentlich Wahrheiten kundtut. In alter Zeit war es vielleicht das beste Medium. Hinter diesen Urgeschichten in der Bibel (Adam, Turm zu Babel) stecken große Aussagen, Wahrheiten, aber sie sind in Mythen verpackt (Vgl. z.B. Fabeln usw.). Was ist denn der Unterschied zwischen dem biblischen Schöpfungsbericht und dem „Urknall“? - In der Bibel ist der Mensch, die ganze Schöpfung kein Zufallsprodukt, sie ist geplant und gewollt. Das ist doch wohl absolut klasse!!! Das hier kein Protokoll des tatsächlichen Verlaufs gegeben wird, dürfte wohl heute klar sein. Denen, die die Bibel aufgeschrieben haben, war das wohl auch klar, denn sie haben zwei verschiedene Schöpfungsberichte unvermittelt nebeneinander gestellt (1Mos 1,1-2,4 // 2,4ff.). Man wusste also damals, dass keine eindeutige Antwort über den exakten Ablauf gibt - nur eben Annäherung.

Zu den Juden ist der Beitrag von Helena sehr gut.
Fakt ist: a.) Jesus war Jude und hat sich so gefühlt, auch wenn er an einigen innerjüdischen Praktiken und Vorstellungen deutlich gerüttelt hat und seine Lehre über das bisherige hinausgeht. Paulus z.B. macht den „Schnitt“ erst mit Kreuz und Auferstehung (2Kor 5,16). Jeder christliche Antijudaismus richtet sich gegen Jesus selbst! (Es gibt da sehr gute und fundierte Bücher und jeder Neutestamentler wird da heute zustimmen). b.) Jesus wurde von den Römern gekreuzigt!!! Eine Handvoll jüdischer Aristokraten, die aus sehr verständlichen Gründen um Ruhe und Ordnung besorgt waren (man wollte wenigstens die von den Römern eingeräumten religiösen Freiheiten bewahren), mag bei der Überführung mitgewirkt haben, vom Volk der Juden zu sprechen, ist da allerdings hirnverbrannt (einige Evangelisten haben es dennoch gemacht). Die Archäologie hat ergeben, dass es sich bei dem Volk, welche „Kreuzige ihn“ gerufen haben soll, höchstens um 200 Mann gehandelt haben kann - mehr passen nicht in den Hof der Burg Antonia. (Betrachtet man das ganze theologisch, wird es zweideutig und sie waren sogar im Recht: wer sich im Markusevangelium gegen den Leidensweg Jesu stellt, wird als „Satan“ bezeichnet - so Petrus in Mk 8,33 - das Volk macht es vor Pilatus nicht, sie fordert im Prinzip ihre eigene Erlösung!).

Ein Judenhass von christlicher Seite gehört zu den schwärzesten Seiten der Kirchengeschichte, die bis nach Auschwitz reicht. Heute müssen wir diesen Irrtum einsehen und alles dagegen tun.

Hallo Franziska.

dann noch was , adam und eva haben 2 Söhne , woher bitte sind
deren Frauen gekommen

Das ist nicht richtig, so hatten Adam und Chawa noch viele andere Kinder. So werden zuerst Kain und Hewel erwähnt einschl. des Brudermords, aber dann wird auch schon Seth benannt. Daraus kann man zuerst noch nicht schliessen, dass es keine andere Kinder gab, nur dass diese für die Geschichte keine weitere Bedeutung haben.

aber wieso sehen denn alle so verschieden aus , schwarze
menschen , weiße Menschen , chinesen usw.
wer weiß das

Damit wir lernen die Vielfalt zu lieben, äusserlich wie auch innerlich. Eine Begründung wie für die Sprachen gibt es hier jedoch nicht.

Scholem,
Eli

hallo Ihr,

(Betrachtet man das ganze theologisch, wird es
zweideutig und sie waren sogar im Recht: wer sich im
Markusevangelium gegen den Leidensweg Jesu stellt, wird als
„Satan“ bezeichnet - so Petrus in Mk 8,33 - das Volk macht es
vor Pilatus nicht, sie fordert im Prinzip ihre eigene
Erlösung!).

Der Gedanke ist gut. So hab ich dir Sache bis jetzt gar nicht gesehen. Danke.

Ein Judenhass von christlicher Seite gehört zu den
schwärzesten Seiten der Kirchengeschichte, die bis nach
Auschwitz reicht. Heute müssen wir diesen Irrtum einsehen und
alles dagegen tun.

Dieser Meinung bin ich auch.
Die Juden waren und sind von jeher Gottes Volk. Seit Jesus Christus kann jeder eine persönliche Beziehung zu Gott aufbauen, d.h. der Begriff „Gottes Volk“ ist erweitert um alle die, die „ja“ zu ihm sagen. Doch Gott hat sein Volk, die Juden nicht aufgegeben.
Man braucht sich doch nur die neuere Geschichte des jüdischen Volkes anschaut, dann kommt man nicht umhin sich zu wundern wie ein an sich doch recht kleines und nicht sehr mächtiges Volk alle diese Verfolgungen und Ausrottungsversuche, die die Juden seither erleiden mußten überleben kommte. Wieviele Völker, die derart verfolgt werden, überleben als Volk mit eigener Identität so lange? Wie kommt es, daß die Juden trotz der versuchten Genozide gegen sie sogar wieder einen eigenen Staat inmitten eines feindlichen Umfeldes haben? Mir scheint das darauf hin zu deuten, daß Gott das jüdische Volk nicht aufgegeben hat. (das ist jetzt mein persönlicher Eindruck. Ich bin kein Experte in jüdischer Geschichte oder Theologie)
Mit welchem Recht kann ich dann als Christ Juden hassen?
Abgesehen davon, daß für Christen sogar das Gebot der Feindesliebe gilt, sind die Juden immer mit den Christen verbunden weil der Christliche Glaube und die Christliche Geschichte (aus christlicher Sicht) eine Fortsetzung der jüdischen ist. Die Juden sind gewissermaßen der Baum, auf den die Christen aufgepfropft sind. Da ist es doch unsinnig, gegen den Stamm zu treten.

Grüßle,
Sandra

Ganz genau! Das mit dem „gegen den Stamm treten“ meint ja auch Paulus - Vgl. Röm 11,17.

Schönen Tag noch

verbunden weil der Christliche Glaube und die Christliche
Geschichte (aus christlicher Sicht) eine Fortsetzung der
jüdischen ist. Die Juden sind gewissermaßen der Baum, auf den
die Christen aufgepfropft sind. Da ist es doch unsinnig, gegen
den Stamm zu treten.

Wenn ich von etwas sage, es sei die Fortsetzung von etwas, dann gehe ich davon aus - ob es ausgesprochen wurde oder nicht - dies nicht mehr besteht.

Das Christentum ist eine eigene Entwicklung. Diese Religion hat einige - nicht alle - Wurzeln im Judentum.

Und es wäre schön, wenn christlich geprägte Leute endlich mal verstehen würden, daß das Judentum sich weiterentwickelt hat und eben in dieser Prägung besteht.

Außerdem ist die Aussage, Juden seien der Baumstamm - nicht so besonders positiv - wie viele Christen meinen, weil damit wieder eine Art Hierarchisierung einhergeht.

Iris

O.K. - „christlich geprägten Leute“ werden immer - trotz allem guten Willen - Formulierungen unterlaufen, die nicht 100prozentig angemessen sind. Immerhin sind es ja Leute, die für sich die Entscheidung getroffen haben, dass das Christentum für sie die beste Religion ist. Auch währe es schade, wenn irgendjemand irgendeine Religion wählt, und nicht wenigstens soviel Selbstvertrauen aufbringt, diese Religion auch sehr gut zu finden. Das schließt ja nicht automatisch Ignoranz und Intoleranz ein (auch wenn es die sicher gibt). Man mag hier also Nachsicht haben und danach schauen, was gesagt werden soll, nicht, ob man in irgendwelchen Formulierungen versteckte antijüdische Statements finden kann (davon kann ja nun hier keine Rede sein).

Zu dem Baum: welche Hierarchisierung soll hier einhergehen. Das die Christen sich als Weiterentwicklung sehen ist doch nicht unverständlich. Zum einen ist es wirklich eine Entwicklung, die gegenüber dem Judentum anders ist (ich sage das ganz wertfrei) und es ist eine Entwicklung, die die Christen für sich als den Weg erfahren, sonst müssten sie ja für sich die Entscheidung treffen, Juden zu werden. Natürlich - im Bild gesprochen - hängt der Ast höher, aber er kann ohne den Stamm überhaupt nicht existieren - der Stamm kann das schon. Der Stamm ist dicker, stabiler, und näher an den Wurzeln. Wenn ein Christ so ein Bild wählt, sollte man doch anerkennen, dass hier ein Schritt gemacht wird, der bei anderen Religionen erst mal gefunden werden muss. Sollten wir uns etwa als die Wurzel bezeichnen? Oder als die Rinde? oder selbst als der Stamm?
Dass der Vergleich Stamm - Ast real ist, ist von meinem Votum für die christliche Position unberührt. Das Christentum speist sich aus dem Judentum, an den Stamm zu treten, kostet die eigene Identität. (Denn wenn der eingeht, fällt auch der Ast)

P.S: das eine Fortsetzung voraussetzt, dass der Ursprung nicht mehr besteht, ist mir neu. Woher hast du das?

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Hallo Iris,

Wenn ich von etwas sage, es sei die Fortsetzung von etwas,
dann gehe ich davon aus - ob es ausgesprochen wurde oder nicht

  • dies nicht mehr besteht.

Das halte ich für einen Fehlschluß.

Das Christentum ist eine eigene Entwicklung. Diese Religion
hat einige - nicht alle - Wurzeln im Judentum.

Sicher nicht alle, aber die wesentlichen.

Und es wäre schön, wenn christlich geprägte Leute endlich mal
verstehen würden, daß das Judentum sich weiterentwickelt hat
und eben in dieser Prägung besteht.

Ich glaube nicht, daß das jemand in Frage stellt.

Außerdem ist die Aussage, Juden seien der Baumstamm - nicht so
besonders positiv - wie viele Christen meinen, weil damit
wieder eine Art Hierarchisierung einhergeht.

Auch das halte ich für einen Fehlschluß bzw. Überempfindlichkeit.
Denn: Es gibt eine Hierarchie, wenn auch keine der Wertigkeit. Die Hierarchie, wenn man es denn so nennen will, der zeitlichen Entwicklung.

Es ist wohl unbestritten, daß die großen Religionen in der Reihenfolge

Islam
^
Christentum
^
Buddhismus
^
Judentum
^
Hinduismus

aufgetreten sind, wobei ich a) mich gerne korrigieren lasse und b) das bei Judentum und Hinduismus wohl nicht ganz unstrittig ist, wan die nun tatsächlich in Form einer Religion auftraten.

Daß da alle historisch irgendwie mit allen verflochten sind, steht wohl außer Frage. Ebenso wie die Tatsache, daß allein aufgrund der Zeit keine besser als die andere ist.

Gruß,

Malte.

[offtopic]
Hi,

jemand aus der Heimat…

Ohne motzen zu wollen, möchte ich in aller Form drum bitten, Punkt und Komma und Groß- und Kleinschreibung zu verwenden, dann macht es vielmehr Spaß, die Artikel zu lesen…

Nichts für ungut,

Cess

Hallo Thorsten,

O.K. - „christlich geprägten Leute“ werden immer - trotz allem
guten Willen - Formulierungen unterlaufen, die nicht
100prozentig angemessen sind.

Ich denke, an solchen Dingen kann man arbeiten und das erwarte ich auch von Leuten, die sich in einen Dialog begeben. Es ist nicht eine Frage der prozentualen Angemessenheit, sondern es werden über solche Baum-Symboliken (und auch andere) durchaus Wertigkeiten transportiert.

Immerhin sind es ja Leute, die
für sich die Entscheidung getroffen haben, dass das
Christentum für sie die beste Religion ist. Auch währe es
schade, wenn irgendjemand irgendeine Religion wählt, und nicht
wenigstens soviel Selbstvertrauen aufbringt, diese Religion
auch sehr gut zu finden. Das schließt ja nicht automatisch
Ignoranz und Intoleranz ein (auch wenn es die sicher gibt).

Man mag hier also Nachsicht haben und danach schauen, was
gesagt werden soll, nicht, ob man in irgendwelchen
Formulierungen versteckte antijüdische Statements finden kann
(davon kann ja nun hier keine Rede sein).

Gerade diese Wurzel-Baum-Symbolik ist doch eine der mißverständlichsten überhaupt. Aus ihr wurde doch über Jahrhunderte der Überlegenheitsanspruch des Christentums konstruiert - und wird es in bestimmten fundamentalistischen christlichen Kreisen immer noch.

Zu dem Baum: welche Hierarchisierung soll hier einhergehen.
Das die Christen sich als Weiterentwicklung sehen ist doch
nicht unverständlich.

Es impliziert aber meistens, daß das Judentum so quasi bei dem stehengeblieben ist, was in der christlichen Tradition als „biblisches Judentum“ bezeichnet wird, und es wird ausgeblendet, daß es im Judentum eine weitere Entwicklung gegeben hat und diese auch gibt. Das Christentum ist keine Weiterentwicklung des Judentums sondern eine eigene Religion, die sich nach eigenen Gesetzmäßigkeiten entwickelt hat.

Zum einen ist es wirklich eine
Entwicklung, die gegenüber dem Judentum anders ist (ich sage
das ganz wertfrei) und es ist eine Entwicklung, die die
Christen für sich als den Weg erfahren, sonst müssten sie ja
für sich die Entscheidung treffen, Juden zu werden. Natürlich

  • im Bild gesprochen - hängt der Ast höher, aber er kann ohne
    den Stamm überhaupt nicht existieren - der Stamm kann das
    schon. Der Stamm ist dicker, stabiler, und näher an den
    Wurzeln. Wenn ein Christ so ein Bild wählt, sollte man doch
    anerkennen, dass hier ein Schritt gemacht wird, der bei
    anderen Religionen erst mal gefunden werden muss. Sollten wir
    uns etwa als die Wurzel bezeichnen? Oder als die Rinde? oder
    selbst als der Stamm?

Das verstehe ich schlicht und einfach nicht. Ich finde das Bild insgesamt nicht hilfreich um die Beziehung zu beschreiben, weil es in sich sehr mißverständlich ist.

P.S: das eine Fortsetzung voraussetzt, dass der Ursprung nicht
mehr besteht, ist mir neu. Woher hast du das?

Auf dieser Grundlage scheint es gerade einen neueren Ansatz in der evang. Theologie zu geben - eine Studentin hat mir vor ein paar Wochen davon erzählt - die an diese Geschichte mit Wurzel - Stamm - Krone etc. versuchen anders umzugehen, weil sie selber sehen, daß sie damit nicht mehr weiterkommen.

Viele Grüße

Iris

Hallo Malte,

es gäbe einiges zu Deinem Posting zu sagen.
Ich tue es nicht, denn auf die Ebene mit „Überempfindlichkeit“ lasse ich mich nicht mehr ein.

Iris

Hi,

es gäbe einiges zu Deinem Posting zu sagen.
Ich tue es nicht, denn auf die Ebene mit „Überempfindlichkeit“
lasse ich mich nicht mehr ein.

Schade, denn wenn Du auf doch recht freundlich Postings so angepisst reagierst, scheint das die Vermutung der Überempfindlichkeit nur zu bestätigen.

Gruß,

Malte.

Gerade diese Wurzel-Baum-Symbolik ist doch eine der
mißverständlichsten überhaupt. Aus ihr wurde doch über
Jahrhunderte der Überlegenheitsanspruch des Christentums
konstruiert - und wird es in bestimmten fundamentalistischen
christlichen Kreisen immer noch.

Solche Kreise gibt es immer und überall, das soll hier aber keine Rolle spielen. Extreme Positionen sind bei einer grundsätzlichen Diskussion nicht sehr hilfreich.
Die Kirchengeschichte hat den Überlegenheitsanspruch doch vor allem aus anderen Stellen gezogen - denke ich. Die Warnung des Paulus vor der christlichen Überheblichkeit und das Bild eines nur aufgepfropften Astes sind dafür doch nicht die geeignetsten Stellen, oder?

Es impliziert aber meistens, daß das Judentum so quasi bei dem
stehengeblieben ist, was in der christlichen Tradition als
„biblisches Judentum“ bezeichnet wird, und es wird
ausgeblendet, daß es im Judentum eine weitere Entwicklung
gegeben hat und diese auch gibt. Das Christentum ist keine
Weiterentwicklung des Judentums sondern eine eigene Religion,
die sich nach eigenen Gesetzmäßigkeiten entwickelt hat.

Zum einen, hast du sicher recht. Christen lernen das Judentum vorallem durch die Bibel kennen, und dort ist es ja nicht immer im besten Licht dargestellt. Auch die christlichen Theologen (NTler) beschäftigen sich in erster Linie mit dem Judentum zur Zeit Jesu. Dass es da inzwischen auch viele Ausnahmen gibt, ist klar, nur hat der „normale“ Student mit den Basics genug zu tun…

Ob man das Christentum als Religion so scharf vom Judentum trennen sollte, ist mir zumindest fraglich. Die Dogmenentwicklung in der Alten Kirche ist sicher mehr griechisch als jüdisch, dennoch steht sie (auch wenn das nicht immer so scheint) in einer gewissen Kontinuität zu den biblischen Überlieferungen. Unter denen nun sind einige sehr jüdisch (judenchristlich), andere beziehen doch sehr stark jüdische Traditionen mit ein. Wenn es eine Kontinuität zwischen dem irdischen Jesus und der christlichen Religion gibt (was ich zumindest denke), dann gibt es auch eine gewisse Kontinuität des Christentums zum Judentum.

Auf dieser Grundlage scheint es gerade einen neueren Ansatz in
der evang. Theologie zu geben - eine Studentin hat mir vor ein
paar Wochen davon erzählt - die an diese Geschichte mit Wurzel

  • Stamm - Krone etc. versuchen anders umzugehen, weil sie
    selber sehen, daß sie damit nicht mehr weiterkommen.

Oh - das interessiert mich!

Viele Grüße
Torsten

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Überempfindlichkeit
Statt eine Überempfindlichkeit anzuprangern, wäre es vielleicht angebracht sie zu verstehen und mindestens zu respektieren.

Es wundert mich, daß ein Moderator des Brettes „Liebe und Lust“ vom „angepisst“ so schnell bereit ist zu reden.

Hallo Peet,

Statt eine Überempfindlichkeit anzuprangern, wäre es
vielleicht angebracht sie zu verstehen und mindestens zu
respektieren.

Oh, das tue ich.
Dennoch darf ich diesen Punkt doch ansprechen, oder?
Ein bischen Toleranz würde Dir da gut stehen.
Sind wir schon soweit, daß kritische Nachfragen, die freundlich verfasst sind, verboten sind?

Es wundert mich, daß ein Moderator des Brettes „Liebe und
Lust“ vom „angepisst“ so schnell bereit ist zu reden.

Meine MOD-Tätigkeit hat mit meinen Postings als User nicht wirklich was zu tun. Davon ab ist solcherlei offtopic, und ich werde das hier nicht ausdiskutieren. Können wir zurück zum Thema kommen, bitte? DAS interessiert mich nämlich.

Malte.

hallo Iris,

verbunden weil der Christliche Glaube und die Christliche
Geschichte (aus christlicher Sicht) eine Fortsetzung der
jüdischen ist. Die Juden sind gewissermaßen der Baum, auf den
die Christen aufgepfropft sind. Da ist es doch unsinnig, gegen
den Stamm zu treten.

Wenn ich von etwas sage, es sei die Fortsetzung von etwas,
dann gehe ich davon aus - ob es ausgesprochen wurde oder nicht

  • dies nicht mehr besteht.

Da hast du mich falsch verstanden. Das wollte ich nicht sagen.
Ich gebe dir recht, man kann meinen Satz mißverstehen. Also genauer ausgedrückt wollte ich sagen: die jüdische Geschichte (bis zur Geburt Jesu) ist der Vorläufer der christlichen, gehört gewissermaßen dazu. Erst mit der Geburt Jesu spalten sich die beiden „Geschichten“ auf. Somit ist der Anfang der christlichen Geschichte jüdisch.

Das Christentum ist eine eigene Entwicklung. Diese Religion
hat einige - nicht alle - Wurzeln im Judentum.

Und es wäre schön, wenn christlich geprägte Leute endlich mal
verstehen würden, daß das Judentum sich weiterentwickelt hat
und eben in dieser Prägung besteht.

Das habe ich nicht bestritten. Ok, ich habe es auch nicht ausdrücklich gesagt, aber ich habe eine kurze Antwort, die vielleicht noch von einigen gelesen wird einer langen, vollständigen und anstrengend zu lesenden Antwort vorgezogen. Zumal ich auch nicht ewig Zeit habe um zu schreiben.

Außerdem ist die Aussage, Juden seien der Baumstamm - nicht so
besonders positiv - wie viele Christen meinen, weil damit
wieder eine Art Hierarchisierung einhergeht.

Ok, man kann das Bild vom Baum auch überstrapazieren. Ich will hier keine Hierarchisierung oder Bewertung machen.
Aber es ist nun mal so, daß die Geschichte Gottes mir den Menschen untrennbar mit dem jüdischen Volk verbunden ist.

So, und bitte streitet euch jetzt auf dieses Posting nicht.
Wenn ich alles was ich schreibe 10 mal darauf prüfen muß, ob man es etwas irgendwie mißverstehen könnte, dann werde ich wohl in Zukunft weniger schreiben.

Grüßle,
Sandra

Die Juden sind gewissermaßen der Baum, auf den
die Christen aufgepfropft sind.

und die grünen zweiglein, das ist der islam.
und dann kommen die blüten, das sind die bahai. die bauen auf allen vorhergenannten religionen auf.

herrschaftszeiten wo hört das eigentlich auf? jeder behauptet für sich, die krone des ganzen zu sein!

datafox