wir (2 Erwachsene + 3 J. und 1 J. Kind) kaufen in kürze ein Haus. Das haus ist gut isoliert, jedoch mit Nachtspeicher (kein Asbest, 15 Jahre alt) ausgestattet. Wir müssen für die Finanzierung Geld von der Bank aufnehmen. Kredite von KfW gibt es auch. Nun zum Problem, wo meine Frau und ich unterschiedlicher Meinung sind. Ich bin der Meinung, dass (da Kaminanschluss) die günstigste Variante wäre einen Kamin zu kaufen (Wasserrohre für später schon mal lagen, da sonst wieder alles versaut wird) und die Investition für eine komplette Heizung für einige Jahre hinauszuschieben. Von der KfW würde man ja einen günstigen Kredit bekommen, diesen müßten wir jedoch etwa (lt. Bank) 20 Jahre abbezahlen. Das würde bedeuten (Zins), dass wir eine sehr teure Heizugn haben und wenn diese abbezahlt ist wir wieder eine bräuchten. Also wofür jetzt investieren. Habe ich einen Denkfehler? Kann mir jemand einen Tip geben? Wenn ich etwas egänzen soll, füge ich es gerne hinzu. Danke schon mal im Voraus für eure Beiträge.
Kurze klare Antwort: Nachspeicher sind Mist (habs mehrere Jahre gehabt)
Du hast immer die Temperatur, die am *Vortag* gepasst hätte, da sich am Vortag entscheidet, wie sich das Ding auflädt und was du dann am Folgetag für eine Heizleistung bekommst. Es gibt zwar typischerweise tagsüber auch eine Nachladung, aber dann hast du schonen fast einen ganzen Tag gefroren.
Preis geht fast noch, aber der Komfort ist erbärmlich und ein kamin ist nicht wirklich eine gute Standardheizung.
Spendier ruhig 15k in eine neue Heizung (Rohre, Hzkörper und Heizung). Das rentiert sich auch in den 10 Jahren.
Hallo Uwe,
das wesentliche zur Nachtspeicherheizung hat www2009 bereits gesagt.
Das Haus ist gut isoliert, jedoch mit Nachtspeicher
Warum hat der Vorbesitzer sich dafür entschieden?
Ich bin der Meinung, dass (da Kaminanschluss) die günstigste Variante wäre einen Kamin zu kaufen
Das ist wohl der Knackpunkt warum der Vorbesitzer sich für Nachtspeicher entschieden hat.
Denn nicht jeder Kamin ist für Dauerbrandöfen zugelassen. Hier hilft aber ein Anruf beim zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister, der kennt ‚seine‘ Kamine.
Das Haus ist gut isoliert, jedoch mit Nachtspeicher
Warum hat der Vorbesitzer sich dafür entschieden?
Man kann nur vermuten, aber Mitte/Ende der 70er war Strom billig und man hat sehr viele Nachtspeicherheizungen neu eingebaut insbesondere beim Neubau von Gebäuden oder beim Ersatz von Ofenheizungen.
Grundsätzlich wären die Dinger langfristig auch wieder ökologisch, wenn der Strom erstmal wieder aus regenerativen Energien käme. Aber das „Speicher“ in Nachtspeicher ist das Problem. Da sehe ich keine systematische Lösung.
Bei unserer vorherigen Wohnung (Elektro-Nachtspeicher-Fußboden-Heizung) gab es dann auch eine direkte Elektroheizung, d.h. die nicht speicherte, sondern sofort losheizte. Damit sollten wohl die Speicherprobleme behoben werden. Leider war das mit heutigen Strompreisen völlig unbezahlbar geworden.
Ich hab die Zahlen nicht mehr genau im Kopf, aber ich meine mich zu erinnern, dass wir im Jahr 64.000 KWh durch das Haus (120qm) gepumpt haben. Das war teuer
das Nachtspeicherheizungen unkomfortabel und recht teuer sind wurde ja schon geschrieben. Sollte das Haus wirklich gut isoliert sein und Du bist bereit Dir mit Holz echt Arbeit zu machen, dann kann man damit leben.
Kläre unbedingt ab, ob Du überhaupt einen Ofen/Kamin stellen darfst (Schornsteinfeger)
Holz ist nur billig wenn man sich viel Arbeit macht. Viele unterschätzen das und kaufen dann fertig geschnitten und gehackt. Das ist dann nicht wirklich billig - sollte man auch beachten.
Gruß elmore