Ich denke zuviel

so richtig weiß ich nicht, wie ich mein problem beschreiben soll. ich versuchs einfach mal. ich habe manchmal so phasen, wo ich teilweise zwanghaft über vieles nachdenken muss. zb können tiere denken? was sind gefühle? was ist bewußtsein? wie denken wir? wieso sind das gehen und das autofahren bedingte reflexe? ist das sprechen als bewegung auch ein bedingter reflex?was sind bedingte relfexe? wie sehen und hören wir? sehen und hören wir alle dasselbe? warum lachen wir über lustiges? und viele fragen mehr. eigentlich nichts schlimmes. aber bei mir ist das so, dass ich daran denken muss. ich versuche antworten zu finden. ich denke immer, du musst dir das erst selbst beantworten bevor du „weiterleben“ kannst. die fragen fallen dann auf mich herab. mein ganzes denken ist teilweise nur noch davon bestimmt. ich krieg depris. teilweise ist es so, dass ich das gefühl habe neben mir zu stehen. ansich bin ich ein sehr lebensfroher lustiger kontaktfreudiger mensch. aber in einer solchen phase ist das völlig anders. ich ziehe mich zurück usw. ich hatte das schon geschafft jetzt über ein jahr nicht so extrem in so eine phase reinzukommen. ich habe zwar gemerkt, dass solche gedanken kamen, habe aber dann zu mir selber gesagt, denk nicht an sowas. und das ging ganz gut. und jetzt bin ich doch wieder in so eine phase geraten. ich will ja eigentlich nicht daran denken, weil ich weiß dass es mir schadet. aber irgendwie muss ich. ich habe manchmal das gefühl, es geht nicht um den inhalt der fragen, sondern nur um die fragen. klingt komisch. ich weiß. vielleicht hat jemand ähnliches erlebt und kann mir dazu was schreiben. wäre cool.

p.s.: zu diesem thema hab ich letztens ein sprichwort gelesen: „lasse keine gedanken zu, die dich verwirren“. wenn das mal so einfach wäre.

Du meine Güte, in was für einer Zeit leben wir , wo das Beste , was ein Mensch tun kann zur Abnormität wird ??
Meinst Du nicht, dass Leute, die das Denken zu vermeiden versuchen ,
ein Problem haben ??
Solange Du auf Fragen Antworten suchst, lebst Du.
Denken ist nie schlecht,vorausgestzt, dass man sich beim Denken nicht negativ lädt.

Gruß
Merkur

Du meine Güte, in was für einer Zeit leben wir , wo das Beste
, was ein Mensch tun kann zur Abnormität wird ??
Meinst Du nicht, dass Leute, die das Denken zu vermeiden
versuchen ,
ein Problem haben ??
Solange Du auf Fragen Antworten suchst, lebst Du.
Denken ist nie schlecht,vorausgestzt, dass man sich beim
Denken nicht negativ lädt.

Wenn man die statische Aufladung weglässt kann ich dir ausnahmsweise mal voll zustimmen (ich glaube nicht das Denken irgend ein Prozess der Reibung beinhaltet und somit ist eine Aufladung eher unwahrscheinlich). Aber zu bedenken bleibt wirklich in welchem Rahmen man sich seine Gedanken macht, das mein ich qualitativ und nicht quantitativ.
In diesem Sinne kann ich in etwa nachvollziehen das einem nicht schmeckt was man denkt, das ist dann aber meist kein echtes kreatives Denken sondern das Rekapitulieren von eingefahrenen Denkstrukturen und Stereotypen über deren Status man die Macht verlohren hat, sei es durch übermäßigen Alkoholkonsum oder andere körpertliche und psychische Probleme…
T.

Ich kenn nur das ich meine Gedanken nicht ausstehen kann, das ist wahrscheinlich nicht leicht nachzuvollziehen und vielleicht auch nicht das was du meinst. Ich könnte mir vorstellen das diese Phasen bei dir einfach deine unterforderte Intelligenz ist die ihren Tribut fordert. Warum erforscht du die Fragen nicht einfach? Antworten oder befriedigende Informationen zu den Fragen wirst du bestimmt finden und spätestens wenn du alle Antworten gefunden hast hast du deine Ruhe. Aber vielleicht verstehe ich das Phänomen auch falsch das du beschreibst…
T.

Hallo Sebastian,
Wenn dich deine Gedanken derart quälen, dann informier dich doch mal über die verhaltenstherapeutische Methode des Gedankenstopps
siehe z.B. hier:http://www.google.de/search?q=cache:hMwk6HMbj1UJ:www…
Gruß
KH

re:
hi erstmal danke für eure antworten.
gedanken mit fragen und antworten sind eigentlich sehr produktiv. das stimmt. aber nicht so extrem wie bei mir teilweise. die gedanken bestimmen mich und ich bin in depri stimmung. das muss nicht sein.

die gedankenstopp methode klingt ganz interessant. aber wie in dem artikel beschrieben, kann man auch genau das gegenteil erreichen. weil man gedanken angeblich nicht unterdrücken kann.

Moin

Prolog:
Als ich obigen Text lass, dachte ich als erstes das sich ein Teil von mir gelöst hat und im Namen „Sebastian“ dieses Posting schrieb! Soll heißen ich kann 100% nachvollziehen was deina eina meint, denkt und durch macht!

Bei mir äußert sich das jedoch in der Art verschieden von dir, dass sich meine Fragen und Gedanken die mich permanent peinigen mehr um mich selbst drehen; sprich um meine Persönlichkeiten, warum ich bin wie ich bin usw.! Wenn ich nicht gerade üba mich selbst nachdenke schweifen meine Fragestellungen an mich selbst auch in die von dir beschrieben Richtungen ab; d.h. Fragen zu allen möglichen Dingen des Lebens. Die meiste Zeit philosophiere ich jedoch üba mich selba.
Das Problem ist aba dasselbe! Mich ziehen diese vielen Fragen in meinem Kopf, die vielen „Geister“ die meine Gedanken verwirren, mich vom normalen Lebensablauf abbringen auch in ein tiefes schwarzes Loch der Depression!
Ich kann ebenfalls nicht aufhören ständig an etwas zu denken, zu philosophieren etc.! Ich hatte mir schon des öfteren Gewünscht, und ich glaube das deina eina dies ebenfalls als wünscheswert erachtet, eine Art Schalter für das Brain zu haben der alle höheren Gehirnfunktionen temporär aus Kraft setzt! Aus dem Grund, da ich unfähig bin dies von mir aus zu vollbringen. Ich komm fast nie zur Ruhe; imma diese „Geister“ in meinem Brain …!

Die von meinen Vorrednern erwähnten Ursachenshypothesen sind gewiss Ansätze dazu. Jedoch habe ich festgestellt, dass dies meist tiefenpsychologische Ursachen hat die meist in einer bestimmten Unzufriedenheit in gewissen Bereichen des Lebens(ablaufes) begründet sind. Alladings bin ich wie gesagt ebenfalls mehr „gleichgestelltes, mitfühlendes Opfer“ als Therapeut! Soll heißen, dass ich vielleicht, genau wie deina eina, mal ein professionelles Gespräch in Erwägung ziehen sollte. Die Möglichen Ursachen sind einfach zu verschieden und meist so komplex bzw. so tief vergraben das keina hier in der Lage ist diese schlüssig zu erklären!

Epilog:
Als ich ich obiges Posting lass übafiel mich ein gewisses Gefühl des „erleichtert seins“! Es ist äußerst beruhigend zu wissen das man mit diesem „Problem“ nicht allein auf der Welt bzw. ich nun doch meine Einweisung in die geschlossene abgesagt habe! *g*

Jim

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hi jim

es tut sehr gut, wenn man weiß, dass man mit diesen probs nicht alleine da steht. hab schon öfter gedacht, wieso denken die anderen nicht so „bescheuert“ wie du? aber ich sehe, sie tun es.

"Ich hatte mir schon des öfteren

Gewünscht, und ich glaube das deina eina dies ebenfalls als
wünscheswert erachtet, eine Art Schalter für das Brain zu
haben der alle höheren Gehirnfunktionen temporär aus Kraft
setzt!"

das kenne ich. ich habe extremer gedacht.das stück gehirn, was für die gedanken verantwortlich ist einfach rausoperieren. natürlich mein ich das ironisch.

ich glaube, du hast recht. das ist irgendwo im lebenslauf begründet. und das muss man vielleicht rauskriegen. am besten zum therapeuten. aber ob der einen versteht? wenn er die gedanken, so wie wir beide, nicht selbst hat? son therapeut ist sicher nicht billig. und ich will das nicht bei meiner krankenkasse abrechnen, weil ich angst habe, dass mein dienstherr das spitz kriegt. und dann folgt vielleicht die entlassung. deswegen müsste ich so ne therapie selber bezahlen.

…ich nun doch meine Einweisung in die geschlossene

abgesagt habe! *g*

*lol* wir sind nicht verrückt. vielleicht ein wenig daneben…*g*

mfg sebastian

Lieber Sebastian,

ich als Laie würde darauf tippen, dass Du zu viel Zeit mit dir selbst verbringst. Dir fehlen vielleicht Dinge, in denen Du voll aufgehen kannst, und die Deine Zeit und Deine Gedanken stark in Anspruch nehmen. Solche Dinge könnten eine Beziehung, ein toller Beruf, ein paar wirklich schöne Hobbies, oder eine Familie sein.

Ich glaube Du grübelst nur so viel nach, weil Du zu viel Zeit hast oder Dich gehen lässt, anstatt ins Leben zu springen und Deine Fantasie und Deinen Charakter in wirklich wichtige Dinge zu investieren.

Ich selber hab ne schwierige Phase hinter mir. Danach war ich wie gelähmt, bin über ein Jahr nur noch zuhause rumgehangen und hab mir den Kopf über jeden Scheiß zerbrochen. Irgendwann war ich so tief unten, daß ich was tun mußte: Den Sprung ins Leben!

Liebe Grüße
Susi

Hi,

ggf. kannst Du dich mit Zen anfreunden. Bei der Zenmeditation strebt man ja gerade dieses Nichtanhaften an Gedanken etc. an. Nur ist die Methode eine völlig andere. Es gibt das so ein Gleichnis, das die Seele mit einer Wasserfläche vergleicht.

Versuche ich, die Wasserfläche zur Ruhe zu bekommen, indem ich im Wasser herum stochere? Nein, ich lasse es ganz von allein zur Ruhe kommen.
Dh. es ist nicht möglich, die Entstehung von Gedanken mit bewußter Willensanstrengung zu verhindern, da immer neue aus dem Gehirn kommen.
Es geht eher darum, sie zu akzeptieren und dann wieder gehen zu lassen.

A.

Moin

Diese Hypothese die du beschrieben hast liegt, wie ich finde, sehr nah an der wahrhaftigen Realität/Ursache!

Ich spreche jetzt mal von meinem Fall und denke das es beim Kollegen Sebastian nicht viel anders sein wird:
Es stimmt das unsa eina nicht ausgelastet ist, zuviel Freizeit hat, einfach im Alltag zuwenig gefordert ist bzw. in den falschen Teilbereichen gefordert ist!
Jedoch wenn man „ins Leben springt“ sich durch Arbeit, Beziehung, Hobys usw. insoweit beschäftigt das man nicht mehr die gelegenheit findet üba bestimmte Sachen nachzudenken ist es auch wieder nicht richtig. Es sollte denk ich so sein, dass man sich schon mit „nachdenken“ beschäftigen sollte, dies aba nicht zur Quintessenz des Lebens machen, es sozusagen nicht zum Mittelpunkt des daseins zu erheben. Tatsache ist das für diese zwanghaften Gedanken auch andere Ursachen in Frage kommen können; personspezifischer!
Aba durch deine Strategie des „ins Leben springen“ kann man diese Gedanken und Fragen in einem auf ein normales, gesundes Maß reduzieren. Die Gefahr mit dieser Strategie könnte jedoch in der Verdrängung liegen; wie gesagt, die personspezifischen Ursachen müssen nicht so trival sein. Es würde langfrisig nicht viel helfen bestimmte tiefgreifende Probleme durch Beschäftigungen jedweder Art zu verdrängen!

Nichts desto trotz ist deine Hypothese einen ernsthaften Versuch zur „Heilung“ wert!

Jim

moin andy

diese idee ist gar nicht verkehrt. ich habs auch schon desöfteren geschafft, die gedanken kommen zu lassen und sie an mir worüber ziehen lassen. bzw. sie mir kurz beantwortet und denn war es gut. aber es gibt tage, da schafft man das nicht. und dann ist es wieder so wie bei mir momentan. die wasseroberfläche schlägt wellen.

Hai, Sebastian,

ähnliche Effekte hatte ich auch schon…
Ich glaube, daß Dein Hirn „sich langweilt“ und sich, aus lauter Langeweile, „selbst einen runterholt“…
Provokant ausgedrückt, ich weiß, aber ich denke, daß irgendwas (oder irgendwer?) in Dir gerade die kindliche Warum-Phase hat - schlag dieses neugierige Kind in Dir nicht tot, sondern versorge es mit Information. Viele Menschen haben diesen Effekt nur deshalb nicht, weil dieser ständig neugierige Teil in ihnen schon totgeschlagen ist - von Eltern, die auf das dritte „Warum?“ mit Zorn reagieren, von Lehrern, die nicht auf die Neugier einzelner Schüler eingehen können („Du störst den Unterricht…“), von den Menschen selbst…
Laß Dein Hirn das tun, wozu es geschaffen ist: Lernen.
Such Antworten auf Deine Fragen - nicht in Deinem Kopf, sondern außerhalb. Lese Bücher, die Deinem Kopf was zu tun geben.

Gruß
Sibylle