Ich habe ein 6000 m² großes Grundstück und

… möchte einen Japangarten gestalten. Wie mache ich das am Besten?
Ich möchte den Garten in Zen-Trockengarten, Teichgarten und Teegarten unterteilen.Welche Pflanzen gehören hier am Besten hin, wo bekomme ich kostengünstig große Steine und woher bekomme ich soviel Wasser füe Badeteich und Teichlandschaft. Wie sollte ich das Grundstück umzäunen?
Da ich alles ohne Kredit finanzieren möchte, sollte ein größerer Zeitraum (8-10 Jahre)und überschaubare Kosten im Vordergrund stehen.Gibt es auch finanzielle Hilfen von Staat und Land o.ä.? Danke für die Hilfe
Andreas

Hallo, Andreas, erstmal Glückwunsch zum riesigen Grundstück und der Idee. Ich arbeite auf sehr viel niedrigerem Niveau und auch nur im Trockengarten-Bereich. Auf Reisen habe ich viele asiatische Gärten angeschaut und vor Arbeitsbeginn etliche Bücher gelesen. Ich fürchte, das bleibt auch Dir nicht erspart, denn hinter dieser Gartenform steht ja eine ganze Philosophie, die sich eben in der Wahl der Pflanzen, Form der Steine etc. ausdrückt. Gestalterische Vorschläge sind ohne Grundstückkenntnis kaum zu machen. Ich würde mit dem Trockengarten beginnen, da siehst du am schnellsten einen Erfolg. Mein Kies-„See“ hat die Form eines Ying-Zeichens (ca.10 m lang, darunter Spezialfolie gegen Unkraut), am schmalsten Ende steht 3 m hoher Bambus in 70 cm hohem eingegrabenen Kunststoffring wg. Wurzelausläufern.Im „See“ stehen drei Granitfelsen (symb. f. Kranich, Schildkröte…).An den Ying-See schließt sich ein yang-förmiges Beet an mit Mädchen-Kiefer, Lebensbaum-Kugelformschnitt, Zierapfel, Wacoder-Kissenformschnitt, Rhododendron, Azaleen, Baum-Päonie, Buchsbaum-Formschnitt,Hortensie, Harlekin-Weide,Säülenwacholder, Perückenstrauch, Muschelzypresse,Kriechzypresse…Ich habe mich bemüht,immer Gegensätzliches gefällig zu vereinen und uterschiedliche Laub/Nadelfarben zu verwenden. Natürlich fehlen auch nicht schöne Steine, Buddha-Statue und Laternen. Auf der anderen Seite schließt sich noch ein ca. 1 m breiter Streifen an, dann folgt Rasen. Im Hintergrund fasst eine ca. 2 m hohe halbrunde Natursteinmauer das Ganze ein. Ich hatte zwei große Handicaps:festen Lehmboden und keine Möglichkeit, einen Bagger einzusetzen.Wenn Du 6000 qm Lehmboden hast, würde ich die Idee verwerfen,denn kaum eine der o.g. Pflanzen verträgt diesen Boden, und Du müsstest ihn großflächig austauschen. Um die Fläche zu strukturieren, brauchst Du m. E. auch eine Unmenge großer Steine, die ohne Bagger nicht zu bewältigen sind.Falls Du Hanglage hast, plane unbedingt einen üppigen Wasserfall ein. Größere Kiesel habe ich in der Kiesgrube gekauft, viel billiger als die 25-Kilo-Säcke im Baumarkt.Findlinge gibt es hier in der Eifel nicht, die musste ich teuer bezahlen, ebenso wie die großen Formschnitte, bei mehreren hundert Euro pro Stück habe ich mich lieber an einen Spezialisten aus der Gegend gewandt. Kleinere (billigere) Pflanzen kaufe ich überall zusammen, allerdings muss ich mich auch wieder von manchen trennen, weil sie kümmern. Schau Dir unbedingt ein paar Jap. Gärten in Deutschland an (Internet!), bevor du loslegst. Viel Spaß dabei!Ingrid