Ich habe eine Frage zur Hydraulik

Hallo, lieber Experte.

Ich habe ein kleines Fahrzeug für meine Töchter gebaut, welches hydraulisch angetrieben wird. Meine Pumpe liefert ca 50L/Min und ich gebe die Ströme über einen normalen, doppelten Monoblock an die OMP-Motoren an die Ketten weiter.
Leider ist das Ventil zu empfindlich und somit wird es meinen Töchtern nicht so einfach möglich sein den Strom zu dosieren. Ich suche nun nach einer Möglichkeit das Fahrzeug ruckfreier in Bewegung zu setzen.

Zuerst habe ich nach einem mechanischen Ventil mit Feinsteuerschiebern gesucht, aber das ist bei der Litermenge nur in Sandwichbauweise möglich und somit zu kostenintensiv und auch zu groß und schwer.

Nun schwirrt mir der Gedanke des Stromteilers durch den Kopf, nur weiß ich nicht, wie dieser am besten zu betätigen ist. Am besten wäre ein Fußpedal, dass den Strom teilt und im Anfahrmoment 50% in den Tank ableitet. Nun habe ich mir die ganzen Mengenteiler mal angesehen und festgestellt, dass diese mehrere Umdrehungen benötigen um zu steuern.

Da der „AnfahrtsRuck“ nur gaanz kurz ist, würde es auch reichen wenn man ein elektrisches Ventil als Bypass einbaut, welches über einen Fußtaster eine Leitung zum Tank hin öffnet, nur haut mir ja dann dort auch der Druck ab. Wie kann man das denn hydraulisch lösen?

Mit dem Link kann man das Fahrzeug sehen, der Opa darf fahren. http://www.youtube.com/watch?v=nUKpwt8SSfs&feature=y…

Wenn man in Google nach Flizzebee sucht, kann man die Bilder des kompletten Baues sehen.
Vielen Dank im Voraus für alle Ideen und Ratschläge.

Papa Ronny

Hallo! Um es kurz zu machen, eine Kostengünstige Lösung ist nicht so gut in der Funktion!
1: Kugelhahn
2: Fein regelbares Wegeventil (PVG Block Sauer Danfoss), aber hier bist Du schon im Bereich um 400€. Ist aber wohl die Beste Lösun, da man an diesen Ventilen alles einstellen kann.
3: Proportionales Stromregel Ventil(c.a. 500€)
4: Elektronisch regeln(Steuerung mit Hydr. c.a.1500€)
Wie gesagt, alles wo Hydraulik dransteht ist sch… Teuer!
Gruß D.Kühn

Hallo Ronny,

hier meine Fragen bzw. Anregungen.

Wenn Ihre Pumpe ca. 50 l/min fördert und Sie beide Orbitalmotoren über jeweils ein Ventil ansteuern werden, wäre folgendes zu beachten:

a) beim Lenken sollten auch nur ca. 50% des Q an den jeweiligen Motor gelangen. RICHTIG?

b) Dann sollte das Ventil (Handhebelventil ??) nur ca. 20 bis 25 l/min Nennvolumenstrom haben. Wenn der Nennvolumenstrom der einzelnen Sektion grösser ist würde schon „sehr“ viel Öl bei kleiner Ventilbetätigung zum Motor gelangen.

c) mit einem Stromteiler sehe ich bei ihrem Ventilaufbau kleine Schwierigkeiten. Es fehlt mir auch der „hydraulische Sinn“ zu so einer Schaltung.

d) mann könnte auch ein Stromragelventil mit Rückschlagventil an alle vier Ausgängen des Ventils montieren. Damit könnte man den Volumenstrom zum Motor (vorwärts - rückwärts) maximal begrenzen.

MfG Wüllner

Hallo und Danke für die Antwort.

der Kugelhahn wird nicht gehen, der macht ja immer einen eingang dicht und gibt nicht die Möglichkeit zu teilen. Ausserdem ist eben dann der Druck mit weg.

Ich werde auf ein unterdimensioniertes Feinsteuerventil umbauen, da mein Öl eh nicht auf Betriebstemperatur kommt. #

Danke.

Hallo zurück. Deine Antwort gefällt mir. Es ist tatsächlich so, dass wenn ich lenke natürlich der Durchfluss in der anderen Sektion zunimmt und somit das Seuern sich gegenseitig beeinflusst. Wenn man zum drehen des Fahrzeuges nur eine Sektion öffnet anstatt gegeneinander zu dregen, ist die Kette doppelt so schnell…
Ich habe ein Feinsteuerventil rumliegen, das ist aber in der kleineren Baugröße (ich glaube 45L, 3/8"). Das größere, ohne Feinsteuerung, habe ich nur eingebaut, weil ich mein Öl nicht unnötig drängeln und erhitzen wollte. Da ich aber einen schönen Ölkühler verbaut habe, noch 15L Öl in die Tanks bringen könnte und mein öl eh maximal auf 40° kommt, sollte ich das mal mit dem kleineren Ventil probieren. Dann habe ich erstens die Feinsteuerung, 2. die Durchflussmenge generell etwas eingepegelt und mein Öl kommt dann auch besser auf Temperatur. Ich denke 60° oder 90° sind besser für Öl im Winter, oder? Dann würde auch der Thermoschalter am Kühler schalten.

Danke, Ronny

Hallo Papa Ronny,

Ich nehme an Deine Pumpe ist parallel zu den beiden Motoren geschaltet. Einen Lösung währe einen 2-facher Stromteiler, damit jeden Motor erst mal sein eigenes 25 L/Min. Öl bekommt und sie sich gegenseitig nicht beeinflussen können.
Auch konntest Du, für ein feinfühligeres steuern, 2 Druckunabhängige (Druckkompensierte) Ventilen verwenden, z.b. die SB12LS von Bosch Rexroth. Mit einen Einsteckdrossel in jeder Scheibe kann man die Scheibe ein optimalen 25 L/Min. Durchfluss geben. Also jeden Ventilhub(Hebel) steuert von 0 bis 25L/Min. Kostet aber etwas mehr!

Groeten
Marcel van Lier

Guten Abend,
leider haben wir derzeit keine Kapazität für die Einarbeitung in Ihre Fragestellung. Wir bedauern dies sehr, können Ihnen aber anbieten uns direkt ab Anfang März anzusprechen, wenn Sie bis dahin keine Lösung gefunden haben.
MfG
Thomas Klopf
www.natter.net