Ich hätte genug Gründe?

Ich habe zwei Jahre darüber nachgegrübelt, über Selbstmord. Doch ich kamm von ab, als mir in den Sinn kam, der Tod könnte ja noch schlimmer sein. Und außerdem was hätte man dann schon gewonnen. Mein Lebenstrieb war stärker.

Mein Grund:

Eine schwere fortschreitende Erbkrankheit, die mich immer mehr auf meinen Geist reduziert, die mich peinigt und die mich irgendwann Töten wird. Ich denke damit wäre alles gesagt zu meinen Gründen.

Ich denke das Gute kann nicht ohne das Schlechte sein. Ich bin halt ein Opfer der Bestrebung des Universums nach Vielfallt auf allen Gebieten.

Ich denke Selbstmord begeht man nur dann, wenn der Lebensantrieb fehlt und die Leidensbereitschaft fehlt. Denn wer Leben will, muß bereit sein zu Leiden. Und wer nicht Leiden will, kann nicht Leben?

Ich kenne einen Fall, wo wirklich niemand dran Schuld war. Die Person hatte krankhafte Todessehnsucht. Alle in deren Bekantenkreis und deren Eltern hatten alles Versucht diese Todessehnsucht zu bezwingen. Doch es nutzte nichts, vor einigen Wochen stürzte sich diese Person von einer Autobahnbrücke in den Tod.

Ich glaube die meisten Selbstmorde geschehen au irgendeiner Laue heraus, die wenigsten haben einen Grund wie ich Vorzuweisen. Keine Panik, ich bin nicht gefährdet.

Alles wird Gut
Horst Horn

Ups - Das sollte bei Thema Selbsmord rein!
Das ging schief - Sorry. Eigendlich wollte ich kein neuen Artikel eröffnen, doch nun ist es leider Geschehen

Alles wird Gut
Der WLV
Horst Horn

Hallo Horst,

Mein Grund:

Eine schwere fortschreitende
Erbkrankheit, die mich immer mehr auf
meinen Geist reduziert, die mich peinigt
und die mich irgendwann Töten wird. Ich
denke damit wäre alles gesagt zu meinen
Gründen.

Ja, das sehe ich. Und ich kann gar nichts dazu sagen, weil man zu einem Leid wie deinem einfach nichts sagen kann. Was du schreibst, erinnert mich daran, was KZ-Häftlinge über ihre Lage berichteten. Ich glaube, auch da kann man nur sagen: Ja, wenn ich selbst in dieser Situation wäre, dann würde ich mich auch für berechtigt halten, mein Leben zu beenden, und ich würde es nicht wagen, jemand Vorwürfe zu machen, der es tut.
Ich musste nur, als ich deinen Bericht las, an etwas denken, das mir vor Jahren begegnete. Ein Freund von mir, damals ein sehr alter Herr, war Zirkusartist, Jongleur, gewesen und hatte viele Bekannte unter den „Show Freaks“, die damals noch in den sideshows auftraten - Menschen mit z.T. wirklich grauenhaften Missbildungen, so dass man sich fragte, wie sie überhaupt körperlich überleben konnten, geschweige denn psychisch. Nun - unter all diesen Hunderten gab es nur zwei Selbstmorde, und davon geschah einer infolge eines finanziellen Bankrotts, also ohne Zusammenhang mit der Missbildung.
Es scheint, als würden viele Leute, die wirklich jeden Grund zum Selbstmord hätten, das nicht tun, wogegen viele andere es aus geringfügigen Gründen tun. ich denke da z.B. an Stephen Hawking und den halswirbelgelähmten Schauspieler Christopher Reeves, die beide voller Lebensenergie sind.

Ich kenne einen Fall, wo wirklich niemand
dran Schuld war. Die Person hatte
krankhafte Todessehnsucht. :
Ich glaube die meisten Selbstmorde
geschehen au irgendeiner Laue heraus, die
wenigsten haben einen Grund wie ich
Vorzuweisen.

Das muss man vielleicht differenzierter sehen. Mein Bruder beging mit 33 Selbstmord, raste mit seiner schweren Maschine in eine Hausmauer, weil ihn eine Funkstreife „jagte“ und er wusste, sie würden ihm den Führerschein abnehmen. Im Hintergrund dieser „Laune“ stand jedoch eine depressive Veranlagung in unserer Familie (ich hab sie auch) sowie eine langwierige Krankheit mit vielen Sanatoriumsaufenthalten, die progressiv schlimmer wurde - jedes Jahr wurde ein weiteres stück Lunge weggeschnittenn und er konnte sich ausrechnen, wann er keine Lunge mehr haben würde. Dazu eine wirklich verkorkste Erziehung und, wie du sagst, eine angeborene Todessehnsucht, die vermutlich ererbt ist. Bei mir hat sie sich auch stark gezeigt, ich bin aber von kräftigerer psychischer Konstitution und habe wohl deshalb bis jetzt überlebt.
gruß,
bb

Hallo miteinander,
wer hätte nicht manchmal Gründe „dafür“. Hatte ich auch mal. Aber, es geht weiter - nach dem leiblichen Tod. Die Seele lebt weiter! Und die hat ihre Aufgabe, mit der scheinbar unausweichlichen Scheiß-Problematik fertigzuwerden, sie zu „verarbeiten“ nicht gelöst. Die Qual schreitet also fort und terrorisiert bis zur Lösung weiter. Dafür leben wir eigentlich hier auf der Erde als Mensch. Um die unserer Seele gesetzte Aufgabe zu bewältigen, daran zu reifen und fit für ein ewiges Leben im Himmel zu werden. Das Jenseits ist nicht mit dem „Himmel“ zu verwechseln, der Himmel ist nur ein Teilgebiet des Jenseits.
Habt Ihr eigentlich noch nicht bemerkt, daß Probleme, die man wegschiebt, irgendwann, irgendwie in anderer „Verpackung“ oder Aufmotzung oder unter geänderten Verhältnissen so oder ähnlich wieder und wieder auftreten?

Ich bezeuge, aus eigener Lebenserfahrung, daß - wenn man Probleme gelöst hat, dieselben weder so oder so ähnlich wieder auftreten, man hat sich davon befreit. Sie sind für die Seele nicht mehr nötig in deren Reifungsprozeß für die Ewigkeit.
Und noch einen drauf:
Jedes Problem, welches vor einem schwebt, ist ein lösbares, man muß sich nur voll darum kümmern, bzw. damit auseinandersetzen. Es gibt keine!!! Musterlösung, weil jede Seele eine anderen Lösung, einen anderen Lösungsweg benötigt. Lösung A kann Gift für Seele B beim scheinbar selben Problem sein.

Also: Nicht aufgeben - durch! Und um Beistand des Barmherzigen Gottes bitten, wenn es Ihn den geben sollte. Das wird man dann schon merken, wenn man Ihn ernsthaft!!! darum bittet. Er hilft aber stets nur so, wie Er es für richtig hält!! Aber er hilft. Immer! Und immer wunderbar. Und immer, ohne daß man diese Hilfe beweisen könnte, aber die Rückschau zeigt, daß da „Jemand“ d’ran gedreht hat. Ausprobieren, und auf’s Leben einlassen.
Sonst wird es zu öde. Und Selbstmord ist kein Ausweg, sondern ein gewaltiger Umweg - zurück zur selben Scheiße - aber dafür jede Menge erneute Zeit dafür verbratend. Dann lieber direkt durch und die Lösung angegangen! Wer’s nicht glaubt - der sollte es zumindestens ehrlich mal ausprobieren.
Bei mir hat’s geholfen. Ich danke meinem barmherzigen, liebevollen (aber manchmal auch furchtbar anstrengenden!!!) Gott dafür. Der hat mich lieb - auf Seine Weise. Und manchmal spüre ich das auch - ganz stark. Euer Norbert.

Hallo Norbert,

,
wer hätte nicht manchmal Gründe „dafür“.
Hatte ich auch mal.

Ich auch - als ich eines Abends von der Polizei informiert wurde, dass mein liebender Gatte wegen Unzucht mit drei minderjährigen Strichjungen im Knast saß. Damals dachte ich, aus, Schluss, das wars.
Trotzdem: Wenn man Gründe gewichten kann, dann hat Horst wohl doch die „besseren“.

Aber, es geht weiter

  • nach dem leiblichen Tod. Die Seele lebt
    weiter! Und die hat ihre Aufgabe, mit der
    scheinbar unausweichlichen
    Scheiß-Problematik fertigzuwerden, sie zu
    „verarbeiten“ nicht gelöst.

Die Qual

schreitet also fort und terrorisiert bis
zur Lösung weiter. Dafür leben wir
eigentlich hier auf der Erde als Mensch.
Um die unserer Seele gesetzte Aufgabe zu
bewältigen, daran zu reifen

Das ist interessant. Wie meinst du das genau? Ich frage mich nämlich manchmal, ob das nicht zu blöd ist, dass ich mit fünfzig noch nicht einmal meine Erziehung bewältigt habe und ob ich überhaupt so alt werde, um die Pubertät zu schaffen.

und fit für

ein ewiges Leben im Himmel zu werden. Das
Jenseits ist nicht mit dem „Himmel“ zu
verwechseln, der Himmel ist nur ein
Teilgebiet des Jenseits.

wie meinst du das genau?

Habt Ihr eigentlich noch nicht bemerkt,
daß Probleme, die man wegschiebt,
irgendwann, irgendwie in anderer
„Verpackung“ oder Aufmotzung oder unter
geänderten Verhältnissen so oder ähnlich
wieder und wieder auftreten?

Ja, ganz genau! Ist übrigens eine der Grundlagen der Neurosenlehre.Für neurosen ist es charakteristisch, dass man immer wieder dieselben Probleme bearbeiten muss - was man für gewöhnlich nicht schafft, weil man es immer wieder mit denselben untauglichen Mitteln versucht.

Ich bezeuge, aus eigener Lebenserfahrung,
daß - wenn man Probleme gelöst hat,
dieselben weder so oder so ähnlich wieder
auftreten, man hat sich davon befreit.

Ja, diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Manche probleme „sterben“ plötzlich, vorausgesetzt, man hat sie bearbeitet und nicht nur verdrängt.
Mich würde interessieren, von welchem geistigen Hintergrund aus du die Probleme betrachtest?

Jedes Problem, welches vor einem schwebt,
ist ein lösbares, man muß sich nur voll
darum kümmern, bzw. damit
auseinandersetzen.

Finde ich auch!
gruß,
bb

Hallo Norbert,
Finde ich auch!
gruß,
bb

Tag auch,
direkt zur Sache. Deine Aufgabe ist es, mit dem „Problem“ des „Götter-Gatten“ fertig zu werden (nicht Dich fertig zu machen, sondern auf die Problematik zuzugehen, darüber nachzudenken, einwirken lassen, wieso kommt der Knabe zu diesem Verhalten, Neugier, Veranlagung, zuwenig Auslastung, Enttäuschung, … ). Und wenn Du das geschafft haben wirst, dann solltest Du auch Deinen einst geliebten Gefährten versuchen zu verstehen, ihm das vermeintlich!!! Dir Angetane zu vergeben versuchen und auf ihn wieder zugehen!
Harter Tobak - aber es muß so in etwa sein!

Was würdest Du, als empfindsamer Mensch an dessen Stelle von Dir erwarten, - tue also, würde mein geistiges Vorbild, der von den Juden aus dem materiell-irdischen Leben „entsorgte“ Jesus raten. Seine Wege sind die einzig weiterführenden! Sie kosten viel innere Überwindung und geben inneren Frieden - Seelenfrieden. Egal wie das klärende Gespräch ausgehen wird. 100%. Deswegen versuche es bitte. Und bitte den Boß, wenn es ihn denn geben sollte (so habe ich zu meinem lieben Vater im Himmel gefunden!) um Hilfestellung dabei - und zwar auf Dessen Weise, nicht auf Deine!!! Der wird, als eventuell auch Dein Vater!?! im Himmel (vorausgesetzt er existiert!) ja wohl schließlich wissen, was Du - und Dein „Götter-Gatte“ wirklich!!! brauchst. Und wenn er nicht taub ist und existiert, wird er auf Bitte an Ihn hin Dir effektiv helfen. (So hat es bei mir angefangen, mich am eig’nen Schopfe à la Münchhausen aus dem Sumpf zu ziehen! Ich bezeuge, es klappt!) Und jede ehrliche, ernstgemeinte Frage beantwortet Der, der Boß. Allerdings wann und wie Er es will; nicht Dein, Sein Wille ist der effizientere, letztendlich! Sei versichert, wenn Du es mit dem so oder so ähnlich ehrlich versuchst, dann wird das der Beginn einer ewigen!!! Freundschaft und mehr noch.
Die Priesterschaft ist dabei überflüssig. Nur der Boß, Gott, reicht. Und der bringt einem auch bei, wie die Sache mit Jesus „funktioniert“, wenn man ihn ehrlich darum bittet. (Ich hatte das früher nie kapiert! Der „Zufall“ ließ mir alle!!! Fragen zu Antworten werden, sie fielen mir „zu“!(Sterntaler-Märchen wäre hier ein treffendes Bild, so stelle ich mir, bildhaft-kindlich (nicht kindisch!) mein Verhältnis zum Chef vor. Und so ist es auch. Die ollen Römer haben diesen meinen Weg zur Erkenntnis per aspera ad astra = durch Widerwärtigkeiten zum Licht genannt. Die waren damals eben auch nicht doof, sie hatten nur noch nicht die heutige Technik. Die Probleme von heute hatte sie ansonsten auch schon damals alle. S hat sich wenig, außer Technik und Vielwisserei, geändert.
Weiteres gerne auf konkrete Nachfrage.
Schluß ab sofort mit Selbstmitleid und Selbstmordgedanken, sie bringen nix und führen auf Umwegen zu immer noch mehr Elend und Schwierigkeiten.
Mit freundlichem Gruß
Norbert.

Hallo Norbert,

war eigentlich nur als Beispiel gedacht, die Sache passierte vor zwanzig Jahren, und inzwischen liegt er schon so lange ad acta, dass ich nicht einmal mehr auf ihn böse bin. Ich habe meinen 50. geburtstag als Zeitlimit genützt, um eine Menge Altlasten zu entsorgen und es hat mir gut getan.
gruß,
bb

Kleiner Tip am Rande, solange niemand auf den Artikel geantwortet hat, kannst Du ihn selber noch löschen.
Jetzt allerdings nicht mehr :wink: (nur noch der Mod).

Gandalf