… … … … … … …
Hallo,
diese Problem kenne ich auch. Zwar nicht so extrem wie du, aber ähnlich. Bei uns hat letztendlich Konsequenz geholfen.
Will heissen, bei dem o.g. Benehmen gibt es das worum es geht schon überhaupt nicht mehr. Und was bei meinem Sohn gut hilft ist, wenn ich gar nicht mehr auf seine Aktionen reagiere und ihm keine Antwort gebe.
Das heisst jetzt nicht, dass ich tagelang nicht mit ihm rede, aber wenn die Situation „ausdiskutiert“ ist, dann diskutiere ich auch nicht mehr. Und wenn ich ihm was abschlagen, dann bleibt es auch dabei. Nicht, dass er schon weiss, dass er nur laut genug schreien muss und dann gibst du nach.
Was vieleicht auch ganz gut helfen könnte ist ein Vorschlag den uns unsere Kindergärtnerin mal gemacht hat.
(Mein Sohn ist jetzt 6 1/2 und grade in der Schule)
Sie hat uns einen sogenannten Punkteplan nahegelegt. Dabei formulierst du 3 höchsten 4 Dinge, die dich so richtig annerven. (Bei uns war es z.B. dass er sich morgens und abends ohne Genörgel an- bzw. auszieht und dafür möglichst nicht 3 Stunden braucht und seine schmutzige Wäsche nicht durchs Zimmer schmeisst etc.).
Wenn das geklappt hat, bekommt er zur Belohnung einen Punkt und wenn der Punkteplan voll ist, machst du was mit ihm wovon du weisst, dass er total scharf drauf ist. Wichtig ist, dass es nichts materielles ist.Wir sind z.B. mit ihm in ein Spassbad gefahren.
Das hört sich zwar echt banal an, aber es hat gut geklappt und die Dinge die auf dem Punkteplan stehen automatisieren sich mit der Zeit.
Bei einem älteren Jungen kannst du die Dinge ja vieleicht mit ihm zusammen besprechen.
Ansonsten kann ich dir nur raten, dir ein dickes Fell zuzulegen und dich nicht provozieren zu lassen. Kopf hoch 
Danny
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Hallo Danny,
vielen Dank für Deine Antwort. Bin eigentlich schon konsequent. Mein Sohn hat nach dem heutigen Theater Fernsehverbot für heute bekommen, nachdem er dann immer noch weiter gemacht hat, habe ich das Verbot auf morgen ausgedehnt. Bin ich zu streng? Das mit dem Punkteplan hört sich gut an. Hatte mir mal so was ähnliches ausgedacht, als mein Sohn in einem Wutanfall seine Trinflasche zerschlagen hat. Ich habe einen 3 Wochenplan erstellt, auf dem er jeden Tag eine Aufgabe erfüllen musste, um am Ende eine neue Flasche zu bekommen. Hat ihm richtig Spaß gemacht, jeden Abend im Kalender anzukreuzen - Aufgabe erledigt -. Wie viele Punkte sollte ich Deiner Meinung nach vorgeben? Wieviele Tage?
Ich habe manchmal wirklich Angst, dass irgend ein Nachbar die Polizei holt, weil sie denken ich mißhandele mein Kind, so extrem laut brüllt und schreit er. Ich weiß, ich muss an mir arbeiten, nicht auch noch so zu brüllen, aber es fällt mir verdammt schwer meine Wut unter Kontrolle zu halten. Ich liebe meinen Sohn über alles, aber zur Zeit ist es halt extrem schwierig…
Bis dann, Painter
Vielen Dank!!!
Hallo,
Deinen vorschlag, liebe Dany finde ich so toll, daß ich es hier ganz laut betonen will.
Dafür ein sternchen von mir und vielen herzlichen Dank (obwohl ich es (noch) nicht brauche und hoffe nie das tun!)
Schöne Grüße,
Helena
…vielleicht streichst Du TV bis auf zwei oder drei Sendungen, die er sich am Wochenenfang aussuchen darf mal ganz, dann ist das Thema für den Rest des Sommers erledigt… anstelle dessen macht ihr was zusammen - Brettspiele, Enten füttern, Drachen basteln und steigen lassen, geschichten lesen…es mag sich blöd anhören, aber in dem Alter haben wir trotz Kabelanschluss und dem vollen Programm im Sommer fast gar kein TV geschaut und haben sehr gut überlebt…anstelle dessen sind wir nach der Schule raus und haben die Gegend unsicher gemacht und abends mit den Papis aus dem Wohnblock Fussball, Volleyball, Federball etc. gespielt oder einfach ne riesen Wasserschöacht veranstaltet.
Vielleicht braucht er Dich gerade auch einfach nur als Bezugsperson und ist aktuell einfach kuschelbedürftig? Manchmal drückt sich das bei Kindern wirklich ungeschickt durch Agressionen etc. aus. Hatten das schon auf Kinderfreizeiten - da hatten wir Heimkinder mit dabei - Jungs die zum Teil größer waren als ich, einen auf super stark gemacht haben- da ist man am ANfang gar nicht auf die Idee gekommen, dass die so was wie Geschichten lesen und am Lagerfeuer „kuscheln“ gut fänden… nun ja, es lief darauf hinaus, dass die Jungs mit ihren 12-13 Jahren scheinbar vieles nachholen mussten und wir dann ab und an bei Wanderunegn einen von ihnen an der Hand hängen hatten - auch die männlichen Betreuer. Ab da waren die Jungs lammfromm und total nett.
Das finde ich auch gut.
Bei meinem Sohn wirkt es auch, wenn man mal über seinen Schatten springt, auch wenn einem zum brüllen zumute ist und ihn mal ganz lieb fragt, was denn eigentlich wirklich los ist. Oft lenkt er dann ein und sagt das tatsächliche Problem.
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Hallo, Painter,
die bereits vorgeschlagenen „Punkte-Pläne“ sind eine gute Hilfe. In der Schule arbeiten wir nach ähnlichen Systemen, wobei zuerst die positive Verstärkung angewandt wird, das heißt, dass sich das Kind etwas zur Belohnung erarbeiten kann (Tierpark, Freibad o.ä.). Bringt dieses nicht die gewünschten Erfolge, versucht man es mit der negativen Verstärkung, bedeutet, dem Kind etwas zu entziehen, was es toll findet (zum Beispiel Verbot der Lieblingsserie). Bei kleinen Kindern darf man den Rahmen nicht so groß stecken, es muss eine recht kurze, überschaubare Spanne sein, so dass es für das Kind übersichtlich und auch zu schaffen ist.
Viel Erfolg!
Hallo,
Ich habe manchmal wirklich Angst, dass irgend ein Nachbar die
Polizei holt, weil sie denken ich mißhandele mein Kind, so
extrem laut brüllt und schreit er. Ich weiß, ich muss an mir
arbeiten, nicht auch noch so zu brüllen, aber es fällt mir
verdammt schwer meine Wut unter Kontrolle zu halten. Ich liebe
meinen Sohn über alles, aber zur Zeit ist es halt extrem
schwierig…Bis dann, Painter
bei uns standen auch schon drei Nachbarn vor der Tür, weil sie dachten, wir würden unseren Sohn mißhandeln.
Die Tips der VorschreiberInnen sind sehr gut. Es bedeutet natürlich eine Belastung auch für die Eltern, wenn Sohnemann einen oder zwei Tage nicht fernsehen darf und dann rumnervt.
Meine Güte, was habe ich den Satz „da muss man durch“ gehaßt. Aber inzwischen weiß ich, dass es nicht anders geht. Und wie wichtig Konsequenz ist.
Gruß
Andreas
Hallo Painter
bin völlig am Ende. Habe keine Kraft mehr. Mein Sohn (7)flippt
völlig aus, wenn ich ihm sage, er solle doch in seinem Zimmer
spielen, Fernsehen gibt es jetzt erstmal nicht, soll sich
anziehen, waschen etc. Er akzeptiert einfach nicht was ich
sage, weil er halt keine Lust dazu hat. Es eskaliert immer
öfter. Er schreit wie am Spieß, haut an die Tür. Kommt immer
wieder aus dem Zimmer raus, obwohl er dort bleiben soll, wenn
er am schreien ist. Ich habe keine Kraft, brülle dann genau
wie er auch (ich weiß, kein gutes Vorbild), weil ich einfach
nicht mehr ein und aus weiß. Ich will nicht mehr, kann nicht
mehr. Habe selbst genügend psychische Probleme. Wahrscheinlich
bin ich unfähig…
Vielleicht kann mir jemand helfen. Tipps? Danke, Painter
Wenn Kinder (oder überhaupt Menschen) so völlig ausrasten, denke ich dass es um ein elementares Bedürfnis gehen könnte, dass da nicht befriedigt wird.
Das Bedürfnis nach menschlicher Gesellschaft ist ein solches Bedürfnis. Wenn es darum geht, dass er alleine auf seinem Zimmer bleiben soll und da irgendwas machen soll, dann würde ich auf jeden Fall daran denken, dass ihm da menschliche Zuwendung fehlt.
Fernsehen und PC sind die Hauptersatzbefriedigungen für menschliche Zuwendung. Wenn da richtige Menschen wären, die sich mit ihm besschäftigen, und wenn da irgendwas los wäre (zum Beispiel gemeinsame Spiele), dann bräuchte er bestimmt nicht so dringend den Fernseher.
Bist du selbst auch viel alleine? Fehlt es dir selbst, was du deinem Sohn evtl. geben sollst? - Da ist möglicherweise der Ansatzpunkt.
Mit irgendwelchen Erziehungsmaßnahmen in Richtung besserer Gehorsam würde ich da garnichts versuchen. Nach meinem Gefühl geht es hier um menschliche Not, bei euch beiden.
Wenn ich mich irre, dann brauchst du dich ja nicht um meinen Beitrag zu kümmern.
Viele Grüße
Simsy
huhu,
bin völlig am Ende. Habe keine Kraft mehr. Mein Sohn (7)flippt
völlig aus, wenn ich ihm sage, er solle doch in seinem Zimmer
spielen, Fernsehen gibt es jetzt erstmal nicht, soll sich
anziehen, waschen etc. Er akzeptiert einfach nicht was ich
sage, weil er halt keine Lust dazu hat.
Erklärst du ihm auch, warum? Bittest du ihn darum? Sagst du ihm, was er danach machen darf?
Es eskaliert immer
öfter. Er schreit wie am Spieß, haut an die Tür. Kommt immer
wieder aus dem Zimmer raus, obwohl er dort bleiben soll, wenn
er am schreien ist.
Du sperrst ihn ins Zimmer ein?Warum?
Ich habe keine Kraft, brülle dann genau
wie er auch (ich weiß, kein gutes Vorbild), weil ich einfach
nicht mehr ein und aus weiß.
Ich glaube, dein Sohn würde hier die gleiche Frage stellen wollen.
Ich will nicht mehr, kann nicht
mehr. Habe selbst genügend psychische Probleme.
…die du an ihm auslässt…
hoffe, ich schreibe nicht zu herzlos. Dein Sohn ist dein Spiegelbild. Das ist nahezu jedes Kind für die Eltern.
Wenn du deinem Sohn etwas befiehlst, dann muss das begründet sein. Ansonsten wird er den Sinn darin suchen und danach rebellieren, wenn er merkt, dass du ihn nur loswerden möchtest.
Ein zweiter Punkt ist die Konsequenz. ich habe dieser Tage ein Elternpaar beim Einkaufen bemerkt, welches seine Tochter davon abhalten wollte, an einem Stand alles anzufassen und damit rumzuspielen. Der Vater stand 2m daneben und ermahnte die Tochter durch einen monotonen Ruf ihres Namens ungefähr 10-mal hintereinander. Er wiederholte den namen so lange, solange ich an ihnen vorbeilief. Die Tochter reagierte nicht. Das ist keine Erziehung verantwortungsbewusster Eltern, sondern auf diese Art und Weise lernt das Kind: Nichts wird passieren - ihre Eltern mögen es nicht, aber es ist nicht so schlimm.
Das gleiche passiert, wenn man schreit. Die Kinder werden resistent oder lernen, als Antwort zu schreien oder zu weinen.
Ein dritter Punkt ist die Bestrafung und die Belohnung. Belohne ihn, wenn er das macht, was du ihm sagst. Bestrafe ihn, wenn er dagegen verstößt. Mache aber keinen leeren Worte. Halte dein Wort - bei der Belohnung wie auch bei der Bestrafung. Sage ihm z.B. nicht, dass er herkommen soll, wenn du einen Meter neben ihm stehst. Darin sieht er keinen Sinn. Er ist kein Computer. Jeder Mensch sucht einen Sinn in dem, was er tut. Schicke ihn nicht in sein Zimmer, wenn es keinen Grund dafür gibt oder wenn der einzige Grund ist, dass er dich nervt. er ist nicht dumm.
Den Schritt, den du hier gemacht hast, den find ich absolut Klasse, denn es verlangt Stärke, hilfe zu suchen. Lass dich hier ihm Forum auch nicht von Ratschlägen entmutigen, sondern picke dir die Ratschläge heraus, die auch für dich ok sind. Vielleicht wäre es auch günstig, pädagogische Unterstützung vor Ort zu holen. Live ist das immer ganz anders, als hier so ein paar Zeilen schreiben und theoretische Tipps geben.
viel Glück
mfg:smile:
rené
Guten morgen,
wir haben es so gemacht, dass er am Tag drei Aufgaben erledigen musste.
- Morgens ohne motzen zügig anziehen, Zähne putzen etc.
- Abends alleine hoch gehen ausziehen zähne putzen etc. auch ohne dass wir das ständig wiederholen müssen
- Schmutzige wäsche i.d. Korb
Das ist zwar jetzt ziemlich banal, nervte mich aber, dass ich z.B. ständig die Wäsche einsammeln musste.
Für jeden Aufgabe hat er einen Punkt bekommen. Den Plan habe ich eingeteilt von Montag bis Sonntag, sodass er wenn er alle Aufgaben jeden Tag erledigt, innerhalb von einer Woche den Plan voll haben konnte. Hat am Anfang gut geklappt. Jetzt ist der Plan etwas uninteressanter geworden, aber seine Aufgaben erledigt er jetzt automatisch
zwar nicht immer, aber fast…
Zu deiner Frage ob die zu streng bist…
Finde ich jetzt nicht, aber ich spreche ein Fernseverbot erst aus, wenn es ganz schlimm ist. Ziehe es aber dann auch echt durch, auch wenns schön wäre ihm das Ding einfach anzumachen. Bei uns wird aber sowieso nur abends mal ein halbes Stündchen geschaut.
Mein Tip wegen der Schreierei: Reiss dich zusammen und sitz es aus.
Bei uns wirkt es. Ich sage meinem Sohn wenn er so schreit, dass ich in dem Ton nicht mit ihn sprechen werde. Meistens dauert es dann ein paar Minuten, dann atmet er tief durch und kann wieder mit mir reden.
Ich schick ihn dann aber nicht in sein Zimmer, sondern nur aus dem Raum in dem ich grade bin. Meistens dann aus der Küche.
So, genug der tollen Ratschläge… Andere haben ja gut reden
)
Viel Erfolg und Geduld
Danny
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Moin Painter!
Such Dir Hilfe! Bitte!
Es gibt viele Stellen, wo Fachmenschen sitzen, die Dir helfen können:
-
Du kannst in akuten Fällen das Elterntelefon anrufen: http://www.elterntelefon.de/
Brüll einfach nicht zurück, sondern schütte Dir da Dein Herz aus und tank Kraft. -
Erziehungsberatungsstellen
Erziehungsberatungsstellen beraten Familien, Kinder und Jugendliche bei Problemen in der Familie. Sie unterstützen Eltern in allen Erziehungsfragen und bei Verhaltensauffälligkeiten von Kindern. Zu ihren Grundsätzen gehören Vertraulichkeit und Freiwilligkeit.
http://www.bke-elternberatung.de
(Unter dem Menüpunkt Beratungsstellen, kann man unter Eingabe der PLZ nach einer Beratungsstelle in der Nähe suchen.) -
Deutscher Kinderschutzbund
http://www.dksb.de/ -
Auch die Jugendämter unterstützen Eltern bei der Erziehung.
-
In Hamburg gibt es auch Kinder- und Familienhilfezentren und Mütterzentren, das sind stadtteilorientierte Treffpunkte für Eltern. Vielleicht mal googeln oder in den gelben Seiten nachgucken.
Ich wünsche Dir viel Kraft, Geduld und Liebe!
Viele Grüße Stefanie
Mal was anderes
Hallo Painter,
erstmal, ich kann dich sehr gut verstehen. Habe selber 2 Kinder von 8 und 10 und weiss, wie fertig man sein kann, wenn sie einen herausfordern.
Ich möchte einen neuen Denkanstoß geben. Alle unten aufgeführten Ideen haben gemeinsam, dass sie auf Machtausübung beruhen. Punkte als Belohnung, Fernsehentzug als Bestrafung usw. usw. All das hab ich auch schon hinter mir.
Das funktioniert auch eine Zeitlang. Aber der Beziehung zwischen dir und ihm tut es überhaupt nicht gut. Und spätestens in der Pubertät ist es aus damit. Dann kann es passieren, dass ein so erzogenes Kind innerlich kündigt und du überhaupt nicht mehr ran kommst.
Ich kann dir nur ganz dringend raten, mal einen „Gordon“-Kurs zu besuchen. Hab ich seit einiger Zeit hinter mir, und glaube, es ist das Einzige, was wirklich auf DAUER funktioniert. Du kannst auch vorab die Bücher dazu lesen („Familienkonferenz“) Leider sind die Bücher nicht sehr gut geschrieben bzw. übersetzt, aber das Prinzip wird schon klar.
Letztlich geht es darum, dass du auf Machtausübung verzichtest (außer in Notfällen) und statt dessen dir selbst und deinem Sohn klar machst, dass ihr BEIDE Bedürfnisse und Rechte habt, denen ihr Rechnung tragen müsst. Wenn dein Sohn sich so verhält wie bisher, ist das untragbar für dich - es muss sich daher ändern! Das ist dein Recht, aber auch dein Sohn hat Bedürfnisse.
Ich kann dir jetzt nicht dieses ganze Erziehungsmodell darlegen, da hängt viel zu viel dran: Dass du ihm aktiv zuhörst, wenn er ein Problem hat, dass du deine Bedürfnisse klar formulierst, dass die Gefühle und Folgen benennst, die sein Verhalten in dir auslösen usw. usw. Es ist nicht leicht, das zu lernen, aber sehr sehr lohnend.
Ich gebe dir nur ein kleines Beispiel:
Wir hatten kürzlich Besuch von Leuten mit einem 2jährigen Kind. Der spielte direkt neben unserem Tisch mit einem Auto mit total lautem Motor. Die guckten sich nur an und meinten, das hätten wir ihm besser nicht geben sollen, weil wir jetzt diese Lärmkulisse haben.
Da guckte ich ihn an und sagte: „Frederik, wenn du dieses Auto schiebst, ist der Motor so laut, dass wir uns gar nicht mehr unterhalten können.“ Der Kleine guckte mich aufmerksam an - und schob das Auto dann ganz ganz langsam und sehr leise weiter. Es gab überhaupt keine Störungen mehr.
Was glaubst du wäre passiert, wenn ich gesagt hätte „Gib sofort das Auto her!“
In der Regel (nicht immer, aber meistens) sind Kinder kooperativ, wenn sie merken, dass ihr Verhalten unangenehme Folgen für die Eltern hat.
Wenn bei dir in der Nähe so ein Kurs nicht angeboten wird: Es gibt auch Blockseminare. Auch ein weiter Weg lohnt sich, denn was ist wichtiger als die Erziehung unserer Kinder und ein friedliches Familienleben?
Viel Glück,
Julia