Ich? Ich…
…leiste keine Beiträge in Form von nennenswerten Steuern o.ä. Allerdings nehme ich auch so gut wie keine Leistungen in Anspruch.
ICH reiße mir den Arsch auf, um für lächerliche Stundenlöhne hochwertige und professionelle Arbeit abzuliefern.
Ich bin der, der den Rücken krumm macht und sich die Nächte um die Ohren haut, während Leute aus Deiner Gesellschaftsschicht für’s quasi Nichtstun ungefähr das Zehnfache einsacken (reales Beispiel - erleb ich gerade).
Ich bin der, der sich Gedanken macht, wie man das, was man tut, besser machen kann, dessen Vorschläge jedoch von Leuten aus Deiner Alters- und Gesellschaftsschicht blockiert werden, weil sie unbequem sind, weil sie genau Deine Arbeit in Frage stellen, weil sie Umdenken und Flexibilität erfordern und weil Leute wie Du Schiß haben, daß sie ihren Hintern dann nicht mehr die letzten Jahre bis zum Ruhestand bewegungslos in ihrem Chefsessel vergammeln lassen können.
Ich bin der, der nicht den ersten und einzigen Blick auf’s eigene Konto richtet, sondern auf das, was er gerade tut. Weil er’s gut machen will.
Ich bin der, der nicht will, daß die Leute mal von ihm sagen „Der hat Erfolg!“, sondern der will, daß die Leute von ihm sagen „Der hat’s drauf, der versteht was von dem, was er tut!“.
Ich bin der, der auf das, was er tut, stolz ist und der ein gutes Gewissen hat, wenn er sich das anschaut, während Leute wie Du sich auf den Lorbeeren vergangener Tage oder auf bestmöglichem Beschiß anderer ausruhen und einen auf dicke Hose machen.
Ich bin der, der sich auch noch gut dabei fühlt.
Ich bin der, der Dich nicht für fünf Pfennig beneidet.
Man sieht sich - beim Verteilungskrieg
Ich denke nicht. Der ist für Dich (wie es scheint, durchaus erfolgreich) im wesentlichen vorbei. Du musst jetzt deine letzten Jahre nur noch Schiß um Dein Geld haben, auf daß bloß niemand anderes was davon hat. Wenn’s Dich glücklich macht…
Achja: Die Leute, die die von Dir angepriesenen ach so tollen „Leistungen“ in Anspruch nehmen, haben idR andere Sorgen, als sich über Dein fettes Konto Gedanken zu machen. Die interessieren sich dafür, wo sie morgen was zu essen herbekommen. ÜBERHAUPT irgendwas zu essen, und nicht, ob dieses Essen nun „ausgezeichnet und in angenehmer Gesellschaft“ ist.
Ich bin glücklich darüber, eine schöne kleine Wohnung zu haben, bin dankbar dafür, daß ich interessante Dinge tun darf und daß ich genug zu essen habe, und sogar Dinge wie einen Internetanschluß und ein altes Auto mit kaputter Antriebswelle.
Ich bin glücklich darüber, daß ich von ein paar Menschen geliebt werde, auch wenn ich manchmal Mist baue.
Deine Steuern interessieren mich einen Scheiß, genau wie Deine Vizepräsidentschaft im Lions Club, Dein Schützenverein, Deine „Mitbrüder in Bacchus“ etc. pp.
Echten Respekt erlangt man anders.
Weisste, Helmut, vielleicht bist Du ja ganz anders und ich stell Dich hier völlig falsch hin. Kann sein. Tut mir dann auch leid. Aber irgendwie kann ich Sozialneid gerade von Leuten aus dem an anderer Stelle sogen. „oberen Zehltausendstel“ nicht wirklich ernstnehmen. Wir haben in Deutschland echt wichtigere Probleme als Dein Geld.