Hallo,
meine Frage ist für Sprachexperten vemutlich etwas primitiv, aber ich stelle sie trotzdem mal
.
Ich lese öfters Sätze wie „Ich lernte jemanden kennen, der XY HIEß“
Muss es hier nicht „heißt“ heißen, wenn diese Person noch lebt?
Wenn letzteres der Fall ist, müsste es ja auch heißen:
„Ich lernte jemanden kennen, der mir sehr sympathisch IST“ (sofern die Sympathie immer noch andauert), was sich aber viel komischer anhört als „Ich lernte jemanden kennen, der mir sehr sympathisch war“.
Wirre Grüße
Katrin
Hi Katrin
meine Frage ist für Sprachexperten vemutlich etwas primitiv,
aber ich stelle sie trotzdem mal
.
meine Antwort ist auch nicht wissenschaftlich fundiert, nur aus dem Bauch heraus 
Ich lese öfters Sätze wie „Ich lernte jemanden kennen, der XY
HIEß“
Muss es hier nicht „heißt“ heißen, wenn diese Person noch
lebt?
nein. Sie kann in der Zeischenzeit den Namen geändert haben, zB in dem sie heiratete oder zum ISlam übergrreten ist oder oder
Wenn letzteres der Fall ist, müsste es ja auch heißen:
„Ich lernte jemanden kennen, der mir sehr sympathisch IST“
(sofern die Sympathie immer noch andauert), was sich aber viel
komischer anhört als „Ich lernte jemanden kennen, der mir sehr
sympathisch war“.
korrekt wäre imho: Ich lernte jemanden kennen, der mir sehr sympathisch GEWESEN IST (war früher so und dauert immer noch an)
Gruss
ExNicki
Moin,
nein. Sie kann in der Zeischenzeit den Namen geändert haben,
zB in dem sie heiratete oder zum ISlam übergrreten ist oder
oder
Das sehe ich auch so: in dem Satz wird gesagt, daß die Person damals so hieß. Es wird keine Aussage darüber gemacht, wie sie heute heißt.
Wenn letzteres der Fall ist, müsste es ja auch heißen:
korrekt wäre imho: Ich lernte jemanden kennen, der mir sehr
sympathisch GEWESEN IST (war früher so und dauert immer noch
an)
Das gilt im Englischen so, aber nicht im Deutschen. Das macht diese feinen Unterschiede zwischen Perfekt und Präteritum nicht.
Gruß
Kubi
Hallo Katrin,
so wirr, wie Du Dir selbst unterstellst, ist Dein Sprachgefühl denn doch nicht. Lass nur getrost das „hieß“ und „war“ stehen. Es handelt sich hier um das erzählende Imperfekt, und da werden die damals bestehenden Zustände mit eingebunden.
Wenn ich etwa erzähle, wie jemand in einer Stadt herumgeht, schreibe ich ja auch: „Vor seinen Augen erhob sich der Dom schwarz und massig in die Nacht…“ oder so ähnlich. Dabei bleibt unberücksichtigt, dass das Gebäude höchstwahrscheinlich heute auch noch am selben Fleck steht.
Gruß
goll
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Hallo Kubi!
Das gilt im Englischen so, aber nicht im Deutschen. Das macht
diese feinen Unterschiede zwischen Perfekt und Präteritum
nicht.
Doch, amcht es. Schlag mal den neuesten Duden Bd 9 auf seite 693 auf, oder auch diverse Stilratgeber wie Schneider oder Reiners.
lg,
M.
Moin,
Doch, amcht es. Schlag mal den neuesten Duden Bd 9 auf seite
693 auf,
Grau ist alle Theorie…mein Grammatik-Duden zeigt diesen Unterschied so allerdings auch nicht auf.
oder auch diverse Stilratgeber wie Schneider oder
Reiners.
Das paßt schon eher: der Gebrauch von Präteritum oder Perfekt wird heute meist hauptsächlich nach stilistischen Gesichtspunkten gewählt, nicht nach grammatischen.
Gruß
Kubi
Genau,
Ähnlich auch das typische „Wie war doch gleich Ihr Name?“ — das wurde auch schon oft verteufelt und als falsch und unschön und wasweißich dargestellt (siehe Bastian Sick), ist aber durchaus korrekt und sehr verbreitet. André Meinunger hat da in seinem Buch „Sick of Sick?“ ein nettes Kapitel drüber geschrieben.
Gruß,