Wie die Überschrift schon sagt, bin ich ein Mensch, der sich ständig Sorgen und Gedanken macht, oft nur über sehr kleine Probleme. Vielleicht liegt das daran, dass ich etwas zu perfektionistisch bin, und alles in meinem Leben gut laufen soll. Gibt es eine Möglichkeit, diese nervige Eigenschaft am besten ganz abzuschalten, um den Kopf frei zu bekommen ?
sicherlich nur ein kleiner Ansatz, aber Du kannst- wenn Du von Dir selber sagen würdest, daß Du was Lebenserfahrung hast- erkennen, daß Vieles im Leben von ganz alleine „läuft“.
Wie oft- hast Du Dir im Vorfeld Gedanken/Sorgen gemacht…um dann IN der Situation zu erleben, daß es entweder ganz anders kam…oder Du Dich dann doch ganz anders verhalten oder gefühlt hast??
Mach Dir das mal bewusst- denn die gedachte Welt ist meisstens anders als die Erlebte!
Man kann sich besser fühlen, wenn man denkt man hätte alles durchdacht und damit unter Kontrolle…- aber die Wahrheit ist ja, daß man wertvolle Lebenszeit und Qualtität vergeudet in Gedanken und Vorstellungen, die doch immer anders sind als vorher gedacht.
Oft genug- muss man nur mal bewusst in die Vergangenheit schauen und sich bewusst machen, was man damit tatsächlich erreicht hat!?
Dann wird man mit der Zeit schon lockerer werden können und auch mal „laufen lassen“…denn…was kann man schon vorher wirklich wissen??
egal, wie viele Sorgen du dir machst: Du wirst NICHTS von dem verhindern können, was möglicherweise passiert. Das Einzige, was du tun kannst ist, dass du nicht zulässt, dass du dir das Leben zusätzlich schwer machst, indem du dir schon vorher Stress machst.
Man kann sich durchaus verbieten, in bestimmte Richtungen zu denken. Ob man sich dazu ein imaginäres Stoppschild hochhält oder sich laut verbietet, weiterzudenken, ist eine Sache der persönlichen Vorlieben. Entscheidend ist, dass du Herrin über deine Gedanken bist und nicht zulässt, dass es umgekehrt ist.
das Großhirn ist ein zickiges Organ
Hallo Kitty,
sonst sage ich ja manchmal, man darf sich auch mit Tricks helfen, aber hier würde sich der Perfektionismus in jedem Trick einnisten. Deswegen möchte ich dich zu deinen parallelen Lebensentwürfen ermutigen, die in dir umgehen. (?->:wink:
Vielleicht interessiert dich das Beispiel Bumi, von dem habe ich am meisten Ahnung. Ich ärgerte mich früher, wenn ich Perfektionist geschimpft wurde, dennn ich war es ja aus einer Not heraus, ich wollte mir Zuwendung und Liebe verdienen. Das ist natürlich ein kaputtes Konzept, aber man kann sich nicht aussuchen, wo man reingeboren wird (Esos weghören). Ich gestehe gleich, dass ich die Gedankenmühle nicht ganz losgeworden bin, aber mein Gegenmittel kann ich wohl trotzdem empfehlen: Simplify your life!
Zuerst hängte ich meinen Beruf als Wissenschaftler an den Nagel - der ist ja eine Autobahn für Perfektionismus. Ich dachte: weniger Großhirn, mehr Körper, und wurde Handwerker. Das rettete vielleicht meine geistige Gesundheit. War aber immer noch zu viel Perfektionismus übrig, und wieder sahen die Leute nur meine Leistung. Mit der ich mich selbst ausbeutete. Da gab ich den Gedanken an alles Karrierehafte auf und interessierte mich am meisten für das, was mir vor die Füße kommt: Haus/Garten/Privates und Politik.
Damit bin ich immerhin fast 60 geworden. Grübelei zeitweise (winters) immer noch zu viel, aber über weite Strecken des Jahres gut absorbiert.
Auf keinen Fall eigene Kinder kriegen, nur um eigene Macken zu heilen, aber Kinder bringen einen auf bessere Gedanken.
Mit solidarischem Gruß
Bumi