Ich möchte, ich möchte - ohne bitte, ohne danke

oder …wie teste ich am besten meine Eltern aus und geh ihnen tierisch auf die (bald nicht mehr vorhandenen) Nerven…

Hallo,

während des (Mittag-)essens erklärte unser Youngster (12) mal eben, dass er MEHR Taschengeld benötige… + weil wir (Eltern) nicht gleich drauf reagierten, … „Vergiss es, - ich frag die Oma.“ HÄH???
„Nö,“ sag ich, „da reden WIR mitnander, - nach dem Essen.“ - Unser Kind ist UNgeduldig, wird pampig und blockiert! (…ich denk mir - Frechheit siegt oder wie? - dann gibts halt nix!)

Habt ihr Ideen, wie ma am besten mit Zicke umgeht; ich hoff, es wird auch mal wieder anders?! (p.s. unsre 3J ältere Tochter war ja schon schlimm, aber eher STACHELICH)

cu
Tara

P.s.: er kriegt 14,-EUR/Monat (reines! TG); Schulkram etc. und Hobby finanzieren wir.

Hallo, Tara,
welche Eltern machen das nicht durch?
Ganz wichtig: Mit Oma ein ernstes Wort reden, dass sie sich nicht gegen Dich bzw Euch stellt. Der Trick, die Alten gegeneinander auszukarten, darf auf keinen Fall funktionieren. (Bei uns führte dies sogar zeitweise zum Abbruch der Beziehungen zur Oma. Hart für alle, aber notwendig und heilsam)
Die Stieseligkeit, Missachtung aller Höflichkeitsformen, sind in diesem Alter durchaus gängig, aber sollten ohne Erfolg bleiben. Auch hier sollte unerwünschtes Verhalten nicht beachtet, erwünschtes jedoch belohnt werden. Geht nicht anders. Du kannst mit Deinem Schrank vernünftiger reden als mit einem Vollpubi! Liebevolle Konsequenz ist angesagt.
Ich wünsche Dir gute Nerven.
Eckard

Hallo
Mittagessen
das hört sich erstens nach frisch in der Schule eingefangen an und
Zweitens(wichtig)
keine Probleme am Essenstisch.
Also,wenn der /die? Kleine was klären will ,dann doch lieber zu einem geeigneten Termin,also mal ne Frage…ich will mal was mit euch klären…wann?
Und dann kann die Frage kommen ,dann bittet man sich ne Bedenkzeit aus…

Müsste man klären ,was vom Taschengeld bezahlt werden muss.Ich hab meine Kids immer gefragt ,was sie brauchen,und über ihre Forderungen nachgedacht.
Dann mit 12 …naja 20 ,25 Euro ,find ich angemessen ,aber sie haben keine weiteren Forderungen.Schulsachen ,Klamotten im Rahmen klar.

Gruss
Kosmokatze

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Hallo!
Es gibt einige Taschengeldtabellen, die m.E. recht realitätsnah sind.
Für einen 12-jährigen 20-25 Euro fände ich persönlich zum „Verballern“ deutlich zu viel!
Mit einem Pubi zu diskutieren kann man sich oft schenken, besser wäre es dann, die Tabelle auszudrucken und auf den Tisch zu legen.
Angelika

http://www.arge.schule-hamburg.de/Archiv/STITascheng…

Als ich für meinen Teil finde schon, dass man so ein Thema beim essen bereden kann. Ich meine sein wir doch mal ehrlich, für Gehaltsverhandlungen gibt es keinen wirklich guten Termin und mit Sicherheit müssen auch Kinder einen gewissen Mut aufbringen um nach mehr Geld zu fragen. Warum also nicht frei raus.

Wie unten schon geschrieben, kann es gut sein, dass es vorher in der Schule ein Thema war. Also warum nicht die Gelegenheit beim Schopf packen und die Sache einmal durchdiskutieren, vielleicht mit der Frage anfangen „wie kommst du denn jetzt darauf“.

Viele Grüße aus Hamburg
MeToo

PS: Zur Höhe nur soviel, zu wenig lässt ein Kind genauso als Aussenseiter dastehen wie zu viel und ich würde mir dreimal überlegen was angemessen ist und was nicht.

ohne bitte, ohne danke

Mit einem Pubi zu diskutieren kann man sich oft schenken,

…wenn man dazu keine Lust hat ,sollte man sich nicht wundern ,dass Kids komisch drauf kommen. Grade in dem Alter ist das wichtig.(Zugegeben ,nervig fand ich das auch .)

besser wäre es dann, die Tabelle auszudrucken und auf den
Tisch zu legen.

…das nennt man dann aber nicht mehr Kommunikation und Bitte und Danke kann man dann auch nicht erwarten.Meiner Meinung nach kein akzeptabler Umgang.

Gruss
Kosmokatze

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Hallo Kosmokatze!

Nun hast Du mich aber gründlich missverstanden!

Meine Vorschläge waren nicht grundätzlich statt Gesprächen gedacht, sondern dann, wenn man merkt dass der Pubi dichtmacht.

Jedes weitere Wort ist dann der Funken im Pulverfass!

Außerdem entschärft sich die Situation, wenn man in so einem geladenen Moment die Fakten für sich sprechen läßt.

Übrigens „Bitte“ und „Danke“ waren bei uns nie ein Thema, egal wie heftig die Pubertätsphasen waren.
Das hat unser Sohn wohl von klein auf so verinnerlicht, dass es zu seinem Leben gehört.

Angelika

Hallo Tara,

Taschengeldhöhe richtet sich bei uns nach den Ausgaben, die meine Kinder haben. Je älter sie werden, desto mehr müssen sie von ihrem Taschengeld selbst bezahlen.

Meine große Tochter ist jetzt 11 Jahre. Sie bekommt jetzt 20 Euro im Monat. Um diese Summe zu berechnen habe ich aufgestellt, was sie alles selbst bezahlen muss und wieviel ich ihr für „Unsinn“ zugestehe. Sie bekommt am Schuljahresanfang eine Ausstattung für die Schule, nachkaufen muss sie selbst. Geschenke für Freundinnen, Eltern, Geschwister muss sie selbst bezahlen. Taschengeld für Klassenfahrten o.ä. muss sie auch davon bestreiten.

Wenn sie mehr möchte, würde ich sie erstmal fragen warum. Vielleicht ist es angemessen, vielleicht ist es maßlos.

Mein Sohn (9 Jahre) hat nie genug Taschengeld. Aber er verplempert sein Geld in meinen Augen auch ständig. Meistens, weil er meint, er würde von den anderen nicht anerkannt, wenn er dies oder das nicht hätte. Mehr Geld wäre da keine Lösung, sein Selbstbewusstsein aufbauen ist da schon besser.

Pampig und bockig ist er auch. Aber ich bin nicht viel besser. Er kommt mit seinen Wünschen oft auch so raus, dass ich sofort einen Wutanfall bekomme. Kein Wunder, dass er keine Lust hat ordentlich mit mir zu reden, wenn ich gleich sauer reagiere. Wenn er nicht anfangen kann höflich zu mir zu sein, dann muss ich dringend anfangen höflich zu ihm zu sein. Denn was war zu erst da: Das Huhn oder das Ei? Einer muss ja wohl anfangen.

Ein Freund schrieb mir gerade: Es gibt Kinder, die brauchen nur 300 Erinnerungen, und dann haben sie es verinnerlicht, andere wieder brauchen 600 Erinnerungen. Also muss ich erwünschtes Verhalten nicht nur 300 mal anmahnen, ich muss es auch mindestens genaus oft selbst vormachen. Vorbild wirkt ja angeblich doppelt so gut wie hinweisen.

Für mich heißt das jeden Tag aufs Neue: Üben, üben, üben und täglich mindestens eine halbe Stunde mir etwas Gutes gönnen, damit ich die Nerven behalte.

Liebe Grüße

Katharina

Hallo, Tara,
welche Eltern machen das nicht durch?
Ganz wichtig: Mit Oma ein ernstes Wort reden, dass sie sich
nicht gegen Dich bzw Euch stellt. Der Trick, die Alten
gegeneinander auszukarten, darf auf keinen Fall funktionieren.

Ich fürchte, er wird! …denn O’s sagen zwar, sie machens nicht, aber tun … und wenn sie’s heimlich tun… - Klappt denn irgendwas nicht oder sind die Kinners frech, so „liegts an unserer Erziehung!“ - für evtl. eigenes ‚Verschulden‘ sind se taub.

(Bei uns führte dies sogar zeitweise zum Abbruch der
Beziehungen zur Oma. Hart für alle, aber notwendig und
heilsam)

Abbruch zu O’s ja - aber nicht heilsam! Ein stetiges Auf- und Ab (jüngstes Problem zum Thema Urlaub steht weiter oben!)

Ich wünsche Dir gute Nerven.
Eckard

Vielen Dank auch!
Greetz
Tara