Ist schon mal jemandem aufgefallen, dass in letzter Zeit alle Welt „Ich persönlich“ sagt?
Das ist doch genauso „doppelt gemoppelt“ wie der „weiße Schimmel“. Wenn ich sage, „Ich denke, heute ist das Wetter schlecht“, ist doch wohl klar, dass dies meine persönliche Meinung ist. Besonders peinlich finde ich es, wenn Menschen die in den Medien tätig sind mit dem „persönlichen ich“ um sich werfen. Was meint ihr dazu?
Was meint ihr dazu?
…dass das nichts ist und dass das andere besser koennen:smile:)) der franzose sagt uebersetzt:
„und du, was machst du heute, du?“
mfg:smile:
rene
hallo.
Das ist doch genauso „doppelt gemoppelt“ wie der „weiße
Schimmel“.
naja, es gibt auch blauen, grünen und schwarzen schimmel. hab ich alles schon gesehen.
Was meint ihr dazu?
es wirkt halt als verstärkung.
wenn etwas „meine persönliche meinung“ ist, dann mache ich damit klar, daß ich mir die meinung selbst gebildet hab und nicht von irgendwoher nachbete.
und wenn etwas „mein persönliches eigentum“ ist, dann heißt das nicht nur, daß es mir gehört, sondern daß auch nur ich befugt bin, es zu benutzen.
oder wenn jemand weiß, daß etwas nicht nur mir, sondern mir persönlich gehört, dann hat er evtl. mehr respekt davor oder geht sorgsamer damit um.
es hat in jedem fall also einen psychologischen effekt. und menschen sind eben menschen und keine maschinen.
gruß
michael
ich persönlich finde, das „ich persönlich“ die eigenständige meinung unterstreicht. genauso, wie jemand besonders darauf hinweisen möchte, das er denkt, wenn er sagt: „ich denke, das…“ - und das ist doch ok so. oder?
…findet niko
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ich persönlich finde, das „ich persönlich“ die eigenständige
meinung unterstreicht. genauso, wie jemand besonders darauf
hinweisen möchte, das er denkt, wenn er sagt: „ich denke,
das…“ - und das ist doch ok so. oder?
…findet niko
find ich auch…hab nix dagegen gesagt:smile:))
Besonders peinlich finde ich es, wenn Menschen
die in den Medien tätig sind mit dem „persönlichen ich“ um
sich werfen. Was meint ihr dazu?
Hallo, Michaela,
so ganz in letzter Zeit ist das ja nicht erst Mode geworden.
In den 60er Jahren sagte ein Innenminister einmal „ich, für meine Persönlichkeit …“ Ich fand das damals nicht nur pein- sondern auch höcherlich.
Gruß
Eckard
das ‚Dass‘!
hinweisen möchte, das er denkt, wenn er sagt: „ich denke,
das…“ - und das ist doch ok so. oder?
…findet nikofind ich auch…hab nix dagegen gesagt:smile:))
Ich hätts halt mit zwei ss geschrieben, das „dass“!
Hallo,
um das mal weiterzuverwenden:
Ich für meinen Teil (das geht auch!) benutze diese Ausdrucksweise, weil es meine Meinung zu einer Sache darstellt, meinen Weg den ich gehen würde wenn Entscheidungen zu fällen sind oder was ich machen würde wenn Empfehlungen ausgesprochen werden…das soll ein „man muß“ oder „man sollte“ verhindern, weil das zu oft zu Mißverständnissen führt und so ein Tipp öfter als Belehrung denn als Hilfeversuch aufgefasst wird.
Also versuche ich persönlich *g mittzuteilen was ich in dem aktuellen Fall täte, was natürlich nicht heißt, dass es nicht auch andere Wege nach Rom gibt…meistens klappts…manchmal eben auch nicht und es rutscht mir doch ein „man sollte“ raus…ich arbeite daran 
Gruß
Maja
Hallo, Maja und ihr!
Wenn man mich fragte, so sähe ichs wie Maja.
Ist so eine verbale Demutsgeste; aber ich will damit ja nichts gesagt haben. Man sagt ja nichts dagegen, man redt ja bloß davon.
Gruß meinerseits
Fritz
Ist schon mal jemandem aufgefallen, dass in letzter Zeit alle
Welt „Ich persönlich“ sagt?
Das ist doch genauso „doppelt gemoppelt“ wie der „weiße
Schimmel“.
Eine gewisse Berechtigung hat das grundsätzlich schon; es muss auch nicht „doppelt gemppelt“ sein. Ich stimme mit Dir aber überein, dass es zu häufig unüberlegt benutzt wird, ähnlich wie „ich sag mal“ usw.
Wenn ich es benutze, dann will ich damit etwas Spezielles ausdrücken, was eben nicht nur meine allgemeine Meinung zu den Dingen zum Ausdruck bringt, sonsdern meinen auf mich selbst bezogenen Standpunkt dazu. Beispiel:
Ich persönlich finde die meisten Mozart-Kompositionen nicht so großartig, denke aber, dass er ein großer Komponist gewesen ist, weil ihn so viele (kluge) Menschen sehr schätzen.
Gruß,
Branden
„Ich würde mich darüber nicht aufregen.“
Das ist ein missverständlicher Satz. Er bedeutet
Es stört mich nicht. (Selbstoffenbarung)
oder: Reg Dich nicht auf! (Appell)
Um das klarzustellen, kann man sagen
Ich persönlich würde mich nicht aufregen. (Implizit: Du für Deinen Teil kannst das aber gerne tun)
oder
Ich würde mich besser nicht aufregen.
Und selbst wenn es redundant ist: Es wäre doch schlimm, wenn uns eine DIN-Norm jede Form der Redundanz in der Sprache verbieten würde. Wenn’s Dir nicht gefällt, brauchst Du es ja nicht zu verwenden. Ich würde mich an Deiner Stelle nicht darüber aufregen. 
Michael
Hallo,
„ich persönlich“ ist mehr als nur „ich“ und drückt eben doch etwas wesentlich Persönlicheres aus. Jeder Mensch kann ja in verschiedenen Funktionen eine Aussage machen, und das gilt besonders für die Öffentlichkeit und die Medien.
„Ich“ kann sehr wohl die Meinung meiner Partei, meines Vereins, meiner Firma oder auch meines gesellschaftlichen Standes wiedergeben. Diese Meinung muss aber nicht unbedingt „meine ganz persönliche“ sein.
Beispiel: „Ich finde Tempo 30 in Wohngebieten sinnvoll. Persönlich halte ich mich jedoch nicht immer daran“.
Außerdem sollte man nicht vergessen, dass in geschriebener Sprache ein Zusatz wie „persönlich“, „für meinen Teil“, „jedenfalls“, usw. eine gesprochene Betonung ersetzen können (müssen).
Beispiel: gesprochen „Was machst du jetzt? ICH gehe essen.“
geschrieben „Was machst du jetzt? Ich jedenfalls gehe essen.“
Gruß
Irene
Hallo Fritz.
Wenn man mich fragte, so sähe ichs wie Maja.
Ist so eine verbale Demutsgeste; aber ich will damit ja nichts
gesagt haben. Man sagt ja nichts dagegen, man redt ja bloß
davon.
Wenn Du schon so großen Wert auf korrekte Schreibweise legst, dann denk’ doch bitte auch an das apostroph:
Wenn man mich fragte, so sähe ich ’ s wie Maja.
Ist so eine verbale Demutsgeste; aber ich will damit ja nichts
gesagt haben. Man sagt ja nichts dagegen, man red ’ t ja bloß
davon.
Gruß
Michael
Hallo Michael,
lies mal, was die Dudenredaktion dazu schreibt:
http://www.duden.de/index2.html?service/newsletterar…
Wurde etwas weiter unten wohl auch kurz erwähnt, ich finds grad nicht mehr.
LG,
MrsSippi
Hallo, Michael!
Wenn Du schon so großen Wert auf korrekte Schreibweise legst, dann denk’ doch bitte auch an das apostroph:
Ich mein, es müsst „der Apostroph“ heißen und das Wort sei groß zu schreiben. Soweit zur Korrektheit.
Wie MrsSippi schon anmerkte, ist der Apostroph bei der Elipse fakultativ.
Und im Übrigen: Die Regelung des Apostophs, wie sie die Antiapostrophitisiker so heftig verteidigen, ist erst wenige Dutzend Jahre alt.
Bei den Klassiker bis in 20. Jahrhundert gabs den Apostroph beim Genitiv von Namen, ohne dass man sie deswegen als Idioten darstellte.
Freilich ist es idiotisch - und zwar im urprünglichen Sinn des Wortes - wenn man „mittag’s, ältester Bootverleih des Bodensee’s, Auto’s und Oma’s“ schreibt, aber „Elke’s Wollstüberl, Susi’s Second Hand Shop“ und „Müller’s Malatelier“ sind vernachlässigbare und tolerierbare Erscheinungen.
Man denke an Zarah’s Lied: Davon geht die Welt nicht unter!
Gruß Fritz
hallo fritz.
Ich mein,
„mein“ ist ein besitzanzeigendes fürwort 
es müsst „der Apostroph“ heißen und das Wort sei
groß zu schreiben. Soweit zur Korrektheit.
jaja 
Wie MrsSippi schon anmerkte, ist der Apostroph bei der Elipse
fakultativ.
das war mir in der tat neu (und wäre in meiner schulzeit sicher als fehler angestrichen worden).
ich nehme also alles zurück und behaupte das gegenteil 
gruß
michael