Hallo zusammen,
ich habe vor einiger Zeit einmal ein scherzhaftes Vorwort bzw. eine Inhaltsangabe für ein Buch gelesen. Normalerweise liest man ja dort wie man wie man das Buch lesen sollte, welche Vorkenntnisse man benötigt usw.
Der Text, den ich suche, behandelt das ganze auf eine äußerst komische Art und Weise, indem der Autor das Lesen an sich erklärt. Also in der Richtung:
Lesen Sie Wort für Wort … von rechts nach links … wörter ergeben sätze usw.
Leider kann ich mich nicht besser an den Text erinnern, da es wirklich schon ein paar Jahre her ist, dass ich ihn gelesen habe. Ich hab bereits gegooglt, was das Zeug hält, aber leider nix gefunden. Ihr seid also meine letzte Hoffnung. Es wäre jedenfalls schön, wenn einem von Euch meine Beschreibung irgendwie bekannt vorkommt.
Vielen Dank für eure Hilfe.
MfG,
Dante
Hallo,
vermutlich ist es nicht das, was du meinst, aber bei einem „Otto-Buch“ (der Otto Waalkes)ist sowas vorne…so von wegen „die Seiten sind unten nummeriert und außerdem kommt keine Zahl doppelt vor“ und auch „lesen Sie jede Seite nur einmal und zwar von oben nach unten“.
(Zitate sinngemäß).
Auf dem Buch ist vorne Otto in einer Klobrille drauf 
Grüße
Sonja
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
"Ein Buch bedeutet, dass der Leser vieles selber machen muss. Und der Leser sind Sie. Für den vollen Lesegenuss müssen folgende Regeln strikt eingehalten werden:
- Jede Zeile wird grundsätzlich von links nach rechts gelesen.
- Nach jedem Absatz machen wir eine Pause und fragen uns: Was wollte Otto uns damit nun schon wieder sagen?
- Die Seite wird, nachdem Sie sie gründlich durchgearbeitet haben, nicht etwa ausgerissen, sondern umgeblättert.
- Nur eine Seite auf einmal umblättern!
- Zur Überprüfung des korrekten Umblättervorgangs habe ich den meisten Seiten ihre eigene Nummer gegeben.
- Darauf bin ich besonders stolz, denn es ist gar nicht so einfach, sich so viele verschiedene Zahlen auszudenken.
- Aber es hat sich gelohnt! Denn diese Zahlen sagen uns auch, ob wir das Buch richtig herum halten. Befinden sich die Nummern unten, wissen wir sofort: Jawoll, Buchhaltung stimmt.
- Damit sich das Umblättern überhaupt lohnt, habe ich mir etws ganz Neues einfallen lassen: Auf den Seiten ist nicht etwa immer dasselbe drauf - nein! Auf jeder Seite ist was anderes. Aber das kann doch nicht wahr sein!, werden Sie jetzt rufen.
- Ist es aber.
aus. Das Buch Otto. Hamburg, Hoffmann&Campe, 1980, S. 8
Hallo,
ich weiss, es ist schon etwas länger her… aber ich kenne ein gutes Buch, dass auf deine Beschreibung in etwa zutrifft. Es ist von Daniel Pennac und heißt „Wie ein Roman“. Es ist eine Anleitung zum etwas anderen lesen. Das Inhaltsverzeichnis liest sich so:
UNVERRÜCKBAREN RECHTE DES LESERS
- Das Recht, nicht zu lesen.
- Das Recht, Seiten zu überspringen.
- Das Recht, ein Buch nicht bis zum Ende zu lesen.
- Das Recht, wiederzulesen.
- Das Recht, alles Mögliche zu lesen.
- Das Recht, nach Trivialliteratur süchtig zu werden wie Madame Bovary (d.h. dem Bovarismus zu verfallen)
- Das Recht, überall zu lesen.
- Das Recht, in Büchern herumzustöbern.
- Das Recht, laut zu lesen.
- Das Recht, zu schweigen
Es ist sehr unterhaltsam geschrieben und ich lese es immer wieder sehr gerne.
Tordis