Hi,
ich kann Dich gut verstehen, ich habe die Nummer mit „arbeitslos aber keine Leistungen vom Amt weil nicht lange genug abhängig beschäftigt gewesen“ auch schon durch. Eine echte Sauerei und extrem streßig weil man in jeder Hinsicht nicht weiß wie es weitergeht und sich nicht nur wegen des Jobs, sondern auch ganz handfest wegen der Wohnung, der Krankenversicherung, seinen Verbindlichkeiten usw. Sorgen macht.
Das IST eine sehr üble Situation und das kann man nicht schönreden, und die üblichen dummen Sprüche über die angeblich Arbeitsunwilligen sind nicht immer, aber oft, sehr fehl am Platze.
Ich hab nen guten Abschluss, ne gute kaufmännische Ausbildung,
4 Jahre praktische Projekterfahrung durch mein eigenes
Gewerbe, und ein Arbeitszeugnis meines letzten Arbeitgebers
dass meiner Meinung nach echt gut ist.
Das Problem heute ist daß es zu viele gute Leute gibt. Nichtsdestotrotz: Du MEINST daß das Zeugnis gut wäre - wie sicher WEISST Du es? Wenn Du das Zeugnis hier mal komplett einstellst (persönliche Daten natürlich wegge-x-t) oder den Text im Forum von www.arbeitszeugnis.de postest kannst Du eine etwas objektivere Einschätzung bekommen wie gut das Zeugnis tatsächlich ist.
NAch meinen Bewerbungen auf Stellenanzeigen in der Zeitung, in
Internetjobbörsen (monster, stepstone, meinestadt), nach
Initiativbewerbungen und wirklich sehr sehr sehr intensiven
Anstrengengungen einen neuen kaufmännischen Job im Raum KA zu
bekommen habe ich mich auch bei OpenBC angemeldet um dort
vielleicht neue Kontakte zu knüpfen. Allerdings kommen
entweder nur Absagen oder gar keine Antwort. Ich verzweifle
bald…
Ich halte inzwischen nicht mehr viel von Zeitungsanzeigen. Da melden sich einfach zu viele Bewerber, und auch bei ziellos gestreuten Initiativbewerbungen läuft man immer Gefahr an Unternehmen zu schreiben, die sowieso keinen suchen.
Ich würde mich also entweder auf Stellenanzeigen aus sozusagen kleineren Quellen konzentrieren - sei es gezielte Internetbörsen (hast Du ja schon genannt) oder über irgendwelche Fachverbände etc.
Eine andere Variante ist daß Du dich nicht auf Dein bisheriges Fachgebiet festlegst sondern versuchst etwas offener und flexibler auch nach Stellen zu schauen, die vielleicht nicht 100%ig Deiner Ausbildung und Deinem Werdegang entsprechen, wo Du dir aber trotzdem vorstellen könntest heimisch zu werden. In dem Zusammenhang hilft es womöglich auch in Fördermaßnahmen des Arbeitslosenamtes zu gehen - sei Dir nicht zu schade das vehement einzufordern, weil erstmal blocken die Deppen dort alles ab.
Ein Praktikum etc. kommt immer gut, ist nur insofern zweischneidig als viele Unternehmen einen da als billioge Arbeitskraft benutzen und genau die Stellen einsparen, die dann anderen fehlen. Es ist aber eine Idee um etwas tun zu können und um wichtige Kontakte zu knüpfen.
Kennst Du übrigens http://www.jova-nova.de/ ? Womöglich solltest Du deine Bewerbung mal überarbeiten, auf der Seite findet man zahlreiche sehr gute Ratschläge.
Mein Erspartes ist am Ende, ab Samstag hab ich n
Nebenjob in der Gastronomie, Anspruch auf Arbeitslosengeld hab
ich keins weil ich nur 8 Monate bei meinem AG angestellt war
und vorher selbstständig war. Der finazielle und psychische
Zusammenbruch stehen vor der Haustür.
Idee: 400 EUR-Jobs gibt es wie Sand am Meer, sozusagen. Die pauschalen Abgaben für einen solchen Job sind aber höher als wenn man Dich für 401 EUR sozialversicherungspflichtig anstellt. Ich würde an Deiner Stelle also einen solchen Job beginnen falls der AG bereit ist Dich eben nicht tatsächlich auf der Basis eines geringfügig Beschäftigten, sondern als 401-EUR-Mitarbeiter einzustellen. Über diesen Trick sind die Abgaben für den AG preiswerter, Du kannst Dich über den Job aber krankenversichern. Das ist als Erstmaßnahme schon mal eine gute Sache um eine Versicherung zu haben.
Vielleicht gibt es überhaut die Chance erstmal eine halbe Stelle etc. anzutreten? Hauptsache ein Fuß in der Tür…
Ansonsten rate ich Dir daß Du jetzt gezielt nach Infos suchst welche Hilfen und Mittel Dir zustehen. Es gibt das http://www.erwerbslosenforum.de/ und diverse andere Seiten für Arbeitslose, Schuldner, etc. Es ist wichtig daß Du Rat und Tat von Leuten hast, die in der gleichen Lage sind und wo Du fundierte Infos von Leuten bekommst, die sich auskennen.
Weiterhin: wie sehr bist Du lokal gebunden? Vielleicht nutzt es wenn Du Deinen Kreis etwas weiter ziehst, das Suchgebiet ein bißchen ausdehnst…
Was sich bei mir ansonsten als sehr wichtig erwiesen hat ist das soziale Umfeld. Sei Dir nicht zu schade Freunde, Verwandte, Bekannte, einzubeziehen und die sollen überlegen ob sich in ihrem Bekanntenkreis eine Chance auf einen Job ergibt. „Vitamin B“ ist nach meiner Erfahrung die letztlich wichtigste Sache, die die größten Erfolgsaussichten bietet.
Alles Gute,
MecFleih