Ich verzweifle bald. Es kommen nur Absagen!

Moin,

seit 1.9.2006 bin ich ohne Arbeit, was für mich als workaholic schon ne halbe Ewigkeit ist.
Ich hab nen guten Abschluss, ne gute kaufmännische Ausbildung, 4 Jahre praktische Projekterfahrung durch mein eigenes Gewerbe, und ein Arbeitszeugnis meines letzten Arbeitgebers dass meiner Meinung nach echt gut ist.

NAch meinen Bewerbungen auf Stellenanzeigen in der Zeitung, in Internetjobbörsen (monster, stepstone, meinestadt), nach Initiativbewerbungen und wirklich sehr sehr sehr intensiven Anstrengengungen einen neuen kaufmännischen Job im Raum KA zu bekommen habe ich mich auch bei OpenBC angemeldet um dort vielleicht neue Kontakte zu knüpfen. Allerdings kommen entweder nur Absagen oder gar keine Antwort. Ich verzweifle bald…Mein Erspartes ist am Ende, ab Samstag hab ich n Nebenjob in der Gastronomie, Anspruch auf Arbeitslosengeld hab ich keins weil ich nur 8 Monate bei meinem AG angestellt war und vorher selbstständig war. Der finazielle und psychische Zusammenbruch stehen vor der Haustür.

Hab Ihr vielleicht Tipps, Anregungen, vielleicht sogar Jobangebote? Ich würd ja inzwischen alles machen. Ich dreh bald durch. Sonst habe ich immer die Meinung vertreten : „Wer arbeiten will, der findet auch Arbeit“. Meine jetztige Situation war mir eine Lehre da ich vorher noch nie einen Tag ohne Arbeit war.

Falls Ihr Rat wisst, Hilfe anbieten könnt oder einfach ein wenig schreiben wollt was Ihr für Erfahrungen habt, dann postet hier doch bitte einfach.

MFG

Christian

Hallo,

versuchs mal mit Zeitarbeit. Die Bezahlung ist zwar schlecht, aber man kommt in einen Job rein. Außerdem ist wegen der schlechten Bezahlung eher was zu bekommen.

Gruß

peter

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Hallo,

versuchs mal mit Zeitarbeit. Die Bezahlung ist zwar schlecht,
aber man kommt in einen Job rein. Außerdem ist wegen der
schlechten Bezahlung eher was zu bekommen.

Gruß

peter

Bin heute bei einer Personalvermittlungsagentur um 3 eingeladen. Mal sehen was die mir anzubieten haben

Hallo Christian,

ich weiss es ist kein Trost, wenn ich Dir sage, dass Du damit in allerbester Gesellschaft bist. Darum erstmal „don’t panic“ - die Lage ist Ernst aber nicht hoffnungslos.

Darum würde ich - ähnlich wie ich tamsel etwas weiter oben schon schrieb - folgende Stratetaktik empfehlen.

  1. Tapere aufs Arbeitsamt. Lass Dich beraten, was Du tun sollst und kannst und was die Jungs und Mädels für Dich tun können. Auch wenn Du keinen Anspruch auf irgendwelche Unterstützungen hast, vielleicht wirst Du über die krankenversichert. Lass Dich auf jeden Fall auch in deren Kartei aufnehmen (man weiss ja nie…)

  2. Mach ne Liste. Schreib, was Du gut kannst, was Du nicht gut kannst. Was Du machen willst, was nicht. Ob Du auf die Ecke KA fixiert bist, oder wie weit es weg sein darf. Welche Bereiche Dich schon immer interessiert hätten. Was es an Alternativen gibt (z.B. Du warst ja schonmal selbstständig - wäre das vielleicht wieder was?).

  3. Such Adressen zum Bewerben. Internet hast Du ja schon gemacht, vielleicht findest Du in den gelben Seiten noch mehr. Und natürlich - aktiviere jeglichen Vitamin B. Sprich Freunde, Kumpels, Bekannte etc. an!

  4. Lass Deine Bewerbungsunterlagen sowie das letzte Arbeitszeugnis von jemandem checken, der sich mit sowas auskennt. Hier im Forum sind ein paar Leute, die diesbezüglich echt fit sind - ansonsten bieten das auch (manche?) Arbeitsämter an.

  5. Und dann schreibst Du pro Tag eine Bewerbung. Und zwar nicht ein Sammelanschreiben, sondern eine richtig gute, individuell recherchierte Mappe. Falls Du diesbezüglich unsicher bist, frag die Experten von 4) Hake bei Firmen nach angemessener Zeit nach, wenn Du nix hörst. Suche neue Firmen etc. Sei sicher, Deine 8 Arbeitsstunden sind ausgefüllt *fg*

  6. Versuche das beste aus dieser Zeit zu machen (jaja, ich weiss - das sagt sich so leicht…). Aber vielleicht wolltest Du schon immer chinesisch/C++/webdesign (bevorzugt natürlich Sachen, die Deine Jobchancen erhöhen!) lernen? Dann tu’s jetzt!

*wink* und Kopf hoch

Petzi

Hallo Petzi,

danke für Deine hilfreichen Tipps…ist aber alles schon in der Mache. :frowning:

Hi,

ich kann Dich gut verstehen, ich habe die Nummer mit „arbeitslos aber keine Leistungen vom Amt weil nicht lange genug abhängig beschäftigt gewesen“ auch schon durch. Eine echte Sauerei und extrem streßig weil man in jeder Hinsicht nicht weiß wie es weitergeht und sich nicht nur wegen des Jobs, sondern auch ganz handfest wegen der Wohnung, der Krankenversicherung, seinen Verbindlichkeiten usw. Sorgen macht.

Das IST eine sehr üble Situation und das kann man nicht schönreden, und die üblichen dummen Sprüche über die angeblich Arbeitsunwilligen sind nicht immer, aber oft, sehr fehl am Platze.

Ich hab nen guten Abschluss, ne gute kaufmännische Ausbildung,
4 Jahre praktische Projekterfahrung durch mein eigenes
Gewerbe, und ein Arbeitszeugnis meines letzten Arbeitgebers
dass meiner Meinung nach echt gut ist.

Das Problem heute ist daß es zu viele gute Leute gibt. Nichtsdestotrotz: Du MEINST daß das Zeugnis gut wäre - wie sicher WEISST Du es? Wenn Du das Zeugnis hier mal komplett einstellst (persönliche Daten natürlich wegge-x-t) oder den Text im Forum von www.arbeitszeugnis.de postest kannst Du eine etwas objektivere Einschätzung bekommen wie gut das Zeugnis tatsächlich ist.

NAch meinen Bewerbungen auf Stellenanzeigen in der Zeitung, in
Internetjobbörsen (monster, stepstone, meinestadt), nach
Initiativbewerbungen und wirklich sehr sehr sehr intensiven
Anstrengengungen einen neuen kaufmännischen Job im Raum KA zu
bekommen habe ich mich auch bei OpenBC angemeldet um dort
vielleicht neue Kontakte zu knüpfen. Allerdings kommen
entweder nur Absagen oder gar keine Antwort. Ich verzweifle
bald…

Ich halte inzwischen nicht mehr viel von Zeitungsanzeigen. Da melden sich einfach zu viele Bewerber, und auch bei ziellos gestreuten Initiativbewerbungen läuft man immer Gefahr an Unternehmen zu schreiben, die sowieso keinen suchen.

Ich würde mich also entweder auf Stellenanzeigen aus sozusagen kleineren Quellen konzentrieren - sei es gezielte Internetbörsen (hast Du ja schon genannt) oder über irgendwelche Fachverbände etc.

Eine andere Variante ist daß Du dich nicht auf Dein bisheriges Fachgebiet festlegst sondern versuchst etwas offener und flexibler auch nach Stellen zu schauen, die vielleicht nicht 100%ig Deiner Ausbildung und Deinem Werdegang entsprechen, wo Du dir aber trotzdem vorstellen könntest heimisch zu werden. In dem Zusammenhang hilft es womöglich auch in Fördermaßnahmen des Arbeitslosenamtes zu gehen - sei Dir nicht zu schade das vehement einzufordern, weil erstmal blocken die Deppen dort alles ab.
Ein Praktikum etc. kommt immer gut, ist nur insofern zweischneidig als viele Unternehmen einen da als billioge Arbeitskraft benutzen und genau die Stellen einsparen, die dann anderen fehlen. Es ist aber eine Idee um etwas tun zu können und um wichtige Kontakte zu knüpfen.

Kennst Du übrigens http://www.jova-nova.de/ ? Womöglich solltest Du deine Bewerbung mal überarbeiten, auf der Seite findet man zahlreiche sehr gute Ratschläge.

Mein Erspartes ist am Ende, ab Samstag hab ich n
Nebenjob in der Gastronomie, Anspruch auf Arbeitslosengeld hab
ich keins weil ich nur 8 Monate bei meinem AG angestellt war
und vorher selbstständig war. Der finazielle und psychische
Zusammenbruch stehen vor der Haustür.

Idee: 400 EUR-Jobs gibt es wie Sand am Meer, sozusagen. Die pauschalen Abgaben für einen solchen Job sind aber höher als wenn man Dich für 401 EUR sozialversicherungspflichtig anstellt. Ich würde an Deiner Stelle also einen solchen Job beginnen falls der AG bereit ist Dich eben nicht tatsächlich auf der Basis eines geringfügig Beschäftigten, sondern als 401-EUR-Mitarbeiter einzustellen. Über diesen Trick sind die Abgaben für den AG preiswerter, Du kannst Dich über den Job aber krankenversichern. Das ist als Erstmaßnahme schon mal eine gute Sache um eine Versicherung zu haben.

Vielleicht gibt es überhaut die Chance erstmal eine halbe Stelle etc. anzutreten? Hauptsache ein Fuß in der Tür…

Ansonsten rate ich Dir daß Du jetzt gezielt nach Infos suchst welche Hilfen und Mittel Dir zustehen. Es gibt das http://www.erwerbslosenforum.de/ und diverse andere Seiten für Arbeitslose, Schuldner, etc. Es ist wichtig daß Du Rat und Tat von Leuten hast, die in der gleichen Lage sind und wo Du fundierte Infos von Leuten bekommst, die sich auskennen.

Weiterhin: wie sehr bist Du lokal gebunden? Vielleicht nutzt es wenn Du Deinen Kreis etwas weiter ziehst, das Suchgebiet ein bißchen ausdehnst…

Was sich bei mir ansonsten als sehr wichtig erwiesen hat ist das soziale Umfeld. Sei Dir nicht zu schade Freunde, Verwandte, Bekannte, einzubeziehen und die sollen überlegen ob sich in ihrem Bekanntenkreis eine Chance auf einen Job ergibt. „Vitamin B“ ist nach meiner Erfahrung die letztlich wichtigste Sache, die die größten Erfolgsaussichten bietet.

Alles Gute,

MecFleih

Hallo Christian,

wenn Du möchtest, schickst Du mir mal eine komplette Bewerbung,
auf die Du eine Absage bekommen hast, per E-Mail.
Ich gebe Dir dann Bescheid, ob es an der Bewerbung liegen
kann.

Viele Grüße

Tanja

Hi MecFleih,

wow…da hast Du Dir ja richtig Mühe gegeben. Vielen Dank…War wirklich einiges brauchbares dabei.

Herzlichen Dank

Christian

Hallo,

neben den anderen Tipps noch einer: stell dein Bewerberprofil bei http://www.arbeitsagentur.de/ mit Registrierung ein (hast vermutlich schon gemacht).
Aber, das Entscheidende ist:

  1. diese Börse hat eine unüberschaubare Vielfalt von Tätigkeiten/Berufen und ein kaum durschaubares Matschingverfahren. Es wäre eine großer Zufall, wenn du bei einer Suche gefunden wirst. Deshalb lasse dich mehrfach mit verschiedenen Berufen/Tätigkeiten registrieren. Sei bei der Erfassung deiner Fähigkeiten im Umfang und bei der Ausprägung nicht zurückhaltend - du mußt beim Matching möglichst in die Pol Position kommen. Damit dies klappt, mußt du lediglich bei den einzelnen Registrierungen unterschiedliche Adressangaben machen, z.B. Schreibfehler, die der Postbote als solche erkennen kann und dir trotzdem einen Brief zustellen kann.
  2. lösche diese nach kurzer Zeit wieder und lasse dich erneut registrieren. Warum: aktive Interessierte werden mit Sicherheit immer mit der Einschränkung suchen "Bewerber der letzten X Wochen. Als älterer Bewerber fällst du dann durch dieses Raster.

Du musst damit rechnen, dass in erster Linie Zeitarbeitsfirmen Bewerberbörsen nutzen - wegen des Zeitaufwandes und Finanzdienstleister, Versicherungen, MLM usw. dich kontaktieren. Die ersten müssen eine Alternative für dich sein. Alles Andere darf dich nicht entmutigen.
Wenn du dazu weitere Fragen hast, raus damit.

Gruß
Otto

Hallo,

neben den anderen Tipps noch einer: stell dein Bewerberprofil
bei http://www.arbeitsagentur.de/ mit Registrierung ein (hast
vermutlich schon gemacht).

Gruß
Otto

Hey Otto,

erstmal Danke für Deinen gut gemeinten Tipp. Leider ist diese Seite, und um es ganz öffentlich zu machen nehme ich in meinen Worten nicht zurück, die größte Bürokratische Scheiße die es je gegeben hat. Dieses 60.000.000 € teure Monster ist völlig unübersichtlich gestaltet, nimmt wahnsinnig viel Zeit in Anspruch für einen sehr sehr geringen Nutzen. Stellenpositionen die für mich in Frage kämen (Projektleitung, Projektassistenz, Technical Documtation, Auftragsplanung etc) sind in deren Liste gar nicht aufgeführt, und manuell auch nicht hinzuzufügen. Eine grobe Übersicht über kaufm. Teilgebiete bringt mich leider nicht weiter weil ich nicht ein DIN A 4 Blatt von morgens bis Abends an meinem Arbeitsplatz umdrehen meöchte wie es mancher Beamter tut. Diese Seite, deren Einrichtung, Wartung und Administration hätte sich der Staat sparen können, das Geld für ein fertiges Konzept, wie bei Monster.de, Stepstone, Jobscout24.de etc, ausgeben können und den Rest wirklich sinnvoll im Arbeitsmarkt positionieren können. Eine Eingabemaske die abstürzt wenn man nicht die integrierte „zurück-Taste“ der Seite nutzt, eine Seite die keine Individualisierung möglich macht und vor allem eine Seite die Portokosten verschlingt die der Steuerzahler zusätzlich trägt. Anstatt einen Sicherheitscode via Email zu verschicken wie es 90% der betreffenden Internetseiten macht werden die Zugangscodes zur Aktivierung mit der Deutschen Post verschickt. Da wird mir schlecht. Ein ehemaliger Unternehmer wie ich, der sein hart erarbeitetes Geld an den Staat abführen musste wie ein regulärer Arbeitnehmer hat keine staatliche Subention bei Arbeitslosigkeit verdient, aber am Tag werden vom Arbeitsamt hunderttausende von Euro für Portogebühren wegen eines Zugangscodes rausgeworfen.
Nein, vielen Dank. Lieber stehend sterben als knieend leben.
Diese Seite ist der perfekte Spiegel unserer Arbeitsmarktpolitik:
Aufgeblasen, umständlich, undurchschaubar, überholt und finanziert auf Kosten anderer.

Hochachtungsvoll

Christian

Hallo Christian,

keine Ahnung ob das was für Dich sein könnte, aber ich hab am Wochenende beim Surfen eine Web-Seite auf der Chrysler 100 neue Verkäufer sucht. Du schreibst Du hast eine kaufmännische Ausbildung, vielleicht passt das ja für Dich :smile:
Die Seite heißt www.chrysler-sucht-100-verkaeufer.de

Grüße Martin

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Hallo Martin. Vielen Dank für den Link…ich seh ihn mir mal an.

Hallo Christian,

keine Ahnung ob das was für Dich sein könnte, aber ich hab am
Wochenende beim Surfen eine Web-Seite auf der Chrysler 100
neue Verkäufer sucht. Du schreibst Du hast eine kaufmännische
Ausbildung, vielleicht passt das ja für Dich :smile:
Die Seite heißt www.chrysler-sucht-100-verkaeufer.de

Grüße Martin

Hallo Christian,

ich teile 100 prozentig deine Bewertung. Auftragnehmer für dieses Monstrum ist übrigens Accenture, ein nicht unbekanntes, namhaftes Unternehmen. s.http://www.hobsons.de/de/recruiting_events/accenture…

Gruß
Otto

Hey Otto,

ist echt traurig. Da versuchen wir uns doch, manchmal zurecht, an die USA anzulehnen, und fabrizieren, dann aber so eine traurige, europäische bürokraten Kacke.

Also ich finds wirklich schade

Christian