‚humanist‘ fand ich bisher auch am besten. ich hab mir auch schon mal über die selbe frage den kopf zerbrochen.
andererseits ist es aber nun mal so, daß man auf die frage, welcher religion man angehört, nicht positiv antworten kann, wenn man eben keiner angehört… das liegt weniger an der einstellung, als an der frage selbst.
Äh … natürlich. Wenn der Glaube an Gott nicht vorhanden ist,
so fehlt er. Das muss ja nicht wertend gemeint sein. Ersetze
„fehlt“ durch „nicht vorhanden“. Wenn Du kein Auto besitzt,
weil Du keins brauchst, so ist eben ein Auto nicht vorhanden.
Ebenso der Glaube.
Das magst Du so sehen. Ich wollte aber eben DArauf hinaus,
einen Begriff zu finden, der das Phänomen positiv, nicht
negierend erfaßt. Aber ich glaube, Du hast mich schon längst
verstanden, oder? 
Ja natürlich, aber ich verstehe den Diskussionsansatz prinzipiell nicht. Ich habe es schon bei der Diskussion Frieden = „Abwesenheit von Krieg“ und Gesundheit = „Abwesenheit von Krankheit“ nicht verstanden. Damals diskutierte man stundenlang, warum man positive Begriffe nur negativ definiert und ob es nicht andere Möglichkeiten gäbe.
Aber warum lässt man sich von einer Definition derart negativ ausfüllen?
Und als Kompromissvorschlag dann doch zum Schluß:
Wie wär’s wenn Du Dich als „gottfrei“ bezeichnest? Denn wenn jemand frei von etwas ist, ist das aus seiner Sicht doch positiv oder?
Ciao
Kaj
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