Hallo an alle,
ich habe vor meine Stute decken zu lassen. Es wäre dann ihr erstes Fohlen.
Könnt ihr mir Tipps geben, was man vorher alles beachten muss?
Zwecks Tierarzt, muss er sie vorher untersuchen und wenn ja, was kostet sowas im Schnitt???
la corali
Was weisst Du denn schon?
Hallo,
wie weit bist Du denn schon mit Deinem züchterischen Denken?
Ich denke, wenn Du das mal schreibst, haben Antworter es doch leichter.
Wenn Du noch gar nichts weisst, kannst Du Dir besser ein Buch kaufen. Persönlich würde ich mir einen erfahrenen Züchter als Berater suchen.
VG
Monroe
hi.
also ich möchte ja nur ein fohlen von meiner stute, das will ich für mich behalten. also nicht richtig züchten. meine stute ist aber schon 16 und hatte noch keins. geht das überhaupt gut in so nem alter?
ich weiß nur, dass der züchter meines reitvereines immer den ta holt und da irgendwas machen lässt, was genau weiß ich leider nicht.
und ich hab gehört, dass nicht alle pferde genmäßig zusammenpassen.
ist der ta so zwingend notwendig? nach der geburt muss er auf jedenfall da sein um das fohlen am leben zu halten.
was kostet der ta denn bevor das fohlen kommt so ungefähr???
lg corali
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Hi,
sorry, aber deine Sätze lassen vermuten, dass Du da nicht wirklich zu Hause bist. Lass es lieber bzw. hole Dir wirklich Hilfe vor Ort.
Dein TA wird doch bestimmt regelmässig zum Impfen oder wozu auch immer vorbei kommen. Dann kannst Du ihn fragen, ob er Bedenken hat. Grundsätzlich kann man auch 16jährige Stuten bedecken lassen. Ein MUSS für irgendwelche Untersuchungen gibt meiner Kenntnis nach nicht. Allerdings fordern manche Hengsthalter/Gestüte eine Tupferprobe. DIE kostet nicht die Welt.
Ich kenne keine aktuellen Zahlen. Vor Jahren wurde von Züchtern gesagt, dass ein dreijähriges Pferd dem Züchter ungefähr 15000 DEM gekostet hat. Sind natürlich viele Abhängigkeiten dabei. Aber züchten ist nicht billig, noch weniger als die Pferdehaltung an sich. Außerdem sollte man ein gutes finanzielles Polster haben um Eventualitäten abdecken zu können.
VG
MOnroe
Hi Corali
muss der Kollegin recht geben. Züchten nur damit mal eine Stute oder z.B, eine Hündin mal Junge hatte… laß es sein.
Wer bitte zahlt den TA wenn etwas schief geht?
Du bist grob 16… damit nicht voll geschäftsfähig. Allein aus diesem Grund, sein lassen.
Deine Worte zeugen nicht gerade von Fachwissen. Und nur auf Gut Glück hin…
Bevor du dieses Thema ausreizt, lies Bücher, Bücher und nochmal Bücher.
Dann fahr zu einem Pferdewirt, dort laß dich beraten, und dann bitte deine Eltern sich das ganze mal aus finanzieller Sicht anzuschauen.
Träume sind Schäume, und manch Traum blieb besser einer…
Gruß Steffen
Hallo Corali,
„Ich möchte ein Fohlen von meiner Stute.“
So war das bei mir damals auch - heute züchte ich Oldenburger Pferde.
Meine Stute war 18 Jahre alt. Kein Problem. Wenn die Stute gesund ist, kann sie bis über 20 Jahre Fohlen bekommen.
So weit ok. Aber du möchtest ein Fohlen von ihr, weil sie selbst mit ihrer malträtierten Sehne nicht mehr sporttauglich ist. Weißt du, daß eine hochtragende Stute viel mehr tragen muß als ein Reitergewicht? Ein Großpferdefohlen wiegt 60kg und mehr. Dazu kommt mindestens das gleiche noch mal an Fruchtwasser und Plazenta. Und das alles muß die Stute monatelang 24h/Tag mit der defekten Sehne tragen, wo sie doch schon mit dir nicht schmerzfrei laufen kann. Willst du ihr das zumuten?
Wenn du deiner Stute das ersparen willst und statt dessen ein anderes Pferd kaufst, wird es für dich nicht teurer, denn unter den Bedingungen, die der durchschnittliche Reiter hat, kostet die Aufzucht eines Fohlens ein mittleres Vermögen.
Aber ich will dir nun auf die medizinischen Fragen antworten.
Das was der TA macht, ist als erstes eine Tupferprobe, um zu prüfen, daß die Stute keinen Infekt hat, der eine Trächtigkeit verhindern würde, oder der durch einen natürlichen Deckakt übertragen werden kann.
Bei der Gelegenheit wird gleich per Ultraschall und rektalem Tastbefund nachgeschaut in welchen Stadium des Zyklus die Stute derzeit ist. Diese Kontrolle wird alle paar Tage wiederholt bis die Stute in der Hochrosse ist und alle 1-2 Tage besamt bzw. gedeckt werden kann. Am 18. Tag nach der Besamung wird mit Ultraschall eine Trächtigkeitskontrolle durchgeführt. Ist die Stute nicht gleich tragend geworden, geht das Spiel nun von vorne los.
Was das kostet?
Wenn die Stute beim ersten Versuch gleich tragend wird und nichts zusätzliches getan werden muß, liegen die TA-Kosten bei gut 250 Euro, dazu Decktaxe und Spermaversand, alternativ Transporte der Stute zum Hengst. Ist sie dann tragend, hat der Geldbeutel erst mal eine Verschnaufpause, bevor er zur vollen Leistung auflaufen muß.
Zusatzfutter für die Stute, zur Geburt eine größere Box, Sommerweide mit anderen Stuten und Fohlen. Später über 2 1/2 Jahre extra Box und ganzjährig Auslauf mit anderen Youngstern plus Futter für das Aufzuchtpferd. Dann noch Kosten die Ausbildung.
Rechne selbst, wieviel da zusammenkommt.
Falls du unbedingt ein Fohlen von deiner Stute haben willst…
Das wollte ich damals auch. Aber die Fohlen meiner ersten und damals liebsten Stute sind ihr im Typ noch nicht mal ähnlich geworden. Es ist wie bei uns Menschen. Wir sind auch nicht Mamas Double.
Gruß Steffi
Hallo Corali,
zu Tierarzt, Versorgung, Auswahl des richtigen Hengstes usw. hast du ja schon Ratschläge bekommen.
Von mir jetzt auch noch was zum Nachdenken:
Hast du dir denn schon Gedanken darüber gemacht, was mit dem Fohlen passieren soll, wenn es abgesetzt wird?
Abgesetzte Fohlen/Jährlinge/Jungpferde sollten idealerweise mit Altersgenossen und in einem gut funktionierenden Herdenverband aufwachsen.
Ich gebe dir mal ein Beispiel wie Fohlenaufzucht schief gehen kann:
Eine Bekannte von mir wollte auch unbedingt ein Fohlen von ihrer Stute. Fohlen kam zur Welt und lebte von da an als einziges Jungtier in einer Herde von 5-7 Pferden (erwachsene Stuten & Wallache). Das ranghöchste Pferd dieser Herde (Araberwallach) war gegenüber neuen Pferden, die in diese Herde integriert wurden, höchst aggressiv und auch sonst ein ziemlich schlecht sozialisiertes Tier. Eigentlich war er total unsicher, hat das aber mit übersteigerter Aggressivität und asozialem Benehmen überspielt. Das Jungpferd allerdings war sein bester Spielkamerad und Freund und hatte bei ihm quasi Narrenfreiheit. Das sah dann ungefähr so aus: Wenn ein neues Pferd in die Herde kam, oder ein rangniedrigeres Pferd vom Araberwallach gemobbt wurde, war das Jungpferd immer lustig munter mit dabei. Das Jungpferd wurde extrem dominant und absolut distanzlos (auch gegenüber Menschen). Inzwischen war es bei einer sehr sehr guten Ausbilderin in Beritt, aber diese Verhaltensprobleme bekommt man so einfach nicht mehr weg, da ist in der Aufzucht zu viel schief gelaufen. Er ist trotz fünfmonatiger intensiver Ausbildung ein sehr sehr schwieriges Pferd. In der Herde benimmt er sich wie der Obermacker und man dreht ihm besser nicht den Rücken zu…
Ach ja, und 2-3 Jahre Aufenthalt für das Tier in einer Jungpferdeherde (z. B. bei einem guten Züchter) sind für den Besitzer auch nicht umsonst.
Gruß, Maja
hi,
ja ich hab mir schon gedanken darüber gemacht, wie es mit dem absetzen funktioniert.
das wird kein problem, denn meine stall besitzerin plant bis zu 5 fohlen zu der ungefähr selben zeit wie ich meines plane.
also gibt es genügend spielgefährten^^
lg corali