Ich will zahlen

Hallo!
Ich kenne meine Freundin (33) seit mehr als drei Jahren.
Sie lebt mit ihren zwei Kindern (11/14) in einer Wohnung.
Die Wohnungsmiete wird vom Sozialamt gezahlt, der Vater zahlt Kindergeld. Auch diverse Versicherungen werden vom Sozialamt übernommen. Meine Freundin ist arbeitslos bzw. macht zur Zeit einen 1-Euro-Job bei einer sozialen Einrichtung, der Ihr viel Spass macht.
Eventuell bekommt sie dort eine 400 EUR-Halbtagsanstellung. Aber selbst wenn sie arbeitlos bliebe, könnte ich das mit meinem Gehalt kompensieren.

Ich habe eine günstige Wohnung, die ich aus familiären Gründen behalten will (Nachbarwohnung meiner Mutter, 80 Jahre alleinstehend). Dort bin ich auch gemeldet bzw. dort steht mein Kleiderschrank… :frowning: Ich pendle praktisch wöchentlich 3 bis 4 mal hin und her und wir schlafen ab und zu auch bei „mir“.
Ich bin 40 und arbeite in einer festen bzw. relativ gesicherten Position und beziehe auch keine staatlichen Hilfen.

Um dem unangenehmen und belastenden Gefühl des Sozial-Betrugs zu entkommen, will ich für diese Familie sorgen.

Was muss meine Freundin bzw. ich in die Wege leiten?

Danke für Eure Hilfe!

Michael

Hallo,
Heiraten!

Beatrix

Hi,

ich finde deine Haltung toll. Allerdings sehe ich das nicht so, dass ihr Sozialbetrug begeht. Ihr wohnt ja nicht zusammen, habt jeder eine eigene Wohnung und einen eigenen Haushalt. Nur weil du öfters bei ihr übernachtest oder sie bei dir, ist das kein Zusammenleben. Aber wenn du es trotzdem willst, könnt ihr ja zusammenziehen, z.B. in deine Wohnung, wenn sie groß genug ist. Deine Freundin sollte ihre dann kündigen, und während der Kündigungsfrist noch dort wohnen bleiben, damit das Arbeitsamt so lange die Miete weiter zahlt (wenn sie nicht mehr dort wohnt, wird die Miete nicht mehr übernommen!). Dann meldet sie sich beim Arbeitsamt ab. Den 1-Euro-Job kann sie dann evtl. nicht mehr weiter ausüben, da bin ich mir nicht ganz sicher. Für die Kinder muss der Kindesvater weiterhin Unterhalt zahlen.

Gruß
Nelly

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Erstmal danke für Eure Antworten!

Es ist letztendlich so, dass ich die meiste Zeit des Jahres bei meiner Freundin bin (natürlich auch über Nacht). Ich habe keine Ahnung, wie das Sozialamt so eine „Lebensgemeinschaft“ bewerten würde - falls es mal überprüft werden sollte. Natürlich könnte ich beweisen, dass ich manchmal auch bei mir zu Hause schlafe bzw. dort einen eigenen Hausstand habe. Aber was man so hört und liest… dass das Amt eigens angestellte Späher hat, die bei Verdacht auf Missbrauch die Nachbarn befragen… dann mache ich mir natürlich Sorgen, dass unser Zusammenleben falsch interpretiert werden könnte. Ich will echt nicht, dass meine Freundin wegen mir Scherereien bekommt.

Ich fasse nochmals kurz alle Fakten zusammen:

  • Ich habe eine eigene Wohnung, meine Post kommt z.B. da an.
  • Meine Freundin lebt in einer Wohnung, die vom Sozialamt bezahlt wird.
  • Wir haben (natürlich) getrennte Konten.
  • Ich kaufe nach Bedarf für die Familie Lebensmittel ein.
  • Ich habe etwas Kosmetik und ein minimum an Bekleidung in der Wohnung meiner Freundin.

Darum nochmal ein paar Fragen:
Müsste meine Freundin das Zusammenleben mit mir generell dem Amt melden? Oder ist es dem Amt egal, weil doch jeder Mensch ein Recht auf eine Beziehung hat? Müssen wir uns Sorgen machen?

BTW, das mit dem Heiraten kommt vielleicht noch später. :smile:

Danke nochmal!

Viele Grüße, Michael