Hallo Frank,
Gesetze und Gesetzmäßigkeiten haben schon was verführerisches: Das gibt Geborgenheit, manchmal Identifikation…
Es fällt auf, dass dir die Einteilung „richtig - falsch“ sehr wichtig ist. Offenbar glaubst du, dass sich alle Probleme - auch die menschlichen - dialektisch lösen lassen.
Interessant ist doch, dass ich formuliere: „…das sehe ich anders“, während du erklärst: „auch das ist falsch“.
Du weißt, ich sehe.
Wir wollen das ja nicht zu ernst nehmen; der Disput ist durchaus interessant. Ich finde aber zu oft Menschen, die „wissen“, d.h. sich ein bestimmtes Bild gemacht haben, das aber durch aus relativ ist. Wer diese Relativität nicht erkennt, sieht zu kurz.
Das sehe ich anders. Die abstrakte Betrachtung ist doch was
für Leute, deren Existenzrecht davon abhängt. Leben ist aber
nicht abstrakt. Leben heißt, mit Menschen zu tun zu haben.
Menschen sind aber nicht so einfach, wie es eine abstrakte
Theorie sein kann. Menschen sind kompliziert, unberechenbar -
das ist ja oft auch das schöne.
Auch das ist nicht richtig. Wollen wir ans Psychobrett
wechseln? Frag den mod dort und lass dir bestätigen, dass das
nicht so sein kann
.
Deshalb wirst du mit Abstraktion immer an deine Grenzen
stoßen, weil Abstraktion - notwendig und bewusst -
Lebenswirklichkeit außen vor lässt.
Zufall und Notwendigkeit spielen eine Rolle. Lies dazu bitte
über den Determismus und den von mir verwendeten Zeitbegriff:
http://kds-nano.dyndns.biz/physik-live/physik/der%20…
Deshalb brauchst du auch einen mehrseitigen Vertrag, weil auch
ein Vertrag, den keiner mehr anschaut, friedensstiftend wirkt,
weil jeder Beteiligte erkennt, dass Streiten völlig
aussichtslos wäre.
Wozu streiten? Warum nicht einfach an machbare Realitäten
anpassen. Das nennt man planen - kennt im Westen nur keiner,
weils hier nicht möglich ist.
Warum streiten die Menschen denn, wenn alles so einfach ist? Auch du streitest ( - da wette ich drauf - ), manchmal sogar zu Unrecht, manchmal, um jemanden zu verletzen, o.ä. Warum denn, wenn du doch das „Planen“ kennst?
Du siehst aber, dass du nicht einmal dich selbst planen kannst, spätestens bei der Planumsetzung scheiterst, was dich bestimmt sympathisch macht. Noch viel weniger kannst du Planungshoheit und - fähigkeit für andere in Anspruch nehmen.
Alles andere ist Theorie, die vielleicht im Elfenbein-Turm eines wissenschaftlichen Instituts als folgerichtig und schlüssig erkannt wird. Auch dort erkennt man aber die aus der Abstraktion resultierenden Schwächen an.
Es bleibt dabei.
PS: lange Verträge sind deshalb keine Dreizeiler, weil man
sich auf den Partner weder verlassen noch ihm vertrauen kann,
da eintreffende Planung hierzulande absolut unmöglich ist.
Ursache: Wirtschaft funktioniert nach Geldtheorie.
Dein Versuch, verschiedene Lebenssachverhalte in Schubladen zu
packen, ist wieder Abstraktion, die das menschliche Leben
nicht in seiner Tiefe erfasst.
Abstraktion ist korrekt, der Rest nicht. Ist tatsächlich so.
Stehen nämlich auch Gesetze dahinter.
Gruß
Frank