Hallo alle zusammen,
ich habe mal versucht, herauszubekommen, was eine ichdystone Sexualpräferenz ist. Leider bin ich nur auf die ichdystone Sexualorientierung gestoßen. Üblicherweise ist das ja eigentlich fast das gleiche, jedoch genügt mir die Beschreibung nach ICD 10 F66.1 nicht wirklich, da sie ja doch etwas lasch ist. Kann mir jemand genaueres darüber sagen wie z.B. typische Symptome, Therapievorschläge usw ?
Ich bedanke mich im Voraus und freue mich auf kompetente Antworten,
Chris
Na, unter ich-dystoner Sexualpräerenz könnte ich mir z.B. sofort jemaden vorstellen, der (durch fürhe Fixierung) immer Frauen mit riesigen Ohrlöchern abschleppen muß, obwohl er das eigentlich abartig findet bzw. mit seiner sonstigen Persönlichkeit nicht in (harmonischen) Zusammenhang bringen kann.
Im Grunde ist es doch sehr einfach: Wenn wir wissen, was ich-dyston und ich-synton bedeuten, können wir uns alle Spielarten und Präferenzen dazu denken. Oder?
Gruss, Branden
Na, unter ich-dystoner Sexualpräerenz könnte ich mir z.B.
sofort jemaden vorstellen, der (durch fürhe Fixierung) immer
Frauen mit riesigen Ohrlöchern abschleppen muß, obwohl er das
eigentlich abartig findet bzw. mit seiner sonstigen
Persönlichkeit nicht in (harmonischen) Zusammenhang bringen
kann.
Hier am besten mal zum Vergleich die Definition der ichdystonen Sexualorientierung der WHO:
Die Geschlechtsidentität oder sexuelle Ausrichtung ist eindeutig, aber die betroffene Person hat den Wunsch, diese wären wegen der damit verbundenen psychischen oder Verhaltensstörungen anders und unterzieht sich möglicherweise einer Behandlung, um diese zu ändern.
Im Grunde ist es doch sehr einfach: Wenn wir wissen, was
ich-dyston und ich-synton bedeuten, können wir uns alle
Spielarten und Präferenzen dazu denken. Oder?
Gruss, Branden
Ich-dyston heißt ich-fremd. Jedoch ist ganz besonders hier die Frage, was diese Ich-Fremdheit mit der Sexualpräferenz zu tun hat. Mit Präferenz ist hier wohl die Orientierung, also homo-hetero- oder bisexuell gemeint.
die Definition der
ichdystonen Sexualorientierung der WHO
Ich-dyston heißt ich-fremd. Jedoch ist ganz besonders hier die
Frage, was diese Ich-Fremdheit mit der Sexualpräferenz zu tun
hat. Mit Präferenz ist hier wohl die Orientierung, also
homo-hetero- oder bisexuell gemeint.
Jaja, Gedankenengel, das ist ja alles bekannt…Es ändert sich dadurch NICHTS an meiner Aussage! Mein Beispiel war halt etwas „blumig“ oder „bildhaft“, damit die Anderen hier nicht von abstrakt wirkender Fachsimpelei abgeschreckt werden. Ich hab noch nicht ganz verstanden, was Du an der Sache nicht verstehst. 
Gruss, Branden
Hallo,
Kann mir jemand genaueres darüber sagen wie
z.B. typische Symptome, Therapievorschläge usw ?
F66.1 (ICD-10) sagt, daß jemand irgendein sexuelles Verhalten zeigt, darunter leidet und sich deshalb ggf. in Behandlung begeben hat. Eine große Störungskategorie wie z.B. Depression oder Schizophrenie ist damit nicht impliziert.
Ich kann mir allerdings aufgrund Deiner Antwort an Branden vorstellen, worauf Du villeicht hinauswillst. Zum Vergleich: In der US-amerikanischen Klassifikation (DSM) gab es vor 40 Jahren die Störungskategorie „Homosexualität“, die dann fallengelassen wurde, wobei jedoch eine ichdystone Homosexualität weiterhin als Störung bezeichnet worden war. In der klinischen Praxis spielte das Vorhandensein dieser Kategorie immer weniger eine Rolle, bis sie letztlich vollständig gestrichen wurde. Die US-amerikanische psychiatrische Vereinigung ist in solchen Dingen meistens schneller als die international besetzten WHO-Kommissionen, in denen Kompromisse zwischen den verschiedenen Ansichten ausgehandelt werden müssen. So war in ICD-9 nämlich noch unter 302.0 Homosexualität zu finden. In F66.1 (ICD-10) steht nun aber nichts mehr von Homosexualität. Also?
Gruß,
Oliver Walter