Hallo zusammen,
seit zwei Jahren benutze ich Quick Books von Lexware - nicht schlecht, aber doch etwas schwer für mich mit den Konten umzugehen, außerdem importiere ich viel aus Spanien und da ist das Programm mehr als umständlich. Habe jetzt Lexware Büro Easy probiert, hat aber leider keine Lagerverwaltung.
Meine Frage:
Kann mir Jemand ein Programm empfehlen, dass folgende Merkmale hat:
unkompliziert
mit Lagerverwaltung
EU-fähig
leicht zu erlernen
nicht zu teuer
denke das Thema ist auch für viele Andere interessant, aber wie war das gleich mit der Wollmilchsau?
„einfach“ hat zwei Seiten: Suchst Du etwas mit einem Eingabemodus, der schnelles Arbeiten zulässt, oder etwas mit einem Eingabemodus, der mit wenig FiBu-Kenntnissen bedient werden kann?
Von der Warenwirtschaft her kommen u.a. zwei Systeme, die modular aufgebaut sind und daher für Einzelunternehmen bezahlbar bleiben:
sageKHK und die Familie „Great Plains“ von MS - das wird demnächst unter „Navision“ zusammengefasst, Apertum und so sind Auslaufmodelle.
Bei sageKHK hast Du die Wahl zwischen einem schwerfälligen Erfassungsmodus, der ohne FiBu-Kenntnisse bedienbar ist, und einer „klassischen“ FiBu-Maske. Gewöhnungsbedürftig ist die Eingabe „Konto-Gegenkonto-Betrag“ und das viele Rumeiern mit der Maus, aber das scheint an der Warenwirtschaft zu liegen.
Richtig flüssig bedienbare FiBu-Systeme, die von der Datev-Familie her kommen, haben keine oder keine ordentliche Warenwirtschaft. Geht immer bloß eins von beiden.
Es gibt bloß einen Hersteller, der die Nachteile der FiBu-Familie mit denen der WaWi-Familie verbindet. Dessen System ist aber eher für die Verarbeitung sehr großer Datenmengen gemacht und kommt aus Walldorf.
Ohne zuviel Reklame: In diesem Fall dürfte sageKHK das Mittel der Wahl sein. Dort gibts einen Erfassungsmodus, der viele Optionen im Klartext (z.B. „Einnahmen/Ausgaben“ statt „Soll/Haben“) vorschlägt.
Problematik: Dort wird meines Wissens nur per Vertriebspartner gearbeitet - also einfach mal ne Demo-Version probieren dürfte schwierig sein.
Ohne zuviel Reklame: In diesem Fall dürfte sageKHK das Mittel
der Wahl sein.
stellt sich nur die Frage, welche Produktlinie? Sage hat vom PC-Kaufmann über die Classic-Line bis zur Office-Line drei vollständig unabhängige Produktfamilien (neben speziellen Branchenlösungen). Mit Lexware ist der PC-Kaufmann vergleichbar, von dem ich aber eher abraten würde, da er nur von Sage direkt supportet wird, und dieser Support verdient seinen Namen eigentlich nicht. Außerdem ist es bei diesem Produkt mit der Modularität nicht weit her und Anpassungen sind nicht möglich.
Classic- und Office-Line werden über den Fachhandel vertrieben und auch supportet, wobei man zusätzlich auch einen Support über KHK bekommen kann. Insbesondere die Classic-Line hat eine uralte Geschichte und ist die klassische (ist ursprünglich mal eine DOS-Lösung gewesen) modulare Lösung der Wahl für den Klein- und Mittelständler. Man kann sich aus Fibu, Lohn, Auftragbearbeitung, Bestellwesen und Anlagenbuchhaltung sowie zig Zusatzpaketen „seine“ Ideallösung zusammenstellen und aller Teile greifen automatisch auch bei nachträglicher Installation sofort auf bereits erfasste Stammdaten zu und tauschen automatisch Daten untereinander aus. Zudem gibt es jede Menge externe Schnittstellen. Einige Händler besitzen den Quellcode und können Anpassungen vornehmen und es gibt diverse fertige Zusatzlösungen von Drittherstellern. Leider ist das Ding nicht ganz billig und hat auch ein paar Macken, ist aber meiner Meinung nach immer noch das Nr.1 Produkt in diesem Marktsegment.
Die Office-Line ist das modernere und etwas größere Produkt, was von Anfang an direkt unter Windows entwickelt wurde und inzwischen auch schon einige Versionen auf dem Buckel hat. Es setzt ganz auf das Zusammenspiel mit MS-Office und den MS-SQL Server und bietet ansonsten auch alle Vor- und Nachteile der ClassicLine.
Ganz wichtig beim Kauf von KHK (Sage)-Produkten ist die Auswahl des richtigen Händlers. Einige der alten Händler aus Zeiten der Free-Licence (einmal Kopierlizenz erworben, beliebig verkauft) sind noch richtig alte Hasen mit intimen Produktkenntnissen und verstehen auch was von Finanz- und Lohnbuchhaltung. Viele der neueren Händler seit Einführung der Einzellizenzen schieben die Sage-Produkte nur wie eine Tüte Kekse über den Ladentisch. Das kann bei einem ERP-System natürlich furchtbar enden.
Gruß vom Wiz, der zu Studienzeiten auch mal KHK-Händler war und im Zweifelsfall noch mal einen Tipp zu einem vernünftigen Fachhändler geben kann
Dort gibts einen Erfassungsmodus, der viele
Optionen im Klartext (z.B. „Einnahmen/Ausgaben“ statt
„Soll/Haben“) vorschlägt.
Problematik: Dort wird meines Wissens nur per Vertriebspartner
gearbeitet - also einfach mal ne Demo-Version probieren dürfte
schwierig sein.
wieviel user nutzen in der firma ständig das programm, ist eine fertigung abzudecken? bilanzierst du nach ias?
wie hoch ist das für 2005 geplante budget? gibt es schon eine budgetplanung?
kannst auch eine mail schicken.
Wiz hat natürlich Recht. Dass es den „Kaufmann“ auch noch gibt, hat ich aus dem Hirn verbannt.
Es geht um die Classic-Line von KHK. Die zwar stellenweise ziemlich DOSselt (jeden Kram zwei bis drei Mal bestätigen, außer an manchen Stellen der Totallöschung des aktuell geöffneten Datensatzes; shortcuts mit geheimnisvollen F-Tasten-Belegungen usw.), aber von der WaWi herkommend eine nette Kundenverwaltung, Korrespondenz, Mahnwesen, Zahlungsverkehr etc. aus einer einheitlichen zentralen Datei erlaubt.