Hallo Andrea!
Erst einmal hast du folgendes Argumet angeführt:
„… sondern Neugeräte anschaffen, die allein durch bessere
Energiewerte wirtschaftlicher für den einzelnen werden.“
Da musst Du mir erst erklären was der niedrige Energiewert mit
der Volkswirtschaft zutun haben soll? Des Weiteren entscheidet
ein Haushalt individuelle rein nach Kostengesichtspunkten, ob
und wann er neue Geräte kauft. Wenn das Reparieren günstiger
ist wird er dies tun und nur ein Neugerät kaufen wenn er muss,
es sich lohnt oder er eine positive Zukunftserwartung hat.
Also deine Erklärung mit dem Energiewert ist nicht zu
verstehen und benötigt eine Erklärung.
Also, ich kann dir sagen, dass eine 20 Jahre Waschmaschine oder ein Geschirrspüler so viel Energie verbraucht, dass eine Neuanschaffung innerhalb von 1 Jahr spätestens nach 2 Jahren durch die Ersparnisse an Energiekosten wieder „drin“ ist.
viell. denkst du ja, dass ich das falsch sehe, viell. hast du
auch recht.
ich versuch Dich zumindest davon zu überzeugen. ;o)
Aber ich habe Autos von Mercedes, Porsche & Ford; habe Couch
von Bretz, Kühlschrank von Liebherr, WaMA von Miele, Herd von
Blomberg, Sauger von Miele & Sebo, Fernseher von Loewe.
Was ist dann falsch an folgender Meinung:
Klar werden Teile - aufgrund geringerer Produktionskosten - im
Ausland hergestellt, aber hier in Deutschland sitzen noch
Arbeiter in den Werken, die die oben genannten Teile zu einem
Ganzen zusammenstellen.
Denk mal an die Menschen die sich keinen Mercedes oder Porsche
kaufen können! Deutsche Autos sind nun mal teuer und sollen
diese Leute dann Schulden machen, damit sie „deutsche“ Autos
kaufen können? Egal ob Loewe, Miele oder Liebherr: Sie sind
einfach teuerer!
Ich habe hart für die Sachen gearbeitet u gespart (u hab natürlich im Hausgeräte-Bereich den Vorteil, dass wir selbst ein GEschäft, welches dies verkauft, besitzen.
Die übrigen aufgeführten Güter sind beim Fachhändler erworben, durch gespartes Geld.
Ich bin aber der Meinung, wenn ich heute 2000 € mehr für ein dt. Auto ausgebe, als ein vergleichbares ausländisches, ist es für den Moment eine Mehrausgabe.
Aber an der Herstellung, bleiben wir mal bei Autos, sind ja noch die ganzen Zulieferer beteiligt…gucken wir uns mal Opel an - Bochum.
Alleine die Firmen in VElbert/Heiligenhaus sind extrem abhängig von den Aufträgen, da diese ja zuliefern…wird Bochum geschlossen, stirbt der Hauptauftraggeber weg… dann gehen die Zuliefererfirmen zu Grunde, die Arbeiter haben keine Anstellung mehr… nun hat viell. der Arbeiter 2000 € beim Auto gespart… aber nun ist er arbeitslos… was wäre rentabler gewesen?
für die 2000 € zu arbeiten o nun keine Arbeit mehr zu haben?
Nun fällt aufgrund der höheren Arbeitslosigkeit die KAufkraft in dieser Gegend… u weitere Firmen - Fachhändler gehen zu Grunde…
Wie bereits in meiner vorherigen Antwort geschrieben: Was
macht der Exportweltmeister wenn dass die anderen Nationen
auch machen? Dann ging es Mercedes schnell schlecht und es
würde ihnen auch wenig nützen, dass die Deutschen wieder
Mercedeses auf Pump kaufen. Am Ende wären die Mitarbeiter auf
der Straße. Du versuchst die Zeit zurückzudrehen, aber die
Welt hat sich verändert. Deutsche Geräte beim Fachhändler sind
zu teuer und wenn der Einzelne sich auch eine Waschmaschine
leisten will, muss er die vom Mediamarkt aus China kaufen.
Oder willst Du Ihnen das verbieten?
- der Fachhändler ist nicht teurer…
ich kann dir im Hausgeräte-Bereich den Beweis liefern, dass die Metro (also Saturn, Media etc.) teurer ist als der Fachhändler…
- denn auch beim Fachhändler kann man sich die Maschine aus China kaufen
- man darf natürlich nicht die bloßen Preise vergleichen, denn der Fachhändler hat ja auch Service… aber geh mal zum Fachmann u lass dir den Preis machen - Abholpreis - wie beim Media u du kaufst beim Fachhändler billiger
- oder geh zum Media u pack die Service-Leistungen, die man vom Fachhändler hat drauf u du bist teurer.
Das der Fachhändler teurer ist, ist ein Märchen, denn Fachhändler haben die Möglichkeit, aufgrund taktisch kluger einkäufe die gleichen EK’s wie die Großmärkte zu bekommen.
was der Bezug auf dt. Produkte angeht… aber es ist mir doch egal ob die Amerikaner deutsche Autos kaufen, sie tun es u es ist gut für die Hersteller, zB Mercedes…
Aber können wir dadurch die Arbeitsplätze hier sichern?
Wenn kein Deutscher mehr ein deutsches Auto kauft, u es sich durch fallenden Absatz es sich mehr für die Hersteller lohnt hier zu produzieren, dann geht man doch erst recht ins Ausland produzieren, oder?
Wenn zB mehr Deutsche Opel kaufen würden anstatt Kia u so’nen Schrott, dann würde es um Opel nicht so schlecht gehen.
Und sag mir nicht, dass die ausländische Bevölkerung sich nicht auf ihre eigene Produkte besinnt… Frankreich hat es abgelehnt, dass ein Fotoshooting auf dieser rieeesen Brücke mit einem Mercedes gemacht werden sollte… erlaubt hätten sie es mit einem Renault…
Es ist doch so, dass die Arbeiter hier vor Ort durch meine
Käufe ihren Lohn erhalten - wenn mehrere die Artikel kaufen,
auch ihren Arbeitsplatz sichern.
Wenn ich aber nun einen Artikel der oben genannten Sparten
kaufe, die im Ausland hergestellt werden, was machen die
Arbeiter vor Ort… sie bekommen kein Geld - verlieren im
Endeffekt ihre Arbeit - siehe Opel.
Da gebe ich Dir ja recht, wenn wenn die Auslandsnachfrage
gleichbleibt und die im Inland steigt macht dies den
Arbeitsplatz sicherer, dafür verliert dann eben der Chinese
seinen Arbeitsplatz. Aber Miele, Mercedes & Co verdienen den
Großteil ihres Geldes im Ausland und dort interessiert nur ob
das Preisleitungsverhältnis stimmt. Stimmt die nicht, nützt
auch die Inlandsfrage nicht und obwohl wir Deutschen fleißig
Mercedes kaufen müssen die Menschen entlassen werden.
Wenn Du wirklich in den Ring mit China steigen willst und den
Kampf um die Produktion von Waschmaschinen gewinnen willst,
wirst Du verlieren. Vielmehr müssen wir uns auf
zukunftsträchtige Industrie-, Dienstleistungs- und
Informationstechnischeprojekte stützen. Eben das was die
Chinesen nicht so schnell kopierenen können.
Zum Thema „OPEL“: Da sind andere Gründe schuld, wie
Modellpolitik, Image, Käuferschicht (Mittelschicht), usw…
Es ist folgendes Problem, oder ich denke es ist so…
Früher war Deutschland ein Markenname, alle wussten wofür Made in Germany steht - Qualität pur.
Aber die Deutschen ließen sich von dem asiatischen Mist einlullen…man sah nur noch das Geld nciht mehr die Qualität… die Deutschen besannen sich nicht mehr auf ihre guten Produkte… billig billig musste her …
Also gingen viele Hersteller hin u nahmen an, sie müssten bzgl. der Preise nachziehen (im Hausgeräte-bereich kann ich sagen, dass sind die Firmen Siemens, Bosch AEG Bauknech), aber was musste daran glauben? Natürlich die Qualität…
Das blieb natürlich nicht unbemerkt auch nicht bei den ausländischen Käufern, u auch die Nachfrage nach dt. Produkten sank…
Nun reihen sich die Deutschen mit ihren Produkten nur noch ein unter vielen… leider…
hätten die Hersteller auf Ihre Qualität mehr geachtet, würden ihre Verkaufszahlen zB im Ausland höher sein… guck dir Miele an… dieses Unternehmen hat im Vergleich zu den anderen oben genannten Herstellern nur wenig an Qualität verloren… die Preise sind aber auch hoch, aber der Qualität entsprechend…
Guck dir Miele an… es gibt nur in ausgewählten Bezirken von den USA Miele-Geschäfte… diese sind sehr exklusiv… die Preise sind die ehemaligen DM-Preise der Geräte in Dollar… u die denen dort die Bude ein.
Was ich damit sagen will, ist, dass die Deutschen nicht in ihre Arbeit investierten u daran glaubten.
Würde man so etwas in einem Unternehmen machen - dann würde man wg. Illoyalität ggüber dem Arbeitgeber entlassen werden…
Die meisten deutschen werden nicht nach dem Prädikat „Made in
Germany“ einkaufen. Die zu denken ist eine Utopie! Der
Einzelne wird schauen, wo er das Meiste und Beste für sein
Geld bekommt, denn er will sich soviel Luxus leisten können
wie möglich.
Wenn sich jedoch eine „Deutsche Bewegung“ für deutsche
Produkte ergeben sollte, würde die Nachfrage nach deutschen
Produkten steigen. Dieser Nachfrage anstieg würde dann
entsprechend die Produktion ankurbeln und die Gewerkschaften
würden dann mehr Lohn fordern. Durch den erhöhten Lohn, würden
die jetzt schon teuere Produkte noch teuerer und im Ausland
könnte sich keiner mehr deutsche WaMa leisten. Dies fürht zum
Einbruch der Auslandsnachfrage und Entlassungen in
Deutschland. Irgendwie kann dies doch nicht die Lösung sein?
Oder?
Nein, Deutschland muss wieder Qualität bedeuten… Qualität wird gekauft!!! 100 %
wir dürfen uns nicht einreihen bei den vielen, sondern wir müssen die Besten sein.
Also der Glaube mit dem Kauf von deutschen Produkten die
Wirtschaft anzukurbeln ist bis zu einem bestimmten Grad
richtig, aber es ist nicht die Lösung zu den
Wirtschaftsproblemen Deutschlands!
Die Motivation der Deutschen u ihr Glauben an ihr tun, bedeutet einen Aufwärtstrend… denn wenn ich schlecht über mein „Produziertes“ rede u handle, kann es nciht besser werden.
Gruß Christian
Liebe grüße zurück u ich hoff, du verstehst meine Ausführungen…
Andrea