Identitäsmodell nach Haußer und Frey

Hallo, kann mir jemand einfach und plausibel das identitäsmodell nach haußer und frey erklären. Ich muss in meinem fachabi darüber bescheid wissen, jedoch kann ich es mir nicht selbst erschließen. Unser lehrer hat uns diese unterpunkte dazu gegeben:

  1. Gegenstandsbeziehung
    2.Kontrollüberzeugung
  2. Selbstwertgefühl
    4.Selbstkonzept (Biologische Kontinuität)
    5.Selbstkonzept (Ökologische Konsistenz)
    6.Konsequenz in der Einstellungs-Verhaltens-Relation
    Danke schonmal :o)

Hallo MrsMonster,

es wäre (zumindest für mich) leichter deine Frage zu beantworten, wenn du etwas genauer beschreiben könntest, was du an dem Modell nicht verstanden hast. Denn ich fürchte, dass auch eine seitenlange Abhandlung (falls sich jemand die Arbeit machen möchte) dich genauso ratlos lassen könnte. Was hast du bereits dazu gelesen, und wo sind deine Unklarheiten?

Viele Grüße
Shel

Hallo,
ja ich weiss einfach allgemein nicht was die fachbegriffe bedeuten bzw wie man es dann auf ein fallbeispiel beziehen würde. Es handelt sich bei dem modell um die identitäsbildung, aber ich verstehe halt nicht wie hausser und frey dies z.b. auf ein fallbeispiel anweden würden. Lg

Hallo,

ja ich weiss einfach allgemein nicht was die fachbegriffe
bedeuten

Ich habe ein bisschen den Eindruck, dass kaum Vorkenntnisse in diesem Bereich vorliegen. Und die Identitätsmodelle empfinde ich als sehr komplex. Es verwirrt mich etwas, dass dieser Stoff geprüft werden soll, ohne dass Basiswissen vermittelt wurde (?!).

ich verstehe halt nicht wie hausser und frey dies z.b.
auf ein fallbeispiel anweden würden.

Ich möchte gerne versuchen, darauf einzugehen. Aber ich bitte um Entschuldigung, dass ich kein Skript für eine Psychologie-Vorlesung herstellen kann.

  1. Gegenstandsbeziehung

Der Terminus ist hier etwas unklar. Bei Haußer und Frey geht es um Erfahrungen, die der Mensch macht, welche ihm etwas über sich selbst sagen. Generalisieren bedeutet hier, von wenigen Erfahrungen auf die ganze Identität schließen (Selbstkonzept).
Beispiel: Jemand macht die Erfahrung, dass andere Personen ihn gerne singen hören. Daraus schließt er, ein guter Sänger zu sein.
Aber nicht nur Erfahrungen mit der Außenwelt, sondern auch innere Vorgänge (Überzeugungen, Überlegungen) spielen hier mit hinein.
Mir ist „Gegenstandsbeziehung“ in dem Zusammenhang noch nicht begegnet.

2.Kontrollüberzeugung

Die Identität besteht nach Haußer/Frey aus dem Selbstkonzept (kognitive Komponente - Erfahrungen, die gesammelt wurden), dem Selbstwert (emotionale Komponente - Gefühle, die dabei eine Rolle spielten) und der Kontrollinstanz, die das Verhalten „überwacht“ und „bewertet“.
Die Kontrollüberzeugung ist ein Teil davon. Es wird bewertet, ob der Mensch selber etwas an seiner Lage ändern kann, oder nicht.

Beispiel: Die Person ist durch die Erfahrung von anderen abgelehnt zu werden zu dem Selbstkonzept gekommen, nicht attraktiv zu sein. Der Selbstwert wird entsprechend als niedrig empfunden und sorgt für eine sehr schlechte Stimmung. Besteht nun die Kontrollüberzeugung, daran selbst etwas ändern zu können, kann die Person „gegensteuern“. Glaubt die Person aber, dass nur die anderen etwas an der Lage ändern könnten, wird nichts unternommen und es tritt keine Änderung ein.

  1. Selbstwertgefühl

Ist die emotionale Komponente der Identität (s.o.)

4.Selbstkonzept (Biologische Kontinuität)

Die Kontinuität wird als Problem dargestellt, in dem Fall ist es die biologische Veränderung des Organismus. Die Person altert und verändert sich, muss/möchte aber feststellen, noch die Selbe zu sein. Die Identitätsdynamik, also das Zusammenspiel der Komponenten muss eine eigene Lösung dafür finden.

5.Selbstkonzept (Ökologische Konsistenz)

Gleiches Problem, wie bei der biologischen Kontinuität. Nur geht es diesmal nicht um die Veränderungen des Körpers, sondern der Situationen. Im Laufe der Zeit werden unterschiedliche, teils widersprüchliche Schlüsse über die eigene Identität gezogen. Die Person muss eine Lösung für die Widersprüche finden.

6.Konsequenz in der Einstellungs-Verhaltens-Relation

Darunter kann ich mir nichts vorstellen, die Frage ist zu ungenau. Das Individuum passt sich ständig mit seiner Einstellung und dem Verhalten an.

Ich hoffe, dass es dir irgendwie weiterhilft.

Viele Grüße
Shel