Hallo,
ja ich weiss einfach allgemein nicht was die fachbegriffe
bedeuten
Ich habe ein bisschen den Eindruck, dass kaum Vorkenntnisse in diesem Bereich vorliegen. Und die Identitätsmodelle empfinde ich als sehr komplex. Es verwirrt mich etwas, dass dieser Stoff geprüft werden soll, ohne dass Basiswissen vermittelt wurde (?!).
ich verstehe halt nicht wie hausser und frey dies z.b.
auf ein fallbeispiel anweden würden.
Ich möchte gerne versuchen, darauf einzugehen. Aber ich bitte um Entschuldigung, dass ich kein Skript für eine Psychologie-Vorlesung herstellen kann.
- Gegenstandsbeziehung
Der Terminus ist hier etwas unklar. Bei Haußer und Frey geht es um Erfahrungen, die der Mensch macht, welche ihm etwas über sich selbst sagen. Generalisieren bedeutet hier, von wenigen Erfahrungen auf die ganze Identität schließen (Selbstkonzept).
Beispiel: Jemand macht die Erfahrung, dass andere Personen ihn gerne singen hören. Daraus schließt er, ein guter Sänger zu sein.
Aber nicht nur Erfahrungen mit der Außenwelt, sondern auch innere Vorgänge (Überzeugungen, Überlegungen) spielen hier mit hinein.
Mir ist „Gegenstandsbeziehung“ in dem Zusammenhang noch nicht begegnet.
2.Kontrollüberzeugung
Die Identität besteht nach Haußer/Frey aus dem Selbstkonzept (kognitive Komponente - Erfahrungen, die gesammelt wurden), dem Selbstwert (emotionale Komponente - Gefühle, die dabei eine Rolle spielten) und der Kontrollinstanz, die das Verhalten „überwacht“ und „bewertet“.
Die Kontrollüberzeugung ist ein Teil davon. Es wird bewertet, ob der Mensch selber etwas an seiner Lage ändern kann, oder nicht.
Beispiel: Die Person ist durch die Erfahrung von anderen abgelehnt zu werden zu dem Selbstkonzept gekommen, nicht attraktiv zu sein. Der Selbstwert wird entsprechend als niedrig empfunden und sorgt für eine sehr schlechte Stimmung. Besteht nun die Kontrollüberzeugung, daran selbst etwas ändern zu können, kann die Person „gegensteuern“. Glaubt die Person aber, dass nur die anderen etwas an der Lage ändern könnten, wird nichts unternommen und es tritt keine Änderung ein.
- Selbstwertgefühl
Ist die emotionale Komponente der Identität (s.o.)
4.Selbstkonzept (Biologische Kontinuität)
Die Kontinuität wird als Problem dargestellt, in dem Fall ist es die biologische Veränderung des Organismus. Die Person altert und verändert sich, muss/möchte aber feststellen, noch die Selbe zu sein. Die Identitätsdynamik, also das Zusammenspiel der Komponenten muss eine eigene Lösung dafür finden.
5.Selbstkonzept (Ökologische Konsistenz)
Gleiches Problem, wie bei der biologischen Kontinuität. Nur geht es diesmal nicht um die Veränderungen des Körpers, sondern der Situationen. Im Laufe der Zeit werden unterschiedliche, teils widersprüchliche Schlüsse über die eigene Identität gezogen. Die Person muss eine Lösung für die Widersprüche finden.
6.Konsequenz in der Einstellungs-Verhaltens-Relation
Darunter kann ich mir nichts vorstellen, die Frage ist zu ungenau. Das Individuum passt sich ständig mit seiner Einstellung und dem Verhalten an.
Ich hoffe, dass es dir irgendwie weiterhilft.
Viele Grüße
Shel