ein Onlineshop hat einen Artikel, der mich interessiert. Obwohl kein Impressum zu finden ist, bestelle ich und denke, spätestens auf der Rechnung (sollte ein Vorkasse-Geschäft werden) müsste zu erkennen sein, wer mir da etwas verkaufen möchte. Pustekuchen! Keine Adresse, kein Firmenname, dafür ein Konto, auf das ich überweisen soll. Trotz zweifacher Nachfrage nach einer ladefähigen Adresse kam nur Blabla, Beleidigtsein, Eigenlob usw. usf., nur kein Wort zur Identität. Na ja, sie haben’s halt probiert.
Jiatz ôba werd’s hint heacher wia vurn: Nach inzwischen drei Wochen erdreisten sich die Brüder, mir per mail eine „1. Erinnerung“ zukommen zu lassen. Mich überkommt große Lust, denen auf die Zehen zu steigen. Wie bekomme ich heraus, wer mich da anpöbelt? Der Name, der hinter der Website steht, führt nicht weiter - keine Adresse, Rufnummer gehört einem Dritten, den gibt es laut Telekom nicht am angegebenen Ort. Zum Konto ist ein weiterer Name angegeben, weiß aber nicht, ob das der Inhaber ist.
unter http://www.denic.de/de/ (rechter Frame) kannst Du abfragen, auf wen die Domain registriert ist, sofern es ein .de Adresse ist. Generell ist so etwas natürlich nicht zulässig und abmahnfähig durch einen direkten Wettbewerber, so genannte „Interessenvereinigungen“ oder durch den Verbraucherschutz.
Gruß
Matthias
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also als Dipl.-Informatiker solltest du aber schon wissen,wie man die
reale Adresse einer Webseite herausbekommt…
Auf einem anderem Blatt steht natürlich,wer sich dahinter wirklich verbirgt…
Das kann nur die Polizei über den Provider ermitteln…
Nur durch eine Strafanzeige kann nämlich der Provider zur Herausgabe
der „Logdaten“ und somit der originalen Zugriffs-IP (die man dann wiederum beim Internet-Service-Provider „auflösen“ lassen müsste) gezwungen werden und der „reale“ Hintermann (sofern er in Deutschland wohnhaft ist) gefunden werden…
Und nur mal nebenbei bemerkt…
Ein Impressum ist Pflicht…siehe Medien-bzw.Teledienstegesetz…
gerade die Tatsache, ob ein Händler ein korrektes Impressum
angegeben hat oder nicht, unterscheidet ja den seriösen
Verkäufer vom Gauner.
Also, was bemühst Du Dich weiter um so einen Betrüger?
Vielleicht aus Gründen des Verbraucherschutzes?
Wer weiß, wieviele Ahnungslose solchen Gaunern auf den Leim gehen. Da soll man also Geld per Vorkasse überweisen, ohne zu wissen, wem. Mit etwas Glück bekommt dann sogar noch seine Ware. Die dann garantiert auch ohne Absender, sodass Rückgabe / Reklamationen ausgeschlossen sind…
Ich würde von solchen Halodris niemals was kaufen, aber sie hinhängen, das würde ich gerne.
Eine Freundin meiner Freundin ist mal auf eine ähnliche Masche reingefallen. Ich glaube, ich hab da sogar was hier gepostet. Da hat eine Jeansverkäuferin sich auf den Standpunkt gestellt, sie wäre „nur die deutsche Versandzentrale für den amerikanischen Hersteller“. Deutsches Konto, deutsche Adresse – aber nach ihrer Meinung nicht dem deutschen Fernabsatzgesetz unterworfen, weil die Firma in den USA sitzt.
Konsequenz: Rückgabe der Ware möglich, aber keine Erstattung des Betrages, sondern nur ein Gutschein, der dort eingelöst werden soll (Preislage der Ware >200 Euro pro Artikel).
Die genannte Bekannte hat sich das nicht bieten lassen und hat sie angeschwärzt. Ich weiß nicht, wie weit das inzwischen gediehen ist, aber ich nehme an, die Dame wird gehörigen Ärger bekommen haben.
Solche Gauner ärgern mich persönlich, da ich als ehrlicher Händler es immer wieder mal mit „gebrannten Kindern“ zu tun habe, die zwar gerne bei mir einkaufen möchten, aber aufgrund schlechter früherer Erfahrungen große Nöte leiden.
Hau diese Bande in die Pfanne!
Dafür gibts RA-Büros,
die auf solche kostenbewehrten Abmahnungen spezialisiert sind.
Kein Impressum (und zwar leicht erkenntlich) >> Verstoss gegen TK-Gesetz.
Lasst bloss die Finger von diesen ‚Brüdern‘!
Ich bin nicht der Einzige, der darunter zu lieden hat.
Wohl kein Weiterkommen…
Danke euch allen. Über denic habe ich natürlich einen Namen herausgefunden,
Der Name, der hinter der Website steht, führt nicht weiter
nur ist dann sofort die Kette gerissen. Gibt’s denn keine Stellen, die sich von Amts wegen mit sowas befassen? Einen Abmahnverein zu füttern, widerstrebt mir halt, und der Provider gibt mir als Privatmann bestimmt keine Auskunft. Schade, es wäre mir ein Vergnügen gewesen…
Der Name, der hinter der Website steht, führt nicht weiter
nur ist dann sofort die Kette gerissen. Gibt’s denn keine
Stellen, die sich von Amts wegen mit sowas befassen?
Das würd ich auch mal gerne wissen.
Vermutlich bleibt da bloß der Gang zur Polizei, Anzeige erstatten. Wegen Verstoßes gegen das Fernabsatzgesetz. Spätestens die Staatsanwaltschaft kann dann hinter die Fassade dringen.
Laut deinem Anfangsbeitrag wurde das Impressum ja nicht versehentlich vergessen, sondern absichtlich unterschlagen und die Bekanntgabe verweigert. Das zeugt für meine Begriffe von betrügerischer Absicht. Da sollten die Ordnungshüter wohl dran interessiert sein.