Identität Mensch als Baum

Mahlzeit zusammen,

mich packte neulich die Vorstellung, den Mensch in seinem Identitäts-Dasein als einen Baum darstellen zu wollen. Ist bestimmt nicht neu, aber mich beschäftigte dabei vor allem die Aufteilung nach den 5 Säulen der Identität:

Das Wurzelwerk dürften klar die Werte und Materielles sein, - aber natürlich auch die anderen elementaren Basics, die man als Kind üblicherweise von seinen Eltern mitbekommt.

Als Leiblichkeit/Körperlichkeit sehe ich den Baum als Ganzes (Selbst). Die Baumkrone hingegen als die Leistungsfähigkeit und Entwicklung (jeder Ast und Zweig als individuelle Entwicklung und Streben) eines Menschen.

Tja, und der Stamm wäre der Betrachtung nach eindeutig das Soziale. Denn was wäre der Mensch als soziales Wesen ohne seine sozialen Fähigkeiten? Isolation und Einengung bekommt uns schlecht.

Interessant ist, dass die Äste auch mal Blüten und Früchte tragen können. Aber auch, dass der Baum sich existenzielle Nahrung sowohl über die Wurzeln wie auch über die Baumkrone/Blätter holt. Auch stirbt ein Baum nicht unbedingt, wenn man einen Ast absägt oder wenn man ihn ausbuddelt und umpflanzt. Hingegen aber schon, wenn man sich grob verletzend an dem Stamm zu schaffen macht.

Die gesamte Leistungsfähigkeit und Entwicklung entspringt also dem Stamm (dem Sozialen), der natürlich fest verwurzelt und Nahrung saugend in den Grundwerten, - ja in der Basis-Ausstattung steht.
Ebenfalls Nahrung (Bestätigung, Anerkennung, etc.) bekommt er über seine Entwicklung später und Leistungsfähigkeit, wie gesagt.

Der Grundgedanke dabei war jedenfalls eigentlich der, dass der Mensch sich das so enorm wichtige Soziale nicht selbst herstellen kann. Es ist eine Verbindung, die er bekommen muss. So muss er z.B. Liebe erhalten (von außen) und erfahren, um lieben zu können. Der Fluss funktioniert nur in beide Richtungen, - jedoch muss anfangs einseitig die Liebe (das Soziale) investiert werden. Das Kleinkind erhält ohne Gegenleistung… Hhhhhhmmmmmm, das kann ich jetzt zwar an dem Baum-Modell schlecht wiedergeben, aber es wird schon stimmen. Oder hat irgendjemand Einwände/Anregungen?

Danke,
Yedi386

Hallo,

Oder hat irgendjemand Einwände/Anregungen?

gegen irgendwelche Phantasien kann man wohl kaum rationale
Einwände erheben.Es sind eben Phantastereien - Deine -
und was willst Du mit „Anregungen“.
Daß Du hier am Psychologie-Brett bist hast Du wohl mitbekommen ?
Gruß VIKTOR

Hallo!
Klingt interessant deine Darstellung. Ich möchte zu bedenken geben, dass man einen fertigen Baum mit einem fertigen Menschen nur bedingt vergleichen kann. Ich denke eher, du solltest die Entwicklung betrachten. Daraus könnte man Vergleiche ziehen und es auf die 5 Stufen der Identität interpretieren.
Ich meine damit, wir werden geboren der Baum treibt seine ersten beiden Keimblätter aus. Wie beim Baum bzw. Mensch kommt es nun auf die Umgebung an in der er sich entwickeln kann. Ist sie bei beiden freundlich wird es sich mit Sicherheit positiv auswirken. Ist sie unfreundlich wird Mensch/ Baum Überlebensstrategien entwickeln die ihn vieleicht in anderen Beziehungen hemmen oder auch fördern.
Gruß

Jepp, Danke
Hallo Viktor,

ja hab ich mitbekommen. Dann nehme ich das mal als Einwand von Dir. Wobei ich meine Entwicklungspsychologischen Modellbetrachtungen zu den 5 Säulen der Identität eigentlich ungern in einem anderen Brett aufgehoben haben möchte. Ebenso die vergleichende Sozialtheorie zum Deprivationshintergrund, - auch wenn das vielleicht nicht so deutlich wurde.

Herzlichst,
Yedi386