Jemand bekommt eine Rechnung für ein Zeitschriftenabo, das er nicht abgeschlossen hat, und ist verständlicherweise verärgert. Er hat weder Zeit noch Lust, zu widersprechen und ein nicht existierendes Abo zu kündigen, und dafür auch noch einen Brief aufzusetzen und per Einschreiben zu schicken. Kann er die Rechnung einfach ignorieren?
Jemand bekommt eine Rechnung für ein Zeitschriftenabo, das er
nicht abgeschlossen hat, und ist verständlicherweise
verärgert. Er hat weder Zeit noch Lust, zu widersprechen und
ein nicht existierendes Abo zu kündigen, und dafür auch noch
einen Brief aufzusetzen und per Einschreiben zu schicken. Kann
er die Rechnung einfach ignorieren?
Nur weil man die Augen davor verschliesst, lösen sich Probleme nicht
Die 5 min fürn Brief u 4,40 (Einschreiben mit Rückschein) sollten weniger kosten als ein ungewolltes Zeitungsabo.
Die 5 min fürn Brief u 4,40 (Einschreiben mit Rückschein)
sollten weniger kosten als ein ungewolltes Zeitungsabo.
Im Gegenteil! Das Zeitschriftenabo sollte weniger kosten, und zwar exakt 4,40 Euro weniger. Es macht rechtlich überhaupt keinen Unterschied, ob man sich regt oder nicht.
Worauf kann man das stützen? Denn die Abzocker werden ja nach
der Rechnung eine Mahnung etc. pp. schicken.
Lass sie doch. Das einzige, wo man aufpassen muss, ist der Mahnbescheid. Dem muss man fristgerecht widersprechen.
Danach wird erfahrungsgemäß (außer eventuell einer in hochfahrendem Ton gehaltenen, aber substanzlosen Klageandrohung) nichts mehr kommen. Denn das Zustandekommen eines Vertrags setzt immer noch ein Angebot und die Annahme desselben voraus. (§§ 145, 146 BGB) Zumindest an letzterem fehlt es doch wohl hier. Das Gegenteil zu beweisen ist allein Sache desjenigen, der das Zustandekommen eines Vertrag behauptet.
wenn der Mahnbescheid dann tatsächlich kommt (unwahrscheinlich) und sich der Verlag aus irgendwelchen Gründen im Recht fühlt (auch wenn er das mitnichten ist)
würde man sich wünschen, man hätte die € 4,40 investiert, denn dann kostet es ZEIT - möglicherweise sehr viel Zeit
ich würde vorbeugend widersprechen, und zwar deutlich. Das Reagieren jetzt spart dir später vielleicht mal jede Menge Zeit und Nerven. Telefonisch oder per Fax. Einschreiben ist nicht mal nötig, wenn es sich wirklich nur um eine Luftnummer handelt.
Falls du aber -auch unwissentlich- irgendwelches „Kleingedrucktes“ übersehen haben solltest, spart es dir später sehr viel GELD und ZEIT und NERVEN
ich kann seeehr gut nachvollziehen, dass du sauer bist. Mir würds genauso gehen. Und ich hab ebenso großen Tatendrang und Vorsätze wie du - mit WORTEN.
Aber wenn die Schriftsätze dann daherkommen - und sie werden kommen, das wissen wir - Dann juckts zu TATEN und du wirst darin ZEIT investieren auf die eine oder andere Art.
Dem würde ich vorbeugen und JETZT anrufen. Bei mir wars ein Fax (oder Brief weiss ich nicht mehr) mit eindeutiger Ankündigung von straf- und zivilrechtlichen Schritten, falls sie gerne postalischen Mahnterror einleiten mögen. Incl. Einleitung, vorbeugender Kündigung und Grussformel ein 3-zeiler von 10 Minuten
Es half
ich versteh dich trotzdem, es nervt ja auch wirklich
Meiner Erfahrung nach ist das so: bei seriösen Unternehmern passiert sowas nur versehentlich, d.h. da ruft man einmal an und der Irrtum wird beseitigt und aus.
Unternehmen, die ständig etwas zusenden, Anrufe oder Briefe, Mails ignorieren usw. sind meistens von vorneherein darauf aus abzuzocken. Da ist die wirksamste Vorgangsweise meistens ignorieren und auflaufen lassen.