Deutung/ Überlegung zu: ‚Macht *man* das‘? :o)
Hallo,
macht man das ( einfach so)?
Also ich ( NRW, Pottrand) mache das nicht.
„Haben Sie dieses Modell auch in blau?“ wäre meine Frage.
Ansonsten hätte ich für mich den Eindruck, mit dem Verkäufer schon mal irgendwo ein Bierchen gezischt zu haben… Ich fände das plump-vertraulich.
Wenn ich es im Kunde-Verkäufergespräch höre, kommt das auch bei mir so rüber: Der ihr-Kunde geht auch sonst mit dem geihrzten Verkäufer eher locker, kumpelhaft um.
( Mit Wertschätzung hat das in meinem Empfinden nicht mehr soviel zu tun 
Eher, dass der Verkäufer durch das nicht-siezen auf eine andere Stufe gestellt wird, und zwar eine tiefer…wie ein Untergebener, Unmündiger oder ein Kind, das wird ja auch geduzt.
Ich glaube, das Ganze geschieht nicht bewusst und nicht mit böser Absicht.
Der Verkäufer bleibt, nach meiner Erfahrung, immer beim sie)
-> Ich vermute,
dass unbewusst auf dieser eher angenäherten Ebene ein Vertrauensverhältnis entstehen soll, weil *der Kunde an sich* Sorge hat, übern Tisch gezogen zu werden - ein Kumpelverkäufer lässt mit sich reden, der lässt vielleicht auch noch was vom Preis runter…
Und vor allem erwartet man von einem verkumpelten Geschäftspartner nicht, dass man von ihm übervorteilt wird…
In der Bank höre ich z.B. diese ihr-Form nicht, denke, dass dadurch (un-) bewusst eine Distanz aufgebaut werden soll. Denn: Geld verdirbt die Freundschaft
In der Kneipe neige ich *zugegeben* auch zum ihr. :o)
Da fühle ich mich dann gleich wohler, vertrauter. Die Atmosphäre ist dann irgendwie heimeliger.
In der Stammkneipe wird, aufgrund des langen sich-Kennens, gegenseitig geduzt.
Im Restaurant, egal welcher Klasse, würde ich das ihr von mir aus nicht benutzen.
Ausnahme: der sympatische Kellner nutzt es, dann ihrze ich zurück.
Finde ich den *zu doof*, sieze ich konsequent zurück 
*die hervorgebrabbelten Überlegungen sind stelbstversändlich rein persönlicher Natur und entbehren jeglicher Allgemeingültigkeit*
:o)
Sonnigen Morgengruß an *euch* 
von Finjen