Ihr kleiner Sohn will nicht zur Mama

Hi,

ich stell hier eine Frage für eine gute Freundin ein. Sie ist alleinerziehende Mutter und beruflich sehr stark eingespannt. Der kleine ist 3 jahre alt und verbringt die meiste Zeit bei den Großeltern. Seine Mutter ist nach einem Jahr wieder in Ihrem alten Beruf eingestiegen. Da Sie im Einzelhandel tätig ist schläft der Kleine auch häufig bei den Großeltern und seit 2 Tagen will er abends nicht mehr mit zu seiner Mutter. Wenn Sie bei ihm ist verbringt Sie jede Sekunde mit dem kleinen, aufgrund der beschissenen Arbeitszeiten sieht Sie ihn aber viel zu selten.

Was kann Sie tun? Es macht Sie verständlicher Weise total fertig!
Ich danke euch schon mal für eure Tipps!

Mamas und das schlechte Gewissen
Hallo!

Sag deiner Freundin, sie soll sich bloß nicht fertig machen. Ich bin auch berufstätige Mutter mit eingebautem schlechtem Gewissen :smile: Das ist normal.
Das wichtige ist, dass man die Zeit die man für die Kinder hat dann auch schön gestaltet.

Meine Tochter hegte mit 3 Jahren (inzwischen ist sie 4) auch den Wunsch auszuziehen und bei Oma und Opa einzuziehen. Sie übernachtet halt gern auswärts.

Natürlich macht mich das immer etwas traurig, aber ich weiß, dass sie nach 3 oder 4 Tagen Oma und Opa freiwillig wieder nach Hause möchte.
Ich versuche die freien Abende dann zu nutzen und das aufzuarbeiten was liegen geblieben ist oder schon mal Spiele und Basteleien vorzubereiten für die nächste gemeinsame Zeit.

Grüße
Catrin

Hallo!

Was kann Sie tun?

Bevor wir dir sagen können, was sie tun kann, müßte man erstmal die Ursache wissen.

Nicht nur, warum sie alleinerziehend ist, und warum sie die Arbeitsstelle nicht wechselt, sondern vor allem, warum das Kind nicht zu ihr will.

Oft ist es so, daß die Eltern oder in diesem Fall die Mutter das Kind „erzieht“, während die Großeltern es „verwöhnen“.

Es kann aber auch andere Ursachen haben.

Am besten, man fragt das Kind. Was sagt das Kind dazu?

Grüße

Andreas

Hallo

Was kann Sie tun? Es macht Sie verständlicher Weise total
fertig!
Ich danke euch schon mal für eure Tipps!

Die Großeltern haben in 3facher Hinsicht gegenüber der Mutter Vorteile für das Kind.

  1. Er verbringt den meiste Zeit des Tages dort, sie sind also vermutlich seine wichtigsten Bezugspersonen.
  2. Sie sind nicht so gestresst.
  3. Sie sind zu zweit.

Ich denke, dass sie jetzt das erlebt, was viele Väter erleben, die ja in der Regel auch der Berufstätigkeit die Priorität gegenüber der Kindererziehung einräumen. -

Dem Kind geht es vermutlich gut, so wie es jetzt ist. Was die Beziehung zwischen Mutter und Kind aber belasten würde wäre, wenn sie sich (in ihrer Freizeit) an das Kind klammern und ihm irgendwie vermitteln würde, dass sie ganz traurig ist, wenn es lieber bei den Großeltern als bei ihr ist.

Ich meine, dass sie entweder alles so lassen und ihre Rolle in dieser Konstellation finden sollte, oder sie sollte bei der Berufstätigkeit wesentlich kürzer treten. Wobei ich die erstere Lösung für die bessere halten würde (jedenfalls fürs Kind), soweit mein Eindruck davon einigermaßen stimmt. Das Rad der Zeit lässt sich sowieso nicht zurückdrehen.

Viele Grüße
Simsy

Hallo!

Es macht Sie verständlicher Weise total fertig!

Ich meine, dass sie … alles so lassen … sollte.

Ist dir klar, was du von der Mutter verlangst? Sie hat ein Problem! Und jeder, der Kinder hat, weiß: Das ist riesengroßes Problem! Sie hat das Kind im Bauch getragen, ein paar Jahre großgezogen, und jezt will es nicht mehr zu ihr. Es macht sie fertig!!! Und das ist nur allzu verständlich! Da MÜSSEN einer Mutter, wenn sie das Kind liebt, und das tut sie ja wohl, doch die Tränen kommen! Was auch immer das Problem ist, und wie auch immer die Lösung aussieht, alles so lassen sollte man ganz sicher nicht.

Sorry, soll kein Meckern sein. Für das Kind ist es vielleicht in Ordnung, aber für die Mutter nicht.

Grüße

Andreas

Moin,

Der kleine ist 3 jahre alt und verbringt die meiste Zeit bei
den Großeltern.

Wieso ist er denn nicht im Kindergarten?

Was kann Sie tun? Es macht Sie verständlicher Weise total
fertig!

Betreuungspriorität ändern.
Kindergarten suchen, der halbwegs zu ihren Arbeitszeiten passt. Der Kleine ist 3, der will vielleicht auch mal andere Kinder sehen als nur Oma und Opa.

Wichtigste Betreuungsperson bleibt die Mutter. Sie bringt den Kleinen in den Kindergarten und holt ihn dort auch wieder ab. Erst wenn diese Lösung versagt, z.B. wegen Krankheit, blöden Öffnungszeiten etc. springen die Großeltern ein.

Wichtig ist, dass die Großeltern kooperieren. Nicht dass die plötzlich meinen, in dem Kleinen einen neuen Lebenssinn gefunden zu haben und entsprechend klammern. Das gibt dann Stress nach dem Motto „aber der ist doch bei uns viel besser aufgehoben, als im Kindergarten“. Falls diese Argument kommt, Oma und Opa mal in den Kindergarten schleppen und ihnen zeigen was dort geboten wird an Programm, Förderung, Spielmöglichkeiten, Gesellschaft von anderen Kindern etc.

Viel Glück,
Gruß
Marion

schnelle Änderung
Hallo!

Der kleine ist 3 jahre alt und verbringt die meiste Zeit bei
den Großeltern.

Wenn ich ein Kind bekäme, würde ich doch alles daran setzen, ihm soviel wie möglich von meinen Moral- und Lebensvorstellungen zu vermitteln; kurz: ich (und meine Frau) würden ihn erziehen wollen.
Natürlich können auch andere vertrauensvolle Personen mit einbezogen werden, wie zB die Großeltern. Doch die Betonung liegt auf " mit einbezogen werden".
Für mich wäre es demnach nicht akzeptabel, wenn mein Kind fast keine Zeit mit mir verbringen würde; gerade in den ersten extrem prägenden Jahren.
Ich würde versuchen, schnellst möglich die Arbeitszeiten zu wechseln und dies mit einem guten Kindergarten zu kombinieren. und eigentlich auch den Job, aber dies wird vielleicht wegen mangelnder Qualifikation nicht möglich sein.

Dass das Kind nicht mehr zurück will, würde ich damit nicht in direkter Verbindung sehen. Dies wird sich in ein paar Tagen geben. Und doch würde ich schnellst möglich aus den oben genannten Gründen etwas ändern, auch wenn ich dadurch Probleme an anderer Stelle hinnehmen müsste.

Gruß
Paul

Hallo

Kindergarten suchen, der halbwegs zu ihren Arbeitszeiten
passt. Der Kleine ist 3, der will vielleicht auch mal andere
Kinder sehen als nur Oma und Opa.

Bestimmt will er das, aber höchstwahrscheinlich will er nicht von 8:00 bis 19:00 Uhr in den Kindergarten. Wenn er 3 Stunden vormittags im Kindergarten verbringt, ist das lang genug für einen knapp 3-jährigen, oder 4 Stunden wenn er bald 4 wird. Oma und Opa gehen ja hoffentlich regelmäßig mit ihm auf den Spielplatz, da trifft er doch auch andere Kinder.

Wichtigste Betreuungsperson bleibt die Mutter.

Wäre das das Ziel dieser Betreuungsprioritätenänderungsaktion?
Oder ist das einfach ein Axiom (eine feststehende Tatsache, die nicht beweisbar ist und auch nicht bewiesen werden muss)?

Sie bringt den Kleinen in den Kindergarten und holt ihn dort auch wieder ab.

Da muss sie aber entweder kündigen, oder der Kleine ist viel zu lange im Kindergarten.

Erst wenn diese Lösung versagt, z.B. wegen Krankheit, blöden
Öffnungszeiten etc. springen die Großeltern ein.

Hast du bei der ganzen Sache bedacht, dass die schon seit 2 Jahren, (also zwei Drittel vom gesamten Leben des Kindes) reichlich einspringen?

Wichtig ist, dass die Großeltern kooperieren.

Das fände ich ziemlich schwierig, wenn sie das so macht, wie du vorschlägst. Ich gehe ja davon aus, dass du nicht sagen willst, dass sie beruflich kürzer treten soll. Das würde doch also ca. 9 Stunden Kindergarten bedeuten, das ist viel zu lang für einen 3-jährigen (jedenfalls für eine optimale Lösung).

Wenn ich so einen Knirps zwei Jahre lang vollzeit betreut hätte, würde ich aber protestieren, wenn der dann plötzlich so lange in den Kindergarten sollte, nur damit er keinen Kontakt mehr mit mir haben kann. Obwohl er genau das - offensichtlich - ja will.

Gute funktionierende Beziehungen zerstören, nur um die wichtigste Person im Leben eines Kindes zu sein, das ist eigentlich nicht das, was ich von einer ihr Kind liebenden Mutter erwarten würde.

Das gibt dann Stress nach dem Motto „aber der ist doch bei uns viel besser aufgehoben, als im Kindergarten“. Falls diese Argument kommt, Oma und Opa mal in den Kindergarten schleppen …

Aber vormittags! Wenn die Gruppen überfüllt sind und da auch die heulenden 1-jährigen noch dazwischen sind. (Ich denke, die meisten Kindergärten sehen eher so aus, als dass die Kinder da besonders toll gefördert würden. Wenn der Kindergarten besser ist, dann ist es natürlich was anderes. Wenn der Kleine bei Oma und Opa nur vor der Glotze sitzt, dann ist es natürlich ebenfalls was anderes. Aber vielleicht fördern die ihn ja, lesen vor, malen mit ihm, gehen raus, spielen Ballspiele usw. usw.

Übrigens würde ich, wenn ich nochmal anfangen könnte, meine Kinder entweder in einen Montessori-Kindergarten oder in einen integrativen Kindergarten schicken, wenn es geht. In letzteren sind die Gruppen wesentlich kleiner als normal, und das Personal wesentlich besser ausgebildet.)

Viele Grüße
Simsy

Hallo Andreas!

Sorry, soll kein Meckern sein. Für das Kind ist es vielleicht
in Ordnung, aber für die Mutter nicht.

Ja, das verstehe ich schon, aber was schlägst du vor?

Letzten Endes stimmt das hier ja nicht so ganz:

Sie hat das Kind … ein paar Jahre großgezogen, und jezt will es nicht mehr zu ihr.

Sie hat das Großziehen ja doch weitgehend den Großeltern überlassen, seitdem das Kind 1 ist.

Für mich ist eigentlich klar, dass es die Bindung zwischen Mutter und Kind zerstören kann, wenn man so früh vollzeit arbeiten geht, und ich finde es auch nicht in Ordnung, wie in den letzten Jahren die möglichst frühzeitige Arbeitsaufnahme nach der Geburt immer propagiert wird. Wahrscheinlich ist sie darauf reingefallen, und hat sich das Ergebnis nicht so träumen lassen. Aber jetzt ist es so, was will man machen?

Hast du denn einen besseren Vorschlag?

Viele grüße
Simsy

Hallo

Für mich wäre es demnach nicht akzeptabel, wenn mein Kind fast
keine Zeit mit mir verbringen würde; gerade in den ersten
extrem prägenden Jahren.

Drei dieser extrem prägenden Jahre sind hier in diesem konkreten Fall schon vorbei, und zwei davon hat das Kind fast keine Zeit mit der Mutter verbracht. Das kann nicht nachträglich noch geändert werden.

Ich würde versuchen, schnellst möglich die Arbeitszeiten zu
wechseln und dies mit einem guten Kindergarten zu kombinieren.

Ich finde es nicht ratsam, jetzt Hauruck-Aktionen zu starten. Da sind noch andere Menschen dran beteiligt, und da muss man einen gemeinsamen Nenner finden.

Viele Grüße
Simsy

Moin,

Bestimmt will er das, aber höchstwahrscheinlich will er nicht
von 8:00 bis 19:00 Uhr in den Kindergarten. Wenn er 3 Stunden
vormittags im Kindergarten verbringt, ist das lang genug für
einen knapp 3-jährigen, oder 4 Stunden wenn er bald 4 wird.

Das mag deine persönliche Meinung sein. Zum Glück für die Kinder bist du damit in der Minderheit. Normal entwickelte 3-Jährige sind Energiebündel ohne Ende, sie wollen spielen, sich bewegen, sozial interagieren, Anregungen ohne Ende, toben, sich dreckig machen undundund und das am Besten 14 Stunden am Tag um die restlichen 10 Stunden müde und glücklich in ihrem Bett zu liegen und bestens durczuschlafen. Dafür bietet ein moderner Kindergarten heutzutage die besten Vorraussetzung.

Stundenlang mit Mama allein oder Oma und Opa zu Hause abzuhängen und vorm Fernseher geparkt zu werden, wenn Mama oder Oma ihre Hausarbeit erledigen muss, ist einfach nur öde. Und mit den Babies auf dem Spielplatz ist auch einfach nur öde, wenn alle anderen Gleichaltrigen im Kindergarten sind.

Wichtigste Betreuungsperson bleibt die Mutter.

Wäre das das Ziel dieser Betreuungsprioritätenänderungsaktion?
Oder ist das einfach ein Axiom (eine feststehende Tatsache,
die nicht beweisbar ist und auch nicht bewiesen werden muss)?

Es geht hier um das Ziel. Vielleicht liest du dir das Ausgangsposting nochmal durch. Ansonsten bin ich mal gespannt auf deine „Beweise“. Es sollte doch jedem normalen Menschen halbwegs einleuchten, dass weder Mama noch Großeltern das leisten können, was ein Kindergarten leisten kann. Oder haben die irgendwelche Heinzelmännchen zu hause, die nebenher noch den Einkauf erledigen, das Haus putzen, kochen etc.? Nö, da wird dann der Kleine solange irgendwo geparkt.

Erst wenn diese Lösung versagt, z.B. wegen Krankheit, blöden
Öffnungszeiten etc. springen die Großeltern ein.

Hast du bei der ganzen Sache bedacht, dass die schon seit 2
Jahren, (also zwei Drittel vom gesamten Leben des Kindes)
reichlich einspringen?

Was soll das für ein Argument sein? Die werden es schon überleben, wenn der Kleine in den Kindergarten geht. Vielleicht sind sie auch ganz froh, mal wieder ihr eigenes Leben zu Leben und nicht immer den Dauerbabysitter zu spielen. Ansonsten ist nichts schlimmer als die „Betreuungspersonen“, die sich an ihre Kinder klammern, und dann heulend vorm Kindergarten stehen, wenn die Kiner das erste Mal hingehen. Die Mütter wohlgemerkt, nicht die Kinder.

Wichtig ist, dass die Großeltern kooperieren.

Das fände ich ziemlich schwierig, wenn sie das so macht, wie
du vorschlägst. Ich gehe ja davon aus, dass du nicht sagen
willst, dass sie beruflich kürzer treten soll. Das würde doch
also ca. 9 Stunden Kindergarten bedeuten, das ist viel zu lang
für einen 3-jährigen (jedenfalls für eine optimale Lösung).

Durch Wiederholungen wird deine Behauptung auch nicht besser. Es gibt genügend Kinder die in Ganztagskindergärten gehen oder sogar jüngere in Kinderkrippen, die das bestens verkraften. Früher waren Großfamilien in denen es viel Anregung mit vielen anderen Kinern zusammen gab völlig normal. Die „modernen“ Zustände, dass ein Kind allein ohne anderen Kinder den größten Teil des Tages nur mit einem oder zwei Erwachsenen verbringt, ist hingegen völlig unnormal.

Wenn ich so einen Knirps zwei Jahre lang vollzeit betreut
hätte, würde ich aber protestieren, wenn der dann plötzlich so
lange in den Kindergarten sollte, nur damit er keinen Kontakt
mehr mit mir haben kann.

Es geht nicht darum, dass er keinen Kontakt mehr zu Opa und Oma haben soll, sondern darum, dass er unter andere Kinder kommt, Spaß haben kann und seine Mutter wieder mehr in den Vordergrund rückt für ihn. Wenn die bisherigen Betreuungspersonen damit nicht klarkommen, dann sollten sie sich vielleicht mal überlegen, für welchen Zweck sie das Kind gebrauchen, um welche Lücke in ihrem Leben zu schließen.

Gruß
Marion

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Hallo Andreas!

Sorry, soll kein Meckern sein. Für das Kind ist es vielleicht
in Ordnung, aber für die Mutter nicht.

Ja, das verstehe ich schon, aber was schlägst du vor?

Schwer zu sagen, ich kenne die Situation nicht. Bei meiner Frau ist es so, daß sie einen Mann hat (mich), und nicht arbeitet. Und ich denke, das ist gut so. Aber ich habe wohl kein Recht, das auf andere zu übertragen, schon gar nicht, wenn ich nicht weiß, WARUM sie alleinerziehend und berufstätig ist.

Letzten Endes stimmt das hier ja nicht so ganz:

Sie hat das Kind … ein paar Jahre großgezogen, und jezt will es nicht mehr zu ihr.

Sie hat das Großziehen ja doch weitgehend den Großeltern
überlassen, seitdem das Kind 1 ist.

Ja, da hast du Recht. Und ich Unrecht. Sorry.

Für mich ist eigentlich klar, dass es die Bindung zwischen
Mutter und Kind zerstören kann, wenn man so früh vollzeit
arbeiten geht.

Ja, das ist vermutlich Tatsache.

und ich finde es auch nicht in Ordnung, wie in
den letzten Jahren die möglichst frühzeitige Arbeitsaufnahme
nach der Geburt immer propagiert wird.

DAS finde ich auch nicht in Ordnung! Ganz und gar nicht!

Wahrscheinlich ist sie darauf reingefallen.

Ob das Tatsache ist, oder nur eine Vermutung, weiß ich nicht.

Hast du denn einen besseren Vorschlag?

Wie gesagt, das hängt von der Situation ab.

Nehmen wir die typische Familie, wo der Vater arbeitet und die Mutter nicht berufstätig ist, damit sie Zeit hat für die Kinder. (Oder, wenn’s sein muß, umgekehrt.)

Was ist der Grund, warum das bei ihr nicht so ist?

Will und kann sie das überhaupt ändern?

Das müßte man erstmal wissen, bevor man Vorschläge machen kann.

Man muß die Ursachen des Problems finden, bevor man es lösen kann.

Grüße

Andreas

OT Kindergärten, Großeltern etc.
Hallo Marion

Wenn er 3 Stunden vormittags im Kindergarten verbringt, ist das lang genug für einen knapp 3-jährigen, oder 4 Stunden wenn er bald 4 wird.

Das mag deine persönliche Meinung sein. …

Normal entwickelte 3-Jährige sind Energiebündel ohne Ende, sie wollen spielen, sich bewegen, sozial interagieren, Anregungen ohne Ende, toben, sich dreckig machen undundund …

Das ist ja das Problem, dass das in den Kindergärten, die ich kennengelernt habe, gerade eben nicht möglich war. Da durften die Kinder nicht toben, nicht rennen, klettern nur sehr bedingt, die durften in dem einen Kindergarten noch nicht mal laut sein.
Und Anregungen ohne Ende haben die Kinder dort auch nicht bekommen.

Hier bei uns am Ort gibt es 7 Kindergärten, und bei einem davon hätte das genau zugetroffen, was du schreibst, bei einem weiteren wahrscheinlich, bei noch zweien wohl so halbwegs, und bei dreien … hm nicht wirklich.

Dafür bietet ein moderner Kindergarten heutzutage die besten Vorraussetzung.

Ja eben, das glaube ich nicht unbesehen. Es kommt eben drauf an.

Stundenlang mit Mama allein oder Oma und Opa zu Hause abzuhängen und vorm Fernseher geparkt zu werden, wenn Mama oder Oma ihre Hausarbeit erledigen muss, ist einfach nur öde.

Wer sagt denn, dass die dauernd und stundenlang Hausarbeit erledigen?
Ich denke leider, dass eher die Mutter, wenn sie von der Arbeit kommt, erstmal Hausarbeit erledigen muss.

Und mit den Babies auf dem Spielplatz ist auch einfach nur öde, wenn alle anderen Gleichaltrigen im Kindergarten sind.

Nachmittags sind die meisten Spielplätze, die ich kenne, aber gut frequentiert, auch von älteren Kindern.

Wichtigste Betreuungsperson bleibt die Mutter.

Wäre das das Ziel dieser Betreuungsprioritätenänderungsaktion?

Es geht hier um das Ziel.

Ach so, das war mir nicht deutlich, weil du „bleibt“ geschrieben hast.

Ansonsten bin ich mal gespannt auf deine „Beweise“.

Was für Beweise? Was soll ich denn beweisen?

Es sollte doch jedem normalen Menschen halbwegs einleuchten, dass weder Mama noch Großeltern das leisten können, was ein Kindergarten leisten kann. Oder haben die irgendwelche Heinzelmännchen zu hause, die nebenher noch den Einkauf erledigen, das Haus putzen, kochen etc.?

Ich weiß ja nicht die Lebensumstände von den Großeltern, aber wenn die schon Rentner sind, dann sind die doch den ganzen Tag zu zweit! Die werden doch wohl mehr Zeit für das Kind aufbringen können, als eine Erzieherin, die (sehr oft allein, die haben nämlich dort im Kindergarten auch Hausarbeit zu erledigen) für ca. 15 - 25 Kinder zuständig ist!

Die Großeltern brauchen doch wohl nicht beide zusammen zu putzen, einzukaufen oder was weiß ich! Und vielleicht ‚hilft‘ das Kind ja immer beim putzen! Mit drei machen sie es ja noch gerne.

Und rein theoretisch könnte es sogar sein, dass in der Nachbarschaft der Großeltern einige gleichaltrige Kinder wohnen, mit denen ein reger Kontakt besteht.

Was die Großeltern für das Kind leisten können, hängt natürlich stark von deren Fähigkeiten in der Hinsicht ab, die ich natürlich nicht beurteilen kann. -

Nö, da wird dann der Kleine solange irgendwo geparkt.

Wie du das immer weißt!

Es gibt genügend Kinder die in Ganztagskindergärten gehen oder
sogar jüngere in Kinderkrippen, die das bestens verkraften.

Das kann sein, aber es gibt es auch welche, die das nicht verkraften.

Ok, ob jetzt 3 oder 5 oder weiß ich wieviel Stunden Kindergarten für einen 3-jährigen genug sind, das kann man nicht pauschalisieren. Ich bin davon ausgegangen, dass das Kind bisher noch nicht im Kindergarten ist (was man ja auch nicht wirklich weiß).

Mich stört aber, dass du offensichtlich pauschal vorraussetzt, dass jeder Kindergarten eine sehr gute Qualität bietet. Nach dem, was ich so mitkriege, ist das eher die Ausnahme, und es gibt ab und zu auch grottenschlechte Kindergärten. Viele Kindergartenleiter klagen über zu wenig Personal. Und es gibt da auch reine Kinderverwahranstalten.

Früher waren Großfamilien in denen es viel Anregung mit vielen
anderen Kinern zusammen gab völlig normal.

Eine Großfamilie ist aber keine Kinderkrippe. Da gibt es einige grundsätzliche Unterschiede.

Es geht nicht darum, dass er keinen Kontakt mehr zu Opa und Oma haben soll, sondern darum, dass er unter andere Kinder kommt, Spaß haben kann und seine Mutter wieder mehr in den Vordergrund rückt für ihn.

Erstens finde ich diesen Übergang extrem krass von ständig bei Großeltern zu fast garnicht mehr bei Großeltern. Zweitens wissen wir wohl nicht, ob er nicht auch jetzt schon Spaß haben kann. Drittens wird die Mutter nicht in den Vordergrund rücken, wenn das Kind anstatt bei den Großeltern im Kindergarten ist. Dann rückt der Kindergarten in den Vordergrund. Und wenn die Großeltern im Moment die Bezugspersonen für das Kind ist, was ja doch den Anschein hat, dann hat es von jetzt auf gleich keinen Kontakt mehr zu seinen Bezugspersonen, ist aber gleichzeitig ganztags im Kindergarten.

Wenn die bisherigen Betreuungspersonen damit nicht klarkommen, dann sollten sie sich vielleicht mal überlegen, für welchen Zweck sie das Kind gebrauchen, um welche Lücke in ihrem Leben zu schließen.

Das ist ja wohl eine Vorverurteilung über 4 Ecken, über eine Sache, die wohl gar nicht stattgefunden hat.

Eigentlich war aber doch die Erziehungsqualität der Großeltern gar nicht in Frage gestellt worden. Das Problem waren doch eher die Arbeitszeiten der Mutter und vermutlich damit zusammenhängende Entfremdung. Deswegen habe ich OT in den Titel geschrieben.

Viele Grüße
Simsy

Hallo

Wahrscheinlich ist sie darauf reingefallen.

Ob das Tatsache ist, oder nur eine Vermutung, weiß ich nicht.

Das ist jetzt natürlich nur eine reine Vermutung von mir gewesen.

Man muß die Ursachen des Problems finden, bevor man es lösen
kann.

Die werden wir vermutlich nicht erfahren, zumal sie ja nicht selber schreibt. Ob die Fragestellerin hier noch mitliest, wissen wir ja auch nicht, bis jetzt jedenfalls.

Viele Grüße Simsy