Keine taktischen Gründe
Einen Teppichangriff auf ein KZ?
Also die Technik war doch ausgereift genug für exakte
Bombardements. Dieses zielgenaue Bombardieren wurde in den
ersten Kriegsjahren ja auch ausgeführt.
Mit „zielgenau“ ist nur gemeint, daß alle Bomben halbwegs innerhalb eines Viertels landen, und zumindest eine das eigentliche Ziel trifft.
Um soetwas durchzuführen, wären Stukas, Tagesangriff und eigene Luftüberlegenheit notwendig.
Die Allierten hatten keine Sturzkampfbomber, die in der Lage wären, ein Ziel in Generalgouvernement anzufliegen. Geschweige denn den Hinflug zu überleben.
Lediglich der Wahn
nach maximaler Zerstörung in den Wohngebieten hatte das
Flächenbombardement hervorgerufen.
Unsinn. Es ergab sich aus den Problemen mit Zielfindung und dem eigentlichen Zielen (speziell in der Nacht), sowie mit der Flak. Die Zersörung der Wohngebiete wurde zuerst mit Zähnenknirschen inkaufgenommen und erst später zum Selbstzweck geworden.
Reine Terrorangriffe (Wielun, Warschau, Rotterdam ect.) zu Beginn des Krieges mal ausgenommen.
Ich bleibe bei meiner Meinung, dass die Gaskammern selbst
leicht hätten zerbombt werden können, ohne zu viele Menschen
zu gefährden. Es wären sicherlich ein paar Leute umgekommen,
die sich dort aufhielten,
Ein wirkungsvoller Angriff gegen die Gaskammer hätte ganzen Lager dem Erdboden gleichgemacht. Incl. Insassen.
aber im Endeffekt wäre die
Vernichtung der Juden langsamer von statten gegangen, sodass
viele nicht vergast hätten werden können.
Wie lange braucht man, um die Gaskammer wieder inbetrieb zu nehmen? Woche, zwei? Und um die Barracken aufzustellen? Zwei bis drei Tage.
So ist Bombardierung von chemischen Betrieben (die das Gas und Treibstoffe herstellen), Metallverarbeitung (die Lokomotiven und Wagons herstellen), Bergbauzentren (die Kohle für die Loks fördern) und und und deutlich effektiver. Und beeinträchtigt die Wehrkraft des Gegners viel stärker, als zerstörung politisch gewollten, aber kreigsunwichtigen KZs.
MfG
C.