Illustrator - mehrseitige Dokumente?

Hallo Experten,

Corel Draw oder Freehand kann ich auch als für einfache DTP Anwendungen benutzen, ich lege in einem Dokument einfach soviele Seiten an wie ich will.

In letzer Zeit arbeite ich öfter mit Illustrator, allein schon um Probleme mit der Druckerei/Belichtung auszuschliessen. Ist auch ganz nett, muss nur ständig umdenken. Jetzt wollte ich einen zweiseitigen Flyer erstellen, gut erste Seite fertig, ich will eine zweite Seite anlegen … Geht das gar nicht? Wenn doch wie? Nicht warum nicht? Hab ich mal wieder das geniale Konzept dahinter nicht verstanden?

Classroom in a Book meint: „Illustrator is generally not meant to create multi-page documents. That would be more of a function of a page layout program such as InDesign.“

Etwas ratlose Grüsse Jan

Hallo Jan,

Illustrator ist tatsächlich nur auf einseitige Dokumente / Illustrationen ausgerichtet. Du bastelst also mit Illu ein .ai oder .eps und platzierst das im Layoutprogramm deines Vertrauens. Anders geht es nicht.

Dahinter steckt wohl Firmenpolitik von Adobe: wer würde denn InDesign benötigen, wenn Illustrator das auch alles könnte?

Ein Workaround fällt mir dann doch ein: die Dokumente einseitig aufbauen und als PDF sichern, und die PDFs dann im Akrobat zusammenfügen. Naja. :expressionless:

Viele Grüße,
Daniel

Dahinter steckt wohl Firmenpolitik von Adobe: wer würde denn
InDesign benötigen, wenn Illustrator das auch alles könnte?

Das sehe ich etwas anders. Warum schreibt wohl niemand Bücher mit
Photoshop oder benutzt einen Pinsel, um einen Nagel in die Wand
zuschlagen?
Weil jedes Werkzeug ein spezielles Einsatzgebiet hat. Illustrator ist
ein optimales Werkzeug um vektorisierte Grafiken (Logos, Headlines,
Symbole, etc. zu erstellen). Für mehrseitige Dokumente ist eine
andere Software das Richtige. In unser arbeitsteiligen Wirtschaft
wird für jeden Aufgabenbereich ein optimales Werkzeug zur Verfügung
gestellt. Es sind ja nicht nur Einzelkämpfer im Grafikgewerbe
unterwegs.
Macht doch Sinn - oder?

Grüße
click

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Wann gewöhnen sich Laien eigentlich mal an DTP-Pro
Hi,

wann eigentlich gewöhnen sich Laien, Amateure und Hobbygrafiker mal daran, dass für Mengensatz DTP-Programme da sind wie Quark oder Indesign, und für Grafikprojekte Freehand und Illustrator; selbst Corel, als das „Freehand für Arme“ hat so seine Tücken.

Wir in unserer Agentur und Druckerei könnten jeden vierteilen, der mit Flyern ankommt, die in Freehand & Co. gemacht sind, ja, es gibt sogar noch „Spezialisten“, die mit Word ankommen.

Wenn Amateure uns Profis schon die „Arbeit wegnehmen“ wollen, dann müssen sie halt auch die Kohle für anständige Programme aufbringen, um anständige Ergebnisse zu erhalten. Wer’s billig macht, kriegt auch nur billige Ergebnisse.

Und wer sich schnell was in Corel oder Illustrator zusammenschustert, hat meistens null Ahnung von Überfüllung, von „randabfallend“, bastelt schöne 72dpi-Bildchen ein usw. usw. usw.

Schuster, bleib bei deinem Leisten!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Nix Laie
Hi,

ich arbeite für eine Werbefirma die u.a. Vektorgrafiken bis 3 x 1 m auf Film belichtet lässt, welcher auf Plexiglas gezogen wird, nachher werden das dank Effektfolien und polarisiertem Licht bewegte Fliessgrafiken. Ich mache da seit paar Jahren das Feintuning der Grafiken vor der Belichtung, hab meinen Chef(Der ist nur mal am Rande bemerkt gelernter Drucker.) jetzt endlich von Illustrator überzeugt - weil es mit Corel ständig Ärger gab. Der Belichter hatte kein Corel mehr, Corel war zu blöde vernünftige PDFs(ich rede von sehr grossen und komplexen Zeichnungen) zu speichern etc. Heute muss ich nur noch die Zeichnungen die unser Grafikspezi in der Schweiz macht - von Corel nach Illustrator konvertieren und eben nachbearbeiten. Oder ich zeichne die Grafik selbst, was eher selten vorkommt.

Und das was ich gerade machen will ist ein zwei- max. vierseitiger Flyer als Werbung für eben diese Firma. Ich möchte keine Zeitschrift drucken, nur Beilagen für Werbebriefe in einer kleinen Auflage bzw. PDFs zum per Mail verschicken. Warum sollte ich das also nicht in dem gewohnten Programm machen?

Gruss Jan

Dahinter steckt wohl Firmenpolitik von Adobe: wer würde denn
InDesign benötigen, wenn Illustrator das auch alles könnte?

Das sehe ich etwas anders. Warum schreibt wohl niemand Bücher
mit
Photoshop oder benutzt einen Pinsel, um einen Nagel in die
Wand
zuschlagen?
Weil jedes Werkzeug ein spezielles Einsatzgebiet hat.
Illustrator ist
ein optimales Werkzeug um vektorisierte Grafiken (Logos,
Headlines,
Symbole, etc. zu erstellen). Für mehrseitige Dokumente ist
eine
andere Software das Richtige. In unser arbeitsteiligen
Wirtschaft
wird für jeden Aufgabenbereich ein optimales Werkzeug zur
Verfügung
gestellt. Es sind ja nicht nur Einzelkämpfer im Grafikgewerbe
unterwegs.
Macht doch Sinn - oder?

Corel Draw besitzt seit langem u.a. einen eingebauten Editor und die Möglichkeit Dokumente mit mehreren Seiten zu erstellen. FreeHand beherrscht den Umgang mit Text auch sehr gut, kann sogar Musterseiten anlegen. Kleine Firmen können sich nicht für jeden Handgriff ein extra Programm leisten.
Von der Sekretärin verlangt man ja auch das sie vielleicht 1-mal im Jahr einen Gast vom Flughafen abholt, da wird auch kein extra Fachmann eingestellt. Für grössere Projekte macht das dann Sinn, da ist natürlich auch InDesign die bessere Wahl - aber wenn ich 2-3 mal im Jahr ein mehrseitiges(max. 6 Seiten) Dokument erstelle. Würde auch Illustrator reichen.
BTW eine Bekannte schreibt wirklich längere Anleitungen in Photoshop, weil sie mit Vektor und DTP Programmen nicht klar kommt. Keine Ahnung wie sie das schafft, ich benutze die Textwerkzeuge im PS nur im absoluten Notfall.

Gruss Jan