Im 21.Jh. zukünftig mit Brille surfen?

hallo,
kurz vor der Cebit
wie ausgereift sind eigentlich (Monitorersatz)Videobrillen?
danke
Friedrich
PS: wär das nicht was fürs internet-wlanHandy?

hallo,
kurz vor der Cebit
wie ausgereift sind eigentlich (Monitorersatz)Videobrillen?

Gar nicht.

Das Problem ist, das unser Gehirn Abstandsinformationen mit zwei Methoden ermittelt: Einmal die Fokussierung der Linse im Auge, einmal die Stellung der Augen zueinander (Paralaxe).
(Okay, es gibt noch eine dritte - Schätzung anhand Größenvergleich mit bekannten Merkmalen, aber das ist halt nix organisch/mechanisches, sondern Intelligenz/Mathematisch. Sorry für die Wortwahl, mit fällt nix besseres ein, wie man das ausdrückan soll)

Bei den ganzen VR-Brillen hast du nun das Problem, das du deine Augen auf eine relativ kurze Distanz (bis zum Display in der Brille) fokussierst, die Paralaxenstellung dagegen auf unendlich stellen musst.

Was bei rund 15% aller Menschen innerhalb wenigen Minuten für massive Kopfschmerzen sorgt. Irgendwo hab ich mal gelesen, das das interessanterweise die gleichen Menschen sein sollen, die in diesen dreidimensionalen Vexierbildern („Das magische Auge“) nichts sehen konnten.

Daher kann man davon ausgehen, das die ganze VR-Geschichte eher eine Spielerei am Rande beleiben wird. Lustig für die, die keine Kopfschmerzen davon bekommen, aber ohne technische Weiterentwicklung (angedacht waren mal Kontaktlinsen mit Glasfaserbündel) wohl kaum für die breite Masse umsetzbar.

Vom reinen Gewicht der ganzen Anlage nebst Stromversorgung mal abgesehen . . . Ich hab mal eine Runde mit so einem Helm gespielt - das gibt richtig Nackenmuskeln :wink:

Hallo,

kurz vor der Cebit
wie ausgereift sind eigentlich (Monitorersatz)Videobrillen?

Gar nicht.

Was so durchaus richtig ist.
Die Technik entwickelt sich gerade zur gewissen Tauglichkeit.
Das Problem ist, daß mit derzeitigen Technologien (z.B. LCD)
keine extrem kleinen Pixel gemacht werden können.

Das brächte man aber, damit man eine halbwegs realistischen
Eindruck bekommt. Übliche Auflösungen von Monitoren mit
jetzt z.B. 1280 x 1024 (wie gängige 17" und 19" -TFT) müssten
es schon sein. Über 1200 Pixel auf eine Breite von z.B. 12mm
bedeutet aber einen Pixelabstand von 10um. Da es aber Farbe
sein soll und man da üblicherweise Quadrupel macht, bleibt
für einzelne Farbpixel eine Strukturgröße von 2,5um.
Für Full-HD geht’s gegen Strukturgrößen von 1um.

Bei den ganzen VR-Brillen hast du nun das Problem, das du
deine Augen auf eine relativ kurze Distanz (bis zum Display in
der Brille) fokussierst, die Paralaxenstellung dagegen auf
unendlich stellen musst.

Was so nicht korrekt ist. Das Auge fokussiert so, daß es
ein scharfes Bild ergibt.
Auch wenn die Projektion nun aber dicht vor dem Auge ist,
so muß das Auge nich auf diese kurze Entfernung kokussieren,
sondern auf die Entfernung, welche durch die Optik der Brille
vorgegeben wird.
So funktionieren auch alle elektronischen Sucher von Kameras
und Fotoapp. Bekantlich ist das aber sehr verpixelt.

Was bei rund 15% aller Menschen innerhalb wenigen Minuten für
massive Kopfschmerzen sorgt.

Was sicher andere Ursachen hat.
Z.B. führt eine Diskrepanz zw. Gleichgewichtssinn und Augen
zu Übelkeit.

Daher kann man davon ausgehen, das die ganze VR-Geschichte
eher eine Spielerei am Rande beleiben wird.

Das sicher nicht. Es wird sich womöglich auch in ganz andere
Richtung entwickeln, z.B. direkte Einspeisung der Informationen
in die Nervenbahnen des Auges. Das ist aber sicher noch lange
Zunkunkftsmusik.

Lustig für die,
die keine Kopfschmerzen davon bekommen, aber ohne technische
Weiterentwicklung (angedacht waren mal Kontaktlinsen mit
Glasfaserbündel) wohl kaum für die breite Masse umsetzbar.

Da sind ganz andere varianten noch denkbar, z.B. künstliche
Netzthaut-Chips. Damit wäre das einspielen zusätzlicher
Bilder rel. einfach. Auch das ist noch weit in der Ferne,
obwohl es allererste Implantate für Blinde sogar schon gibt.

Vom reinen Gewicht der ganzen Anlage nebst Stromversorgung mal
abgesehen . . . Ich hab mal eine Runde mit so einem Helm
gespielt - das gibt richtig Nackenmuskeln :wink:

Ist nur ein technologisches Problem.
Angesichts der Entw. der Elektronik der letzten Jahrzehnte
kann man davon ausgehen, daß sowas innerhalb von wenigen Jahren
auf ein Bruchteil der Größe und Masse schrumpft.

Gruß Uwi

Hei Uwi,
in zwei Details möchte ich dir doch widersprechen . . .

Was so nicht korrekt ist. Das Auge fokussiert so, daß es
ein scharfes Bild ergibt.
Auch wenn die Projektion nun aber dicht vor dem Auge ist,
so muß das Auge nich auf diese kurze Entfernung kokussieren,
sondern auf die Entfernung, welche durch die Optik der Brille
vorgegeben wird.

Das funktioniert nur innerhalb sehr enger Grenzen - du kannst ein Bild, das sich wenige Zentimeter vor deinem Auge befindet, auch mit noch so aufwendigen Linsen nicht verzerrungsfrei auf unendlich umbiegen. Zumindest nicht mit den derzeitigen Linsenmaterialien. Da sind einfach die Grenzen der Optik erreicht.

Was bei rund 15% aller Menschen innerhalb wenigen Minuten für
massive Kopfschmerzen sorgt.

Was sicher andere Ursachen hat.
Z.B. führt eine Diskrepanz zw. Gleichgewichtssinn und Augen
zu Übelkeit.

Das spielt zweifelsohne auch eine Rolle - aber der Widerspruch zwischen der Entfernungsinformation, die aus der Parallaxenstellung der Augen und der Tiefenfokussierung der Linsen entsteht, tut das auch. Aber wie schon gesagt, nicht bei allen Menschen.
Wenn ich nicht gerade umgezogen wäre und meine c’t-Sammlung in irgendeinem Karton im Keller liegen würde, könnte ich dir da eine Quelle nennen.

Da sind ganz andere varianten noch denkbar, z.B. künstliche
Netzthaut-Chips. Damit wäre das einspielen zusätzlicher
Bilder rel. einfach. Auch das ist noch weit in der Ferne,
obwohl es allererste Implantate für Blinde sogar schon gibt.

Nun ja, das wird wohl noch einige Zeit lang Science-Fiction bleiben. Und dann gibt es auch noch ganz andere denkbare Varianten, direkte Schnittstelle zum Gehirn, da können wir den Umweg über die Augen gleich ganz überspringen.
Aber ich gehe mal davon aus, das ich (jetzt 43) das nicht mehr erleben werde . . .
Mal ganz davon abgesehen, das ich es mir dreimal überlegen würde, für so etwas an meinem Körper herumschipseln zu lassen . . .

Vom reinen Gewicht der ganzen Anlage nebst Stromversorgung mal
abgesehen . . . Ich hab mal eine Runde mit so einem Helm
gespielt - das gibt richtig Nackenmuskeln :wink:

Ist nur ein technologisches Problem.
Angesichts der Entw. der Elektronik der letzten Jahrzehnte
kann man davon ausgehen, daß sowas innerhalb von wenigen
Jahren auf ein Bruchteil der Größe und Masse schrumpft.

Erm.
Mein Spielchen mit so einer Anlage liegt so an die 20 Jahre zurück.
Igendwie klappt das da mit der technischen Weiterentwicklung nicht ganz so, wie wir das gewohnt sind oder uns wünschen würden . . .

lg & schönes Wochenende,
mabuse