Hallo Jürgen,
Ich finde, das ist eine durchaus akzeptable Form mit diesem
Vorfall umzugehen.
Ehrlich?
Ja, ehrlich; wohlgemerkt: ICH finde … (kein Anspruch auf Objektivierung)
Also für mich ist der Satz in dieser Form anmaßend,
denn es obliegt meines Erachtens nicht der Dame in einem
solchen Falle eines Grenzübertrittes zu entscheiden, wann es
für antares „kein Problem“ mehr und „erledigt“ ist. Sie kann
das als Lösung anbieten(!), allerdings behaupte ich durchaus,
dass antares jedes Recht der Welt hat, diese Aussage als nicht
ausreichend zu empfinden.
Ja, das hat Antares; aber die Nachbarin hat halt auch „jedes Recht der Welt“, den Satz so zu äußern, den Vorfall so zu definieren, etc.
Im Grunde vermute ich aber, dass
hier nur mal wieder Nachbarn menschlich aneinander
vorbeireden, was Kompromisse erschweren soll …
So weit ich die Vorgeschichte aus Antares’ früherem Posting in Erinnerung habe, ist ein „Kompromiss“ zwischen ihm und den Nachbarn von vorneherein (seit deren Einzug) nicht mehr so richtig möglich …
@Antares: Ich weiß nicht mehr, wo Du das gepostet hattest, ich hoffe, ich verwechsle Dich nicht mit einem anderen!
Übrigens (fass es nicht als Beleidigung auf, sondern als
Ehrlichkeit):
Müsste ich wählen, wen ich lieber zum Nachbarn hätte, Dich
oder die anderen, dann würde ich eindeutig Deine Nachbarn
bevorzugen. Wie Tychi richtig schreibt, ist das halt eine
„Weltbildfrage“.
Interessant, wie schnell Du zu Deinem Urteil kommst.
Beeindruckend. Bist Du immer so flott?
Ja!
))
Nein, im Ernst:
ich verstehe nicht, wie man diese Aussage sinnvoll kritisieren kann: natürlich ist sie nicht „abgewogen“, und natürlich ist sie nichts weiter als ein Bauchgefühl, eine schnelle, unreflektierte persönliche Meinung.
Danach hatte Antares aber gefragt, psychologische Deutungen hat er in diesem Thread ja unmissverständlich zurückgewiesen.
Und in der Tat glaube ich, dass es Antares, der so sehr von der Richtigkeit seines Verhaltens überzeugt ist, vielleicht mehr hilft, zu sehen, dass nicht jeder diesen Richtigkeits-Maßstab besitzt, als wenn er nur Recht bekommen hätte. Darum mein wiederholter Hinweis auf das „Weltbild“.
Nebenbei: Und was ist
jetzt meine Schublade? Du kennst mich ja jetzt schließlich
auch durch 10 Zeilen Text …
Ja genau, Du sagst es: Ich kenne Dich aus 10 Zeilen Text (naja, eigentlich ja auch aus noch ein paar anderen Artikeln!), und selbstverständlich könnte ich jetzt eine Aussage über Dich treffen, Dich irgendwo einordnen; ich finde auch nicht, dass das problematisch ist, solange dabei klar ist, dass ich nicht DEN JÜRGEN WILHELM in die Schublade packe, sondern den 10-Zeilen-Jürgen.
An den Schubladen (Wörtern, Kategorien) vorbei kann man nun mal nicht denken.
Diese Einsicht ist der Unterschied zu großen Teilen der „wissenschaftlichen“ Psychologie, die glaubt, DEN MENSCHEN in die gleiche Schublade pressen zu können, die sie für den in-Tests-und-Experimenten-studierten-heutigen-westlichen-Menschen angefertigt hat.
Aber das nur btw, als Wort zum Mittwoch sozusagen 
Viele Grüße
franz