Im Kopf eines Autofahrers

Hallo,

ich weiß nicht genau ob ich hier richtig bin.

Was mich schon seit jahren interessiert, ich aber nirgends auch nur eine annähernd befriedigende Antwort gefunden habe.
Es geht um folgendes:

Was denkt ein Autofahrer, der permanent und pausenlos Schlangen von anderen Autofahrern hinter sich her ziehen.
Die so fahren, daß sie nicht überholt werden können, die niemals auf die Seite fahren um andere vorbeizulassen. Also echt Verkehrshindernisse.
Nicht weil ich eventuell zu schnell fahre, nein…
das meine ich nicht.

Wenn ich in den Rückspiegel schaue und Autoschlangen hinter mir wären mache ich mir Gedanken ob mein fahrstil nicht in ordnung ist, oder ob ich, wenn ich schon langsam fahre, anderen die Chance gebe vorbeizufahren.

Bei diesen von mir angesprochenen Autofahren gibt es keinerlei Reaktion.
Haben die so einen starken Verdrängungsmechanismus?
nehmen die das gar nicht wahr? haben die vor irgendwas Angst.

Es würde mich wirklich ernsthaft interesieren was sich in diesen Köpfen abspielt, vielleicht kann ich es sogar verstehen!
Gibt es Studien darüber?

Im Voraus Vielen Dank

PP

Rückspiegel? hab ich sowas auch? (owT)

Hi PeterlePan,

Was denkt ein Autofahrer,

NICHTS und das ist das Problem. Mangelnde Denkfähigkeit bzw. -willen verursacht m.E. die meisten Verkehrsprobleme und auch kritische Situationen.
Ich hab´s von ´nem Trucker gelernt, nämlich meienm Vater.
Is tdie „Mir-doch-Scheißegel-Mentalität“ aber einmal drin, dann kriegt man sie nicht mehr aus der hohlen Birne raus. Ist ja auch bequemer, wenn man sich um andere keinen Kopp machen muß.

Gruß
Bernd

der permanent und pausenlos

Schlangen von anderen Autofahrern hinter sich her ziehen.
Die so fahren, daß sie nicht überholt werden können, die
niemals auf die Seite fahren um andere vorbeizulassen. Also
echt Verkehrshindernisse.
Nicht weil ich eventuell zu schnell fahre, nein…
das meine ich nicht.

Wenn ich in den Rückspiegel schaue und Autoschlangen hinter
mir wären mache ich mir Gedanken ob mein fahrstil nicht in
ordnung ist, oder ob ich, wenn ich schon langsam fahre,
anderen die Chance gebe vorbeizufahren.

Bei diesen von mir angesprochenen Autofahren gibt es keinerlei
Reaktion.
Haben die so einen starken Verdrängungsmechanismus?
nehmen die das gar nicht wahr? haben die vor irgendwas Angst.

Es würde mich wirklich ernsthaft interesieren was sich in
diesen Köpfen abspielt, vielleicht kann ich es sogar
verstehen!
Gibt es Studien darüber?

Im Voraus Vielen Dank

PP

Das geht vor!
Hallo PP,

die Antwort kann ich dir geben, weil ich einen Freund habe der zu diesem Typ Mensch gehört.

Die Schlange im Rückspiegel wird gar nicht war genommen oder als normal regisitriert.

Dann regt sich derjenige auch noch über den drängelnden Hintermann auf mit Kommentaren wie „was drängelt der denn so?“, „ja schlupf mir doch in den kofferaum“.

Der beste Spruch den ich bisher gehört hab war ein völlig verständnisloses „Was will der denn? Ich fahr doch schon 80!“ - auf die ich entgegnen musste: „Es sind halt 100 erlaubt!“

Es gibt bei diesen Leuten offensichtlich kein Bewusstsein für die Situation.

Un die Moral von der Geschicht:
Ich fahr selbst und ärger mich nicht!

Gruß Ivo

situationsabhängig
Hallo Peter,

Was denkt ein Autofahrer,

NICHTS und das ist das Problem. Mangelnde Denkfähigkeit bzw.
-willen verursacht m.E. die meisten Verkehrsprobleme und auch
kritische Situationen.
Ich hab´s von ´nem Trucker gelernt, nämlich meienm Vater.
Is tdie „Mir-doch-Scheißegel-Mentalität“ aber einmal drin,
dann kriegt man sie nicht mehr aus der hohlen Birne raus. Ist
ja auch bequemer, wenn man sich um andere keinen Kopp machen
muß.

Ich denke mal, das ganze ist sehr situations- und fahrerabhängig.

Als Beispiel: Wenn ich morgens noch nicht ganz fit bin, auf der linken Spur der Autobahn grade mal 80 fahre, dann mach ich mir keinen Kopp um andere und dann würde ich Deine Aussage auch so stehen lassen.

Anderes Beispiel: Ein 70jähriger fährt in der Stadt auf ner dreispurigen Strasse - er wird wahrscheinlich auch sehr langsam und vorsichtig fahren, weil er vielleicht überfordert ist - dann sollte aber darüber diskuttiert werden, ob ein „altersführerschein“ angebracht wäre. Allerdings halte ich es dann auch für sinnvoller, wenn so ein autofahrer sich dann auch langsam z.b. einer ampel, auch wenn sie grün ist, nähert, weil er z.B. auf der rechten Spur ist, aber links abbiegen muss.

Nächstes, und meines Erachtens wichtigstes Beispiel: Ein Fahranfänger, oder ein unsicherer Autofahrer, oder ein überängstlicher Autofahrer ist auf ner normalen Landstraße, vielleicht auch noch nachts überland, vielleicht ganz einfach supervorsichtig wegen möglichem Wildwechsel oder ähnlichem. Oder in nem Dorf/ner Stadt wegen evtl. auftauchender, unvorsichtiger kinder. Wenn so jemand langsam fährt, ist das für die Schlange hinter ihm vielleicht nervig; nachdem der Fahrer aber einfach nur so langsam fährt, um niemanden zu gefährden, würde ich nicht sagen, er würde sich keinen Kopp um andere machen.

Man kann als „guter“ Autofahrer (ist natürlich auch definitionssache) nicht davon ausgehen, dass alle andere Autofahrer die gleiche Fahrer-Routine und Sicherheit haben.

just my 2 cents
viele grüße
alexandra

hi, peterle
auch mal drangedacht es gibt z. B. leute wie ich die schicht arbeiten und das macht manchmal so fertig, dass ich aus ner ortschaft rausfahre und eine zeitlang gar nicht spanne welche geschwindigkeit ich draufhab, so 60 km/h. passiert mir manchmal wenns auf station im krankenhaus recht zugeht und ich die ganze zeit total gefordert bin.
noch ein beispiel sind patienten, du glaubst ja gar nicht mit welchen krankheitsbildern und medikamenten die leute noch am steuer sitzen und irre strecken zurücklegen, obwohl sie in der klinik keine 100 m schaffen.
somit gibt es auch krebspatienten die unter starken schmerzmitteln autofahrn, oder „einfach“ schmerzpatienten die eingestellt sind mit starken schmerzmitteln.
nun könntest du sagen, ja warum fährt ihr denn dann noch? HÄ???
kann ich dir sagen, ich hab z.B. einen anfahrtsweg von 35 km, landweg ist man/frau da schon ne zeit unterwegs und die patienten wohnen auch irgendwie in der gegend rum, da fährt kein bus oder selten (bei uns im dorf 3 x am tag!!!
sorry wenn ich mal vor die halbschlafend fahre, bemüh mich bloss keine leichen zu schaffen.
gruss von einer verständnisvollen halbpennerin

Hi Peterle

Was denkt ein Autofahrer, der permanent und pausenlos
Schlangen von anderen Autofahrern hinter sich her ziehen.

Der denkt vielleicht: So eine Schlange ist doch gar nicht so schlimm …

… solange ich ganz vorne fahre :wink:

Gruß
Roland

Mich würd’ interessieren, was in Deinem Kopf vorgeht, wenn Du hinterher fährst - und wie lang Du das Hinterherfahren aushältst…

Mich würd’ interessieren, was in Deinem Kopf vorgeht, wenn Du
hinterher fährst - und wie lang Du das Hinterherfahren
aushältst…

Ich gehe mal davon aus, daß die Frage ernst gemeint ist…

Eine Sache die mir im Kopf rumgeht ist die Frage die ich hier gestellt habe.

Grüsse
PP

Hai, PeterlePan,

es gibt, je nach Steuerndem und Situation, die verschiedensten Gründe für dieses Verhalten.
Da gibt es z.B. die „Erzieher“ - schneller als 80 fahren ist verboten, also sorgen die dafür, daß auch wirklich alle nur 80 fahren…
Dann natürlich die Unsicheren

  • Ortsunkundige: „Tante Martha hat gesagt, hier käme gleich die Abfahrt…“ - dumm nur, daß Tante Martha unter „gleich“ eine halbe Stunde bei Tempo 120 versteht;
  • Blindfische aller Art: nicht nur, daß es haufenweise Leute gibt, die ihre Sehhilfen im Handschuhfach aufbewahren, viele bemerken nicht, daß sich ihre Augen verschlechtern und kommen einfach nicht auf die Idee, daß es nicht normal ist, ein Schild erst bei 50 m Abstand lesen zu können;
  • die „Boah-wat’ne-komische-Gegend-hier“-Typen: wenn z.B. Kinder einer platten Großstadt in bergige Landgegenden kommen (oder umgekehrt). Denen stellen sich dann Fragen wie „Kommt jetzt wieder gleich hinter dem Hügel 'ne Nadelkurve?“ oder „Ist das nun die dritte Straße links, oder doch wieder nur ein Wirtschaftsweg?“, oder eben der umgekehrte Fall: „Welches von den vielen blinkenden Lichtern ist denn nun die Ampel?“ oder „So viele Schilder hier…“;
  • und natürlich die, die eigentlich den Kopf voll mit der Bedienung ihres Gefährtes haben (und nochmal 'ne Extra-Runde Fahrschule einlegen sollten), also a la „Ich muß jetzt Schalten - mein Kumpel hat gesagt, ich muß jetzt Zwischengas geben *braus* - huch, nee, ich muß erst die Kupplung treten *RRRRÖÖÖHHRR* -ach, nicht so doll - und jetzt in den Zweiten - äh - wo war der noch mal? - Ach ja, nach links und dann - Sch…, das war doch eben die Ausfahrt, die ich nehmen sollte…“
    und dann gibt’s da noch den simplen Fall von „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ - wie mir vor kurzem passiert: schräg vor mir eierte ein Kind auf dem Fußgängerweg dicht am Boardstein auf einem Fahrrad herum. Selbstverständlich fuhr ich so langsam, daß ich genug Abstand hatte, um stehen bleiben zu können, sollte der Zwerg umkippen - die Fahrer hinter mir konnten den Klein-Menschen nicht sehen und so entstand hinter mir ratzfatz eine Schlange und erhob sich ein Hubkonzert. Trotz Berufsverkehr, fehlenden Überholmöglichkeiten und laut aus Autofenstern gebrüllten Beschimpfungen, fuhr ich weiterhin langsam, bis das Kind sich wieder in Richtung Hauswand verzog.

Gruß
Sibylle (die in dem randvollen Berlin keinerlei Probleme hat, der aber auf super-engen unbeleuchteten und unübersichtlichen Serpentinen-Straßen immer ganz anders wird, wenn die Einheimischen an ihr vorbeibrausen, und dann doch lieber schleicht)

Hai, verständnisvolle halbpennerin, *kicher*

in Eurer Gegend fahr ich auch Schneckentempo, selbst wenn ich putzmunter bin. Schließlich kann ich mir partout nicht merken, welcher merkwürdige Winz-Weg nun eine richtige Straße ist und was nur so aussieht als ob und eigentlich eine Zufahrt ist - und ich steh dann auf 'nem Hof und die Köterse blaffen mich an und der Bauer geht mit ‚ner Flinte auf mich los und dann kommt die Polizei und ich werd‘ eingesperrt (und wer weiß, ob es bei Euch nicht noch Prügelstrafe oder so gibt) und dann bin ich als Städter wieder schuld und werde aus Bayern abgeschoben und dann kann ich gar nicht die Leute besuchen, die ich eigentlich besuchen wollte und überhaupt…

Fühl Dich geknuddelt
Sibylle

noch ein beispiel sind patienten, du glaubst ja gar nicht mit
welchen krankheitsbildern und medikamenten die leute noch am
steuer sitzen und irre strecken zurücklegen, obwohl sie in der
klinik keine 100 m schaffen.
somit gibt es auch krebspatienten die unter starken
schmerzmitteln autofahrn, oder „einfach“ schmerzpatienten die
eingestellt sind mit starken schmerzmitteln.
nun könntest du sagen, ja warum fährt ihr denn dann noch?

Hi Mona,
nun nach meinem Weihnachtsurlaub noch mal ein Kommentar…
Mir ist es eigendlich ziemlich wurscht ob ich von einem besoffenen Autofahrer oder von einem medikamentierten Autofahrer über den Haufen gefahren werde.
Beide Arten gehören nunmal nicht auf die Straße…
Kritikpunkt dabei ist NICHT, daß die Schmerzpatienten nicht in die Klinik sollen, vielmehr sollten sie nicht fahren.
Da beginnt eigendlich die Sorgfaltspflicht von Ärzten und Krankenkassen (bei denen leider für so etwas die Mittel fehlen)

Aber ganz ehrlich gehören menschen die unter „Drogen“ stehen hinter das Steuer?
(Rein prinzipielle Frage)

Grüsse
PP

Hi,
knuddelige „Halbpennerin“

ich habe aber gehört, daß wir im Jahre 2003 damit anfangen wollen die Straßen teeren wollen und es sollen auch so bunte Lichter an die Straßen kommen, sie werden Ampeln oder so genannt.

:wink:

PP

Big Brother is watching you
Hallo Mona.
Die Strassen sind zum FAHREN da, schlafen sollte man/frau im Bett. Wozu kaufe ich mir einen Wagen mit über 200 PS, wenn ich ständig, ununterbrochen, immer hinter Krankenschwestern herfahren muss. :wink: N.

Haaaalloooooo man Peterle
lang hat keiner reagiert und dann tobt ihr durch das Thema ohne mich. Leider hat mich mein Comp. über Weihnachten verlassen und ein Schäferstündchen eingelegt.
Aber der Name Peterle, war da mal was mit Heidi in den Bergen?
Komm mal wieder bei nem anderen Thema
; da ich das halbgrinsgesicht noch nicht auf die Reihe krieg, schreib ich´s dir
grins dich schelmisch an und zwinkere dazu, kommt doch auch gut
von weit weit her tschau mona