Im körperlichen Sinn: Schreiben lernen

Liebe Experten,

vermutlich ist nur meine erste Frage im engeren Sinne medizinisch; ich erlaube mir aber, die zweite als Annex anzufügen. Beide klingen sicher ein bisschen komisch, sind aber ernst gemeint. Darum auch zur Erklärung:

Ich schreibe in einigen Monaten mein Staatsexame. Dazu gehört ein ganzer Haufen Klausuren, die man mit der Hand schreibt. Klingt trivial, ist es aber für jemanden, der das eit zig Jahren nicht mehr macht und eigentlich nur tippen kann. Mit der Hand zu schreiben, streng meinen Arm sehr an, und ich halte es auch nicht sehr lange durch. Darum also die folgenden Fragen:

  1. Liege ich richtig mit der Annahme, dass häufiges Schreiben als Übung durchaus auch entsprechende Muskulatur aufbauen würde, so dass unabhängig von der psychischen Verfassung das Schreiben mit der Zeit leichter fällt?

  2. Was sollte ich beachten, wenn ich mir das Schreiben wieder angewöhnen möchte? Ich merke, dass ich mich ganz schön verkrampfe; ich wüsste nicht, wie ich es ändern könnte.

Wie gesagt, es mag trivial klingen, ist aber ein ziemliches Problem. Ich muss nicht nur etliche Stunden Klausurenschreiben durchhalten, sondern ich muss auch sicherstellen, dass die Schrift nicht, weil ich nicht mehr „konnte“, unleserlich wird. Was nützten die schönsten geistigen Ergüsse, wenn sie niemand lesen kann…?

Es dankt für jede Antwort:
Levay

Hallo Levay
Kurz geantwortet: Mit dem SCHREIBEN ist es da nicht viel anders als mit anderen Tätigkeiten. Ein TRAINING müsste rechtzeitig einsetzen, also echt früh. Wenn Du nur, sagen wir mal, drei Monate bis zu Deinem Examen hast, dann halte ich das fast schon für zu wenig und die Gefahr, dass Du jetzt durch vieles Schreiben eine Sehnenscheidenentzündung bekommst, für zu groß.
Wenn Du allerdings noch mehr als ein halkbes Jahr Zeit hast, könntest Du das Training beginnen.
Meint
Branden

Statt Kugelschreiber, Füller oder Gelschreiber verwenden. Mit Gelschreibern kann man ziemlich schnell und leicht schreiben, was besonders bei Vorlesungen oft wichtig ist. Leider halten sie nicht sehr lange.

Hallo Levay,

habe auch vor einigen Monaten die ganz vielen Klausuren des Staatsexamens geschrieben und kann Dir eins sagen: die emotionale Belastung ist so groß, dass man einfach schreibt und gar nichts um sich herum merkt.
Als ich mit allen Klausuren fertig war (während dieser Zeit hat meine Hand - und auch der Rest:smile: - super mitgemacht), wollte ich zu Hause einen Umschlag beschriften und erst dann habe ich gemerkt, wieviel Kraft es gekostet hat, ich konnte den Stift kaum halten.

Im Alltag schreibe ich allerdings fast ausschließlich mit einem Füller oder einem Bleistift.

Viel Erfolg für Deine Prüfungen,

Marta