Hallo, ich bin 23Jahre alt und mein Problem ist, ich schaffe es nicht mich in Deutsch schrifftlich zu verbesser.
Ich bin Türkischer abstammung aber reden kann ich besser als viele Deutsche, z.B. wundern sich viele wenn ich am Telefon meinen Namen sage >Ach Sie sind Türke? Sie reden so Perfekt Deutsch> ach soo werden die geschrieben
Also erst einmal: dein Artikel ist schon mal besser geschrieben als viele andere hier 
Was mir spontan einfallen würde, um Schwächen beim Schreiben zu verbessern, wäre lesen. Egal ob Tageszeitungen oder Bücher, aber lesen verbessert meiner Meinung nach immer das Sprachgefühl. Du hättest den Vorteil, das du (fast immer) fehlerfreie Texte liest und somit viele Beispiele bekommst, wie man bestimmte Wörter schreibt, wann ein Beistrich gestzt wird usw… Du kannst dich da langsam von einfachen Tageszeitungen (aber bitte nicht die BILD) bis z.B. zur Frankfurter Allgemeine Zeitung oder zur ZEIT langsam hocharbeiten.
Trotzdem würde ich dir auch empfehlen, ein Grammatikbuch zu kaufen und zu lesen. Bestimmte Regeln sollte man doch aus Nachschlagewerken lernen 
MfG
Wie verhält es sich denn mit Deiner Muttersprache Türkisch? Geht Dir da die Rechtschreibung besser „von der Hand“? Wie lange sprichst Du schon Deutsch?
Liest Du deutsche Texte, also Bücher, Zeitschriften etc.?
Gruß, Uwe
bis z.B. zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Dativ!
Mit 5 habe ich angefangen Deutsch zu reden, meine Muttersprache würde ich mit Reden 3-4 und schreiben mit einer 3 Benoten.
Bücher lese ich selten, Zeitschrifften wie Der Spiegel oder der Stern lese ich schon ab und zu.
Mein zuletzt gelesenes Buch war „Schiffbruch mit Tiger“
Hallo,
dein Problem ist ein sehr typisches Problem für Menschen mit Migrationshintergrund. Du kannst dich beruhigen: Das hat auch nichts mit Intelligenz zu tun.
Man lernt die Sprache überwiegend mündlich und kommt bestens zurecht. In der Familie wird (meistens, aber nicht immer) eine andere Sprache (also nicht deutsch) gesprochen, gelesen, als Video angesehen.
Man lernt also nur die Umgangssprache / die mündliche Sprache.
Die schriftliche Sprache ist aber durchaus anders, es gibt zum Beispiel andere / mehr Grammatikregeln, anderen / mehr Wortschatz. Kinder aus deutschsprachigen Haushalten „saugen so etwas mit der Muttermilch auf“, z.B. wenn ihnen als Gute-Nacht-Geschichte ein Märchen vorgelesen wird.
Und genau dies fehlt dir (wie vielen anderen). Die Probleme zeigen sich zum ersten mal irgendwann zwischen der 5. und 7. Klasse, wenn nämlich die anderen Kinder (Deutsch-Muttersprachler) die kindische Sprache hinter sich lassen und auf einem anderen Niveau schreiben / lesen / denken. Der Unterricht (in allen Fächern, nicht nur in Deutsch) wird dann auch sprachlich schwieriger.
Was hilft?
- Lesen (auf Deutsch), und zwar nicht nur die B***zeitung (oder ähnliches), sondern längere Texte (sie dürfen ruhig unterhaltsam sein, es müssen keine wissenschaftlichen Fachtexte sein)
- Nachhilfe - aber nicht nur einfach Nachhilfe, wie sie deutsche Muttersprachler bekommen, wenn sie Probleme in Deutsch haben, sondern „Deutsch als Zweitsprache“ oder „Deutsch als Fremdsprache“. Klar verstehst du die deutsche Sprache und kannst das alles auch irgendwie, nur die Anwendung wird (in der mündlichen Sprache) fast nie geübt - weshalb man die „gehobene“ Sprache zu selten verwendet.
Das Ganze geht übrigens nicht von heute auf morgen. Egal, ob man seine Muttersprache lernt oder eine andere Sprache: Nach zwei, drei Jahren sind Ergebnisse erst wirklich deutlich zu sehen…
Mich wundert nur das viele Freundinen von mir auch mit Migrations Hintergurnd super in Deutsch schrifftlich sind.
Ich werde jetzt aber versuche jeden Monat ein Buch zu lesen.
Bücher lese ich selten
Das solltest Du aber.
Darüberhinaus rate ich Dir, eine der beiden Sprachen als Deine Muttersprache zu betrachten. In dieser würde ich beginnen, vermehrt zu lesen, kommunizieren, etc. Die Fortschritte in einer Sprache werden Dir auch in der anderen Sprache helfen. Wähle die Sprache, in der Du Dich beim Sprechen am sichersten fühlst.
Das Einprägen einer korrekten Orthographie, Grammatik und Interpunktion geschieht z. B. durch bewußtes Lesen für Dich INTERESSANTER Texte. Ich habe sehr viel gelernt durch das Lesen von z. B. Peter Sloterdijks „Kritik der zynischen Vernunft“ oder auch Berger/Luckmann, „Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit“. Das sind philosophisch/soziologische Meilenstein-Werke, von denen ich, obwohl keine leichte Kost, Seite für Seite genossen habe, da sich neue Sichtweisen auf eine nur scheinbar bekannte Welt auftaten, Sichtweisen, die mir in ihrer Essenz auf ganz merkwürdige Weise vertraut waren, denen ich zu jener Zeit selbst aber noch kein „Zuhause“ in Form von verbalen Beschreibungen hätte geben können, die also in mir „brach lagen“.
Wenn Du dann irgendwann selbst leidenschaftlich darin aufgehst, Dich in Sprache und Schrift SO auszudrücken, wie es Deinem Denken entspringt und wie-Du-es-willst, wird es Dir leichter fallen, die mit der Sprache verbundenen Regeln zu lernen. Das darf dann ruhig „en passant“ geschehen, also „im Vorübergehen“… 
Sehr helfen könnte Dir dabei sicherlich ein/e Partner/in mit elaborierter Sprache, die sich nicht scheut, Dich im Alltag zu korrigieren, und der/die vor allem mit exzellentem Gehör und Aussprache ausgestattet sein sollte, denn die allermeisten Rechtschreibfehler spiegeln sich auch in der gesprochenen Sprache wieder, werden hier allerdings häufig von der Umwelt „überhört“ (metaphorisch und nichtmetaphorisch gemeint). Und gute Korrekteure zu finden ist nicht ganz einfach! 
Zunächst solltest Du selbst ganz genau und bewußt darauf achten, WIE Du jedes Wort im Einzelnen aussprichst. Versuche es LANGSAM und DEUTLICH. Weißt Du wirklich, wie es ganz korrekt ausgesprochen wird?? Beginne, die Aussprache Deiner Mitmenschen zu analysieren: beispielsweise stellen die Stimmhaftig- bzw. Stimmlosigkeit von Konsonanten im Hochdeutschen und deren mundartliche Verfärbungen je nach Region hervorragende Studienobjekte dar, an denen Du Dein Gehör und Deine Aussprache autodidaktisch immens schulen und verfeinern kannst.
Viel Erfolg! 
Gruß,
Uwe
Ich lass mir viel im Schrifftlichen sagen, aber reden kann ich…
… zwing mich nicht dich anzurufen 
Hast du Beispiele für Bücher mit denen ich anfangen kann? Welche mich nicht am anfang Überfordern?
Ich lass mir viel im Schrifftlichen sagen, aber reden kann ich…
Bist Du Dir da so sicher? Vielleicht machst Du auch vieles mit Geschwindigkeit wett…
Aber gut, umso besser, wenn Deine Aussprache schon mal fehlerfrei ist. Dann dürfte es normalerweise mit der Rechtschreibung schon mal weniger Probleme geben, zumal die deutsche Sprache, ganz im Gegensatz z. B. zur englischen, zum größten Teil so geschrieben wird, wie man sie spricht (die Hochsprache).
Aber: Es KANN natürlich auch eine sogenannte Lese- / Schreibschwäche bei Dir vorliegen (gibt es in allen möglichen Stärkegraden). Ob das der Fall ist, könnte ein Logopäde beurteilen.
… zwing mich nicht dich anzurufen
Du kannst es ja versuchen 
Hast du Beispiele für Bücher mit denen ich anfangen kann?
Welche mich nicht am anfang Überfordern?
„Nicht am Anfang“, sondern erst am Ende? Nein, ohne Scherz: was Dich interessiert, weißt Du selbst am besten. Es hat keinen Sinn, Dir Lesetips zu geben ohne zu wissen, wo Deine speziellen Interessen liegen.
Nach denen könntest Du z. B. mal bei Amazon suchen. 
Vielleicht Canetti?
Hast du Beispiele für Bücher mit denen ich anfangen kann?
Welche mich nicht am anfang Überfordern?
Keine Ahnung ob Dich sowas interessiert, aber ich finde, Elias Canetti schreibt ein wunderbares Deutsch. Und seine Autobiographie (1. Band »Die gerettete Zunge«) ist keine schwere Kost.
Bei mir hat das übrigens super geklappt; wenn ich vor einer Deutsch-Klassenarbeit stand, hab ich mir ein paar Kapitel Canetti durchgelesen und das hatte gleich eine Auswirkung auf meinen Stil. Wenn ich zum Beispiel Kishon gelesen habe, war das auch so, aber das ging nur vor Klausuren zum Thema Satire.
Lesen ist echt toll, wenn Du das richtige Buch findest.
Grüße
Trilli
Schreibt man Eigennamen nicht ohne Änderung des Falles?
MfG
Nein. (owT)
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