Hallo,
Diese österreicherische Firma verwaltet normalerweise
angeblich Beträge ab 250000 Euro aufwärts, bietet ihre Dienste
aber scheinbar seit neuestem auch Kleinanlegern an. Man soll
sogar montalich, in einem Sparplan einzahlen können…
Für eine „richtige“ Vermögensverwaltung wäre ein Einstiegsbetrag von 250 teuro noch sehr niedrig. Die meisten fangen erst im siebenstelligen Bereich an, weil erst dann eine wirklich individuelle Betreuung richtig Sinn macht und auch über eine Verwaltungsvergütung bezahlt werden kann.
Dieses hier riecht nach einem standardisierten Produkt (das gleiche für viele verschiedene Anleger). Da kannst Du auch einen Fonds kaufen. Beim Fondshast Du den Vorteil der größeren Transparenz (täglicher Kurs) und größerer Sicherheit (z.B. Sondervermögen, Depotbankkontrolle usw.). Vor Betrügereien bist Du bei einem Fonds weitestgehend sicher.
Laut Finanzberater liegt der große Vorteil dieser
Vermögensverwaltung in der überragenden „Reaktionsschnelle“,
folgendes Beispiel wurde herangezogen.
Ich vermute eher, dass der Vorteil in der Provision für den Berater liegt… . Ist aber nur so ein Gefühl 
Am 11.09.2001 (Anschläge auf das WTC) erkannten viele Anleger
früh, das die Aktienmärkte auf Talfahrt gehen und wollten
durch Umschichtungen oder Ausstieg ihr Kapital vor dieser
Talfahrt schützen. Also gaben Sie die entsprechenden Aufträge
sofort an ihre Bank weiter. Allerdings dauert es immer eine
Weile bis die Aufträge ausgeführt werden (z.B Abends erst am
nächsten Tag) und daher wurden diese Aufträge zu spät
ausgeführt, das Geld war verloren.
Die IMB hat dagegen als Vermögensverwalter angeblich die
Möglichkeit, das Kapital SOFORT umzuschichten und somit das
Kapital viel schneller in „Sicherheit“ zu bringen als bspw.
Banken.
Und? Was hätte Dir das in diesem Fall gebracht? Die Kurse waren zwei Wochen nach den Anschlägen wieder auf dem gleichen Niveau wie am 10.09… Es ist also nur dem was passiert, der im Absturz raus ist und dann teurer zurückgekauft hat.
Wenn das so stimmt ist das für mich schon ein starkes
Argument…
Ein starkes Argument wäre, wenn Sie belegen könnten, dass sie schon Anfang 2000 aus den Aktienmärkten raus sind und Anfang 2003 wieder rein. Dann hätten sie gezeigt, dass sie die Märkte verstehen.
Was hilft es, wenn ich schnell reagieren kann, aber auch nicht besser weiß als alle anderen, wann ich es wie tun soll?
Glaubst Du ernsthaft, dass eine unbekannte kleine Vermögensverwaltung, die es nötig hat, ihre Produkte über Strukturvertriebe verkaufen zu lassen, schneller ihre Orders platzieren kann, als die großen Investmenthäuser dieser Welt? (Die ja meist zu direkt an der Börse handelnden Banken gehören).
Aus meiner Sicht gehört könnte man solche Aussagen auch bei den Gebrüdern Grimm veröffentlichen… .
Klar, der kleine Privatanleger ist i.d.R. schon etwas im Nachteil. Wobei Du heute übers www und Direktbanken auch schnell agieren kannst.
Was haltet Ihr von Vermögensverwaltern (für Kleinanlagen) im
Allgemeinen und von der IMB im Speziellen ?
Grundsätzlich ist für den Kleinanleger die Kapitalanlage genauso wichtig wie für die Vermögensmillionäre oder institutionelle Anleger. Aber meist geht er anders damit um. Für Menschen, die schon Geld haben, steht i.d.R der Kapitalerhalt im Vordergrund. Dazu soll dann noch eine „Verzinsung“ kommen, die Abhängig von der Risikobereitschaft des Anlegers ist.
Den meisten Privatanlegern würden die Ergebnisse solcher Strategien gerade in Zeiten steigender Börsen zu langweilig vorkommen, weil hier oft „nur“ z.B. 6 bis 8 % p.a. angestrebt werden. Dafür werden aber auch die Verluste begrenzt, wenns nach unten geht. Und 10% auf einen Millionenbetrag verlieren hat halt schon Gewicht.
Zur IMB kann ich nichts sagen. Habe auch keine Lust lange im www danach zu suchen. Die Top-Adressen dieser Branche haben es nicht nötig, „Kleingeschäft“ oder gar Sparpläne (mega Verwaltungsaufwand) anzunehmen (höchstens in einem Publikumsfonds, den sie managen). Sie würden solche Vertriebe wie den von Dir beschriebenen meiden wie der Teufel das Weihwasser. Allein schon aus Imagegründen
Wenn Du eine Investition dort ernsthaft in Erwägung ziehen solltest, dann versuch Dich mal über Deine rechtliche Situation im Falle einer Insolvenz der IMB schlau zu machen.
Mein Tip: Bleib bei Fonds. Da hast Du wenigstens einen sicheren rechtlichen Rahmen.
Gruß Schorsch